• Klima-Rating der Pensionskassen und Bundesinstitutionen, absteigend nach Anlagevolumen

    Rating-Detailseite mit den Sheets der einzelnen Pensionskassen

    Hintergrund

     

    Die Ende 2016 lancierte und erfolgreiche Kampagne "Pensionskassen: Schluss mit fossilen Investitionen" - renten-ohne-risiko.ch war die Initialzündung für Veränderungen in Richtung Klimakompatibilität mit Dekarbonisierung der Portfolien.

     

    Den Vorsorgeeinrichtungen haben wir die Schreiben der jeweiligen Versicherten übergeben und um Antwort ersucht. Wie erwartet, waren die Stellungnahmen der Pensionskassen mit wenigen Ausnahmen defensiv und unverbindlich. Die allermeisten Träger unserer Altersvorsorge sehen sich noch nicht zu einer Auseinandersetzung mit dem nachhaltigen und klimaverträglichen Anlegen veranlasst.

     

    Auch verschweigt die grosse Mehrheit der Pensionskassen die Resultate des BAFU-Klimatests 2017. Wenig verwunderlich, denn dessen Erkenntnisse zeigen auf: die Pensionskassen als Ganzes befinden sich mit ihren Anlagen auf einem Klimapfad von 4 - 6 °C statt der vom Pariser Klimaabkommen geforderten 1,5 °C.

     

    Die Klima-Allianz ruft die Politik, die Versicherten und die Zivilgesellschaft auf, den Druck auf alle Pensionskassen zu verstärken. Sie hat die Formierung von Versichertengruppen gefördert: PUBLICA DIVEST des Bundes, der APK DIVEST der Aargauischen Pensionskasse, BLPK DIVEST der Basellandschaftlichen Pensionskasse, PKBS DIVEST der Stadt Basel, BPK DIVEST der Bernischen Pensionskasse, BLVK DIVEST der Bernischen Lehrerversicherungskasse, PVK DIVEST der stadtbernischen Personalvorsorgekasse, LUPK DIVEST der Pensionskasse des Kantons Luzern, SGPK DIVEST der kantonalen St.Galler Pensionskasse sowie Gruppen der privatrechtlichen Pensionskassen PTV/CPAT der Technischen Verbände und der Vorsorgestiftung VSAO des Verbandes der Schweizerischen Assistenz- und OberärztInnen (französisch ASMAC). Zu diesen insgesamt 11 Versichertengruppen in der deutschen Schweiz kommen die derzeit 5 Gruppen CPEG DIVEST der Pensionskasse des Kantons Genf, der CAP Prévoyance DIVEST der Stadt Genf und der Genfer Gemeinden, der CPEV DIVEST und der CIP DIVEST des Kantons Waadt, sowie der CPCL DIVEST der Stadt Lausanne in der Romandie hinzu.

     

    In der Romandie hat sich im April 2019 zudem die Bewegung DIVEST VAUD der waadtländischen Zivilgesellschaft formiert. Sie ruft unter Einbezug von Persönlichkeiten, darunter Chemie-Nobelpreisträger Jacques Dubochet, die kantonale CPEV medienwirksam zur Dekarbonisierung ihres Portfolios auf.

     

    Erläuterungen

    Die Klima-Allianz Schweiz dokumentiert den Veränderungsprozess anhand des Listings der 50 grössten Institutionen. Zusätzlich sind ausgewählte mittlere und kleinere Pensionskassen erfasst. Das Beobachtungsfenster umfasst naturgemäss auch die Nachhaltigkeits- und Klima-Pioniere, unabhängig von ihrer Grösse.

     

    Bezogen auf die Anlagevolumina sind der AHV-Ausgleichsfonds Compenswiss und die gesetzliche Unfallversicherung SUVA die grössten Vorsorge- bzw. Versicherungsinstitutionen des öffentlichen Bereich. Die Klima-Allianz schliesst sie deshalb ins Pensionskassen-Rating ein.

     

    Die Ermittlung der Aktivitäten jeder Institution erfolgt gemäss der Struktur der Empfehlungen der Klima-Allianz: Sieben Schritte zu Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit. Wir ermitteln den Grad der Umsetzung für jeden der sieben empfohlenen Schritte. Die Ergebnisse sind im Begründungsfeld "Klimakompatibilität der Anlagepolitik" eingetragen.

     

    Die Elemente der Anlagepolitik einer Pensionskasse, die zur Einstufung im Hauptrating "Dekarbonisierung" als ROT, ORANGE oder GRÜN führen, sind jeweils in roter, oranger oder grüner Schrift kenntlich gemacht.

