Return to site

Schweizer Pensionskassen: Investitionen nicht klimaverträglich - wie lange noch?

Eine Übersicht, aktualisiert im August 2017

Unsere Ende 2016 lancierte und erfolgreich laufende Kampagne "Pensionskassen: Schluss mit fossilen Investitionen" - renten-ohne-risiko.ch ist die Initialzündung für Desinvestition und Veränderungen in Richtung Klimakompatibilität.

Die Klima-Allianz Schweiz dokumentiert den Prozess anhand einer laufend erweiterten, qualitativen Auswahl der relevantesten öffentlich-rechtlichen und privatrechtlichen Pensionskassen der deutschen Schweiz.

Diesen Vorsorgeeinrichtungen haben wir die Schreiben der jeweiligen Versicherten übergeben und um Antwort ersucht. Wie erwartet, waren die Stellungnahmen der Pensionskassen mit wenigen Ausnahmen defensiv und unverbindlich. Zu einer spezifischen Auseinandersetzung mit den Desinvestitionsforderungen sehen sich die Träger unserer Altersvorsorge noch nicht veranlasst.

Deshalb ruft die Klima-Allianz die Politik, die Versicherten und die Zivilgesellschaft auf, den Druck auf alle Pensionskassen zu verstärken. Nach der erfolgreichen Bildung der Kontaktgruppe BVK DIVEST der Versicherten der BVK des Kantons Zürich, der nach Versicherten grössten Pensionskasse der Schweiz, strebt die Klima-Allianz, mit Hilfe der Schreibenden von renten-ohne-risiko.ch, für relevante Vorsorgeeinrichtungen die Bildung ähnlicher Dialog-Foren an.

Wir werden die folgende, geographisch sortierte Zusammenstellung mit unseren Bewertungen periodisch aktualisieren. Dazu ist jeder Fach-Input willkommen! Bitte an: team@klima-allianz.ch.

ROT: Die Pensionskasse ist nicht klimakompatibel. Erste oder zusätzliche Aktivitäten aus Politik, aus dem Kreis der Versicherten und aus der Zivilgesellschaft sind erforderlich.

ORANGE: Die Pensionskasse hat einen Anfang gemacht. Eine Absicht, die Klimaverträglichkeit zu verbessern, ist ersichtlich. Versicherte, Politik und Zivilgesellschaft haben begonnen, Desinvestition fossiler Unternehmen einzufordern, sind aber bis heute noch nicht erfolgreich.

GRÜN: Die Pensionskasse legt nicht in fossile Unternehmen an oder verfolgt eine klar ersichtliche, transparente Strategie hin zum Verzicht auf fossile Investitionen innerhalb eines definierten Zeitrahmens. Forderungen aus Politik, Zivilgesellschaft und aus dem Kreis der Versicherten finden Anerkennung.

CH: PUBLICA Pensionskasse des Bundes

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Die PUBLICA ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt. Der Klimawandel wird jedoch vom SVVK nicht als ESG-Kriterium anerkannt.

2016: Die PUBLICA hat "Kohleproduzenten aus den weltweiten Anlageportfolios ausgeschlossen". Noch fehlt aber eine Strategie des kompletten Ausstiegs aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

Politische Aktivitäten

Keine erkennbare Initiativen vorhanden.

Dialog zwischen Versicherten und Kasse

2016: Wahlempfehlung der Klima-Allianz Schweiz an die wahlberechtigten Versicherten. Rund 70% der an der Umfrage teilnehmenden Kandidierenden für die Delegiertenversammlung befürworten , dass die PUBLICA Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Aus dem Kreise der durch die Klima-Allianz empfohlenen Kandidierenden wurden erheblich mehr Kandidierende gewählt als unter den nicht teilnehmenden oder nicht empfohlenen Personen.

CH: NEST Sammelstiftung

Klimakompabilität der Anlagepolitik

CH: Stiftung Abendrot

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Die nachhaltige Pensionskasse Abendrot hat sich dem Divestment fossiler Unternehmen verpflichtet.

