• Rating der Pensionskassen und Bundesinstitutionen, absteigend nach Anlagevolumen

    Rating-Detailseite

    Hintergründe zum Rating

     

    Unsere Ende 2016 lancierte und erfolgreich laufende Kampagne "Pensionskassen: Schluss mit fossilen Investitionen" - renten-ohne-risiko.ch ist die Initialzündung für Veränderungen in Richtung Klimakompatibilität mit Dekarbonisierung der Portfolien, beginnend mit Desinvestition der am meisten verantwortlichen Unternehmen der fossilen Energien.

     

    Den Vorsorgeeinrichtungen haben wir die Schreiben der jeweiligen Versicherten übergeben und um Antwort ersucht. Wie erwartet, waren die Stellungnahmen der Pensionskassen mit wenigen Ausnahmen defensiv und unverbindlich. Zu einer spezifischen Auseinandersetzung mit den Forderungen nach einer Klimastrategie mit Dekarbonisierung des Portfolios, die mit der Deselektion der klimaschädlichsten Unternehmen im Sektor der fossilen Energien beginnt, sehen sich die allermeisten Träger unserer Altersvorsorge noch nicht veranlasst.

     

    Auch verschweigt die grosse Mehrheit der Pensionskassen die Resultate des BAFU-Klimatests 2017. Wenig verwunderlich, denn dessen Erkenntnisse zeigen auf: die Pensionskassen als Ganzes befinden sich mit ihren Anlagen auf einem Klimapfad von 4 - 6°C statt der vom Pariser Klimaabkommen geforderten 1,5°C.

     

    Deshalb ruft die Klima-Allianz die Politik, die Versicherten und die Zivilgesellschaft auf, den Druck auf alle Pensionskassen zu verstärken. Die erfolgreiche Bildung der Kontaktgruppe BVK DIVEST der Versicherten der BVK des Kantons Zürich, der nach Versicherten grössten Pensionskasse der Schweiz hat die Tür zu bereits zwei Treffen mit den Verantwortlichen geöffnet (siehe unten). In der Folge hat die Klima-Allianz die Formierung der Kontaktgruppen PUBLICA DIVEST des Bundes, der APK DIVEST der Aargauischen Pensionskasse, BLPK DIVEST der Basellandschaftlichen Pensionskasse, der PKBS DIVEST der Stadt Basel, der BPK DIVEST der Bernischen Pensionskasse, der BLVK DIVEST der Bernischen Lehrerversicherungskasse, der PVK DIVEST der stadtbernischen Personalvorsorgekasse, der LUPK DIVEST der Pensionskasse des Kantons Luzern, der SGPK DIVEST der kantonalen St.Galler Pensionskasse sowie der PTV-CPAT DIVEST der privatrechtlichen Pensionskasse der Technischen Verbände (siehe unten) gefördert. Zu diesen insgesamt 11 Versicherten-gruppen in der deutschen Schweiz kommen die derzeit 5 Gruppen CPEG DIVEST der Pensionskasse des Kantons Genf, der CAP Prévoyance DIVEST der Stadt Genf und der Genfer Gemeinden, der CPEV DIVEST und der CIP DIVEST des Kantons Waadt, sowie der CPCL DIVEST der Stadt Lausanne in der Romandie hinzu.

     

    In der Romandie hat sich im April 2019 zudem die Bewegung DIVEST VAUD der waadtländischen Zivilgesellschaft formiert. Sie ruft unter Einbezug von Persönlichkeiten, darunter Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet, die kantonale CPEV medienwirksam zur Dekarbonisierung ihres Portfolios auf.

     

    Begründungen, Politische Vorstösse, Dialog der Versicherten-Gruppen

    Die Klima-Allianz Schweiz dokumentiert den Veränderungsprozess anhand einer laufend erweiterten, qualitativen Auswahl der relevantesten öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen und einigen bezüglich Anlagevolumen bedeutenden privatrechtlichen Pensionskassen. Das Beobachtungsfenster umfasst naturgemäss auch die Nachhaltigkeits- und Klima-Pioniere, unabhängig von ihrer Grösse.

     

    Aufgrund ihres Gewichts als bezüglich Anlagevolumen grösste Vorsorge- bzw. Versicherungsinstitution des öffentlichen Bereiches schliesst die Klima-Allianz den AHV-Ausgleichsfonds Compenswiss und die gesetzliche Unfallversicherung SUVA ins Pensionskassen-Rating ein.

     

    Sie finden unsere Bewertungskriterien auf der Rating-Hauptseite. Sie werden im Masse der Entwicklungen der "Best Practices" bei den Pensionskassen regelmässig inhaltlich präzisiert; in der Stringenz werden sie den Erfordernissen der Dekarbonisierung der Portefeuilles in Linie mit dem Absenkungspfad des Pariser Klimaabkommens angepasst - max. 1.5°C bis 2050.

     

    Wir aktualisieren die untenstehende Hintergrundinformationen mit unseren Begründungen zum Rating der einzelnen Pensionskassen in kurzen Zeitabständen. Zudem finden Sie zu jedem Eintrag unsere Dokumentation des Veränderungsprozesses mit den politischen Vorstösse und dem Dialog zwischen Versicherten und Pensionskasse.

     

    Hinweise:

    • Die Elemente der Anlagepolitik einer Pensionskasse, die zur Einstufung ROT, ORANGE oder GRÜN führen, sind jeweils in roteroranger oder grüner Schrift kenntlich gemacht.
    • Vielversprechende Aktivitäten einer Pensionskasse, die auf eine potenzielle und zeitnahe Höherbewertung hinweisen, sind in oranger Schrift (bei Rating ROT) bzw. grüner Schrift (bei Rating ORANGE) kenntlich gemacht.
    • Das Rating-Fenster umfasst im Prinzip nur die Portfolioinvestitionen, nicht die Immobilienanlagen. Die Klima-Allianz anerkennt jedoch, dass viele Pensionskassen mit bedeutenden Energiemassnahmen auf ihrem Gebäudebestand zum Klimaschutz beitragen.

    Nachfolgend finden Sie die Details für die Institutionen der deutschen Schweiz und des Tessin/Ticino.

     

  • Vorreiter

    LUPK Luzerner Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die LUPK ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ungefähr auf Rang 25 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Seit April 2019 bekennt sich die LUPK entsprechend ihrer Vorgaben im Anlagereglement zu einer systematischen Nachhaltigkeitspolitik in konsequenter Anwendung der 10 Prinzipien des UN Global Compact. Sowohl Ethik-Prinzipien als auch finanzielle Risikoüberlegungen führten zum Entscheid, ESG (Environmental, Social, Governance)- und Klimakriterien in den Anlageprozess zu integrieren. Dabei werden einerseits Negativkriterien beachtet, d.h. Unternehmen, welche die Menschenrechte systematisch verletzen, der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügen oder einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes z.B. in Rüstungs-, Tabak- oder Atomindustrie erzielen, sind ausgeschlossen. Mit ihrem fortschrittlichen ESG-basierten Best-in-Class-Ansatz (Selektion der besten Unternehmen pro Industriesektor) hat sie sowohl die CO2-Intensität in den entsprechenden Anlagen reduziert als auch ihr durchschnittliches ESG-Rating erhöht.

    Die Motivation ist auch finanziell begründet: das ESG-Management der LUPK beruht "nicht nur auf hehren Prinzipien, sie muss primär die Renten für zukünftigen Generationen sicherstellen".

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Mit der neuen Nachhaltigkeitspolitik bekennt sich die LUPK ebenfalls zu einer echten Klimastrategie und dazu, dass ihre treuhänderische Sorgfaltpflicht die Klimarisiken einschliesst. Um der Wichtigkeit der Klimarisiken Ausdruck zu geben, wird sie per Anfang 2020 die Klimastrategie ins Anlagereglement integrieren.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Kasse verwaltet bereits mehr als die Hälfte ihrer Auslandaktien nach Best-in-Class-Nachhaltigkeits-Ansätzen. Die Anlageklassen «Aktien Welt» und «Aktien Nordamerika» entsprechen der Methodologie des MSCI ESG Leaders Index. Dadurch wird die CO2-Intensität in den entsprechenden Anlagen reduziert und ihr durchschnittliches ESG-Rating erhöht. Auch in der Anlageklasse «Aktien Emerging Markets» wird bereits die Hälfte der Engagements nach einem Nachhaltigkeitsansatz verwaltet, der die gemäss ESG-Kriterien 20 Prozent schlechtesten Firmen ausschliesst und die CO2-Intensität um mindestens 30 Prozent senkt. Bis Ende 2019 werden alle Schwellenländeraktien nach einem ESG-Ansatz verwaltet werden.

     

    Im Bereich der Anlageklasse «Obligationen Schwellenländer» (passive Anlagestrategie) hat sie ihren Vermögensverwalter erfolgreich dazu angehalten, diejenigen sechs Unternehmen mit der höchsten CO2-Intensität (= CO2-Ausstoss in Tonnen pro Million Umsatz) vom Anlageuniversum auszuschliessen.

     

    Insgesamt weisen die Aktien- und Obligationenanlagen der LUPK bereits per Januar 2019 eine um 30% geringere CO2-Intensität auf als die pro Anlagekategorie massgebenden Welt-Referenzbenchmarks (also des globalen Durchschnitts der jeweiligen Anlagekategorie, namentlich für die Industrieländer-Aktien der Index MSCI ACWI World ex Schweiz und ex Emerging Markets, und für die Aktien Emerging Markets der MSCI Emerging Markets ). Diese Analyse wurde durch die externe Firma CSSP durchgeführt und zertifiziert (siehe den gut dokumentierten Brief an die Klima-Allianz/LUPK DIVEST, unten). CSSP stützt ihre Analysen auf die Methodik von yourSRI, die den CO2-Fussabdruck der einzelnen Unternehmen als CO2-Äquivalente (inkl. andere Treibhausgase als CO2) im Verhältnis zu deren Umsatz (als Umsatz-Intensität) misst. Wie bei der führenden nachhaltigen und klimaverträglichen Pensionskasse NEST (siehe oben) werden nicht nur die "betriebseigenen" Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2, sondern auch diejenigen des Scope 3 - also der Vorlieferkette und der nachfolgenden Verbraucher - quantifiziert.

     

    Im Rahmen der Infrastrukturanlagen, die Teil der ergänzenden Anlagen sind, investiert sie via Kollektivanlagen auch in die Produktion von erneuerbaren Energien (Windparks, Solaranlagen, Holzheizwerke, Wärmeverbunde und Wasserkraftwerke).

    Auch bei direkten Immobilienanlagen strebt die LUPK bei Neubauten und bei Sanierungen eine ökologische Bauweise an. In Bezug auf die Wärmedämmung soll der Minergiestandard erreicht werden, die Wärmeenergie soll zu einem Teil aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die LUPK will die CO2-Intensität ihres Portfolios weiter reduzieren. So wird sie alle Aktien Emerging Markets bis Ende 2019 ebenfalls nach ESG-Best-in-Class-Ansatz verwalten und damit neben dem Klima-Impact auch das ESG-Rating erhöhen.

    Bezüglich Einbezug der Obligationen in den Dekarbonisierungspfad ist die LUPK führend.

    Mit diesem Paket an bereits umgesetzten Massnahmen ist sie somit unter den in Bezug auf das Anlagevolumen gewichtigsten Vorsorgeeinrichtungen eine der beiden öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Schweiz, die bereits den Pfad der Dekarbonisierung eingeschlagen haben. Die andere Kasse ist die PKZH, welche sich verbindliches Ziel gesetzt hat, in der Umsetzung aber nocht nicht so weit ist wie die LUPK (siehe unten).

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die LUPK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz und wird ab Januar 2020 konsequenterweise auch Mitglied des ETHOS Engagement Pool International.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Mit ihrer Mitgliedschaft im ETHOS Engagement Pool International wird die LUPK den Dialog mit dem Management von ausländischen Firmen aufnehmen und sie zu einem nachhaltigeren Verhalten auffordern. In diesem Zusammenhang wird sie per Jahresbeginn 2020 auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert und erklärt "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der bereits getätigten Dekarbonisierung der Aktien und Obligationen auf 30% weniger als der Marktdurchchnitt ist die LUPK die führende nachhaltige öffentlich-rechtliche Pensionskasse.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: sehr viel besser

    Innert kurzer Zeit hat die LUPK eine Best-Practice Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit aller ihrer Anlagen erreicht. Sie will auf diesem Weg weitere Fortschritte erzielen.

     

    Politische Aktivitäten

     

    2017: Anfrage "über die Risiken für den Kanton Luzern durch Investitionen in fossile Energien " und Postulat "Desinvestition aus fossilen Energieträgern", Katharina Meile und Mit. (Grüne) im Kantonsparlament: die Regierung solle bei u.a. bei der LUPK einwirken, damit sie sich aus Anlagen in fossile Unternehmen zurückzieht.

     

    Dezember 2017: Die Exekutive beantragt Ablehnung des Postulats Meile mit der Begründung, die LUPK sei nicht direkt in fossile Unternehmen investiert. Sie lege, wie sie auch in ihrer Antwort zur Anfrage Meile darlegt, nur passiv in Fonds an. Sie signalisiert somit, eine Umsetzung sei nicht machbar. Dies steht jedoch im Widerspruch zur Aussage des Bundesrates in seiner Antwort auf eine Interpellation von FDP-Ständerat Raphaël Comte, dass sich mit klimaverträglichen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen lassen und dass der Markt schon heute klimafreundliche Anlageprodukte anbietet, mit denen sich in gängigen Finanzanlagen gebundene Emissionen um 10 bis 90 Prozent verringern liessen. Er verweist dabei auf den BAFU-Report "Klimafreundliche Investitionsstrategien und Performance (2016), der insbesondere auch marktgängige indexbasierte Fonds listet (S. 49-50). Das Parlament folgt dem Ablehnungsantrag.

     

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    2016: Eine Online-Umfrage der LUPK zur Nachhaltigkeitspolitik unter den Versicherten ergibt unter anderem, dass 50% der Teilnehmenden auf Anlagen in Unternehmen der fossilen Brennstoffe verzichten möchten (Geschäftsbericht 2016, S. 15).

     

    Kontaktgruppe LUPK DIVEST

     

    September 2017: die Kontaktgruppe LUPK DIVEST sendet im Namen der LUPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von LUPK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    Januar 2018: Die Geschäftsleitung informiert auf Nachfrage vorerst mündlich, eine Antwort sei in Vorbereitung. Im Übrigen habe sich die LUPK am BAFU-Klimatest 2017 beteiligt. Die Auswertung sei in Arbeit und es würden sich daraus Schlüsse für die Anlagestrategie ergeben. Auch werde die Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit im Geschäftsbericht 2017 Eingang finden.

     

    August 2018: die Kontaktgruppe LUPK ersucht mit einem kurzen Schreiben um Beantwortung.

    Sie stellt darin auch fest, dass die LUPK "in der Zwischenzeit, wie im neuen Geschäftsbericht 2017(Seite 10) steht, künftig auch ausländische Aktienkategorien ähnlich den Schweizer Aktien vermehrt unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien investiert. Wir betrachten es als weiteren Schritt der LUPK in die richtige Richtung, dass mit dieser ersten Massnahme für die beiden "Aktienkategorien Welt und Nordamerika nachhaltige Indexmandate ausgeschrieben, entsprechende Investitionen getätigt bzw. zum Abschluss vorbereitet wurden - und dass die Benchmarks dieser beiden Kategorien auf ESG-Indices umgestellt worden sind."

     

    Weiterhin fragt sie die LUPK nach den Resultaten des BAFU-Klimatests, und erkundigt sich, welches werden die voraussichtlichen klimafreundlichen Effekte der Umschichtungen auf nachhaltige Indexmandate der Aktienkategorien Welt und Nordamerika sein werden, welche Art von ESG-Indices herbeigezogen werden, und wie stark diese die Klimaverträglichkeit in der Art von "low-carbon" oder "fossil-free" Indices gewichten.

    Schliesslich empfiehlt sie, dass die LUPK Mitglied des neuen ETHOS Engagement Pool International werde.

     

    November 2018: die LUPK schreibt, sie setze sich mit dem Thema Klimaschutz auseinander und führe im Frühjahr 2019 Gespräche mit diversen Organisationen und Experten. Die Klima-Allianz wird sich im Februar 2019 mit der LUPK austauschen.

    Januar 2019: die Versichertengruppe LUPK DIVEST sendet als Vorbereitung des Treffens der Klima-Allianz mit der LUPK eine Liste von Besprechungspunkten ein.

     

    Februar 2019: am Treffen mit der Klima-Allianz informiert die LUPK - vorerst mündlich - offen und detailliert über ihre bereits erfolgten Schritte zur Dekarbonisierung des Auslandsportfolios. Eine Klimastrategie ist erkennbar.