    • Wertungen und/oder spezifische Empfehlungen sind in kursiver Schrift kenntlich gemacht.

    Unter den sieben Empfehlungen ist pro Schritt aufgeführt, ob sie für das eigentliche Klima-Rating und/oder für das ergänzende Rating "Tendenz 2018-2020" massgebend ist, und bei letzterem, mit welchem Gewicht.

     

    Wo zutreffend, finden Sie unterhalb der Sheets unsere Dokumentation des Veränderungsprozesses mit den politischen Vorstössen und dem Dialog zwischen Versicherten und Pensionskasse (siehe oben unter "Hintergrund").

     

    Nachfolgend finden Sie die Detail-Sheets für die Institutionen der deutschen Schweiz und des Tessin/Ticino.

  • Vorreiter

    LUPK Luzerner Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die LUPK ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ungefähr auf Rang 25 der Pensionskassen der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Seit April 2019 bekennt sich die LUPK entsprechend ihrer Vorgaben im Anlagereglement zu einer systematischen Nachhaltigkeitspolitik in konsequenter Anwendung der 10 Prinzipien des UN Global Compact. Sowohl Ethik-Prinzipien als auch finanzielle Risikoüberlegungen führten zum Entscheid, ESG (Environmental, Social, Governance)- und Klimakriterien in den Anlageprozess zu integrieren. Dabei werden einerseits Negativkriterien beachtet, d.h. Unternehmen, welche die Menschenrechte systematisch verletzen, der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügen oder einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes z.B. in Rüstungs-, Tabak- oder Atomindustrie erzielen, sind ausgeschlossen. Mit ihrem fortschrittlichen ESG-basierten Best-in-Class-Ansatz (Selektion der besten Unternehmen pro Industriesektor) hat sie sowohl die CO2-Intensität in den entsprechenden Anlagen reduziert als auch ihre ESG-Performance erhöht.

    Die Motivation ist auch finanziell begründet: das ESG-Management der LUPK beruht "nicht nur auf hehren Prinzipien, sie muss primär die Renten für zukünftigen Generationen sicherstellen".

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Mit der neuen Nachhaltigkeitspolitik bekennt sich die LUPK ebenfalls zu einer echten Klimastrategie und dazu, dass ihre treuhänderische Sorgfaltpflicht die Klimarisiken einschliesst. Um der Wichtigkeit der Klimarisiken Ausdruck zu geben, wird sie per Anfang 2020 die Klimastrategie ins Anlagereglement integrieren.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Kasse verwaltet bereits mehr als die Hälfte ihrer Auslandaktien nach Best-in-Class-Nachhaltigkeits-Ansätzen. Die Anlageklassen «Aktien Welt» und «Aktien Nordamerika» entsprechen der Methodologie des MSCI ESG Leaders Index. Dadurch wird die CO2-Intensität in den entsprechenden Anlagen reduziert und ihr durchschnittliches ESG-Rating erhöht. Auch in der Anlageklasse «Aktien Emerging Markets» wird bereits die Hälfte der Engagements nach einem Nachhaltigkeitsansatz verwaltet, der die gemäss ESG-Kriterien 20 Prozent schlechtesten Firmen ausschliesst und die CO2-Intensität um mindestens 30 Prozent senkt. Bis Ende 2019 werden alle Schwellenländeraktien nach einem ESG-Ansatz verwaltet werden.

     

    Im Bereich der Anlageklasse «Obligationen Schwellenländer» (passive Anlagestrategie) hat sie ihren Vermögensverwalter erfolgreich dazu angehalten, diejenigen sechs Unternehmen mit der höchsten CO2-Intensität (= CO2-Ausstoss in Tonnen pro Million Umsatz) vom Anlageuniversum auszuschliessen.

     

    Im Rahmen der Infrastrukturanlagen, die Teil der ergänzenden Anlagen sind, investiert sie via Kollektivanlagen auch in die Produktion von erneuerbaren Energien (Windparks, Solaranlagen, Holzheizwerke, Wärmeverbunde und Wasserkraftwerke).

