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US-Regierung sabotiert mit dem Klimaschutz auch die Interessen der Schweiz

Angesichts der Tatsache, dass die Schweiz einen fast zweimal höheren Temperaturanstieg als der weltweite Durchschnitt verzeichnet und dass dies schwere Auswirkungen auf die Wirtschaft sowie auf die Sicherheit und das Wohlergehen der Bevölkerung hat, ist der Entscheid des amerikanischen Präsidenten auch ein Angriff auf die Sicherheit der Schweiz. Es ist nun umso wichtiger, dass die Schweizer Institutionen die Interessen der Schweizer Bevölkerung an einem stabilen Klima wahrnehmen. Aufgrund des Finanzplatzes verfügt die Schweiz hierzu über einen grossen Hebel.

Donald Trump leugnet den menschlichen Einfluss auf den Klimawandel und steigt folglich aus dem Pariser Abkommen aus. Wer die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel ernst nimmt, wird nun umso enger zusammenarbeiten müssen. «Im Gegensatz zu Donald Trump steht die Schweizer Bevölkerung hinter der Energiewende» sagt der Geschäftsführer der Klima-Allianz Schweiz, Christian Lüthi. «Jetzt gilt es diesen Willen für den Klimaschutz umzusetzen: Die Politik muss die Umsetzung anpacken und ein griffiges CO2-Gesetz erarbeiten.» Der Finanzplatz Schweiz ist ebenfalls gefordert, denn die mit den Investitionen von Banken, Versicherungen und Pensionskassen in Verbindung stehenden Treibhausgasemissionen entsprechen dem 20-fachen des Ausstosses der Schweiz. «Die Nationalbank darf ihre Anlagerichtlinie zu Umweltschäden nicht länger ignorieren. Es ist an der Zeit, dass sie ihre Investitionen in fossile Energieunternehmen abstösst» sagt Christian Lüthi.

Aus Sicht der Klima-Allianz ist die Anlagepolitik der Schweizerischen Nationalbank nicht vereinbar mit Artikel 2 des Übereinkommens von Paris, der präzisiert, dass das Übereinkommen darauf abzielt, dass «die Finanzmittelflüsse in Einklang gebracht werden mit einer hinsichtlich der Treibhausgase emissionsarmen und gegenüber Klimaänderungen widerstandsfähigen Entwicklung».

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