     

    April 2019: Mit ihrer Antwort an die Klima-Allianz und LUPK DIVEST informiert die LUPK transparent, detailliert und nachvollziehbar über ihre neue Klimastrategie. Das Schreiben listet die die bereits erfolgten Schritte zur Dekarbonisierung des Aktien- und Obligationenportfolios, Investitionen der LUPK in Infrastrukturanlagen der erneuerbaren Energien sowie ihre weiteren Pläne (siehe oben).

     

    NEST Sammelstiftung

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Auf der Basis ihres Nachhaltigkeitsansatzes mit der Selektion der Firmen aufgrund der ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) ist die ökologisch-ethische Pensionskasse NEST Vorreiterin in Bezug auf die CO2-Exposition des Portfolios. Ihr Ansatz schliesst Anlagen in CO2- intensive Unternehmungen aus den Bereichen Öl, Kohle und Gas weitgehendst aus.

     

    Per Ende 2018 war der NEST-Aktienbestand (mit den Anlagekategorien Schweiz, Developed Markets ex Schweiz, Emerging Markets) 34% weniger treibhausgasintensiv als das globale Portfolio des individuellen Vergleichsindexes, der auf der tatsächlichen Allokation basiert. Die neue Vergleichsbasis gewichtet die effektive Allokation der NEST-Aktien auf die Anlagekategorien anstelle des früheren Bezuges auf den Durchschnitt des Durchschnittes MSCI-ACWI. Deshalb vermittelt sie ein realistischeres Bild ihrer tatsächlichen Erfolge der Dekarbonisierung in den klimarelevanten CO2-intensiven Anlagekategorien Developed Markets ex Schweiz und Emerging Markets.

     

    Besonders hervorzuheben: die Messungen durch Inrate umfassten nicht nur wie üblich die sogenannten Scope 1 Emissionen (betriebseigenes CO2 und weitere Treibhausgase) und die Scope 2 Emissionen aus Strombezug, der mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird, sondern auch die ein Mehrfaches höheren Scope 3 Emissionen. Letztere setzen sich zusammen aus den durch die Vorlieferanten emittierten Treibhausgase sowie - besonders gewichtig - die Emissionen der nachfolgenden Verbraucher (also insbesondere das Verbrennen von Erdöl und Erdgas in Industrie, Transport und Gebäuden).

     

    Weil NEST gleichlautende Prinzipien der ESG-Integration in den Anlageprozess auch für die Obligationen und die alternativen Anlagen (Private Equity, Infrastructure, Insurance Linked Securities, Private Debts) anwendet, darf ein analoger oder besserer Wert für das gesamte Portfolio postuliert werden. Die NEST bestätigt auch in Bezug auf den BAFU-Klimatest:"Das in der Studie untersuchte Aktien sowie das Obligationen Mandat ist deutlich weniger CO2-intensiv im Vergleich zu konventionellen Anlagestrategien".

     

    Schliesslich ist NEST Unterzeichnerin der UN-Principles of Responsible Investing und zum entsprechenden Reporting, und sie ist Mitglied bei Swiss Sustainable Finance, der Ethos Engagement Pools Schweiz und International und somit auch des mehrjährigen Verpflichtungsprogramms, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten, von Climate Action 100+, der Investor Decarbonization Initiative und des Montreal Carbon Pledge.

    Stiftung Abendrot

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Die nachhaltige Pensionskasse Abendrot hat sich auch dem Divestment fossiler Unternehmen verpflichtet.

     

    Abendrot ist Mitglied bei Swiss Sustainable Finance, der Ethos Engagement Pools Schweiz und International und somit auch des mehrjährigen Verpflichtungsprogramms, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten, von Climate Action 100+, und der Investor Decarbonization Initiative.

    CoOpera Sammelstiftung PUK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Die nachhaltige Pensionskasse CoOpera investiert seit ihrer Gründung 1984 nicht in fossile Energieunternehmen. Sie legt – wohl als einzige Pensionskasse in der Schweiz – nicht in börsenkotierte Aktien an, da sie ihr Geld zurück in die Realwirtschaft fliessen lassen will. Die CoOpera investiert direkt in Wertschöpfungszusammenhänge und fördert damit eine nachhaltige Wirtschaft.

    GEPABU

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Die nachhaltige GEPABU Personalvorsorgestiftung hat Investitionen in fossile Energieunternehmungen seit Gründung ausgeschlossen.

    Bei der Vermögensanlage gelten folgende inhaltlichen Richtlinien:

    • Das Vermögen wird ausschliesslich in Wirtschaftsbranchen angelegt, die ökologisch nachhaltig sowie sozial und ethisch vertretbar sind oder die mindestens diesbezüglich keine übermässigen Schäden anrichten. 
    • Vorzugsweise erfolgt die Vermögensanlage in die Gewinnung erneuerbarer Energien, ökologische Land- und Forstwirtschaft, ökologisches Bauen, Errichtung und Unterhalt von Infrastruktur, die für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise notwendig ist, Produktion von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs im Rahmen des ökologisch Vertretbaren.
    • Das Vermögen wird in Unternehmungen und öffentlichen Körperschaften, die in obgenannten Branchen tätig sind, angelegt.
    • Hierbei hat die Vermögensanlage in jene Unternehmungen und öffentlichen Körperschaften zu erfolgen, welche den Prinzipien der ökologisch nachhaltigen und der sozial ethischen Wirtschaftsweise am besten genügen.

    Metron Stiftung für Personalvorsorge

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Die Pensionskasse von Metron, eines Dienstleistungsunternehmens für die Fachbereiche Architektur, Raumentwicklung, Verkehr, Landschaft und Umwelt investiert nicht in fossile Energieunternehmen und hat dies auch so im Anlagereglement festgeschrieben. Die Kasse lässt ihr Vermögen bei formafutura verwalten, da diese ausschliesslich nachhaltige Anlagen tätigen.

     

     

    Personalvorsorgestiftung der HELVETAS Swiss Intercooperation (PVS)

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Die Ausschlusskriterien der PVS beinhalten unter anderem:

    • Förderung fossiler Energieträger
    • Betrieb fossiler Kraftwerke
    • Herstellung von Automobilen und Flugzeugen
    • Betrieb von Airlines

    Die Massnahmen der nachhaltigen PVS zum Klimaschutz übertreffen damit die Forderungen der Klima-Allianz nach einer Dekarbonisierung der Portfolien beginnend mit der Desinvestition fossiler Energieunternehmen. Die Anlagepolitik der PVS Helvetas beruht auf einer bereits umgesetzten, sehr nachhaltigen Best Practice mit optimal tiefem CO2-Fussabdruck.

     

  • Suva Unfallversicherungsanstalt

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die öffentlich-rechtliche Suva ist zwar nicht eine Pensionskasse, investiert jedoch die Versicherungsgelder der Arbeitnehmer ähnlich wie eine gesetzliche Vorsorgeeinrichtung in deren Auftrag. Somit ist sie als einzige Institution der betrieblichen Unfallversicherung der Schweiz den gesetzlich versicherten Arbeitnehmern und der Öffentlichkeit gegenüber in besonderem Mass Rechenschaft schuldig. Denn sie ist - mit Ausnahme der Nationalbank - mit ihrem Anlagevolumen von rund 55 Mia. CHF auch der grösste öffentliche Investor. Aufgrund ihres Gewichts würde ihr eigentlich eine Vorreiterrolle bei der Umlenkung der Finanzströme für den Klimaschutz zufallen.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Suva hält fest, dass neben den finanziellen Gesichtspunkten seit Jahren auch ökologische, ethische und soziale Aspekte (ESG-Kriterien: Environment, Social, Governance) eine wichtige Rolle bei der Anlagepolitik spielen. Sie schränkt aber ein: "Zentral bleiben die ökonomische Nachhaltigkeit und die finanzielle Stabilität. Die Suva bleibt den Renditezielen verpflichtet."

     

    Die Umsetzung der ESG-Kriterien sieht die Suva im Rahmen des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt. Sie ist Gründungsmitglied des SVVK.

     

    Die Suva ist im Unterschied zu den meisten übrigen SVVK-Mitgliedern nicht transparent darüber, ob sie gemäss SVVK-Empfehlung die Ausschlusskriterien anwendet. Sie legt nicht offen, ob sie einige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausschliesst.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die Suva seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Suva sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Suva ist Gründungsmitglied von Swiss Sustainable Finance.

     

    Es ist zu begrüssen, dass die Suva damit die Notwendigkeit anerkennt, dass der Finanzplatz Schweiz - also auch sie selbst als Trägerin der betrieblichen Unfallversicherung - eine führende Rolle für nachhaltige und klimaverträgliche Finanzflüsse einnehmen müsste.

     

    Die Suva ist Unterzeichnerin der UN-Principles for Responsible Investment , womit sie sich zum entsprechenden Reporting verpflichtet.

     

    Dies ist positiv. Allerdings fundieren diese UN-PRI auch auf der Erkenntnis, dass Nachhaltigkeits/ESG-Faktoren ein finanzielles Risiko darstellen. Damit besteht ein Widerspruch zu ihren eigenen Prinzipien bei der Nachhaltigkeit der Anlagen. Zwar sagt die SUVA, neben den finanziellen Gesichtspunkten spielten seit Jahren auch ökologische, ethische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle bei ihrer Anlagepolitik. Doch verharrt sie noch auf ihrer Position: "Zentral bleiben die ökonomische Nachhaltigkeit und die finanzielle Stabilität. Die SUVA bleibt den Renditezielen verpflichtet".

     

    Selbst der Bundesrat bestätigte schon im Jahre 2017, dass die finanziellen Klimarisiken real sind; auch liessen sich mit klimaverträglichen und nachhaltigen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen, wobei eine Mehrheit der wissenschaftlichen Studien sogar einen positiven Zusammenhang zeigen.

     

    Doch die Suva behauptet heute noch das Gegenteil, indem sie an einer "ökonomischen Nachhaltigkeit" festhält, die im Gegensatz steht mit der Nachhaltigkeit stehe, die auf Beachtung der ESG-Prinzipien beruht.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Suva will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung von Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die Suva sieht bis heute keine Notwendigkeit von Klima-Massnahmen durch Reduktion der CO2-Fussabdrucks ihres Portfolios.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Von der Klimaverträglichkeit der Investitionen ist die Suva noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Weder im Feld des klimawirksamen Investor's Engagement noch bei einer konzeptionellen Vorbereitung einer potenziellen Dekarbonisierung des Portfolios sind Fortschritte erkennbar.

     

    Politische Aktivitäten

     

    Aus National- und Ständerat sind keine erkennbaren Initiativen vorhanden.

  • Compenswiss AHV Ausgleichsfonds

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Der öffentlich-rechtliche AHV-Ausgleichsfonds ist zwar nicht eine Pensionskasse, aber als Teil des Fundaments der Altersvorsorge ist er jedoch der Öffentlichkeit gegenüber in besonderem Mass Rechenschaft schuldig. Als funktionelle Einrichtung der AHV ist Compenswiss mit einem Anlagevolumen von rund 45 Mia. CHF der bezüglich Anlagevolumen grösste Investor im gesetzlichen Vorsorgebereich. Aufgrund seines Gewichts würde ihm eigentlich eine Vorreiterrolle bei der Umlenkung der Finanzströme für den Klimaschutz zufallen.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Compenswiss gibt als Teil ihrer Governance ihre Mitgliedschaft im Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) an. Dieser bekennt sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG). Der Fonds ist Gründungsmitglied des SVVK.

     

    Aus dem Geschäftsbericht 2018 geht hervor, dass Compenswiss via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition auschliesst.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht Compenswiss seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Compenswiss sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Als Mitglied des SVVK ist der AHV-Fonds nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo Compenswiss teilnimmt, ist Mitglied der Climate Action 100+ und von Swiss Sustainable Finance.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Compenswiss will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung von Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Compenswiss sieht bis heute keine Notwendigkeit von Klima-Massnahmen durch Reduktion der CO2-Fussabdrucks ihres Portfolios.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Von der Klimaverträglichkeit der Investitionen ist die Suva noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Weder im Feld des klimawirksamen Investor's Engagement noch bei einer konzeptionellen Vorbereitung einer potenziellen Dekarbonisierung des Portfolios sind Fortschritte erkennbar.

     

    Politische Aktivitäten

     

    Juni 2018: Interpellation Nationalrätin Adèle Thorens (Grüne) "Berücksichtigen die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO bei der Investition unserer Vorsorgevermögen das Klima entsprechend dem Übereinkommen von Paris?" Der Bundesrat antwortet, Compenswiss überprüfe ihre ESG-Politik kontinuierlich und evaluiere künftige Entwicklungsansätze, wobei der Klimaerwärmung ein besonderes Augenmerk gelte. Er halte aber eine Einschränkung der Anlagekompetenzen von Compenswiss nicht für angezeigt.

  • PUBLICA Pensionskasse des Bundes

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die PUBLICA ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 38 Mia. CHF die grösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die PUBLICA befolgt einen ganzheitlichen Nachhaltigkeitsansatz des verantwortungsbewussten Investierens.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt.

     

    Die PUBLICA selbst schliesst via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Kasse bestätigt, dass die Berücksichtigung finanzieller Risiken im Rahmen der Bewirtschaftung des Anlagevermögens Teil der treuhänderischen Pflichten einer Pensionskasse ist .

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die PUBLICA seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die PUBLICA hat im Jahre 2016 als erste Pensionskasse der Schweiz "Kohleproduzenten aus den weltweiten Aktien- und Unternehmensobligationenportfolios aus wirtschaftlichen Gründen ausgeschlossen".

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo die PUBLICA teilnimmt, ist Mitglied der Climate Action 100+ und von Swiss Sustainable Finance.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die PUBLICA will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift..

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Die PUBLICA veröffentlichte im Herbst 2018 ihre Erkenntnisse aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest. Diese Studie resultierte in der Aussage, dass sich die Kasse nicht auf der Ziellinie von 2°C Erwärmung befindet, sondern eher bei 4 bis 6°C. Sie quantifizierte jedoch weder einen CO2-Fussabdruck noch ergab sie eine Aussage zum finanziellen Klimarisiko.

     

    Die Kasse will ihr Portfolio "in regelmässigen Abständen auf seine Klimaverträglichkeit hin prüfen. Damit soll eine Standardisierung der Berichterstattung gefördert werden, welche Finanzinstitute bei der Ausarbeitung, Definition und Umsetzung von Zielgrössen mit Blick auf das 2-Grad-Klimaziel und bei der Bewältigung der Risiken im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung der Wirtschaft unterstützen soll".

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erkenntnisse aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest im Herbst 2018 sieht die PUBLICA als nächste Schritte vor, neben den bereits ausgeschlossen reinen Kohleproduzenten auch Mischkonzerne, die Kohle und andere Rohstoffe fördern, unter die Lupe zu nehmen und zu beobachten, ob sie ihr Geschäftsmodell anpassen. Auch sollen Stromproduzenten, die Kohle als Brennstoff verwenden, einer Klima-Risikoanalyse unterworfen werden. Diese seinen am stärksten von Übergangsrisiken betroffen.

     

    Die PUBLICA informiert die Delegation der Versichertengruppe PUBLICA DIVEST (siehe unten) im Juni 2019, es bestünden "konzeptionelle, provisorische Bestrebungen, um Grundlagen für eine potenzielle weitere ESG-Ausrichtung und Dekarbonisierung des Portfolios im Bedarfsfall vorzubereiten".

     

    Noch fehlt aber eine Strategie der Dekarbonisierung, die als zentrales Element den kompletten Ausstieg aus fossilen Unternehmen enthält, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten aus den Aktien- und Obligationenportfolios hat die PUBLICA einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: besser.

    Es sind Studien und konzeptionelle Bestrebungen im Gang, die zu einer weiteren Dekarbonisierung führen könnten.

    Politische Aktivitäten

     

    Aus National- und Ständerat sind keine erkennbaren Initiativen vorhanden.

     

    Juli 2019: Der Bundesrat erwartet im Rahmen seines Pakets zur Senkung des Treibhausgas-Ausstosses in der Bundesverwaltung auch: "Die vom Bundesrat gewählten Arbeitgebervertreter der Kassenkommission PUBLICA werden angehalten zu verlangen, dass die Pensionskasse des Bundes PUBLICA ihre Vermögensanlagen regelmässig auf deren Klimaverträglichkeit überprüft und das Ergebnis publiziert, erstmals Ende 2020".

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    2016: Wahlempfehlung der Klima-Allianz Schweiz an die wahlberechtigten Versicherten. Rund 70% der an der Umfrage teilnehmenden Kandidierenden für die Delegiertenversammlung befürworten , dass die PUBLICA Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Aus dem Kreise der durch die Klima-Allianz empfohlenen Kandidierenden wurden erheblich mehr Kandidierende gewählt als unter den nicht teilnehmenden oder nicht empfohlenen Personen.