     

    Auch bei direkten Immobilienanlagen strebt die LUPK bei Neubauten und bei Sanierungen eine ökologische Bauweise an. In Bezug auf die Wärmedämmung soll der Minergiestandard erreicht werden, die Wärmeenergie soll zu einem Teil aus erneuerbaren Energiequellen stammen.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Insgesamt weisen die Aktien- und Obligationenanlagen der LUPK bereits per Januar 2019 eine um 30% geringere CO2-Intensität auf als die pro Anlagekategorie massgebenden Welt-Referenzbenchmarks (also des globalen Durchschnitts der jeweiligen Anlagekategorie, namentlich für die Industrieländer-Aktien der Index MSCI ACWI World ex Schweiz und ex Emerging Markets, und für die Aktien Emerging Markets der MSCI Emerging Markets ). Diese Analyse wurde durch die externe Firma CSSP durchgeführt und zertifiziert (siehe den gut dokumentierten Brief an die Klima-Allianz/LUPK DIVEST, unten). CSSP stützt ihre Analysen auf die Methodik von yourSRI, die den CO2-Fussabdruck der einzelnen Unternehmen als CO2-Äquivalente (inkl. andere Treibhausgase als CO2) im Verhältnis zu deren Umsatz (als Umsatz-Intensität) misst. Wie bei der führenden nachhaltigen und klimaverträglichen Pensionskasse NEST (siehe unten) werden nicht nur die "betriebseigenen" Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2, sondern auch diejenigen des Scope 3 - also der Vorlieferkette und der nachfolgenden Verbraucher - quantifiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die LUPK will die CO2-Intensität ihres Portfolios weiter reduzieren. So wird sie alle Aktien Emerging Markets bis Ende 2019 ebenfalls nach ESG-Best-in-Class-Ansatz verwalten und damit neben dem Klima-Impact auch das ESG-Rating erhöhen.

     

    Mit diesem Paket an bereits umgesetzten Massnahmen ist sie somit unter den in Bezug auf das Anlagevolumen gewichtigsten Vorsorgeeinrichtungen eine der beiden öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Schweiz, die bereits den Pfad der Dekarbonisierung eingeschlagen haben. Die andere Kasse ist die PKZH, welche sich verbindliches Ziel gesetzt hat, in der Umsetzung aber noch nicht so weit ist wie die LUPK (siehe unten). Auch zieht die LUPK im Unterschied zur PKZH auch die Obligationen in den Dekarbonisierungspfad ein.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die LUPK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz und wird ab Januar 2020 konsequenterweise auch Mitglied des ETHOS Engagement Pool International.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

     

    Mit ihrer Mitgliedschaft im ETHOS Engagement Pool International wird die LUPK den Dialog mit dem Management von ausländischen Firmen aufnehmen und sie zu einem nachhaltigeren Verhalten auffordern. In diesem Zusammenhang wird sie per Jahresbeginn 2020 auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der bereits getätigten Dekarbonisierung der Aktien und Obligationen auf 30% weniger als der Marktdurchchnitt ist die LUPK die führende nachhaltige öffentlich-rechtliche Pensionskasse.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: sehr viel besser

    Innert kurzer Zeit hat die LUPK eine Best-Practice Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit aller ihrer Anlagen erreicht. Sie will auf diesem Weg weitere Fortschritte erzielen.

     

    Politische Aktivitäten

     

    2017: Anfrage "über die Risiken für den Kanton Luzern durch Investitionen in fossile Energien " und Postulat "Desinvestition aus fossilen Energieträgern", Katharina Meile und Mit. (Grüne) im Kantonsparlament: die Regierung solle bei u.a. bei der LUPK einwirken, damit sie sich aus Anlagen in fossile Unternehmen zurückzieht.

     

    Dezember 2017: Die Exekutive beantragt Ablehnung des Postulats Meile mit der Begründung, die LUPK sei nicht direkt in fossile Unternehmen investiert. Sie lege, wie sie auch in ihrer Antwort zur Anfrage Meile darlegt, nur passiv in Fonds an. Sie signalisiert somit, eine Umsetzung sei nicht machbar. Dies steht jedoch im Widerspruch zur Aussage des Bundesrates in seiner Antwort auf eine Interpellation von FDP-Ständerat Raphaël Comte, dass sich mit klimaverträglichen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen lassen und dass der Markt schon heute klimafreundliche Anlageprodukte anbietet, mit denen sich in gängigen Finanzanlagen gebundene Emissionen um 10 bis 90 Prozent verringern liessen. Er verweist dabei auf den BAFU-Report "Klimafreundliche Investitionsstrategien und Performance (2016), der insbesondere auch marktgängige indexbasierte Fonds listet (S. 49-50). Das Parlament folgt dem Ablehnungsantrag.

