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BVK-Stiftungsrat: Wahlempfehlung

Am 31. Mai werden mehr als 115'000 Versicherte ihre Stiftungsräte für die Arbeitnehmervertretung der BVK der Angestellten des Kantons Zürich, der nach Versichertenzahl grössten Pensionskasse der Schweiz, per e-Voting wählen. Die Klima-Allianz Schweiz und die Versicherten-Kontaktgruppe BVK DIVEST haben die 32 Kandidierenden zu ihrer Einstellung zu Investitionen in fossile Energieunternehmen befragt und veröffentlichen eine Wahlempfehlung für «Renten ohne Risiko» – für Umwelt und Versicherte.

Mit 20 von 25 Teilnehmenden befürwortet die grosse Mehrheit, dass die BVK Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte.

Die klimaschädliche Anlagepolitik der BVK hat auch die Politik auf den Plan gerufen. Dem Regierungsrat liegt eine Anfrage von Kantonsrat Jonas Erni (SP Wädenswil) vor, die ihn auffordert, von den BVK-Verantwortlichen den Ausstieg aus Investitionen in fossile Unternehmen zu verlangen.

Die Wahlempfehlung für die Stiftungsratswahlen

Gestützt auf die Ergebnisse der Umfrage empfehlen die Klima-Allianz und die Kontaktgruppe BVK DIVEST den BVK-Versicherten folgende 20 Bewerberinnen und Bewerber zur Wahl:

Wahlkreis I Kanton Schulen (2 Sitze)

MIRKO LEHNHERR, Unabhängig

REGINA STAUFFER , Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

CLEMENS WANGLER, Unabhängig

IRENE WILLI , Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

LILO LÄTZSCH, Liste "Fair für alle Generationen", VPV

Wahlkreis II Kanton Übrige (2 Sitze)

CLAUDIA GEISS , Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

SAMUEL GOOD, Unabhängig

LORENZ SCHREIBER , Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

MARLEN SCHWEINEBERG, Unabhängig

Wahlkreis III Gesundheitsinstitutionen (2 Sitze)

BARBARA BRESGOTT , Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

STEFAN GIGER, Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

Wahlkreis IV Bildungsorganisationen (1 Sitz)

MICHAEL ANDERS, Unabhängig

THORSTEN HENS, Liste "Fair für alle Generationen", VPV

STEFAN FLÜCKIGER, Unabhängig

Wahlkreis V Gemeinden (1 Sitz)

STEFAN REIMANN, Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

MONIKA SALZMANN, Unabhängig

Wahlkreis VI Übrige (1 Sitz)

ANDREA S. FUCHS-MÜLLER, Liste "Starke Stimmen in die BVK", VPOD

OLIVER MIDDELMANN, Unabhängig

GUIDO SUTER, Liste "Fair für alle Generationen", VPV

Die Ergebnisse der Umfrage und unsere Evaluation im Detail:

  • Mit einer Ausnahme sind die 25 Teilnehmenden der Meinung, dass der Klimawandel ein Faktor ist, der bei der langfristigen Sicherung der Renten berücksichtigt werden muss und begrüssen den den Entscheid der BVK, Kohleproduzenten aus den Portfolios auszuschliessen.  Die Zustimmung zu diesen beiden Fragen war für unsere Empfehlung zwingend.
  • 16 von 25 Teilnehmenden sind der Meinung, dass der bisherige Stiftungsrat und die Anlagekommission dem BVK-Grundsatz "Als Anleger sind wir uns unserer ethischen, ökologischen und sozialpolitischen Verantwortung bewusst und berücksichtigen dies in unserem Investitionsverhalten" nicht genügend nachlebten, indem sie Erdöl- und Erdgasproduzenten im Portfolio behalten haben. Weil diese Frage nicht die zukünftige Ausrichtung betraf,  gingen die Antworten nicht in unsere Evaluation ein.
  • 22 von 25 Teilnehmenden meinen, dass die BVK ihre Stimmrechte auch nutzen sollte, um von Unternehmungen der fossilen Industrie, in die sie investiert, einen Übergang zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell zu verlangen.  Die restlichen 3 Teilnehmenden sind dazu neutral eingestellt.  Die Zustimmung oder die Einstellung "neutral"  waren als Einzelkriterium für unsere Empfehlung zwingend, somit erfüllten alle Teilnehmenden dieses Einzelkriterium. Weil jedoch 3 Kandidierende die Empfehlungskriterien einer oder mehrerer der anderen Fragen nicht erfüllten, kamen sie für die Listung nicht in Betracht.
  • Mit 20 von 25 Teilnehmenden befürwortet die grosse Mehrheit, dass die BVK Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Die Zustimmung zu dieser Frage war für unsere Empfehlung ebenfalls zwingend.

Allen 32 Kandidierenden konnte die Umfrage zugestellt werden.

Der grösste Hebel, mit dem die Schweiz einen Einfluss auf das globale Klima nehmen kann, ist das Geld. Was vielen nicht bewusst ist: bei den Schweizern liegt das meiste Geld bei der Pensionskasse. Diese investiert einen Teil dieses Geldes in fossile Energieunternehmen und trägt damit zur Klimaerwärmung bei – von den mittelfristigen Risiken dieser Anlagen für die eigene Rente ganz zu schweigen.

Unterstützt durch die Kampagne «Renten ohne Risiko» haben bis heute mehrere Hundert BVK-Versicherte ihre Kasse aufgefordert, sich von Anlagen in fossile Unternehmen zu trennen. Die aus diesem Kreis hervorgegangene neu formierte Kontaktgruppe BVK DIVEST will gegenüber der BVK als Dialogpartner für eine klimaverträgliche und rentensichernde Anlagepolitik auftreten.

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