     

    Kontaktgruppe PUBLICA DIVEST

     

    Juni 2018: Die 32 Mitglieder umfassende Versichertengruppe PUBLICA DIVEST, die sich mit Unterstützung der PUBLICA-Destinatäre der Aktion renten-ohne-risiko.ch bildete, sendet ein Schreiben an die Kassenkommission der PUBLICA. Es enthält Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zum Investor’s Engagement bei den Unternehmen und zur Einbindung der Destinatäre.

     

    Die Gruppe PUBLICA DIVEST meint auch: "Der Bundesrat will das internationale Ziel der Umlenkung der Finanzflüsse durch freiwillige Massnahmen der Finanzbranche der Schweiz umsetzen. Wir finden, die Anlagestrategie der PUBLICA - Pensionskasse des Bundes und grösste Vorsorgeeinrichtung der Schweiz - trage dem noch zu wenig Rechnung, und erwarten, dass sie ihre Vorbildfunktion im Finanzplatz Schweiz, im Einklang mit den Klimazielen der Eidgenossenschaft, deutlich aktiver wahrnehmen wird."

     

    Oktober 2018: Kassenkommission und Direktor verweisen in ihrer Antwort auf die in der Zwischenzeit auf der Website publizierten Schlüsse und weitere Massnahmen aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest. (Für die Beurteilung dieser Schlüsse, siehe Unterkapitel "Klimakompatibilität der Anlagepolitik" oben). Die PUBLICA bietet interessierten Versicherten die Offenlegung weiterer Hintergrundinformationen an einem Workshop an.

     

    Sie informiert, dass sie gegenwärtig in Zusammenarbeit mit dem ThinkTank 2°Investing Initiative die Messung relevanter Kennzahlen zur Klimaverträglichkeit und zu Klimarisiken prüft. Die Methodologie soll sich an die international als Standard anerkannten Empfehlungen des Task Force for Climate Related Financial Disclosures der G20 anlehnen.

     

    Die Frage nach einer Strategie zum Einbezug der Klimarisiken wird durch den Verweis auf den jährlichen ESG-Risikoanalyseprozess beantwortet. Für das Jahr 2018 wurde das Thema "Klimabezogene Übergangsrisiken in Bezug auf die Energieproduktion aus fossilen Energien, insbesondere Kohle" prioritisiert. (Die PUBLICA hat die Resultate auf der Website publiziert, siehe Unterkapitel "Klimakompatibilität der Anlagepolitik" oben). Die PUBLICA informiert auch über ihre Wahrnehmung von Chancen der Transition, indem sie vermehrt in Infrastrukturanlagen erneuerbarer Energien wie Windparks und Photovoltaik investiere.

     

    Bei ausländischen Unternehmen unterstütze die PUBLICA "Pläne" des SVVK-ASIR, wo die PUBLICA zusammen mit weiteren Gross-Pensionskassen Mitglied ist, zur Aufnahme "klimaspezifischer Dialoge". Nähere Ausführungen über Erfolgsaussichten und eine Einschätzung der Wirksamkeit dieses Investor's Engagement für den Sektor der fossilen Energien - der die grössten finanziellen Klimarisiken für das Portfolio mit sich bringt - fehlen in der Antwort.

     

    Ausschlusskriterien werden nicht als prioritär betrachtet. Die PUBLICA setzt darauf, dass sich die Qualität und die Aussagekraft von klimarelevanten Unternehmensdaten verbessert. Damit steige die Transparenz der Geschäftsstrategie und der Entwicklung der Unternehmen im Umgang mit den Klimarisiken.

     

    Die PUBLICA betrachtet die Ausschlussliste Carbon Underground 200 der grössten Kohle-, Erdöl- und Erdgasunternehmen als vergangenheitsbezogen, sie setzt demgegenüber auf die Beurteilung positiver und negativer Entwicklungen kritischer Unternehmen. Eine Orientierung an "ex fossil fuels" Indices sei gegenwärtig von geringer Priorität, da die PUBLICA faktorbasierte Indices einsetze. Gegenwärtig sind ESG-Faktoren nicht Teil davon. Sie meint, dieser Aspekt könne im Rahmen einer geplanten Analyse zum Einbezug von ESG-Faktoren in Ergänzung zu bestehenden Risikofaktoren in Betracht gezogen werde.

     

    Juni 2019: Die Delegation der Gruppe PUBLICA DIVEST reicht als Vorbereitung des von der PUBLICA im Oktober 2018 angebotenen Workshops (siehe oben) ein neues Papier ein. Sie wünscht, dass die PUBLICA den Tatbeweis der Wirksamkeit ihres Investor's Engagement im Bereich der stark kohlenstoffexponierten Branchen der Kohleverstromer, des Erdöls und des Erdgas erbringt. Andererseits schlägt sie vor, dass die PUBLICA eine Klimastrategie mit Portfolio-Dekarbonisierung konzipiert.

    Ende Juni 2019: Die Delegation der Klima-Allianz dankt der der Direktion und den Vertretern des Asset Management der PUBLICA für die Durchführung dieses hochinformativen Workshops und für den offenen und konstruktiven Austausch. Sie fasst ihre Position sowie die gemäss PUBLICA zu erwartenden Weiterentwicklungen in einer durch die PUBLICA gegengelesenen Gesprächsnotiz zusammen.

    • Die klimarisikomindernde Dekarbonisierung des Portfolios sollte gleichberechtigt zum Engagement konzipiert werden.
    • Engagement und Dekarbonisierung sind nicht als Gegensatz, sondern als kombinierte Strategie zu betrachten.
    • Verstärkt zu verfolgen wäre die Untergewichtung problematischer Positionen, was die Kohlenstoffsensitivität des Portfolios via Dekarbonisierung vermindert, aber die Fortsetzung des Engagements erlaubt. 
    • Bei geringerer CO2-Exposition und bei Unternehmen mit guten Aussichten einer Umstellung der Geschäftsmodelle (Stromsektor, Automobilsektor) bleibt Engagement erste Wahl.
    • Entsprechend befürwortet die Klima-Allianz die Dekarbonisierung als zwingende Ergänzung des Engagements im Bereich der fossilen Energien (fossile Brennstoffe, Stromunternehmen). Die Planung und Umsetzung eines Dekarbonisierungspfades mit Divestment, Untergewichtung und/oder via Best-in-Class-Ansatz sollte Teil der Nachhaltigkeits- und Klimastrategie sein. Sie verweist dabei auf die Vorreiter-Pensionskassen PKZH und LUPK.
    • Die Klima-Allianz fragt, warum PUBLICA mit ihrem global relevanten Gewicht nicht an den Initiativen (Appellen) des IIGCC wie der Climate Action 100+ teilnimmt; dies wäre mit wenig Aufwand verbunden und kosteneffizient; es braucht dazu keine Abstimmung mit dem SVVK.

    Die PUBLICA informiert,

    • es bestünden konzeptionelle, provisorische Bestrebungen, um Grundlagen für eine potenzielle weitere ESG-Ausrichtung und Dekarbonisierung des Portfolios im Bedarfsfall vorzubereiten,
    • sie sei offen dafür, bei Vorliegen von Konzepten, die Unterstützung durch die Führungsorgane der PUBLICA finden, der Delegation der Klima-Allianz Details zu kommunizieren.

    Brief von 165 ProfessorInnen an die PUBLICA

     

    Juni 2018: 165 Professorinnen, Professoren und Mitarbeitenden der ETH Zürich, der EPF Lausanne und aus Instituten des ETH-Bereichs, die bei der PUBLICA versichert sind, senden der Kassenkommission der PUBLICA einen Brief. Eine Eingabe, die dank der Initiative eines PUBLICA-Versicherten des ETH-Bereichs zustande kam.

     

    Die Unterzeichnenden stellen fest: "Ende 2014 hatten mehr als 400 massgebende institutionelle Anleger mit dem «Global Investor Statement on Climate Change» die Politik aufgerufen, für ein starkes Pariser Klimaabkommen (COP21) zu sorgen. Je länger wirksame Massnahmen zur Verhinderung eines katastrophalen Klimawandels und für saubere Energien ausblieben, desto unvermeidbarer würden später radikale, stabilitätsgefährdende Notmassnahmen im Weltkrisenmodus. Ohne eine weitsichtige Verhütungsstrategie seien die heute getätigten Investitionen und Alters-Sparguthaben von Millionen Bürgern gefährdet."

     

    Die 165 Persönlichkeiten gehen demnach davon aus, dass die Investitionen der PUBLICA im fossilen Sektor von ca. 800 Mio. CHF bereits heute ein erhebliches finanzielles Risiko darstellen: "Spätestens seit dem Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens ist klar, dass der Regulierungsdruck seitens der Regierungen zunehmen wird. Zusätzlich beschleunigt sich die Entwicklung der Technologie im erneuerbaren Energiesektor. Schliesslich wird auch der Druck aus der Zivilgesellschaft weiter zunehmen, nicht zuletzt infolge der zu erwartenden Zunahme von Klimakatastrophen. Eine erhebliche Wertverminderung von im fossilen Sektor tätigen Unternehmen ist daher wahrscheinlich, noch bevor griffige Gesetzgebung und neue Technologien zu einer Abnahme der Nachfrage führen werden".

     

    Die 165 Unterzeichnenden erwarten deshalb, dass die PUBLICA Investitionen aus Unternehmen im fossilen Energiesektor abzieht und bei allen verbleibenden Unternehmen die Möglichkeiten der Einflussnahme nutzt, um diese in eine klimaverträgliche Zukunft zu führen.

     

    Oktober 2018: Die PUBLICA bekräftigt in ihrer Antwort, dass sie die Berücksichtigung von Klimarisiken als Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflichten betrachtet. Sie wolle am Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien partizipieren, jedoch sei ein Ausschluss von (nach der Kohleförderung) weiterer Unternehmen der fossilen Energien erst dann aktuell, wenn die grössten Staaten ihre Verpflichtungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen gemäss dem Pariser Klimaakommen effektiv umsetzen würden.

  • BVK des Kantons Zürich

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die BVK ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 33 Mia. CHF die zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die BVK hat allgemeine Nachhaltigkeitskriterien in ihre Anlagepolitik eingebunden und ist transparent über die Art der Umsetzung, nämlich durch Investor's Engagement.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt.

     

    Die BVK selbst schliesst via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die BVK seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die BVK hat 2017 als zweite grosse Pensionskasse der Schweiz beschlossen, aus wirtschaftlichen Gründen "Kohleproduzenten aus den weltweiten Aktienportfolios auszuschliessen".

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Im August 2019 trat die Kasse Swiss Sustainable Finance bei. Als erste der grossen Vorsorgeeinrichtungen anerkennt sie damit die Notwendigkeit, dass der Finanzplatz Schweiz, also auch die Vorsorgeeinrichtungen, eine führende Rolle für nachhaltige und klimaverträgliche Finanzflüsse einnehmen müssen.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die BVK will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Wie die BVK in ihren Antworten an die PetitionärInnen von renten-ohne-risiko.ch schreibt werde bei Misserfolg des Dialogs werde mittelfristig eine Desinvestition der betreffenden Unternehmen erfolgen.

     

    Seit August 2019 ist die Kasse Mitglied der globalen Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Unternehmen anvisiert und erklärt, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren". Die BVK will bei dieser Initiative eine aktive Rolle einnehmen. Geplant ist, dass sie Teilaufgaben übernimmt, indem sie sich mit einer eigenen Vertretung in den Unternehmensdialog einbringt, Zielvorgaben und Massnahmen zur Zielerreichung bespricht und den Fortschritt zurückmeldet.

    Dies ist ein Fortschritt, denn nur mit inhaltlich präzisen und wirksam gestellten Forderungen von Aktionären gibt es Bewegung bei den Grossfirmen, damit die sie einen Paris-kompatiblen Senkungspfad für ihren fossilen Anteil ihrer Geschäftstätigkeit beschliessen. Und nur mit der auf globaler Ebene immer mächtigeren Drohung des Divestments baut sich genügend Druck auf, damit die Marktteilnehmer mit Investitionen in die fossilen Energien immer zurückhaltender werden und der Geldhahn zugedreht wird. Damit kann ein Prozess eingeleitet werden, dass sich die fossilen Firmen selbst zum kontrollierten Rückbau entschliessen müssen - oder zum grünen Umbau, wenn sie es denn schaffen.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die BVK hat keine Absichten für eine weitere Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

     

    Folglich fehlt noch eine Strategie der Dekarbonisierung, die als zentrales Element den kompletten Ausstieg aus fossilen Unternehmen enthält, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten aus dem Aktienportfolio hat die BVK einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: etwas besser.

    Das geplante eigene Engagement als aktiver Teil des Unternehmensdialoges der Climate Action 100+ mit den kohlenstoffintensivsten Unternehmen setzt ein Zeichen. Auch sind Wirksamkeitsnachweis und Erfolgskontrolle angekündigt.

    Politische Aktivitäten

     

    Dezember 2015: Interpellation Martin Neukom (Grüne), Jonas Erni (SP) und Daniel Sommer (EVP) im Kantonsrat zu den Risiken der Kohlenstoffblase für die Investitionen des Kantons und der BVK. In ihrer Antwort vom Februar 2016 beantwortet die Regierung die Frage nach der Summe der Anlagen der BVK in fossile Energien nicht. Sie gibt nur bekannt, die BVK investiere indexnah, somit entspreche ihr Exposure dem globalen Marktdurchschnitt.

     

    März 2017: Anfrage im Kantonsparlament, Jonas Erni (SP), Barbara Schaffner (GLP), Martin Neukom (Grüne) zur Nachhaltigkeit und zum Divestment der BVK. Die Regierung antwortet ablehnend, da die BVK als privatrechtliche Institution autonom entscheide und keine Weisungsbefugnis bestehe.

     

    Februar 2019: Anfrage Sonja Gehrig (GLP), Martin Neukom (Grüne) und Mark Wisskirchen (EVP) im Kantonsrat zur Transparenz der BVK bezüglich der finanziellen Klimarisiken. Unter Bezug auf die im Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge festgelegten Pflichten zur Information über den versicherungs-technischen Risikoverlauf wird die Offenlegung der der BVK vorliegenden Informationen und Erkenntnisse über die Investitions- und Anlagerisiken verlangt. Insbesondere wird Transparenz zu den bereits getätigten Untersuchungen nachgefragt, wie diejenigen im Zusammenhang mit den beiden BAFU-Klimastudien "Kohlenstoffrisiken für den Finanzplatz" (2015) und "Klimaverträglichkeitstest" (2017).

     

    Februar 2019: In einer zweiten Anfrage Sonja Gehrig (GLP), Jonas Erni (SP) und Martin Neukom (Grüne) im Kantonsrat für eine Strategie zur Minimierung der Klimarisiken bei der BVK wird ein Absenkungspfad der Klimaemissionen und der finanziellen Klimarisiken thematisiert. Es wird die Frage gestellt, ob es aus Sicht der Regierung - in Linie mit der Auffassung des Bundesrats, der auf Freiwilligkeit setzt – nicht Ziel sein müsste, dass die BVK ihren Anteil leistet, damit unser Land die eingegangenen Verpflichtungen des Pariser Abkommens erreiche. Weiterhin wird nachgefragt, ob die Exekutive, also der Kanton, nicht über seine Arbeitgebervertretungen Einfluss auf die Anlagestrategie ausüben müsste, um diese weniger Klimarisiken auszusetzen.

     

    April 2019: für die Beantwortung der beiden Anfragen schiebt der Regierungsrat die Verantwortung auf die BVK ab.

     

    In ihrer Antwort zu ihrer Transparenz bezüglich Klimarisiken gibt die Kasse zu verstehen, dass ihre die bisherigen CO2-orientierten Analysen des BAFU-Klimatests nur einen geringen Teil ihrer gesamten Anlagen erfasst hätten, sie somit nicht relevant seien. Transparenz im Feld der Klimarisiken hält sie nicht für nötig. Die Antwort zu einer Strategie zur Minimierung der Klimarisiken zeigt auf, dass die BVK den Klimawandel und die Energietransition nur als "mögliches" Anlagerisiko für ihr Portfolio betrachtet. Sie setzt auf Investor's Engagement, vermittelt aber keine Transparenz darüber, welche Aktivitäten sie unternommen hat. Auch fehlt der Nachweis der Wirkung ihres behaupteten Unternehmensdialoges mit CO2-intensiven Firmen - vorab der Kohle-/Rohstoff-Mischkonzerne, der Erdöl- und Erdgasförderer und der Kohleverstromer.

     

    Sie ist offensichtlich (noch) nicht bereit, einen intelligenten Ansatz zu formulieren, der den Aufbau eines wirksamen Engagements mit Bedingungen und Ausstiegsfristen mit der Ansage eines Dekarbonisierungspfades kombiniert. Offensichtlich sieht sie noch keine Notwendigkeit, sich aktuell mit den finanziellen Klimarisiken und den Chancen der Energietransition für ihr Portfolio zu beschäftigen.