AG: Aargauische Pensionskasse APK

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität; keine Klimakompatibilität.

Politische Aktivitäten

2016: Postulat im Kantonsparlament, Robert Obrist, Grüne, für gesetzliche Grundlagen zur Erwirkung der Desinvestition öffentlicher kantonaler Institutionen u.a. der APK . Nach negativem Antrag der Regierung im Parlament abgelehnt. Obwohl die APK eine öffentlich-rechtliche Institution ist, solle sie trotzdem autonom entscheiden und es bestehe keine Weisungsbefugnis. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

BE (Kanton): Bernische Pensionskasse BPK

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen. Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) und Ausschlusskriterien werden befolgt, d.h. Unternehmen, welche die Menschenrechte systematisch verletzen, der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügen oder einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes z.B. in Rüstung, Tabak, Atomindustrie erzielen, sind ausgeschlossen. Jedoch wird der Klimawandel nicht als der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügend anerkannt; folglich: keine Klimakompatibilität.

Politische Aktivitäten

2016: Interpellation Pierre Amstutz, Grüne, im Kantonsparlament "Investitionen in fossile Energieträger sind Risikoanlagen" . Die Regierung anerkennt Berechtigung der Frage der Klimakompatibilität, antwortet jedoch ablehnend: obwohl die Pensionskassen BPK und BLVK öffentlich-rechtlich sind, sollten sie trotzdem autonom entscheiden und es bestehe keine Weisungsbefugnis. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

2016: Motion Pierre Amstutz, Grüne, im Kantonsparlament zur Änderung der gesetzlichen Grundlagen, damit öffentlich-rechtliche Institutionen wie die BPK (und die BLVK) nicht mehr in fossile Unternehmen investieren. Nach negativer Stellungnahme der Regierung durch das Kantonsparlament abgelehnt (2017).

Dialog zwischen Versicherten und Kasse

2017: an der Delegiertenversammlung der Versicherten der BPK stellen die im VPOD Region Bern organisierten Delegierten kritische Fragen zur Anlagepolitik und erwarten Förderung des Klimaschutzes.

BE (Kanton): Bernische Lehrerversicherungskasse BLVK

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); keine Klimakompatibilität.

Politische Aktivitäten

Wie bei der BPK, siehe oben.

BE (Stadt): Personalvorsorgekasse PVK der Stadt Bern

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Keine verbindliche, transparente Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

Politische Aktivitäten

2016: Interpellation der GB/JA! und GFL/EVP Fraktion (Katharina Gallizzi GB, Marcel Wüthrich GFL, Bettina Jans-Troxler EVP) im Stadtparlament zum finanziellen Risiko bei fossilen Investitionen. Obwohl die PVK der Stadt Bern eine öffentlich-rechtliche Institution ist, antwortet die Regierung ausweichend, da die Pensionskasse autonom entscheiden soll und keine Weisungsbefugnis bestehe. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

BE (Köniz): Pensionskasse Köniz

Klimakompabilität der Anlagepolitik

Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG), keine Klimakompatibilität.

Politische Aktivitäten

2015: Interpellation Hans Ueli Pestalozzi (Grüne) im Gemeindeparlament "Kohlenstoffrisiken der Könizer Pensionskasse" für den Ausstieg aus Anlagen hoher CO2-Intensität. Die Exekutive antwortet, ihre Vertretung im obersten Organ der Pensionskasse werde sich für eine nachhaltige Ausrichtung einsetzen und die Diskussion lancieren. Dieses proaktive Verhalten kontrastiert positiv zur Position der meisten anderen Regierungen, die auf eine absolute Autonomie des obersten Organs der Pensionskasse verweisen und jegliche Möglichkeit einer Weisungbefugnis ablehnen. Es ist zudem in Linie mit der Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017, die die Möglichkeit von Interventionen und rechtlichen Vorgaben des Gemeinwesens bei öffentlich-rechtlichen Vorsorgeeinrichtungen bejahen.