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    2016: Eine Online-Umfrage der LUPK zur Nachhaltigkeitspolitik unter den Versicherten ergibt unter anderem, dass 50% der Teilnehmenden auf Anlagen in Unternehmen der fossilen Brennstoffe verzichten möchten (Geschäftsbericht 2016, S. 15).

     

    Kontaktgruppe LUPK DIVEST

     

    September 2017: die Kontaktgruppe LUPK DIVEST sendet im Namen der LUPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von LUPK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    Januar 2018: Die Geschäftsleitung informiert auf Nachfrage vorerst mündlich, eine Antwort sei in Vorbereitung. Im Übrigen habe sich die LUPK am BAFU-Klimatest 2017 beteiligt. Die Auswertung sei in Arbeit und es würden sich daraus Schlüsse für die Anlagestrategie ergeben. Auch werde die Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit im Geschäftsbericht 2017 Eingang finden.

     

    August 2018: die Kontaktgruppe LUPK ersucht mit einem kurzen Schreiben um Beantwortung.

    Sie stellt darin auch fest, dass die LUPK in der Zwischenzeit, wie im neuen Geschäftsbericht 2017(Seite 10) steht, künftig auch ausländische Aktienkategorien ähnlich den Schweizer Aktien vermehrt unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien investiert. Sie betrachtet es als weiteren Schritt der LUPK in die richtige Richtung, dass mit dieser ersten Massnahme für die beiden Aktienkategorien Welt und Nordamerika nachhaltige Indexmandate ausgeschrieben, entsprechende Investitionen getätigt bzw. zum Abschluss vorbereitet wurden; entsprechend begrüsst sie die Umstellung der Benchmarks dieser beiden Kategorien auf ESG-Indices. Weiterhin fragt sie die LUPK nach den Resultaten des BAFU-Klimatests, und erkundigt sich, welches werden die voraussichtlichen klimafreundlichen Effekte der Umschichtungen auf nachhaltige Indexmandate der Aktienkategorien Welt und Nordamerika sein werden, welche Art von ESG-Indices herbeigezogen werden, und wie stark diese die Klimaverträglichkeit in der Art von "low-carbon" oder "fossil-free" Indices gewichten. Schliesslich empfiehlt sie, dass die LUPK Mitglied des neuen ETHOS Engagement Pool International werde.

     

    November 2018: die LUPK schreibt, sie setze sich mit dem Thema Klimaschutz auseinander und führe im Frühjahr 2019 Gespräche mit diversen Organisationen und Experten; mit der Klima-Allianz wird ein Treffen im Februar 2019 angesetzt.

     

    Januar 2019: die Versichertengruppe LUPK DIVEST sendet als Vorbereitung des besagten Treffens eine Liste von Besprechungspunkten ein.

     

    Februar 2019: am Treffen mit der Klima-Allianz informiert die LUPK - vorerst mündlich - offen und detailliert über ihre bereits erfolgten Schritte zur Dekarbonisierung des Auslandsportfolios.

     

    April 2019: Mit ihrer Antwort an die Klima-Allianz und LUPK DIVEST informiert die LUPK transparent, detailliert und nachvollziehbar über ihre neue Klimastrategie. Das Schreiben listet die die bereits erfolgten Schritte zur Dekarbonisierung des Aktien- und Obligationenportfolios, Investitionen der LUPK in Infrastrukturanlagen der erneuerbaren Energien sowie ihre weiteren Pläne (siehe oben).

     

    NEST Sammelstiftung

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Mit einem Anlagevolumen von rund 2 Mia. CHF ist die Sammelstiftung NEST eine mittelgrosse Pensionskasse. Seit ihrer Gründung ist sie Nachhaltigkeitspionierin.

     

    Auf der Basis ihres Nachhaltigkeitsansatzes mit der Selektion der Firmen aufgrund der ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) ist die ökologisch-ethische Pensionskasse NEST Vorreiterin in Bezug auf die CO2-Exposition des Portfolios. Ihr Ansatz schliesst Anlagen in CO2- intensive Unternehmungen aus den Bereichen Öl, Kohle und Gas weitgehendst aus.