     

    Immerhin lässt sie für den langen Zeithorizont die Option eines Ausstiegs offen: ihre Verantwortung, die Firmen mit Engagement zu nachhaltigem Wirtschaften anzuhalten, bedeute "aber auch, dass die BVK bereit ist, Anlagesektoren auszuschliessen, wenn zum Beispiel Gefahr besteht, dass das Geschäftsmodell aufgrund der bestehenden Klimarisiken obsolet wird". Mit anderen Worten, aktuell verneint die BVK, dass der Klimawandel - der ein irreversibles Risiko ist - ihr Portfolio bedroht. Aber sie denkt, sie würde, sollte es zu "bestehenden" Klimarisiken kommen, dann schon noch rechtzeitig die Kurve kriegen, um die Renten zu schützen. Ein riskantes Spiel für eine Pensionskasse mit über 120'000 Destinatären.

     

    März 2019: Gemeindeparlament Uster, Anfrage Patricio Frei (Grüne) "Investiert die Stadt Uster in fossile Energie?" Die Anfrage betrifft auch die BVK, wo das Personal der Stadt Uster versichert ist; sie verweist auf eine Untersuchung (siehe oben: Schreiben der Versichertengruppe BVK DIVEST an die BVK vom August 2018), worin für die BVK die potenzielle klimabedingte Reduktion des Deckungsgrades im 15-Jahre-Horizont von heute 100% auf bis zu 87,5% postuliert wurde.

     

    Die Stadtregierung wird aufgefordert, unter ihrer Verpflichtung als Arbeitgeber des Personals der Stadt Uster, gegenüber der BVK die Interessen der Mitarbeitenden an einer finanziell gesunden Pensionskasse geltend zu machen, indem sie das Recht auf Information ausübt und umfassende Informationen einholt. Diese müssten für die Stadt Uster und ihr Personal als Entscheidungsgrundlage für ein weiteres Vorgehen, unter Einschluss eines möglichen Kassenwechsels, verwendbar sein.

    Die Exekutive wird aufgerufen, ihr Gewicht als verantwortlicher Arbeitgeber bei der BVK einzusetzen, damit diese Schritte für mehr Nachhaltigkeit und für eine risikominimierende Klimastrategie unternimmt. Diese soll in transparenter und verpflichtender Weise das Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios festlegen, angefangen mit dem Ausstieg aus dem Bereich fossile Energien.

    Weiterhin werden die Resultate und die Schlussfolgerungen betreffend die BVK des BAFU-Klimatests 2017 sowie die Zurverfügungstellung des Originalberichts einverlangt.

     

    September 2019: Als Teil ihrer Antwort leitet die Stadtexekutive Uster die Stellungnahme der BVK weiter. Diese sagt neben schon Gesagtem, sie gehe davon aus, dass sich die Erdöl- und Erdgasproduzenten an die Anforderungen der durch das Pariser Klimaabkommen vorgegebenen Transition anpassen können und die Renditen auch in Zukunft einbringen. Neu ist, dass sie erwartet, dass die Unternehmen die Klimarisiken ihrer Wertschöpfungsketten analysieren, messen und ihr Geschäftsmodell an eine emissionsärmere Zukunft anpassen. Diesen Worten lässt sie immerhin Taten folgen, denn die BVK will selbst aktiv an der Climate Action 100+ teilnehmen (s.oben).

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Mai 2017: Wahlempfehlung der Klima-Allianz Schweiz an die wahlberechtigten Versicherten. Mit 20 von 25 Teilnehmenden befürwortet die grosse Mehrheit der an der Umfrage beteiligten Kandidierenden für den Stiftungsrat, dass die BVK Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Der Wahlausgang war für das Ziel des Divestments erfolgreich: die Zahl der expliziten Befürworter der Desinvestition fossiler Unternehmen im Führungsorgan der BVK hat sich verdoppelt. Die zwei neugewählten Stiftungsräte Stefan Giger und Irene Willi, die auf der Liste “Starke Stimmen in die BVK” des VPOD Zürich antraten, verdrängen zwei erneut kandidierende Bisherige. Diese hatten die Wahlumfrage der Klima-Allianz unter den Kandidierenden für die Arbeitnehmervertretung ignoriert.

     

    Kontaktgruppe BVK DIVEST

     

    Mai 2017: Dank des Momentums der Wahlempfehlung und des erfolgreichen Wahlausgangs bildet sich die neue Kontaktgruppe BVK DIVEST, die sich als Dialogpartner des neugewählten Stiftungrates versteht.

     

    August 2017: die Kontaktgruppe BVK DIVEST sendet im Namen der BVK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von BVK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    November 2017: BVK DIVEST wertet an einem Workshop die Antwort der BVK aus, welche nur in allgemeiner Weise auf die Grundsätze der Anlagepolitik eingeht, nicht aber eine Absicht zur Entwicklung einer transparenten Klima-Strategie erkennen lässt.

     

    Dezember 2017: BVK DIVEST sendet das erarbeitete Positionspapier an den Stiftungsrat der BVK. Die Kontaktgruppe kritisiert die Missachtung des von der Schweiz ratifizierten Pariser Klima-Abkommens bei der Festlegung der Nachhaltigkeitsziele (ESG Kriterien) und betont die finanziellen Risiken für die BVK-Altersrenten. Bei Festhalten an Anlagen in Erdöl- und Erdgasindustrien drohen Verluste nicht nur auf die lange Sicht, sondern disruptive Verläufe wie der plötzliche Fall des Schweizer Bankgeheimnisses, das Diesel-Debakel der deutschen Auto-Industrie und die unerwartet schnelle Wende hin zu Elektromobilität. Zusammen mit einer ungenügenden Wahrnehmung von Ertragschancen, die sich aus dem Boom der erneuerbaren Energien ergeben, könnte dies als Mangel der gebotenen treuhänderischen Sorgfaltspflicht ausgelegt werden.

     

    Dezember 2017: Geschäftsleitung und Anlageverantwortliche der BVK sagen zu, die Gruppe BVK DIVEST zu einem Treffen in ihrem Hause zu empfangen.

     

    Januar 2018: das Treffen findet in gegenseitig offener und interessierter Atmosphäre statt.

    Die BVK weist darauf hin, sie lasse sich in ESG-Fragen - deren Anwendungskriterien sie ausschliesslich im Rahmen des SVVK gemeinsam mit den anderen grossen Kassen entwickelt - nicht durch "subjektive" Meinungen leiten. Sie wende stattdessen "normative" Kriterien an. In Klimafragen bedeutet das, dass die Kasse die vom Pariser Abkommen geforderte Umlenkung der Finanzflüsse nur dann als ethisches Steuerinstrument anerkennen will, wenn es schweizerische Ausführungsgesetze dazu gäbe.

    Weiterhin sieht die Kasse, entgegen der Forderung der Klima-Allianz und von BVK DIVEST, keine Notwendigkeit, den sie betreffenden Stand ihrer Klimakompatibilität zu veröffentlichen, der ihr aufgrund der Resultate des BAFU-Klimatests 2017 vorliegt.

    Die 8-köpfige Delegation von BVK DIVEST zeigte auf, dass es die finanziellen Risiken - also die Gefahr geringerer Renten - seien, die schwergewichtig zu betrachten seien. Damit kann die Diskussion von moralisch, ethischen Fragen auf (einfacher verhandelbare) handfeste finanzielle Eigeninteressen umgelenkt werden. Denn Klimawandel und Energietransition würden Verluste auf den Anlagen des fossilen Sektors bewirken, somit dürfe ein Ausstieg nicht zu spät erfolgen. Dies wird durch die BVK im Prinzip nicht bestritten, doch ihre Anlageverantwortlichen trauten sich keine "überdurchschnittliche Prognosefähigkeit" zu.
    Die Delegation von BVK Divest legt dar, dass der Klimawandel eine physikalische, somit eindeutig prognostizierbare Tatsache ist, und deshalb nicht mit Unvorhersehbarkeiten wie Aktien- oder Wechselkursschwankungen verglichen werden kann.

    Um die von BVK DIVEST verlangte Vertiefung der Thematik zu ermöglichen, ist die BVK bereit, den Dialog weiterzuführen. Es wurde ein weiteres Treffen im Laufe 2018 vereinbart.

     

    Februar-August 2018: einem Aufruf von BVK DIVEST folgend, unterzeichnen nun über 80 BVK-Versicherte das Positionspapier vom Dezember 2017. Das um die neuen Unterstützenden ergänzte Positionspapier der über 80 BVK-Versicherten wird der Kasse im August 2018 eingereicht.

     

    März-August 2018: die Gruppe BVK beschliesst, beim Klima-Fintech-Unternehmen Carbon Delta eine Simulation der finanziellen Klimarisiken der Investitionen der Kasse in Auftrag zu geben, die über die möglichen Verluste auf den Aktien und Obligationen im Zusammenhang mit den fossil-lastigen, "high carbon" Unternehmen Auskunft gibt. Sie leitet daraus Folgerungen für die Finanzierung der zukünftigen Renten ab und unterbreitet diese - im Sinne der Vorbereitung des zweiten Treffens - in einem neuen Schreiben (mit Anlage 1, Anlage 2) der BVK. Die Studie besagt, dass - je nachdem, in welche Unternehmen die BVK in Wirklichkeit investiert, was sie nicht offenlegt - im Zeithorizont der nächsten 15 Jahre potenzielle klimabedingte Wertverluste auf dem Aktien- und Obligationenportfolio im Bereich von 5.8 bis 17.8 % entstehen könnten.

     

    September 2018: in ihrer Antwort auf die neuen Eingaben von BVK DIVEST begrüsst die BVK das grosse Interesse der über 80 Versicherten an der Klimaverträglichkeit der Anlagen und bekräftigt die Bereitschaft, den Austausch in Form eines neuen Treffens fortzuführen.

    Sie reagiert im Übrigen jedoch defensiv. Statt Interesse zu zeigen, mehr über Ziel und Methodologie der Studie von Carbon Delta zu ihren klimabedingten Portfoliorisiken zu erfahren, äussert sie Zweifel am Studiendesign und an der Tauglichkeit der Studie für die BVK. Sie anerkennt, dass "ein möglicher (sic!) Klimawandel sowie die hierzu getroffenen Massnahmen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einer Transformation der Weltwirtschaft führen können", sagt aber, sie lehne "eine Fokussierung auf mono-kausale Ursache/Wirkungsketten ab" und verfolge einen "ganzheitlichen Ansatz", da es ihr Tagesgeschäft sei, eine Vielzahl von finanziellen Marktrisiken als Basis für ihr Risikomanagement herbeizuziehen. Statt anzuerkennen, dass der sichere Klimawandel ihr heutiges Risikobudget vergrössert, zieht die BVK den Klimawandel überhaupt in Zweifel.

     

    November 2018: Die Gruppe BVK DIVEST reicht als Vorbereitung des mit der BVK vereinbarten Treffens vom 23. November 2018 ihrerseits eine Stellungnahme ein, welche die Methodologie von Carbon Delta klärt. Weiterhin schlägt sie eine Traktandenliste für die Besprechung vor.

     

    Dezember 2018: Die Versichertengruppe BVK DIVEST fasst die Ergebnisse der Besprechung in einem Verdankungsschreiben zuhanden der BVK zusammen. Sie anerkennt aufgrund der erhaltenen Informationen, dass die BVK im Rahmen ihrer Tätigkeit innerhalb des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) an Arbeiten beteiligt ist, welche sich auf die Folgen der Pariser Klimaabkommens beziehen und die Art und Weise der Berücksichtigung der finanziellen Klimarisiken ermitteln sollen. Hingegen stellt sie fest, dass sich die BVK als zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz bisher keine zukunftsgerichtete finanzielle Risikoanalyse auf der Basis der internationalen Standards des Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) durchgeführt hat. Weiterhin vermisst sie Transparenz der BVK darüber, wie sie in Zukunft - mit einer Klimastrategie - die finanziellen Klimarisiken angehen will. Sie stellt auch fest, dass es weiterhin unklar bleibt, wie die BVK im Rahmen der via SVVK und ihrem Engagement-Anbieter Sustainalyticsgebündelten Engagement-Arbeit die Produzenten von Erdöl und Erdgas dazu bringen will, ihr Geschäftsmodell auf den C02-Absenkungspfad des Pariser Klima-Abkommens umzustellen und welches die Kriterien sind, die ihr anzeigen, dass nur die Desinvestition die drohenden Wertverluste vermeidet.

  • Institutionen der Top 5-10

     

    MPK, PK UBS, SBB, ASGA, PKZH, PK CS

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    Migros Pensionskasse MPK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die MPK ist mit einem Anlagevolumen von rund 24 Mia. CHF die drittgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Kasse bekennt sich im Anlagereglement zur Berücksichtigung von ESG-Kriterien (Environment, Social, Governance) im Anlageprozess.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt.

     

    Die Migros Pensionskasse schliesst via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die Migros Pensionskasse seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die MPK sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die MPK will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo die Migros Pensionskasse teilnimmt, ist Mitglied der Climate Action 100+ und von Swiss Sustainable Finance.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Gemäss Geschäftsbericht 2018 wendet die MPK neu sowohl für die Aktien Ausland wie auch für die Obligationen Ausland nicht mehr den konventionellen Marktindex an. Bei ersteren hat sie auf den Index MSCI ACWI ESG Universal umgestellt und bei letzteren auf einen analogen Index. Damit hat sie einen ersten, womöglich noch kleinen Schritt hin zu Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit des Aktien- und Obligationenportfolios getan.

     

    Der besagte Index reduziert zwar das Anlageuniversum nur wenig, indem die im ESG-Rating absolut schlechtesten Firmen ausgeschlossen werden; ein weiterer Teil wird untergewichtet. In der Familie der MSCI ACWI ESG Indizes beispielsweise schliesst der weitergehende MSCI ACWI ESG Leaders einen Grossteil der nicht nachhaltigen und klimaschädlichen Unternehmen aus. Wie die LUPK (siehe unten) gezeigt hat, kann die Anlehnung an die stärkere Reihe "MSCI ESG Leaders" auch zu einer markanten Dekarbonisierung führen.

    Trotzdem ist davon auszugehen, dass auch mit dem schwächeren der MSCI ACWI ESG Indizes einige der kohlenstoffintensivsten Unternehmen der fossilen Energien (z.B. Kohleminen) ausgeschlossen wurden.

     

    Noch fehlt aber eine Strategie der Dekarbonisierung, die als zentrales Element den kompletten Ausstieg aus fossilen Unternehmen enthält, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit Ziel Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: etwas besser.

    Mit der Umstellung der Aktien und Obligationen Ausland auf einen milden Nachhaltigkeitsindex dürfte auch ein erster wenn auch kleiner Schritt in der Reduktion des CO2-Fussabdruckes erzielt worden sein.

    UBS Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse der UBS ist mit einem geschätzten Anlagevolumen von über 23 Mia. CHF die viertgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Kasse führt keine Website. Sie ist demzufolge gegenüber der Öffentlichkeit intransparent. Zugänglich via Website der Mutterfirma ist nur der Geschäftsbericht 2018. Daraus geht hervor, dass keine ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) berücksichtigt werden.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Pensionskasse UBS ist intransparent und von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: im Dunkeln.

    Als grösste Bank der Schweiz hat die UBS begonnen, sich mit Nachhaltigkeit in ihrer Investitions- und Finanzierungstätigkeit zu beschäftigen. Sie hat auch eine Klimastrategie publiziert. Doch bei ihrer eigenen Pensionskasse in der Schweiz fehlt der Öffentlichkeit jegliche Information und eine Wahrnehmung der Dringlichkeit der Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit.

    Angesichts des Gewichts der Pensionskasse UBS und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es unausweichlich, dass sie sich mit dem Thema der Umschichtung ihres Portfolios in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit beschäftigt.

    SBB Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse SBB ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 18. Mia. CHF die fünftgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Pensionskasse SBB verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt.

     

    Die Pensionskasse SBB schliesst via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die Pensionskasse SBB seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Pensionskasse SBB sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo die Pensionskasse SBB teilnimmt, ist Mitglied der Climate Action 100+ und von Swiss Sustainable Finance.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Pensionskasse SBB stellt einen kompletten Bericht zur Ausübung ihrer Stimmrechte betreffend internationaler und nationaler Unternehmen öffentlich zur Verfügung. Bei der Ausübung der Stimmrechte berücksichtigt sie ESG-Kriterien und stimmt nicht ausschliesslich nach den Empfehlungen des Managements.