BL: Basellandschaftliche Pensionskasse BLPK

Klimakompabilität der Anlagepolitik

    Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG), keine Klimakompatibilität.

    Politische Aktivitäten

    2017: Interpellation der Grüne/EVP-Fraktion (Klaus Kirchmayr, Sara Fritz) im Kantonsparlament für Divestment. Antwort pendent.

    BS: Pensionskasse Basel-Stadt PKBS

    Klimakompabilität der Anlagepolitik

      Keine verbindliche, transparente Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

        Politische Aktivitäten

        2015: Anzug Nora Bertschi (Grüne) und Konsorten im Kantonsparlament, für den Ausstieg der PKBS aus fossilen Energien. Im Parlament der Regierung zur Prüfung überwiesen (2016). Antwort noch pendent.

        2017: Delegiertenversammlung des VPOD Region Basel verabschiedet Resolution "PKBS - Divestment jetzt".

        LU (Kanton): Luzerner Pensionskasse LUPK

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Die LUPK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen. Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) und Ausschlusskriterien werden beachtet, d.h. Unternehmen, welche die Menschenrechte systematisch verletzen, der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügen oder einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes zB in Rüstung, Tabak, Atomindustrie erzielen, sind ausgeschlossen. Jedoch wird der Klimawandel nicht als der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügend anerkannt; folglich: keine Klimakompatibilität.

        Politische Aktivitäten

        2017: Postulat Katharina Meile und Mit. (Grüne) im Kantonsparlament für Divestment. Stellungnahme der Exekutive und Traktandierung im Parlament pendent.

        Dialog zwischen Versicherten und Kasse

        2016: Eine Online-Umfrage der LUPK zur Nachhaltigkeitspolitik unter den Versicherten ergibt, dass 50% der Teilnehmenden auf Anlagen in Unternehmen der fossilen Brennstoffe verzichten möchten (Geschäftsbericht 2016, S. 15).

        LU: Pensionskasse Stadt Luzern PKSL

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

        Politische Aktivitäten

        in 2016: Interpellation Korintha Bärtsch (Grüne) im Stadtparlament zum finanziellen Risiko bei fossilen Investitionen und zum Divestment. Obwohl die PKSL eine öffentlich-rechtliche Institution ist, antwortet die Regierung ausweichend, da die Pensionskasse autonom entscheide. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

        SG (Kanton): St. Galler Pensionskasse sgpk

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Keine verbindliche, transparente Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

        Politische Aktivitäten

        Keine erkennbare Initiativen vorhanden.

        SG: Pensionskasse Stadt St. Gallen PKSG

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

        Politische Aktivitäten

        2015: Postulat im Stadtparlament, Basil Oberholzer, Franziska Ryser, Junge Grüne, für Desinvestition fossiler Energien durch die PKSG. Nach negativem Antrag der Regierung im Parlament trotzdem zur Prüfung überwiesen (2016). Antwort noch pendent.

        SO: Pensionskasse Kanton Solothurn PKSO

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); nur Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

        Politische Aktivitäten

        2016: Interpellation Felix Wettstein (Grüne) im Kantonsparlament zur Beteiligung u.a. der PKSO an fossilen Energien und zum Divestment. Obwohl die PKSO eine öffentlich-rechtliche Institution ist, antwortet die Regierung verneinend, da die Pensionskasse autonom entscheide und keine Weisungsbefugnis bestehe. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

        ZH (Kanton): BVK

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Die BVK ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zu Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) bekennt Der Klimawandel wird jedoch vom SVVK nicht als ESG-Kriterium anerkannt.

