„Der Beginn der Regenzeit ist unberechenbar geworden. Die Regenzeit selbst ist immer kürzer. Manchmal kommt sie so spät oder so früh , dass wir unsere Anbauzeiten nicht mehr planen können“. So beschreiben Kleinbauern in Fambidzanai, Zimbabwe, ihre Situation. Aus vielen anderen Ländern des Südens kommen ähnliche Stimmen.

Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst real. Sie bedeuten Hunger und Armut für viele Menschen in südlichen Ländern. Menschen, die von der Landwirtschaft leben. Ihre Ernährung und ihr Einkommen hängen von Natur und Wetter ab. Hitze, Dürre, Fluten und unberechenbare Wetterverhältnisse, wie der Klimawandel sie hervorruft, sprengen ihre Widerstandskraft. Denn Klimawandel wirkt sich ganz direkt auf die Lebensgrundlagen der Menschen aus.

So sind Dürreperioden häufiger und länger als früher, Wüsten breiten sich aus und “fressen“ fruchtbares Land , Überschwemmungen führen zur Versalzung von Böden – all das zerstört die Grundlagen für die Produktion von Lebensmitteln in vielen Gebieten der Erde. Kleinbauernfamilien ohne Bewässerungssysteme sind besonders hart betroffen, denn sie sind vollständig von den natürlichen Regenfällen abhängig. In der Sahel-Zone in Afrika zum Beispiel bleibt den Pflanzen nicht die Zeit, die sie bräuchten, um reif zu werden. Oft setzt schon vor der Erntezeit Trockenheit ein und die Pflanzen verdorren.

Bei einem Temperaturanstieg von 2,5°C werden etwa 45 bis 55 Millionen Menschen zusätzlich von Hunger und Unterernährung betroffen sein, bei einem Anstieg über 2,5°C sind es 65 bis 75 Millionen Menschen, und wenn die Temperatur um 3 bis 4°C ansteigt, werden es gemäss wissenschaftlichen Schätzungen 80 bis 125 Millionen Menschen sein.

Der politische Wille, den globalen Ausstoss an Klimagasen zu reduzieren, ist zu gering und die Entscheidungen dauern zu lange. Daher ist es dringend notwendig, in doppelter Weise aktiv zu werden: das bedeutet konkret, einerseits den Ausstoss von Klimagasen drastisch zu reduzieren und andererseits südlichen Ländern bei der Anpassung an den Klimawandel zu helfen, um Hungerkatastrophen und Klimaflüchtlingsströme zu verhindern.

 

Eine erfolgreiche Anpassungsstrategie ist die Förderung der Landwirtschaft nach ökologischen Prinzipien. Sie verzichtet auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel und setzt stattdessen auf den dauerhaften Aufbau von Bodenfruchtbarkeit, eine höhere Wasserspeicherkraft des Bodens und eine Vielfalt an lokalen, robusten Pflanzen. Für Kleinbäuerinnen und -bauern im Süden bedeutet diese Form der Landwirtschaft Anpassung an den Klimawandel, Unabhängigkeit von teuren Agrarprodukten, erhöhte Erträge. Ausserdem wird durch den Verzicht auf Chemikalien die Umwelt geschont und weniger Treibhausgase produziert.

Der politische Wille, den globalen Ausstoss an Klimagasen zu reduzieren, ist zu gering und die Entscheidungen dauern zu lange. Daher ist es dringend notwendig, in doppelter Weise aktiv zu werden: das bedeutet konkret, einerseits den Ausstoss von Klimagasen drastisch zu reduzieren und andererseits südlichen Ländern bei der Anpassung an den Klimawandel zu helfen, um Hungerkatastrophen und Klimaflüchtlingsströme zu verhindern.

Eine erfolgreiche Anpassungsstrategie ist die Förderung der Landwirtschaft nach ökologischen Prinzipien. Sie verzichtet auf chemische Dünger und Pflanzenschutzmittel und setzt stattdessen auf den dauerhaften Aufbau von Bodenfruchtbarkeit, eine höhere Wasserspeicherkraft des Bodens und eine Vielfalt an lokalen, robusten Pflanzen. Für Kleinbäuerinnen und -bauern im Süden bedeutet diese Form der Landwirtschaft Anpassung an den Klimawandel, Unabhängigkeit von teuren Agrarprodukten, erhöhte Erträge. Ausserdem wird durch den Verzicht auf Chemikalien die Umwelt geschont und weniger Treibhausgase produziert.

Julia Jawtusch, Brot für alle

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