     

    Die Pensionskasse SBB will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Die Pensionskasse SBB war 2015, 2016 und 2017 an den Studien des Bundesamt für Umwelt (BAFU) zu Kohlenstoffrisiken für den Finanzplatz Schweiz beteiligt. Jedoch sind die Resultate der Analysen nicht öffentlich publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die Pensionskasse SBB hat keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

     

    Folglich fehlt noch eine Strategie der Dekarbonisierung, die als zentrales Element den kompletten Ausstieg aus fossilen Unternehmen enthält, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit Ziel Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Weder im Feld des klimawirksamen Investor's Engagement noch bei einer konzeptionellen Vorbereitung einer potenziellen Dekarbonisierung des Portfolios sind Fortschritte erkennbar.

     

    ASGA Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die ASGA Pensionskasse ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 17 Mia. CHF die sechstgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente lassen keine Befolgung von Nachhaltigkeitsprinzipien und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) erkennen.

     

    Aus einem unabhängigen Nachhaltigkeitsrating geht hervor, dass sich die ASGA an die Ausschlussliste des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) hält. Damit schliesst sie einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die ASGA besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die ASGA sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die ASGA besitzt besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die ASGA Pensionskasse ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Angesichts des Gewichts der ASGA und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es unausweichlich, dass sie sich mit dem Thema der Umschichtung ihres Portfolios in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit beschäftigt.

    Pensionskasse der Stadt Zürich PKZH

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die PKZH ist mit einem Anlagevolumen von rund 17 Mia. CHF die siebtgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Kasse bekennt sich im Anlagereglement zu einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie. ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) sind in ihre Anlagepolitik eingebunden. Sie schliesst die schlechtesten Unternehmen der Streubomben, der Antipersonenminen, der Nuklearwaffen, der gravierendsten Umweltverschmutzer und Menschenrechtsverletzer, sowie die korruptesten Gesellschaften aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Seit 2017 verfolgt die PKZH die Auswirkungen des Klimawandels. Dies wurde im Anlagereglement (Art. 11 Abs. 7) festgehalten: "Die PKZH setzt .... zur Diversifikation spezifischer und signifikanter Klimarisiken für einen Teil ihres Vermögens eine Low-Carbon-Strategie um".

     

    Seit November 2018 anerkennt die PKZH explizit, dass das finanzielle Klimarisiko Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht ist. Sie publiziert als erste Pensionskasse der Schweiz eine umfassende Klimastrategie und veröffentlicht ein detailliertes Umsetzungskonzept.


    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Im Umsetzungskonzept zur Klimastrategie gibt sie den Ausschluss aller reinen Kohleproduzenten sowie aller Stromversorger mit mehr als 66% Kohlestrom bekannt.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Kasse verpflichtet sich zur Befolgung der UN-Principles of Responsible Investing und zum entsprechenden Reporting.

     

    Die Kasse wird Mitglied des Montreal Carbon Pledge werden und somit ihren CO2-Fussabdruck regelmässig messen und publizieren.

     

    Schliesslich wird sie der globalen Portfolio Decarbonisation Coalition der Investoren und Asset Manager beitreten; diese will eine kritische Masse von Investoren generieren, die mit dem guten Beispiel vorangehen und ihre Portfolio-Anlagen sukzessive dekarbonisieren.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die PKZH ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nimmt, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

     

    Deshalb ist sie ist via ihren Engagement-Anbieter Hermes Equity Ownership Services aktiv an den Engagement-Aktivitäten der Climate Action 100+ beteiligt, welche die 100+ klimarelevantesten Weltunternehmen auf den durch das Pariser Klimaabkommen vorgezeigten Dekarbonisierungspfad lenken will.

     

    Sie hat mit Hermes Equity Ownership Services einen Partner, der gestützt auf ihre Beteiligungen in Aktien- und Unternehmensobligationen sowohl Engagement als auch Stimmrechtswahrnehmung bei ausländischen Gesellschaften wahrnimmt (Siehe Bericht von Swiss Sustainable Finance, Seite 52). Im Ausland stimmt die PKZH bei 300 Gesellschaften aus Europa, USA und Asien ab (Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte).

     

    Mit dem Bericht 2018 von Hermes Equity Ownership informiert die Kasse offen und im Detail über die ESG-/Klima-Aktivitäten im Dialog mit den Firmen - inhaltliche Forderungen, Messung und Monitoring des Prozesse und Reporting des Erfolges - sowie in der Stimmrechtsausübung. Mit dem Umsetzungskonzept für die im November 2018 publizierte Klimastrategie (Seite 12) bekennt sich die PKZH dazu, dass in Zukunft gegenüber den kritischen Unternehmen der Dialog "auf möglichst verbindliche Art und Weise" geführt werden soll und dass sie "von den Beratern eine hohe Transparenz fordert". Schwergewichtig nimmt sie auf die Firmen in CO2-intensiven Sektoren Einfluss, damit diese ihren CO2-Aussstoss reduzieren.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Wie im Umsetzungskonzept zur Klimastrategie aufgeführt, misst die PKZH den CO2-Fussabdruck der einzelnen Unternehmen als CO2-Äquivalente (inkl. andere Treibhausgase als CO2) im Verhältnis zu deren Umsatz (als Umsatz-Intensität). Wie die führende nachhaltige und klimaverträgliche Pensionskasse NEST (siehe oben) misst die PKZH nicht nur die "betriebseigenen" Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2, sondern auch diejenigen des Scope 3 - also der Vorlieferkette und der nachfolgenden Verbraucher. Sie misst den CO2-Fussabdruck der einzelnen Unternehmen als CO2-Äquivalente (inkl. andere Treibhausgase als CO2) im Verhältnis zu deren Umsatz (als Umsatz-Intensität).

    Die Kasse wird als Mitglied des Montreal Carbon Pledge ihren CO2-Fussabdruck jährlich regelmässig messen und publizieren.

    Periodisch soll zudem eine qualitative Szenarioanalyse analog dem BAFU-Klimaveträglichkeitstest durchgeführt werden.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die PKZH setzt sich zum Ziel, bis 2024 den CO2-Fussabdruck ihres Aktienportfolios auf ein Niveau zu reduzieren, das 50% unter dem globalen Durchschnitt von 2016 liegt (Benchmark: MSCI-All Country World Index, MSCI-ACWI, Stand 2016). Zur Erreichung dieses Ziels werden die Produzenten von Erdöl und Erdgas sowie Stromversorger, die stark von fossilen Brennstoffen abhängig sind, im Portfolio sukzessive untergewichtet und mit grüneren Beteiligungen ersetzt werden.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer aus den Aktienportfolios hat die PKZH einen guten Start in der Dekarbonisierung der Investitionen hingelegt. Dass sie sich das Ziel der substanziellen Reduktion des CO2-Fussabdruckes innert fünf Jahren gesetzt hat, macht sie zur Vorreiterin in der Planung einer Paris-kompatiblen Dekarbonisierung.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: viel besser

    Unter den in Bezug auf das Anlagevolumen gewichtigsten Vorsorgeeinrichtungen ist die PKZH zum heutigen Zeitpunkt zusammen mit der LUPK eine der zwei bezüglich Bekenntnis zu einer Klimastrategie mit Dekarbonisierungplan führenden öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Schweiz.

    Sobald die angekündigten Messungen des CO2-Fussabdrucks eine substanzielle Paris-kompatible Reduktion aufzeigen, wird die Klima-Allianz die Einstufung auf Grün wechseln.

    Politische Aktivitäten

     

    2015: Schriftliche Anfrage Marco Denoth (SP) und Matthias Knauss (Grüne) "Umfang der Investitionen der PKZH in klimaschädigende Firmen". Die Exekutive antwortet, dass "die Festlegung der Anlagestrategie abschliessend dem Stiftungsrat der PKZH obliege". Dies steht jedoch im Widerspruch zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

     

    2016: Postulat der Fraktionen SP (Marco Denoth), Grüne (Matthias Knauss) und GLP (Martin Luchsinger) im Gemeindeparlament, für die Anpassung der Anlagerichtlinien u.a. der PKZH zur Erwirkung der Desinvestition.

    März 2017: Nach Bereitschaft zur Entgegennahme durch die Regierung überweist das Parlament das Postulat der Fraktionen SP (Marco Denoth), Grüne (Matthias Knauss) und GLP (Martin Luchsinger) zur Prüfung. 

     

    Juni 2019: Die Antwort ist noch pendent; die Beantwortungsfrist lief im März 2019 ab.

    Pensionskasse der Credit Suisse Group

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) ist mit einem Anlagevolumen von rund 17 Mia. CHF ungefähr die achtgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Das Anlagereglement und die Politik zur Ausübung der Stimmrechte sind öffentlich verfügbar, jedoch verweisen beide Dokumente nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik.

     

    Die Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) ist gegenüber der Öffentlichkeit in Bezug auf die folgenden Punkte intransparent:

    • Verfügung einer Nachhaltigkeitspolitik und deren Anwendungsbereiche
    • Engagement Politik

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Pensionskasse der Credit Suisse Group (Schweiz) ist intransparent und von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: im Dunkeln.

  • Institutionen der Top 11-20

    Pensionskasse Post

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse Post ist mit einem Anlagevolumen von über 16 Mia. CHF ungefähr die neuntgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Pensionskasse Post verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt. Die Nachhaltigkeitspolitik wie auch das Anlagereglement sind jedoch nicht offengelegt.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt.

     

    Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die Pensionskasse SBB seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Pensionskasse Post sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Pensionskasse Post ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz.

     

    Der SVVK, wo die Pensionskasse Post teilnimmt, ist Mitglied der Climate Action 100+ und von Swiss Sustainable Finance.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Pensionskasse Post ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nimmt, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

     

    Die Pensionskasse Post will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die Pensionskasse SBB hat keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit Ziel Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Weder im Feld des klimawirksamen Investor's Engagement noch bei einer konzeptionellen Vorbereitung einer potenziellen Dekarbonisierung des Portfolios sind Fortschritte erkennbar.

    Stiftung Auffangeinrichtung BVG

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Vorsorgeinstitution für Selbstständige und zur Übernahme von Destinatär*en aufgelöster Firmen-Pensionskassen, ist mit einem Anlagevolumen von rund 16 Mia. CHF auf Rang 10 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG verfügt über keine formelle Nachhaltigkeitspolitik, aber über ein öffentlich verfügbares positives Stiftungsrat-/Management-Commitment zu nachhaltiger Kapitalanlage.

     

    Im Anlagereglement wird auf den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Socail und Governance) bei allen Anlagekategorien verwiesen.

     

    Sie schliesst einige wenige Produzenten von Streubomben und Personenminen aus. Ebenfalls ausgeschlossen sind Anlagen in Lebensmittelkontrakte.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG übt ihre Stimmrechte lediglich unter Berücksichtigung von Governance-Faktoren bei Schweizer Unternehmen aus. Es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Sie besitzt keine Politik zum Investor's Engagement.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    VITA Sammelstiftungen und Zurich Versicherungen

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Sammelstiftungen Vita und Zurich Versicherungen sind mit einem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 11 der Pensionskassen der Schweiz

    .

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Sammelstiftung Vita verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist ist und für alle Anlagekategorien gilt. Es werden jedoch nicht alle ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) berücksichtigt.

     

    Die Umsetzung der Nachhaltigkeitspolitik soll vor allem durch Investor's Engagement stattfinden.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Sammelstiftung Vita besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Sie berücksichtigt allerdings Klimarisiken in ihrem Immobilienportfolio.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Sammelstiftung Vita sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Sammelstiftung Vita ist in keiner Vereinigung für Nachhaltigkeit Mitglied.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Ausübung der Stimmrechte mit Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, und Governance) wird im In- und Ausland wahrgenommen.

     

    Ein kompletter Bericht zur Ausübung der Stimmrechte ist öffentlich verfügbar.

     

    Sie besitzt keine öffentliche Politik zum Investor's Engagement.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Dem Anlagereporting-Bericht der Sammelstiftung Vita ist zu entnehmen, dass sie den CO2-Fussabdruck ihres gesamten Portfolios ermittelt. Die Resultate der Analyse sind jedoch nicht öffentlich.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die Sammelstiftung Vita hat keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

     

    Sie hat allerdings mit der Dekarbonisierung ihres Immobilienportfolios begonnenen sich das Ziel gesetzt, die Treibhausgasemissionen des Immobilienportfolios "Schweiz" bis 2020 um 20% zu reduzieren.

    ____________________

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit Ziel Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Weder im Feld des klimawirksamen Investor's Engagement noch bei einer konzeptionellen Vorbereitung einer potenziellen Dekarbonisierung des Portfolios sind Fortschritte erkennbar.

    Bernische Pensionskasse BPK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die BPK ist mit einem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 12 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) und Ausschlusskriterien werden befolgt, d.h. Unternehmen, welche die Menschenrechte systematisch verletzen, der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügen oder einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes z.B. in Rüstung, Tabak, Atomindustrie erzielen, sind ausgeschlossen. Dies ist im Anlagereglement festgehalten.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Aus dem Jahresbericht 2018 geht hervor, dass die BPK den finanziellen Klimarisiken und -chancen Beachtung schenkt. In ihrer Antwort auf den Brief der Versichertengruppe BPK DIVEST (siehe auch unten) anerkennt sie - unter Bezugnahme auf das von der Klima-Allianz in Auftrag gegebene Rechtsgutachten der Kanzlei Niederer Kraft Frey - dass das Feld der Klimarisiken Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht ist. In derselben Antwort teilt sie mit, sie wolle im Jahre 2019 das Thema Klimaerwärmung auf strategischer Ebene und in den Anlagegrundsätzen verankern.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Im Jahresbericht 2018 informiert die Kasse, dass sie Darlehen/Obligationen/Hypotheken an Kohlekraftwerke als Klimarisiken betrachtet und somit ausschliesst, und dass sie nicht in Emerging Markets investiert (deren CO2-Intensitäten bekanntermassen vergleichsweise hoch sind).

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Kasse ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist sie am seit Juni 2018 laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

     

    In diesem Kontext wurde die Kasse auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert und erklärt "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammen-zuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

     

    Die Kasse übt ihre Aktionärsstimmrechte bei ca. 15 ausländischen Gross-Unternehmen aus, die hinsichtlich ESG-und Klima-Wirkungen relevant sind - darunter sind die grossen Erdölfirmen und einige Kohleproduzenten. Sie setzt dies via die Dienstleistung von Ethos um und berichtet transparent über Ziele und Ergebnisse.

     

    Derzeit bleiben die Wirkungen dieses Investor's Engagement im speziellen Fall von Unternehmen der fossilen Energien noch ungewiss. Das Engagement muss auf einer klaren Definition von Zielen beruhen, die in Linie sind mit dem 1,5°C- Pfad gemäss Pariser Abkommen, sowie auf einer Wirkungsmessung. Für den Fall eines Misserfolgs sollten Ausstiegsfristen festgelegt werden. Es ist unerlässlich, dass die Kasse über die Ergebnisse transparent informiert.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    In ihrer Antwort auf den Brief der Versichertengruppe BPK DIVEST (siehe auch unten) informiert sie, dass sie im Jahr 2019 die nächste ESG-Überprüfung inklusive der Erfassung der Treibhausgasemissionen und der Klimarisiken durchführen lasse.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Derzeit sind noch keine Absichten bekannt, über die schon inoffiziell bekanntgegebenen Massnahmen hinausgehende Schritte zu unternehmen.

     

    Folglich fehlt noch eine Strategie der Dekarbonisierung, die als zentrales Element den kompletten Ausstieg aus fossilen Unternehmen enthält, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit dem Ausschluss von Kohlekraftwerk-Firmen aus dem Obligationenportfolio (inkl. Darlehen, Hypotheken) hat die die BPK einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: viel besser

    Mit der expliziten Anerkennung von Klimarisiken als Teil ihrer ESG-Politik, durch ihr Verzicht auf Anlagen in Emerging Markets und durch den Verzicht auf direkte Finanzierung von (neuen) Kohlekraftwerken hat die BPK einen Schritt zur Klimaverträglichkeit gemacht.

    Politische Aktivitäten

     

    2016: Interpellation Pierre Amstutz, Grüne, im Kantonsparlament "Investitionen in fossile Energieträger sind Risikoanlagen" . Die Regierung anerkennt die Berechtigung der Frage der Klimakompatibilität, antwortet jedoch ablehnend: obwohl die Pensionskassen BPK und BLVK öffentlich-rechtlich sind, sollten sie trotzdem autonom entscheiden und es bestehe keine Weisungsbefugnis. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

     

    2016: Motion Pierre Amstutz, Grüne, im Kantonsparlament zur Änderung der gesetzlichen Grundlagen, damit öffentlich-rechtliche Institutionen wie die BPK (und die BLVK) nicht mehr in fossile Unternehmen investieren. Nach negativer Stellungnahme der Regierung durch das Kantonsparlament abgelehnt (2017).

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    2017: an der Delegiertenversammlung der Versicherten der BPK stellen die im VPOD Region Bern organisierten Delegierten kritische Fragen zur Anlagepolitik und erwarten Förderung des Klimaschutzes.

