Unser Klima und wir alle sind auf die Arktis angewiesen. Doch sie schmilzt - und zwar schnell. An kaum einem anderen Ort der Welt ist der Klimawandel deutlicher sichtbar. Über 75 Prozent des arktischen Meereises ist in den letzten 30 Jahren verschwunden.

Footage courtesy of ESA / DL

Seit 800’000 Jahren ist die Arktis von Eis bedeckt. Doch das Eis schmilzt, weil wir mit fossilen Brennstoffen Energie erzeugen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zufolge könnte der Nordpol bereits in einigen Jahren das erste Mal seit Menschengedenken eisfrei sein. Mit dramatischen Folgen nicht nur für indigene Völker, Eisbären, Narwale, Walrosse und andere Arten, die dort leben, sondern für die gesamte Menschheit. Das Eis am Nordpol reflektiert Sonnenstrahlen stärker zurück ins All als das dunklere Meerwasser. Damit sorgt es - quasi als Klimaanlage der Welt - für stabile Wettersysteme, von denen unsere Nahrungsmittelproduktion abhängt.

Doch damit nicht genug: Ölkonzerne wollen aus der Eisschmelze Profit schlagen und in der Arktis nach Öl bohren. Ein Ölunfall hätte katastrophale Konsequenzen für das einmalige Ökosystem. Zudem heizt das Verbrennen von Öl aus immer entlegeneren Regionen unseres Planeten den Klimawandel weiter an und verlangsamt die Umsetzung einer dringend benötigten nachhaltigen Energiewende.
Um die Arktis zu schützen, müssen Ölbohrungen in der Arktis dauerhaft gestoppt und schnell umfangreiche Massnahmen zum Klimaschutz umgesetzt werden.

Auch Russpartikel, welche von Wind aus tieferen Breiten in die Arktis transportiert werden, tragen lokal zur Erwärmung der Arktis bei. Nach dem selben Prinzip wie beim schmelzenden Meereis, hat der schwarze Russ einen Einfluss auf das Rückstrahlungsvermögen. Er verdunkelt die Oberfläche des Schnees, wodurch sich die Rückstrahlung der Sonnenstrahlen verringert. Zum Schutz des arktischen Eises sind folglich strikte Beschränkungen auf die Emissionen von Russpartikeln nötig.

Nadine Berthel, Greenpeace Schweiz

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