        Die BVK allgemeine Nachhaltigkeitskriterien in ihre Anlagepolitik eingebunden und verfolgt die Auswirkungen des Klimawandels. Sie hat 2017 beschlossen, "Kohleproduzenten aus den weltweiten Aktienportfolios auszuschliessen". Noch fehlt aber eine Strategie des kompletten Ausstiegs aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

        Politische Aktivitäten

        2017: Anfrage im Kantonsparlament, Jonas Erni (SP), Barbara Schaffner (GLP), Martin Neukom (Grüne) zur Nachhaltigkeit und zum Divestment der BVK. Die Regierung antwortet ablehnend, da die BVK als privatrechtliche Institution autonom entscheide und keine Weisungsbefugnis bestehe.

        Dialog zwischen Versicherten und Kasse

        Mai 2017: Wahlempfehlung der Klima-Allianz Schweiz an die wahlberechtigten Versicherten. Mit 20 von 25 Teilnehmenden befürwortet die grosse Mehrheit der an der Umfrage teilnehmenden Kandidierenden für den Stiftungsrat, dass die BVK Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Der Wahlausgang war für das Ziel des Divestments erfolgreich: die Zahl der expliziten Befürworter der Desinvestition fossiler Unternehmen im Führungsorgan der BVK hat sich verdoppelt.

        Mai 2017: Dank des Momentums der Wahlempfehlung und des erfolgreichen Wahlausgang bildet sich die neue Kontaktgruppe BVK DIVEST, die sich als Dialogpartner des neugewählten Stiftungrates versteht.

        August 2017: die Kontaktgruppe BVK DIVEST sendet im Namen der BVK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von BVK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

        ZH: Pensionskasse Stadt Zürich PKZH

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Die PKZH ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen. Deshalb hat sie mit Hermes EOS einen Partner, der Engagement und Stimmrechtswahrnehmung bei ausländischen Gesellschaften wahrnimmt (Siehe Bericht von Swiss Sustainable Finance, Seite 52). Die tatsächlichen Wirkungen auf die fossilen Unternehmen sind jedoch nicht transparent. Die PKZH hat hingegen allgemeine Nachhaltigkeitskriterien in ihre Anlagepolitik eingebunden und verfolgt die Auswirkungen des Klimawandels. Folglich wird sie wird zukünftig "einen substanziellen Teil des Aktienvermögens gemäss einer Low-Carbon-Strategie" investieren; sie nennt jedoch keine verbindlichen Einzelheiten. Allerdings hatte sie 2015 die enorme Summe von 700 Mio CHF oder 4.5% ihrer gesamten Anlagen in Unternehmen des fossilen Sektors investiert.

        Politische Aktivitäten

        2016: Postulat der Fraktionen SP (Marco Denoth), Grüne (Matthias Knauss) und GLP (Martin Luchsinger) im Gemeindeparlament, für die Anpassung der Anlagerichtlinien u.a. der PKZH zur Erwirkung der Desinvestition. Nach Bereitschaft zur Entgegennahme durch die Regierung im Parlament zur Prüfung überwiesen.

        Dialog zwischen Versicherten und Kasse

        2017: Die PKZH war bereit, nach der Übergabe der Schreiben aus renten-ohne-risiko.ch eine Delegation der Klima-Allianz und von fossil-free.ch zu empfangen, zeigte sich am Treffen jedoch nicht offen für eine verbindliche Ausstiegsstrategie aus fossilen Investitionen.

        ZH: Pensionskasse Stadt Winterthur PKSW

        Klimakompabilität der Anlagepolitik

        Keine verbindliche, transparente Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG); Mitglied des ETHOS Engagement Pools, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nehmen will, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen; keine Klimakompatibilität.

        Die PKSW ist Mitglied des neuen, ab 2018 aktiven ETHOS Engagement Pool International, dessen Wirkung auf Unternehmen der fossilen Energien jedoch noch unbestimmt ist.

        Politische Aktivitäten

        Keine erkennbare Initiativen vorhanden.

        All Posts
        ×

        Almost done…

        We just sent you an email. Please click the link in the email to confirm your subscription!

        OKSubscriptions powered by Strikingly