     

    Juni 2019: für die Delegiertenversammlung organisiert die BPK einen Vortrag des renommierten Klimatologen Prof. Thomas Stocker zu Klimaschutz und Dekarbonisierung.

     

    Kontaktgruppe BPK DIVEST

     

    Dezember 2018: die Kontaktgruppe BPK DIVEST sendet im Namen der BPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Sie stellt fest, dass sich die BPK bislang im Rahmen ihrer reglementarischen Bestimmungen zur nachhaltigen und ethischen Anlage kaum mit den finanziellen Klimarisiken beschäftigt hat. Sie erwartet von der BPK eine Klimastrategie mit der Desinvestition fossiler Brennstoffe und Präferierung von nicht Kohle-abhängigen Stromerzeugern als erste Schritte.

     

    Januar 2019: in ihrer Antwort informiert die BPK detailliert und transparent über ihre Pläne. Sie lässt im Jahr 2019 die nächste ESG-Überprüfung inklusive der Erfassung der Treibhausgasemissionen und der Klimarisiken durchführen. Als Klimarisiken schliesse sie Darlehen/Obligationen/Hypotheken an Kohlekraftwerke aus, und sie investiere nicht in Emerging Markets (deren CO2-Intensitäten bekanntermassen vergleichsweise hoch sind). Sie will im Jahre 2019 das Thema Klimaerwärmung auf strategischer Ebene und in den Anlagegrundsätzen verankern.

    Ebenfalls lässt sie die Erfassung der Treibhausgasemissionen im Laufe 2019 durchführen. Weiterhin anerkennt sie - unter Bezugnahme auf das von der Klima-Allianz in Auftrag gegebene Rechtsgutachten der Kanzlei Niederer Kraft Frey - dass das Feld der Klimarisiken Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht ist. Sie betont allerdings: "die Konzentration der Anlagen auf treibhausgasarme Unternehmen oder Fossil Free Fonds wäre der falsche Weg, um den CO2-Ausstoss weltweit zu reduzieren".

     

    Sie setzt stattdessen auf Erfolge bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung der Stimmrechte an Aktionärsversammlungen. Zwar informiert die BPK transparent über Details ihrer Engagements bei den Firmen, auch wie sie bei grossen ausländischen Unternehmen abgestimmt hat. Doch bei den Anlagen im Sektor der fossilen Energien, wo die BPK den finanziellen Klimarisiken spürbar exponiert ist, fehlt aber (noch) eine klare Klimastrategie, die Kriterien für den Erfolg solchen Engagements setzt, diesen misst und Fristen setzt.

     

    Die Versichertengruppe BPK DIVEST wird gegen Anfang 2020 nachschauen, ob die angekündigte Verankerung des Klima-Themas auf strategischer Ebene eine überzeugende Perspektive bietet.

    Pensionskasse Novartis

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse Novartis ist mit einem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 13 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Pensionskasse Novartis verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

     

    Sie schliesst Unternehmen aus, die wiederholt Menschenrechte verletzten, Produktion und Handel von Rüstungsgütern als Kerngeschäft betreiben, umfangreiche direkte Geschäftsbeziehungen zu totalitären Regimen pflegen, Produktion und Handel mit Tabakwaren als Kerngeschäft betreiben, sowie Unternehmen in den Branchen Energie, Versorger, Grundstoffe und Industriewerte mit tiefen Nachhaltigkeits-Ratings.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Pensionskasse Novartis besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Pensionskasse Novartis investiert in Green Bonds (Obligationen).

    Darüber hinaus sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Pensionskasse Novartis ist Unterzeichnerin der UN-Principles for Responsible Investment, womit sie sich zum entsprechenden Reporting verpflichtet,

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Pensionskasse Novartis übt ihre Stimmrechte lediglich unter Berücksichtigung von Governance-Faktoren bei Schweizer Unternehmen aus. Es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Sie besitzt keine Politik zum Investor's Engagement.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Die Pensionskasse Novartis nahm am BAFU-Klimatests 2017 teil, veröffentlichte jedoch die Resultate des Tests nicht.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die Pensionskasse Novartis hat keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit Ziel Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Weder im Feld des klimawirksamen Investor's Engagement noch bei einer konzeptionellen Vorbereitung einer potenziellen Dekarbonisierung des Portfolios sind Fortschritte erkennbar.

    Caisse de prévoyance de l'État de Genève CPEG

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

    Pensionskasse Basel-Stadt PKBS

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die PKBS ist mit einem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 16 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Das Anlagereglement der PKBS hält fest, dass bei aktiven wie auch bei passiven Vermögensverwaltungsmandaten Investitionen gemäss Ausschlussliste des Schweizer Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) nicht zulässig sind. Damit sind einige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen. Weiterhin investiert sie bei aktiven Vermögensverwaltungsmandaten nicht in Atomkraftwerke, Spielcasinos und Rüstungskonzerne. Seit Beginn 2019 schliesst sie ebenfalls Unternehmen des Kohlesektors aus (siehe unten).

     

    Seit Anfang 2019 befolgt die PKBS neue Nachhaltigkeitsgrundsätze mit einem Leitbild als Kernelement.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Im Leitbild bekennt sie sich zudem dazu, das Klimarisiko in die Anlagepolitik zu integrieren. Sie will "Anstrengungen unterstützen, die dazu führen, dass Unternehmen ihren CO2- Fussabdruck erheblich verkleinern können". Zu diesem Zweck beteiligt sie sich "an Kollektivinitiativen, die darauf hinarbeiten, Klimarisiken zu reduzieren" und verpflichtet sich dazu, den CO2-Ausstoss der Unternehmen, in welche die PKBS investiert, periodisch zu analysieren und zu rapportieren. Zusammen mit dem Ausschluss von Unternehmen des Kohlesektors (siehe unten) zeigt sich damit ein Ansatz zu einer Klimastrategie der PKBS.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Wie im Anlagereglement seit Anfang 2019 festgehalten, sind bei aktiven wie auch passiven Vermögensverwaltungsmandaten Investitionen in Unternehmen, deren Umsatz in der Branche Kohle mehr als 5 % betragen nicht zulässig.

    Die Ausschlussliste wird periodisch aktualisiert und basiert auf dem Analyse-Universum von Ethos. Im Geschäftsbericht 2018 präzisiert die PKBS, dass sie Unternehmen, die mehr als 5 Prozent ihres Umsatzes mit dem Abbau von Kohle erzielen, aus ihrem Anlageuniversum ausschliesst.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die PKBS ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

     

    Seit Anfang 2019 ist sie zudem Mitglied des Montreal Carbon Pledge. Sie wird somit ihren CO2-Fussabdruck regelmässig messen und publizieren.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Als Mitglied des Ethos Engagement Pool International is die PKBS an dessen seit Juni 2018 laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

     

    In diesem Kontext wurde die Kasse auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert und erklärt "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammen-zuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

     

    Ebenfalls ist die PKBS Unterzeichnerin der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction. Diese Klima-Engagement-Initiative zielt darauf hin, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

     

    Seit Januar 2019 verpflichtet sich die Kasse bei den 300 grössten kotierten ausländischen Unternehmen (Europa, Nordamerika, Japan) ihre Aktionärsstimmrechte auszuüben. Sie setzt dies via die Dienstleistung von Ethos um und berichtet transparent über Ziele und Ergebnisse .

     

    Derzeit bleiben die Wirkungen dieses Investor's Engagement im speziellen Fall von Unternehmen der fossilen Energien noch ungewiss. Das Engagement muss auf einer klaren Definition von Zielen beruhen, die in Linie sind mit dem 1,5°C- Pfad gemäss Pariser Abkommen, sowie auf einer Wirkungsmessung. Für den Fall eines Misserfolgs sollten Ausstiegsfristen festgelegt werden. Es ist unerlässlich, dass die Kasse über die Ergebnisse weiterhin transparent informiert.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Mit der Mitgliedschaft im Montreal Carbon Pledge hat sich die PKBS verpflichtet, den CO2-Fussabdruck ihrer Portfolien regelmässig zu messen und zu publizieren.

     

    Die Klima-Allianz erwartet, dass die Messung nicht nur wie üblich die sogenannten Scope 1 Emissionen (betriebseigenes CO2 und weitere Treibhausgase) und die Scope 2 Emissionen aus Strombezug, der mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird erfasst, sondern auch die ein Mehrfaches höheren Scope 3 Emissionen. Letztere setzen sich zusammen aus den durch die Vorlieferanten emittierten Treibhausgase sowie - besonders gewichtig - die Emissionen der nachfolgenden Verbraucher (also insbesondere das Verbrennen von Erdöl und Erdgas in Industrie, Transport und Gebäuden).

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die PKBS hat derzeit keine Absichten für eine weitere Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

     

    Folglich fehlt noch eine systematische Strategie der Dekarbonisierung, die als zentrales Element den kompletten Ausstieg aus fossilen Unternehmen enthält, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer aus dem Aktienportfolio hat die PKBS einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: viel besser

    Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrem begonnenen Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, mit ihrem ersten Dekarbonisierungsschritt und mit ihrer Verpflichtung zur regelmässigen Messung des CO2-Fussabdrucks ist die PKBS auf dem richtigen Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios.

    Politische Aktivitäten

     

    2015: Anzug Nora Bertschi (Grüne) und Konsorten im Kantonsparlament, für den Ausstieg der PKBS aus fossilen Energien. Im Parlament der Regierung zur Prüfung überwiesen (2016).

     

    2017: Die Delegiertenversammlung des VPOD Region Basel verabschiedet Resolution "PKBS - Divestment jetzt".

     

    2017: fossil-free.ch Regionalgruppe Basel startet Kampagne und öffentliche Petition für Divestment durch die PKBS.

     

    Januar 2018: In ihrer Antwort zum Anzug Nora Bertschi sagt die Regierung aus, die PKBS werde sich "in den nächsten beiden Jahren verstärkt mit dem Thema C02 auseinandersetzen und mögliche Umsetzungen der gewonnenen Erkenntnisse in den Anlageprozess prüfen". Sie beantragt, den Vorstoss für weitere zwei Jahre stehen zu lassen (also nicht als erledigt abzuschreiben). Dies wird vom Parlament bestätigt. 

     

    September 2018: Die fossil-free.ch Regionalgruppe Basel und Versicherte der PKBS reichen mit einer Aktion vor Ort die öffentliche Petition ein.

     

    März 2019: Motion Nicole Amacher (SP) und Konsorten "betreffend Basel pro Klima: Nur noch zukunftsorientiert investieren". Betreffend der Pensionskasse lautet die Forderung: Die PKBS "verpflichtet sich ab sofort dazu, die TCFD-Richtlinien umzusetzen und eine Klimastrategie zu veröffentlichen, welche aufzeigt, wie alle ihre Anlagen ab 2030 netto-null-CO2- Emissionen emittieren (inklusive Scope 3)."

     

    Mai 2019: Der Grosse Rat lehnt die Motion Amacher äusserst knapp ab, mit Stichentscheid des bürgerlichen Präsidenten.

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Kontaktgruppe PKBS DIVEST

     

    Februar 2018: die Kontaktgruppe PKBS DIVEST sendet im Namen der PKBS-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Verwaltungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit den finanziellen Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zum Investor's Engagement und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von PKBS DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    März 2018: die PKBS geht in ihrer Antwort nicht auf die Fragen von PKBS DIVEST ein. Sie schreibt nur, dass sie sich in den nächsten beiden Jahren vermehrt "auf konzeptioneller Basis mit dem Thema ESG im Rahmen eines Projektes auseinandersetzen und mögliche Umsetzungen der gewonnenen Erkenntnisse im Anlageprozess prüfen wolle".

     

    Februar 2019: die Gruppe PKBS DIVEST stellt fest, dass die Pensionskasse nunmehr Unternehmen ausschliesst, die mehr als 5% ihres Umsatz mit der Kohleförderung erzielen. Sie anerkennt, dass damit ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt ist. Hingegen ist die PKBS noch weit von einer echten Klimastrategie entfernt, die die finanziellen Klimarisiken wirklich erkennt und mit der Deselektion des ganzen Sektors der fossilen Energien und somit der Dekarbonisierung des Portfolios beginnt.

    Sie wird ab Frühjahr 2020 nachschauen, ob es Fortschritte gibt - also wenn die Frist des Versprechens der PKBS abläuft, sich mit den ESG-Themen (Environment, Social, Governance) auseinanderzusetzen.

    Caisse de pensions de l'État de Vaud CPEV

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

    Aargauische Pensionskasse APK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die APK ist mit einem Anlagevolumen von rund 11 Mia. CHF ungefähr auf Rang 17 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die APK publiziert in ihrem Anlagecredo, dass "ethische, ökologische und sozialpolitische Kriterien als Teil des Risikomanagements im Anlageprozess integriert" werden.

    Es fehlen jedoch präzise Angaben über die Umsetzung bei der Lenkung der Investitionen auf der Ebene der eigenen Portfolios.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    An einem Treffen mit der Klima-Allianz (Ergebnisnotiz s.unten) gibt die APK auf Nachfrage bekannt, sie berücksichtige bereits heute Klimarisiken und –chancen als Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht. Sie sieht sie als Bestandteil des Anlagecredos, welches ESG-Kriterien als Teil des Risikomanagements in den Anlageprozess integriert. Aus der Antwort auf eine Versichertenanfrage nach Ausstieg aus fossilen Energien geht diesbezüglich hervor, dass "wo nötig und sinnvoll auch Massnahmen auf der Stufe Anlagestrategie" ergriffen werden.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Wie aus dem Jahresbericht 2018 hervorgeht, wird ein - gemäss APK zwar kleiner - Teil der Aktien Ausland heute schon in einem "nachhaltigen" Mandat geführt; es ist davon auszugehen, dass dieses ansatzweise zu einer Portfolio-Dekarbonisierung beitragen könnte.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die APK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Als Mitglied des Ethos Engagement Pool International is die Kasse an dessen seit Juni 2018 laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

     

    In diesem Kontext wurde die Kasse auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert und erklärt "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

     

    Ebenfalls ist die Kasse Unterzeichnerin der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction. Diese Klima-Engagement-Initiative zielt darauf hin, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

     

    Die APK übt ihre Aktionärsstimmrechte bei 100 ausländischen Unternehmen aus - insbesondere auch bei klimarelevanten Unternehmen in Europa und Nordamerika. Sie setzt dies via die Dienstleistung von Ethos um und berichtet transparent über Ziele und Ergebnisse.

     

    Derzeit bleiben die Wirkungen dieses Investor's Engagement im speziellen Fall von Unternehmen der fossilen Energien noch ungewiss. Das Engagement muss auf einer klaren Definition von Zielen beruhen, die in Linie sind mit dem 1,5°C- Pfad gemäss Pariser Abkommen, sowie auf einer Wirkungsmessung. Für den Fall eines Misserfolgs sollten Ausstiegsfristen festgelegt werden. Es ist unerlässlich, dass die Kasse über die Ergebnisse weiterhin transparent informiert.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die APK hat derzeit keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die APK hat noch keinen erkennbaren Prozess im Hinblick auf die Dekarbonisierung des Portfolios eingeleitet.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: etwas besser

    Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit und mit ihrem begonnenen Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, hat die APK das Potenzial, in Zukunft den Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios einzuschlagen.

     

    Politische Aktivitäten

     

    2016: Postulat im Kantonsparlament, Robert Obrist, Grüne, für gesetzliche Grundlagen zur Erwirkung der Desinvestition öffentlicher kantonaler Institutionen u.a. der APK . Nach negativem Antrag der Regierung im Parlament abgelehnt. Obwohl die APK eine öffentlich-rechtliche Institution ist, solle sie trotzdem autonom entscheiden und es bestehe keine Weisungsbefugnis. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

     

    Dezember 2017: Interpellation der Fraktion der Grünen über klimabedingte Investitionsrisiken der APK. In ihrer Antwort vom März 2018 verneint die Regierung abermals ihre Möglichkeiten der Einflussnahme, und sie schätzt zusammen mit der APK bei den Anlagen in Kohle-, Erdöl- und Erdgasindustrie "die derzeit erzielte Rendite im Vergleich zu den heute eingegangenen Risiken als angemessen ein". Nur bei "signifikanter" Veränderung der Bewertungsgrundlagen werde die APK die Situation "mittel- bis langfristig" neu beurteilen.

     

    August 2018: Motion der Fraktion der Grünen für die Ausarbeitung einer Gesetzesänderung, um der APK die Investitionen in fossile Energien zu verbieten. November 2018: Die Regierung lehnt die Motion ab - mit denselben Gründen wie in der Antwort auf die Interpellation (siehe oben) - und stuft eine Annahme als unter dem Bundesrecht rechtlich problematisch ein. März 2019: Der Grossrat lehnt die Motion ab.

