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Neuer BVK-Stiftungsrat: Erfolg für Befürworter des Ausstiegs aus fossilen Energien

Das Ergebnis der Stiftungsratswahlen der nach Versichertenzahl grössten Pensionkasse der Schweiz ist ein Erfolg für den aktiven Klimaschutz. Es zeigt, dass die Zustimmung für die Desinvestition fossiler Energien auch in Führungsgremien von Pensionskassen wächst.

Im neuen Stiftungsrat der BVK der Angestellten des Kantons Zürich, der nach Versichertenzahl grössten Pensionskasse der Schweiz, unterstützen von neun Arbeitnehmerdelegierten deren vier explizit die Desinvestition von fossilen Energietiteln. Lilo Lätzsch (Präsidentin des Stiftungsrats, bisher), Irene Willi (neu), Stefan Giger (neu) und Guido Suter (bisher) hatten eine Wahlumfrage der Klima-Allianz im Sinne des Klimaschutzes beantwortet, wurden von der Klima-Allianz für die Wahl empfohlen und sind ab Juli 2017 im neuen strategischen Organ der BVK.

Die zwei neugewählten Stiftungsräte Stefan Giger und Irene Willi, die auf der Liste “Starke Stimmen in die BVK” des VPOD Zürich antraten, verdrängen zwei erneut kandidierende Bisherige. Diese hatten die Wahlumfrage der Klima-Allianz unter den Kandidierenden für die Arbeitnehmervertretung ignoriert.

Somit hat sich die Zahl der expliziten Befürworter der Desinvestition fossiler Unternehmen im Führungsorgan der BVK verdoppelt.

«Die Schweiz verzeichnet einen fast zweimal höheren Temperaturanstieg als der weltweite Durchschnitt. Dies hat schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie auf die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung. Wer die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel ernst nimmt, kann nicht mehr mit gutem Gewissen in fossile Energietitel investieren. Die Stärkung dieser Position im BVK-Stiftungsrat ist ein Erfolg für den Klimaschutz» sagt der Geschäftsführer der Klima-Allianz, Christian Lüthi.

«Mit dem Ausschluss von Kohle-Produzenten hat die BVK im März 2017 einen winzigen Schritt in Richtung Desinvestition fossiler Energieunternehmen unternommen. Es bleibt viel zu tun: Die verbleibenden Investitionen in Kohlekraftwerke, in Kohleproduktion durch Mischkonzerne wie Glencore sowie in Erdöl- und Erdgasunternehmen sind weiterhin ein Risiko für das Klima und für die Sicherheit der Renten.» sagt Prof. Henrik Nordborg des Instituts für Energietechnik der Hochschule für Technik Rapperswil und Mitglied der Gruppe «BVK DIVEST».

Die Gruppe von BVK-Versicherten versteht sich als Stimme der Destinatäre der BVK sowie als Dialogpartner für Klimaverträglichkeit der Investitionen. Sie verfolgt das Ziel der vollständigen Desinvestition von fossiler Energie .

Die InitiantInnen und Kontaktpersonen von BVK DIVEST (Stand Ende Juni 2017):

  • Jonas Erni, Kantonsrat und Stadtrat Wädenswil, SP, Verfasser der Anfrage Jonas Erni, SP, Barbara Schaffner GLP, Martin Neukom, Grüne für Desinvestition fossiler Unternehmen durch die BVK

  • Jonas Hostettler, Co-Präsident der Umweltkommission der SP Zürich und Vorstandsmitglied bei der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft Winterthur.

  • Markus Keller, Vizepräsident fossil-free.ch

  • Dr. Christina Marchand, ZHAW Center for Innovation & Entrepreneurship

  • Martin Neukom, Kantonsrat Grüne, Mitglied Kommission für Planung und Bau

  • Prof. Dr. Henrik Nordborg, Institut für Energietechnik, Hochschule Rapperswil HSR

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