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Globaler Marsch für das Klima: Die Schweiz hat Herz gezeigt

Trotz teils garstiger Umstände waren am 28. und 29. November 2015 in der Schweiz über 15‘000 Menschen fürs Klima auf der Strasse. 

Das hat die Schweiz noch nie erlebt: Quer durchs Land ist die Bevölkerung fürs Klima auf die Strasse gegangen, mit den Anlässen der Klima-Allianz in Zürich, Bern, St.Gallen, Luzern und Genf und weiteren mehr. An über 2300 Anlässen weltweit fordern die Menschen zum Start der Uno-Klimakonferenz in Paris, dass die Politik mit dem Klimaschutz endlich vorwärts macht. Trotz der teils nasskalten Witterung waren über 15‘000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer alleine an den Anlässen der Klima-Allianz dabei. „Das ist ein unüberhörbares Zeichen nach Paris, dass uns der Klimawandel und damit unsere Zukunft nicht egal sind“, sagt Patrick Hofstetter, Koordinator der Klima-Allianz und WWF-Klimaexperte. „Wir sind stolz auf diese Schweizer Präsenz am weltweiten Klima-Aktionstag.“

Die Anlässe in der Schweiz stehen unter dem Motto „Denn ich liebe“. Mit einem Herz haben Unterstützerinnen und Unterstützer gezeigt, warum sie sich gegen den Klimawandel einsetzen. Der Klimawandel gefährdet unsere Lebensgrundlagen und damit alles, was wir lieben. „Wir sind alle Teil des Problems“, sagte ETH-Professor Andreas Fischlin in Zürich. „Also sind wir alle Teil der Lösung.“ Von Überschwemmungen, Dürren, steigende Meeresspiegel und aussterbende Arten war auf dem Helvetiaplatz die Rede, aber auch von der Hoffnung: „Die grosse Erfindung der Menschheit ist doch, dass wir füreinander einstehen“, so Oliver Marchand, Präsident von fossil-free.ch. Visionäre wie Anton Gunzinger, Andreas Herren oder Louis Palmer zeigten auf, dass wir eine bessere Zukunft haben können. Die 2000 Personen auf dem Helvetiaplatz formten als Höhepunkt das grösste Herz der Schweiz.

In Genf sind neben vielen anderen Gruppen auch die „Grosseltern fürs Klima“ mitmarschiert – damit unsere Kinder und Enkel in einer so schönen Welt leben können wie wir. Auf dem ersten Transparent war zu lesen: „Ändern wir das System, nicht das Klima“. Mit rund 5000 Personen war der Genfer Anlass der grösste in der Schweiz – der Pont du Mont-Blanc war zu klein, um allen Platz zu bieten. In Bern sangen 2000 Menschen aus voller Kehle mit beim Klima-Song von Karsumpu. Der ganze Bundesplatz war voll von Herzen und Herzensanliegen, die unter dem Klimawandel leiden: vom Schlitteln auf dem Gurten über Schokolade bis zu den Enkelkindern. In St.Gallen wurden den ganzen Tag über zu Live Musik 1000 Herz-Botschaften gesammelt. „Wir waren viele in St. Gallen, noch viel mehr weltweit, und wir werden nicht ruhen, bis unsere Forderungen erfüllt sind“, so Kantonsrat und WWF-Vorstandsmitglied Martin Wicki. Weitere Anlässe fanden in Luzern, Lugano und Lausanne statt.

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