     

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Kontaktgruppe APK DIVEST

     

    Januar 2019: die Kontaktgruppe APK DIVEST sendet im Namen der APK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Die Unterzeichnenden begrüssen die Teilnahme am Ethos Engagement Pool International und den verwandten Aufrufen (siehe oben), stellt jedoch fest, dass die Kasse weder Nachhaltigkeitskriterien befolgt noch die Klimarisiken im Bereich ihrer Anlagen betrachtet. Die Eingabe umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zum Investor's Engagement, und besteht auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    Mai 2019: die APK lädt als Reaktion auf das Schreiben eine Delegation der Klima-Allianz zu einem Austausch ein. Auf Nachfrage informiert sie über einen in Zukunft zu erwartenden höheren Klima-Impact aufgrund der Nachhaltigkeitsbestimmungen in ihrem Anlagecredo. Die Delegation der Klima-Allianz fasst die zu erwartenden Weiterentwicklungen in einer durch die APK gegengelesenen Ergebnisnotiz zusammen.

    ComPlan Pensionskasse Swisscom

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die comPlan ist mit einem Anlagevolumen von rund 11 Mia. CHF ungefähr auf Rang 18 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

     

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

     

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

     

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

     

     

  • Institutionen der Top 21-30

    Roche, PKE, BLPK, Coop, Swisscanto, sgpk, STENFO, Profond, LUPK, BLVK

     

    Für die gesuchte Institution nach unten scrollen

    Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche AG

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche ist mit einem grob geschätzten Anlagevolumen in der Grössenordnung von 10 Mia. CHF ungefähr auf Rang 19 der Vorsorgeeinrichtungen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche führt keine Website und legt ihr Anlagereglement nicht offen. Sie ist demzufolge gegenüber der Öffentlichkeit intransparent.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche ist intransparent und von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: im Dunkeln.

    PKE Vorsorgestiftung Energie

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die PKE ist mit einem Anlagevolumen von rund 10 Mia. CHF ungefähr auf Rang 20 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente lassen keine Befolgung von Nachhaltigkeitsprinzipien und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) erkennen.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die PKE besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die PKE sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die PKE besitzt besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die PKE ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend.

    Angesichts des Gewichts der PKE und der zunehmenden Problemwahrnehmung in ihrem Peergroup ist es angezeigt, dass sie sich ernsthaft mit dem Thema der Umschichtung ihres Portfolios in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit beschäftigt.

    Basellandschaftliche Pensionskasse BLPK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die BLPK ist mit einem Anlagevolumen von rund 10 Mia. CHF ungefähr auf Rang 21 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die BLPK bekennt sich seit Mitte 2019 zu einer nachhaltigen Anlagepolitik. Sie hat umfassende Grundsätze zur Berücksichtigung der ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) veröffentlicht.

     

    Sie ist neu Mitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt.

     

    Die BLPK schliesst via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die BLPK seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".


    In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".

     

    Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".

    Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".

    Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.​

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die BLPK sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die BLPK will als Mitglied des SVVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch Investor's Engagement einfordern, und Ausschlüsse werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

     

    Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen. Sie ist die Grundvoraussetzung für Entscheide. Für ein klimawirksames Engagement sind jedoch präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. Einholen von Transparenz bei den Unternehmen leitet bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. Ohne klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagement-Politik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo die BLPK teilnimmt, ist Mitglied der Climate Action 100+ und von Swiss Sustainable Finance.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die BLPK hat keinen erkennbaren Prozess im Hinblick auf die Dekarbonisierung des Portfolios eingeleitet.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: etwas besser

    Mit ihrer neuen ESG-Politik und mit ihrer Mitgliedschaft im SVVK zeigt die BLPK ein gewisses Potenzial, in Zukunft den Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios einzuschlagen.

     

    Politische Aktivitäten

     

    Mai 2017: Interpellation der Grüne/EVP-Fraktion (Klaus Kirchmayr, Sara Fritz) im Kantonsparlament für Divestment.

     

    Oktober 2017: Die Exekutive informiert in ihrer Antwort, die BLPK teile die Ansicht, dass Investitionen in CO2-intensive Unternehmen mittel- bis längerfristig ein potenzielles Risiko darstellen können, aber die Notwendigkeit von Sofortmassnahmen steht aber momentan nicht zur Diskussion.

     

    Februar 2019: Interfraktionelles Postulat Erika Eichenberger, Grüne "Für mehr Transparenz und einen schrittweisen Ausstieg der Pensionskasse Baselland aus der Investition in fossile Energien". Der Vorstoss betont, dass die gesetzlich vorgegebene, langfristige Sichtweise der Pensionskassen zur Sicherung der zukünftigen Renten erfordert, dass kommende Wertverluste der fossilen Anlagen rechtzeitig erkannt und durch Umschichtungen vermieden werden, und dass es zur treuhänderischen Pflicht einer Pensionskasse gehört, auch diese Erkenntnis systematisch in den Anlageprozess zu integrieren.

     

    April 2019: die Regierung beantragt Entgegennahme und Abschreibung des Postulats Eichenberger. Sie beschränkt sich darauf, auf die laufenden Entwicklungen der BLPK (siehe oben) zu verweisen und das Anliegen als erfüllt zu bezeichnen.

     

    August 2019: Das Parlament beschliesst mit knapper bürgerlicher Mehrheit, sich mit den bescheidenen Fortschritten der BLPK zufriedenzugeben und das Postulat als erledigt abzuschreiben.

     

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Kontaktgruppe BLPK DIVEST

     

    September 2017: die Kontaktgruppe BLPK DIVEST sendet im Namen der BLPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses kritisiert die fehlende Einbindung von Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) in die Anlagepolitik. Weiterhin umfasst es Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von BLPK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

    Im Antwortschreiben an die Kontaktgruppe BLPK DIVEST sieht sich die Kasse veranlasst, zu betonen, dass sie allein über die Anlagen zu entscheiden hätte und teilt mit, "für einen Dialog mit der ad-hoc-Gruppe BLPK DIVEST bestehe derzeit kein Bedarf".

     

    Dezember 2017: Nach Erhalt des Antwortschreibens der BLPK, das den Dialog als unnötig befindet, erinnert BLPK DIVEST in einem Positionspapier die Kasse an ihre treuhänderische Sorgfaltspflicht gegenüber den Versicherten. Gemäss dem Pensionskassen-Verband ASIP haben “alle Versicherten Anspruch darauf, dass die Führungsorgane ihre treuhänderische Verantwortung wahrnehmen. Besonders wichtig ist darum das Verhältnis zwischen Versicherten und Führungsorganen. Entscheidend für Auf- und Ausbau des Vertrauens der Versicherten in ihre Vorsorgeeinrichtungen ist die Kommunikation und Information". BLPK DIVEST hält fest, dass das BAFU auf einen Bericht von PRI, Global Compact und UNEP-FI verweist, der festhält, dass der Einbezug von Langzeitrisiken wie dem Klimawandel zu den treuhänderischen Pflichten von Investoren gehört. Würden diese nicht beachtet, könnten bei Schäden durch den Klimawandel Forderungen an Investoren gestellt werden (Haftungsrisiken).

     

    Dezember 2017: Die BLPK nimmt in ihrer erneuten Antwort nicht inhaltlich zu den Positionen von BLPK DIVEST Stellung und sieht "bis auf Weiteres" keinen Bedarf zum Dialog. Immerhin sagt sie jetzt aus, sie sei "sich bewusst, dass ... auch ethische Bedürfnisse zu berücksichtigen" seien. Sie verweist auch darauf, dass sie an einer allgemeinen Überprüfung der Anlagestrategie in Bezug auf das Nachhaltigkeitsthema sei und dass die Erkenntnisse daraus den Versicherten kommuniziert werden sollen.

    Coop

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Swisscanto

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    St. Galler Pensionskasse sgpk

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die sgpk ist mit einem Anlagevolumen von rund 9 Mia. CHF ungefähr auf Rang 24 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Kasse publiziert Grundsätze ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Sie informiert, die regelmässige Analyse des Aktienportfolios hinsichtlich der Nachhaltigkeitsstandards der Unternehmen sei wesentlich zur Überwachung und Steuerung der Portfoliorisiken, und der Ausschluss von Firmen könne in einzelnen Fällen nötig sein.

     

    Gemäss einer indirekten Auskunft über die Antwort auf eine Interpellation im Parlament (s. unten), wendet sie die Ausschlusskriterien des SVVK an, also sind einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die sgpk bekennt sich zu Massnahmen zum Schutz des Klimas, worin sie den Klimawandel als drängendes Problem anerkennt.

     

    Allerdings beschränken sich diese vorerst auf die neue Orientierung auf "Green Bonds", also Obligationen, die in definierte Umwelt- und Klimaprojekte fliessen, sowie auf Infrastrukturanlagen, womit sie direkt in erneuerbare Energieträger investiert.

     

    Sie gibt aber die Absicht bekannt, die Erweiterung der Massnahmen laufend prüfen zu wollen.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Mit ihrer Politik, in "Green Bonds"zu investieren , also in Obligationen, die in definierte Umwelt- und Klimaprojekte fliessen, sowie in Infrastrukturanlagen, womit sie direkt in erneuerbare Energieträger anlegt, dürfte die sgpk ein (kleines) Stück weit zur Dekarbonisierung des Portfolios beigetragen haben.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die sgpk ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Als Mitglied des Ethos Engagement Pool International is die Kasse an dessen seit Juni 2018 laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

     

    In diesem Kontext wurde die Kasse auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert und erklärt "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

     

    Ebenfalls ist die Kasse via ihre Mitgliedschaft im Ethos Engagement Pool International Unterzeichnerin der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction. Diese Klima-Engagement-Initiative zielt darauf hin, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

     

    Derzeit bleiben die Wirkungen dieses Investor's Engagement im speziellen Fall von Unternehmen der fossilen Energien noch ungewiss. Das Engagement muss auf einer klaren Definition von Zielen beruhen, die in Linie sind mit dem 1,5°C- Pfad gemäss Pariser Abkommen, sowie auf einer Wirkungsmessung. Für den Fall eines Misserfolgs sollten Ausstiegsfristen festgelegt werden. Es ist unerlässlich, dass die Kasse über die Ergebnisse transparent informiert.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die sgpk hat derzeit keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihrer Investitionen bekanntgegeben.

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die sgpk hat keinen erkennbaren Prozess im Hinblick auf die Dekarbonisierung des Portfolios eingeleitet.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: besser

    Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrer Anerkennung der Klimarisiken und mit ihrem begonnenen Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, hat die sgpk das Potenzial, in Zukunft den Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios einzuschlagen.

     

    Politische Aktivitäten

     

    April 2019: Interpellation Yvonne Suter (CVP), Christoph Bärlocher (CVP), Patrick Dürr (CVP) und 45 Mitunterzeichnende "Wie nachhaltig investiert der Kanton St.Gallen sein Geld?" mit der Frage nach der Einhaltung allgemeiner Nachhaltigkeitskriterien u.a. durch die sgpk, darunter Investitionen in fossile Energien.

     

    Mai 2019: in ihrer Antwort auf die Interpellation Suter verweist die Regierung gleich wie bei den Motionen Oberholzer und Tanner (siehe unten) auf die Autonomie der sgpk. Immerhin rapportiert sie die Stellungnahme der Kasse. Diese berichtet, sie vollziehe die Ausschlussentscheide des SVVK nach, also seien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen. Weiterhin rapportiert die sgpk, sie trage den ESG-Aspekten überdurchschnittlich Rechnung, da ihr Vergleich des Aktienportfolios mit dem MSCI-ESG-Benchmark in einem vergleichsweise guten ESG-Rating abschneide. Keine Auskunft gibt die Kasse hingegen zu den C02-Emissionen ihres Portfolios.

     

    April 2019: Motion Basil Oberholzer (Grüne), Christopher Chandiramani (SVP), Thomas Warzinek (CVP) und 29 Mitunterzeichnende, "Nachhaltige Anlagepolitik" für die Ausschöpfung der Steuerungsmöglichkeiten für nachhaltiges und speziell klimaverträgliches Investitionsverhalten durch den Kanton, u.a. auch bei der sgpk.

     

    April 2019: Motion Jörg Tanner (GLP), Sonja Lüthi (GLP) und 5 Mitunterzeichnende "Klima- und umweltverträgliche Investitionsstrategien: Kanton St.Gallen als Vorreiter?", um der Regierung die Möglichkeit zu bieten, sich mit dem Thema staatliche Investments und Nachhaltigkeit - u.a. auch bei der sgpk - (eingehend) zu befassen und die diesbezüglichen Rahmenbedingungen zu überprüfen und soweit als möglich zu verbessern.

     

    Mai 2019: die Regierung beantragt mit praktisch gleichlautenden Begründungen die Ablehnung sowohl der Motion Oberholzer wie auch der Motion Tanner. Obwohl die sgpk eine öffentlich-rechtliche Institution ist, beruft sich die Regierung auf die Autonomie der Pensionskasse. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017. Obwohl die MotionärInnen der Motion Tanner auf dieses Gutachten Bezug nehmen, erlaubt sich die Regierung, zu ihren Einflussmöglichkeiten nicht Stellung zu nehmen. Für alle angesprochenen Institutionen im ihrem Einflussbereich bezeichnet sie die Schaffung von Rahmenbedingungen zur nachhaltigen und klimaverträglichen Anlagepolitik als komplett unnötig.

     

    Juni 2019: das Parlament lehnt die Motion Oberholzer "Nachhaltige Anlagepolitik" ab. Dasselbe geschieht bei der Behandlung der Motion Tanner.

     

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Kontaktgruppe SGPK DIVEST

     

    Dezember 2017: die Kontaktgruppe SGPK DIVEST sendet im Namen der SGPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu nicht existierenden Ausschlusskriterien, zum fehlenden Investor's Engagement im Ausland und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von SGPK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    Januar 2018: die Geschäftsleitung der SGPK antwortet vorerst mündlich wie folgt:

    • Das Thema der Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit sei bei ihnen durchaus "angekommen" und die Anliegen von SGPK DIVEST seien berechtigt.
    • Die SGPK stehe aber erst am Anfang dieses Weges und befasse sich neu in vertiefterer Weise damit, sie seien deshalb nur schlecht in der Lage, der Gruppe SGPK DIVEST eine befriedigende Antwort zukommen zu lassen.

    Die Gruppe SGPK DIVEST konstatiert, dass der Druck wirkt. Sie wird die durch die SGPK angekündigten Informationen zur Nachhaltigkeit der Anlagepolitik im Mitte Jahr erscheinenden Geschäftsbericht 2017 evaluieren und gegenüber der Kasse auf das Klima-Thema zurückkommen.

     

    Oktober 2018: die Gruppe SGPK begrüsst in einem Email an die Kasse die ersten Ansätze in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit der Anlagen (siehe oben), insbesondere die Absichtserklärung der SGPK zur Erweiterung der Massnahmen. Sie kündigt an, sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder über die Fortschritte erkundigen zu wollen.

    Stilllegungsfonds für Kernanlagen und Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke STENFO

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Der öffentlich-rechtliche Stilllegungs- und Entsorgungsfonds der Atomenergie ist zwar nicht eine Pensionskasse, aber als Teil des Fundaments der Altersvorsorge ist er jedoch der Öffentlichkeit gegenüber in besonderem Mass Rechenschaft schuldig. Er ist mit einem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ein gewichtiger Akteur des klimarelevanten Energiebereichs. Das akkumulierte Geld für die Beseitigung der Folgen des Gebrauchs der Atomenergie müsste eigentlich der Unterstützung der Energietransition zu den erneuerbaren Energien dienen - in Linie mit dem Dekarbonisierungsziel der Finanzanlagen des Pariser Klimaabkommens.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik des Stillegungsfonds sowie des Entsorgungsfonds und dort verlinkte Dokumente lassen keine Befolgung von Nachhaltigkeitsprinzipien und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) erkennen.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Der STENFO besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die seine Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Der STENFO sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung seiner Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Der STENFO besitzt besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Der STENFO ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    Angesichts des Gewichts des STENFO und der zunehmenden Problemwahrnehmung in seinem Peergroup ist es angezeigt, dass er sich ernsthaft mit dem Thema der Umschichtung seiner Portfolien in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit beschäftigt.

    Profond Vorsorgeeinrichtung

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Profond Vorsorgeeinrichtung (Sammelstiftung) Profond ist mit einem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ungefähr auf Rang 25 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Vorsorgeeinrichtung bekennt sich in allgemeiner Weise zur Nachhaltigkeit, indem sie bei den Anlageentscheiden finanzielle, ökologische und gesellschaftliche Kriterien berücksichtige. Als einzig konkret bekanntgegebene Massnahme wendet sie die Richtlinien des SVVK an, also sind einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen.

