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Fair-Food-Initiative – für unser Klima!

An der letzten Mitgliederversammlung beschloss die Klima-Allianz Schweiz eine Ja-Empfehlung für die Fair-Food-Initiative.

 

[Nachträgliche Anmerkung: 38.7% der Schweizer Stimmbevölkerung stimmten am 23. September 2018 für eine Annahme der Initiative]

Das Grundanliegen der Fair-Food-Initiative steht in direktem Zusammenhang mit dem Klimawandel, weil rund ein Drittel des CO₂-Fussabdrucks der Schweiz mit unserer Ernährung und unserer Art, Landwirtschaft zu betreiben, zusammenhängt. Zwei Drittel dieser Emissionen entstehen im Ausland, zum Beispiel durch Waldrodung für Futtermittel-Monokulturen oder Transporte.

Mit der Annahme der Initiative kann ein Beitrag zum Klimaschutz und zum Schutz vor Klimawandelfolgen geleistet werden. Sollen die Klimaziele weltweit erreicht werden, muss das globale Ernährungssystem grundlegend transformiert werden. Daher deckt sich das Anliegen der Initiative zu einem deutlichen Anteil mit den Kernanliegen der Klima-Allianz.

Das zeigt auch der Klima-Masterplan der Klima-Allianz: Unter anderem sollen die Landwirtschaft konsequent ökologisiert und beim Konsum die Ressourcen geschont werden, etwa durch Vermeiden von Lebensmittelverschwendung. Das gilt für die inländische Produktion wie für die Importe.

Agrarökologische Ernährungssysteme bedeuten zudem nicht nur Klimaschutz, sondern sind gleichzeitig ein wichtiger Beitrag zur Klima-Anpassung. Zum einen, weil diese Systeme robust, lokal angepasst und klimaresilient sind. Zum anderen, weil sie die (Agrar-)Biodiversität erhalten – eine Grundvoraussetzung für weltweite Ernährungssicherung bei sich verändernden klimatischen Bedingungen.

Die Fair-Food-Initiative kann einen Beitrag zur Transformation unserer Ernährungssysteme sein, denn sie fordert, dass der Bund das Angebot an Lebensmitteln fördert, die von guter Qualität und sicher sind und die umwelt- und ressourcenschonend, tierfreundlich und unter fairen Arbeitsbedingungen hergestellt werden. Diese Grundsätze sollen in Zukunft gelten, egal, ob es sich um einheimische oder importierte Lebensmittel handelt.

 

Mit der Annahme der FairFood Initiative wird die Schweiz also Massnahmen treffen müssen, um nachhaltige Importe zu fördern. Bei Transporten und der Lagerung von Lebensmitteln macht der Initiativtext einen direkten Bezug zum Thema «Klima», indem er verlangt, dass die negativen Auswirkungen auf das Klima reduziert werden. Dazu gehört zum Beispiel, dass Flugtransporte reduziert und mehr regionale und saisonale Lebensmittel gefördert werden.

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