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128 Professoren fordern von der Pensionskasse des Bundes klimaverträgliche Investitionen

Die Publica soll Investitionen aus dem fossilen Sektor abziehen: Das fordern 166 Fachleute aus dem ETH-Bereich, berichtet der Tagesanzeiger.

Die Warnung ist eindringlich, und sie kommt nicht nur von Linksparteien oder Umweltverbänden – sondern auch von 166 Persönlichkeiten aus dem ETH-Bereich, darunter 128 Professorinnen und Professoren. «Je länger wirksame Massnahmen zur Verhinderung eines katastrophalen Klimawandels und für saubere Energien ausbleiben, desto unvermeidbarer werden später radikale, stabilitätsge­fährdende Notmassnahmen im Weltkrisenmodus», heisst es in einem Schreiben, das dieser ­Zeitung vorliegt.

Adressat ist die Publica, die Pensionskasse des Bundes. Mit einer Bilanzsumme von rund 40 Milliarden Franken zählt sie zu den grössten Pensionskassen der Schweiz. Rund 2 Prozent davon, also 800 Millionen Franken, investiert die Publica in Unternehmen, die im fossilen Sektor tätig sind und damit den globalen CO2 ankurbeln.

 

Es ist denn auch dieses Geschäftsfeld, das die Unterzeichner des Schreibens äusserst kritisch beurteilen. Die Publica, so ihre Erwartung, solle innert fünf Jahren sämtliche Investitionen aus solchen klimaschädigenden Unternehmen abziehen. Davon ausnehmen soll sie nur jene Unternehmen, die es bis 2023 schaffen, ihren Geschäftsplan mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens in Einklang zu bringen.

 

Für die 166 Fachleute ist klar: Die Investitionen im fossilen Sektor stellen nicht nur ein grosses ökologisches Risiko dar, sondern auch ein «erhebliches finanzielles». Als Konsequenz aus dem Pariser Klimaabkommen, das 2016 in Kraft getreten ist, werde sich die Entwicklung der Technologie im Sektor der erneuerbaren Energie beschleunigen, der Regulierungsdruck der Regierungen werde steigen, auch werde der Druck aus der Zivil­gesellschaft weiter zunehmen, so die Fachleute im Schreiben. Eine starke Wertminderung von Unternehmen der fossilen Branche beurteilen die Fachleute ­daher als wahrscheinlich – und zwar noch bevor griffige Gesetze und neue Technologien zu einer sinkenden Nachfrage nach fossiler Energie führen würden. (...)

 

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