     

    Die Profond schweigt sich jedoch darüber aus, welche weiteren konkreten Massnahmen sie im Anlageprozess bei der Selektion der Unternehmen trifft oder treffen will, um ihre Selbstverpflichtung umzusetzen, ökologische und gesellschaftliche Kriterien zu berücksichtigen.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Profond besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die seine Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Profond sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung seiner Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Profond besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Profond Vorsorgeeinrichtung ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    Angesichts des Gewichts der Profond und der zunehmenden Problemwahrnehmung in ihrem Peergroup der mittelgrossen Pensionskassen ist es angezeigt, dass sie sich ernsthaft und transparent mit der Ausarbeitung von Detailmassnahmen beschäftigt, die dem Ziel der nachhaltigen und klimaverträglichen Umschichtung ihres Wertschriftenportfolios dienen.

    LUPK Luzerner Pensionskasse

    Die Details zur LUPK, der führenden nachhaltigen öffentlich-rechtlichen Pensionskasse (auf ungefähr Rang 26 nach Anlagevolumen), finden Sie hier unter der Rubrik "Vorreiter".

    Bernische Lehrerversicherungskasse BLVK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die BLVK ist mit einem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ungefähr auf Rang 27 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die BLVK bekennt sich, auch im Anhang zum Anlagereglement, zu Nachhaltigkeitsgrundsätzen. Sie schliesst über 60 Unternehmen aus dem Anlageuniversum aus. Diese tätigen Geschäfte mit kontroversen Waffen (Streumunition, Personenminen, chemische-, biologische- und Nuklearwaffen), verstossen gegen die Normen des UN Global Compact oder generieren einen Grossteil ihres Umsatzes mit Kohleprodukten.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Eine ausdrückliche Klimastrategie besteht nicht. Doch in ihrer Antwort auf eine Interpellation aus dem Kantonsparlament (S. unten) gibt die BLVK bekannt, sie hätte sich am BAFU-Klimaverträglichkeitstest beteiligt, und sie habe ihr Portfolio einem umfassenden ESG-Screening (Environmental, Social, Governance) durch ETHOS unterzogen. Ebendies habe sie auch veranlasst, aus "Kohleprodukten" auszusteigen; aufgrund interner Auswertungen würde sich zudem zeigen, dass durch diese Ausschlüsse der CO2-Fussabdruck "markant verringert" werden konnte. Überdies sei sie bestrebt, "den ökologischen Fussabdruck in den nächsten Jahren weiterhin zu optimieren".

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    In einem Brief an die Versichertengruppe BLVK DIVEST (s. unten) präzisiert die BLVK die allgemeine Information in den Nachhaltigkeitsgrundsätzen bezüglich "Kohleprodukten", dass unter ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Kohleproduzenten (Abbau von Kohle oder Erzeugung von Elektrizität mittels Kohle) ausgeschlossen werden. (Die Information, ob der Ausschluss nur die Aktien und/oder die Obligationen betrifft, liegt nicht vor).

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die BLVK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Als Mitglied des Ethos Engagement Pool International is die Kasse an dessen seit Juni 2018 laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

     

    In diesem Kontext wurde die Kasse auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert und erklärt "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

     

    Ebenfalls ist die Kasse via ihre Mitgliedschaft im Ethos Engagement Pool International Unterzeichnerin der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction. Diese Klima-Engagement-Initiative zielt darauf hin, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

     

    Derzeit bleiben die Wirkungen dieses Investor's Engagement im speziellen Fall von Unternehmen der fossilen Energien noch ungewiss. Das Engagement muss auf einer klaren Definition von Zielen beruhen, die in Linie sind mit dem 1,5°C- Pfad gemäss Pariser Abkommen, sowie auf einer Wirkungsmessung. Für den Fall eines Misserfolgs sollten Ausstiegsfristen festgelegt werden. Es ist unerlässlich, dass die Kasse über die Ergebnisse transparent informiert.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    In ihrer Antwort auf die besagte Interpellation aus dem Kantonsparlament (siehe unten) informiert die Kasse, sie sei bestrebt, "den ökologischen Fussabdruck in den nächsten Jahren weiterhin zu optimieren".

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer hat die BLVK einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: viel besser

    Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrem begonnenen Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, mit ihrem ersten Dekarbonisierungsschritt und mit ihrer Aussage, den ökologischen Fussabdruck weiterhin zu optimieren, ist die BLVK auf dem richtigen Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios.

     

    Politische Aktivitäten

     

    2016: wie bei der BPK, siehe oben.

     

    März 2019: Interpellation Ursula Marti (SP) "Klimastrategie für die Anlagen der Bernischen Lehrerversicherungskasse BLVK". Der Vorstoss verweist darauf, dass der Regierungsrat als finanzierender Arbeitgeber in der Verantwortung steht, bei der Vorsorgeeinrichtung geeignete Massnahmen zur Sicherung der zukünftigen Renten zu erwirken. Der Regierungsrat wird somit vor diesem Hintergrund eingeladen, in der Verwaltungskommission der BLVK eine Reihe von Fragen einzubringen. Angeregt wird etwa die Präzisierung des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken und -chancen im Anlagereglement, im Anlageprozess und in den einzelnen Anlagevorschriften für die Asset Manager und die Formulierung einer Klimastrategie mit dem Ziel, 1.5°-konform zu investieren. Auf dem Weg zu diesem Ziel soll eine schnellen Dekarbonisierung des Portfolios Priorität haben, und es sollen dabei messbare Ziele und Fristen gesetzt werden.

     

    August 2019: der Regierungsrat antwortet, es liege ausserhalb seines Kompetenzbereiches, der BLVK Vorgaben zu den vorgebrachten Aspekten zu machen. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussagevon Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017. Die von der Regierung bei der BLVK eingeholten Informationen bringen immerhin einige bisher durch die BLVK noch nicht transparent gemachte Aktivitäten an die Öffentlichkeit (S. oben unter "Klimakompatibilität der Anlagepolitik"). Doch zu einer konsequenten Klimastrategie mit festgelegtem Dekarbonisierungspfad einzustehen ist weder die Regierung als Arbeitgeber noch die BLVK bereit.

     

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Kontaktgruppe BLVK DIVEST

     

    Januar 2019: die Kontaktgruppe BLVK DIVEST sendet im Namen der BLVK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Sie anerkennt den Ausstieg aus Anlagen in die Kohleproduzenten als ersten Schritt in die richtige Richtung, stellt aber fest, dass sich die BLVK bislang im Rahmen ihrer reglementarischen Bestimmungen zur nachhaltigen und ethischen Anlage noch vermehrt mit den finanziellen Klimarisiken beschäftigen sollte, die alle klima-hochexponierten Industriesektoren (Erdöl, Erdgas, Stromerzeuger mit Kohle und Erdgas als Brennstoff, Automobilindustrie, usw.) betreffen. Sie erwartet von der BLVK eine Klimastrategie mit der Desinvestition von Erdöl und Erdgas und Präferierung der nicht Kohle-abhängigen Stromerzeuger als weitere Schritte.

     

    Februar 2019: Mit einer ersten und einer bestätigenden Nachfolge-Antwort präzisiert die BLVK ihre Informationen auf der Website. Betreffend Ausschluss von Kohleunternehmen informiert sie, dass unter ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Kohleproduzenten (Abbau von Kohle oder Erzeugung von Elektrizität mittels Kohle) ausgeschlossen werden können, und dass aktuell 20 Unternehmen von diesem Ausstieg betroffen seien. Weiterhin teilt sie mit, dass sie für den Sektor der fossilen Energien generell nicht auf Ausschlüsse setze, sondern auf ein langfristiges Engagement bei den Firmen. Sie informiert, dass sie einmal jährlich im Frühling die Ausschlussliste überprüfen wird.

  • Institutionen der Top 31-40

    GastroSocial Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Nestlé Fonds de Pensions

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Vorsorgeeinrichtung der Nestlé ist mit einem Anlagevolumen von rund 7 Mia. CHF ungefähr auf Rang 29 der Pensionskassen der Schweiz.

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Pensionskasse der Nestlé verpflichtet sich seit Mitte 2019 formell, auch Kriterien der Bereiche Umwelt, Soziales und Governance (ESG Kriterien) zu berücksichtigen.

     

    Konkrete Massnahmen zur Umsetzung fehlen aber noch.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Profond besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die seine Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Profond sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung seiner Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Die Profond besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Vorsorgeeinrichtung der Nestlé ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    Angesichts des Gewichts des Fonds de Pensions Nestlé und der zunehmenden Problemwahrnehmung in ihrem Peergroup der mittelgrossen Pensionskassen ist es angezeigt, dass sich die Pensionskasse ernsthaft und transparent mit der Ausarbeitung von Detailmassnahmen beschäftigt, die dem Ziel der nachhaltigen und klimaverträglichen Umschichtung ihres Wertschriftenportfolios dienen.

    CIEPP

     

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

     

    Proparis

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    PAT-BVG

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    PKG

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    PREVIS Sammeleinrichtung

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Previs, Vorsorgeeinrichtung einer Vielzahl von Gemeinden, ist mit einem Anlagevolumen von rund 6 Mia. CHF ungefähr auf Rang 34 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente lassen keine Befolgung von Nachhaltigkeitsprinzipien und ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) erkennen.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Previs besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Previs sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Previs ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz.  

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Der Ethos Engagement Pool Schweiz nimmt einzig Einfluss auf Schweizer Firmen, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

     

    Die Kasse sollte Mitglied des ETHOS Engagement Pool International werden, der ein seit Juni 2018 laufendes mehrjähriges Verpflichtungsprogramm durchführt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.​

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Sammeleinrichtung Previs ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    Angesichts des Gewichts der Previs und der zunehmenden Problemwahrnehmung in ihrem Peergroup der mittelgrossen Pensionskassen ist es angezeigt, dass sie sich ernsthaft und transparent mit der nachhaltigen und klimaverträglichen Umschichtung ihres Wertschriftenportfolios beschäftigt.

    Pensionskasse Kanton Solothurn PKSO

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die PKSO ist mit einem Anlagevolumen von rund 5 Mia. CHF ungefähr auf Rang 35 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die PKSO bekennt sich seit kurzem zu einer Nachhaltigkeitspolitik. Sie sei sich "als Investor der ethischen, ökologischen und sozialen Verantwortung bewusst" und berücksichtige diese bei den Anlageentscheiden.Seit August 2018 schliesst die PKSO via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die PKSO besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Previs sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Previs ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz.  

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Der Ethos Engagement Pool Schweiz nimmt einzig Einfluss auf Schweizer Firmen, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

     

    Die Kasse sollte Mitglied des Ethos Engagement Pool International werden, der ein seit Juni 2018 laufendes mehrjähriges Verpflichtungsprogramm durchführt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.​

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Es sind keine Absichten für eine Dekarbonisierung erkennbar.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die PKSO ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    Angesichts des Gewichts der PKSO und der zunehmenden Problemwahrnehmung in ihrem Peergroup der mittelgrossen Pensionskassen ist es angezeigt, dass sie sich ernsthaft und transparent mit der Ausarbeitung von Detailmassnahmen beschäftigt, die dem Ziel der nachhaltigen und klimaverträglichen Umschichtung ihres Wertschriftenportfolios dienen.

     

    Politische Aktivitäten

     

    2016: Interpellation Felix Wettstein (Grüne) im Kantonsparlament zur Beteiligung u.a. der PKSO an fossilen Energien und zum Divestment. Obwohl die PKSO eine öffentlich-rechtliche Institution ist, antwortet die Regierung verneinend, da die Pensionskasse autonom entscheide und keine Weisungsbefugnis bestehe. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

    Gemini

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Istituto di Previdenza del Cantone Ticino IPCT

     

    Compatibilità climatica della politica di investimento

     

    Caratterizzazione

     

    Con un volume d'investimento di circa CHF 5 miliardi, l'IPCT si colloca all'incirca al 37° posto tra le casse pensioni svizzere.

     

    Politica di sostenibilità/ESG​

     

    Le informazioni sulla politica di investimento disponibili sul sito web e i documenti ad esso collegati non rivelano il rispetto dei principi di sostenibilità e dei criteri ESG (Environmental, Social, Governance).

     

    Considerazione dei rischi climatici come parte della politica ESG, rispetto del giudizio legale NKF

     

    Per quanto riguarda la sua politica di investimento, l'IPCT non dispone di una strategia pubblica relativa al cambiamento climatico.

     

    Misure adottate per decarbonizzare il portfolio

     

    L'IPCT non vede ancora la necessità di un allineamento dei suoi investimenti compatibile con il clima.

     

    Partecipazione ad associazioni per la sostenibilità

     

    La cassa pensioni è membro dell' ETHOS Engagement Pool Schweiz,

     

    Investor's Engagement di impatto climatico ed esercizio dei diritti di voto all'estero (settori dell'energia fossile)

     

    L'Ethos Engagement Pool Schweiz influenza solo le imprese svizzere, non quelle straniere (fossili).

     

    L'IPCT dovrebbe diventare membro dell'ETHOS Engagement Pool International, che dal giugno 2018 sta attuando un programma pluriennale di impegni, invitando 8 società elettriche europee a prepararsi per un futuro a basse emissioni di carbonio.

     

    Misurazione dell'impronta di CO2 o del rischio climatico finanziario con analisi di scenario​

     

    Non è stata pubblicata alcuna intenzione di determinare la compatibilità climatica misurando l'impronta di CO2 o le potenziali perdite di valore sul portafoglio attraverso l'analisi di scenario.

     

    Pianificazione di ulteriori misure di decarbonizzazione a livello del portfolio.​

     

    Non ci sono intenzioni riconoscibili per la decarbonizzazione.

    ____________________

     

    Conclusione:

    La cassa pensioni IPCT è ancora ben lontana dalla compatibilità climatica degli investimenti.

     

    Tendenza 2018-2020:

    Valutazione: stagnante

    In considerazione del peso dell'IPCT e della crescente percezione dei problemi nel suo gruppo di casse pensioni di dimensione media, è opportuno che si preoccupi seriamente e in modo trasparente della ristrutturazione sostenibile e rispettosa del clima del suo portfolio titoli.

     

    Attività politiche

     

    Aprile 2016: La mozione Francesco Maggi (I Verdi) e co-deputati "Non danneggiare il clima con i soldi pubblici" chiede di valutare l’impatto climatico degli investimenti dello Stato e degli Enti pubblici come la Cassa pensione dello Stato IPCT.

    Questa mozione é tuttora pendente.

     

    Luglio 2019: L'interrogazione Nicola Schoenenberger e co-deputati "Dare seguito alla mozione “Non danneggiamo il clima con i soldi pubblici” del 18 aprile 2016 nell’ambito del preannunciato messaggio sul risanamento della Cassa pensione dello Stato" chiede se il Consiglio di Stato intende chiedere ai gestori della Cassa pensione di aumentare in modo progressivo e importante gli investimenti sostenibili del fondo e di disinvestire dalle energie fossili o altri investimenti problematici dal punto di vista ambientale e sociale".

  • Institutionen der Top 41-50

    Caisse de prévoyance du personnel de l’Etat de Fribourg (CPPEF) / Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg (PKSPF)

     

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

     

    CAP Prévoyance (Genève ville et communes)

     

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

     

    prévoyance.ne

     

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

     

    Caisse de prévoyance de l'État du Valais (CPVAL / PKWAL)

     

    Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

    Pensionskasse Zürcher Kantonalbank

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Zuger Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Sulzer Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Swiss Re Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Pensionskasse Thurgau

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Swatch Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

  • Institutionen der Top 50+

     

    In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

     

    - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

     

    - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

     

    - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

     

     

    Teil 1

     

    Grössere Institutionen:

    Axa, CIP, SRG-SSR, PK Graubünden, pkPRO, PTV/CPAT, PK Schaffhausen, Bâloise, Swiss Life, CPCL Lausanne

     

    Für die gesuchte Institution nach unten scrollen

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

     

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

     

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (Sektoren der fossilen Energien)

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

     

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    ____________________

    Schlussfolgerung:

     

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung:

  • Institutionen der Top 50+

     

    In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

     

    - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

     

    - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

     

    - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

     

     

    Teil 2

     

    PVK Stadt Bern, VSAO/ASMAC, NEST, PK Schwyz, PK Winterthur, PK Stadt Luzern, Abendrot, Complea Retraites Populaires, PK Stadt St. Gallen, CP Jura

    BS: Pensionskasse Basel-Stadt

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    Independence

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  • Institutionen der Top 50+

     

    In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

     

    - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

     

    - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

     

    - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

     

     

    Teil 3

    CCAP Neuchâtel, Spida, Previva, Profelia Retraites Populaires, PK Biel, Coopera PUK, PK Stadt Zug, Prosperita, CP Ville de Fribourg, Aetas

     

    BS: Pensionskasse Basel-Stadt

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  • Institutionen der Top 50+

     

    In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

     

    - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

     

    - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

     

    - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

     

     

    Teil 4

    PK Dübendorf, PK Köniz, PK Olten, PK Frauenfeld, CP ECA-RP, GEPABU, Metron, Helvetas

     

    BS: Pensionskasse Basel-Stadt

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