     

    Per Ende 2018 war der NEST-Aktienbestand (mit den Anlagekategorien Schweiz, Developed Markets ex Schweiz, Emerging Markets) 34% weniger treibhausgasintensiv als das globale Portfolio des individuellen Vergleichsindexes, der auf der tatsächlichen Allokation basiert. Die neue Vergleichsbasis gewichtet die effektive Allokation der NEST-Aktien auf die Anlagekategorien anstelle des früheren Bezuges auf den Durchschnitt des Durchschnittes MSCI-ACWI. Deshalb vermittelt sie ein realistischeres Bild ihrer tatsächlichen Erfolge der Dekarbonisierung in den klimarelevanten CO2-intensiven Anlagekategorien Developed Markets ex Schweiz und Emerging Markets.

     

    Besonders hervorzuheben: die Messungen durch Inrate umfassten nicht nur wie üblich die sogenannten Scope 1 Emissionen (betriebseigenes CO2 und weitere Treibhausgase) und die Scope 2 Emissionen aus Strombezug, der mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird, sondern auch die ein Mehrfaches höheren Scope 3 Emissionen. Letztere setzen sich zusammen aus den durch die Vorlieferanten emittierten Treibhausgase sowie - besonders gewichtig - die Emissionen der nachfolgenden Verbraucher (also insbesondere das Verbrennen von Erdöl und Erdgas in Industrie, Transport und Gebäuden).

     

    Weil NEST gleichlautende Prinzipien der ESG-Integration in den Anlageprozess auch für die Obligationen und die alternativen Anlagen (Private Equity, Infrastructure, Insurance Linked Securities, Private Debts) anwendet, darf ein analoger oder besserer Wert für das gesamte Portfolio postuliert werden. Die NEST bestätigt auch in Bezug auf den BAFU-Klimatest:"Das in der Studie untersuchte Aktien sowie das Obligationen Mandat ist deutlich weniger CO2-intensiv im Vergleich zu konventionellen Anlagestrategien".

     

    Die NEST ist Unterzeichnerin der UN-Principles of Responsible Investing und zum entsprechenden Reporting, und sie ist Mitglied bei Swiss Sustainable Finance, der Ethos Engagement Pools Schweiz und International und somit auch des mehrjährigen Verpflichtungsprogramms, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten, von Climate Action 100+, der Investor Decarbonization Initiative und des Montreal Carbon Pledge. Mit der Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change hat sie schliesslich ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

    Stiftung Abendrot

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Mit einem Anlagevolumen von rund 1 Mia. CHF ist die Stiftung Abendrot eine mittelgrosse Pensionskasse. Seit ihrer Gründung ist sie Nachhaltigkeitspionierin.

     

    Die nachhaltige Pensionskasse Abendrot hat sich auch dem Divestment fossiler Unternehmen verpflichtet.

     

    Abendrot ist Mitglied bei Swiss Sustainable Finance, der Ethos Engagement Pools Schweiz und International und somit auch des mehrjährigen Verpflichtungsprogramms, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten, von Climate Action 100+, und der Investor Decarbonization Initiative. Mit der Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change hat sie schliesslich ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

    CoOpera Sammelstiftung PUK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Mit einem Anlagevolumen von rund 0.7 CHF ist die CoOpera eine kleinere Pensionskasse. Seit ihrer Gründung ist sie Nachhaltigkeitspionierin.

     

    Die nachhaltige Pensionskasse CoOpera investiert seit ihrer Gründung 1984 nicht in fossile Energieunternehmen.

     

    Sie legt – wohl als einzige Pensionskasse in der Schweiz – nicht in börsenkotierte Aktien an, da sie ihr Geld zurück in die Realwirtschaft fliessen lassen will. Die CoOpera investiert direkt in Wertschöpfungszusammenhänge und fördert damit eine nachhaltige Wirtschaft.

    GEPABU

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Mit einem Anlagevolumen von rund 0.1 CHF ist die GEPABU eine kleine Pensionskasse. Seit ihrer Gründung ist sie Nachhaltigkeitspionierin.

     

    Die nachhaltige GEPABU Personalvorsorgestiftung hat Investitionen in fossile Energieunternehmungen seit Gründung ausgeschlossen.

     

    Bei der Vermögensanlage gelten folgende inhaltlichen Richtlinien:

    • Das Vermögen wird ausschliesslich in Wirtschaftsbranchen angelegt, die ökologisch nachhaltig sowie sozial und ethisch vertretbar sind oder die mindestens diesbezüglich keine übermässigen Schäden anrichten. 
    • Vorzugsweise erfolgt die Vermögensanlage in die Gewinnung erneuerbarer Energien, ökologische Land- und Forstwirtschaft, ökologisches Bauen, Errichtung und Unterhalt von Infrastruktur, die für eine ökologisch nachhaltige Lebensweise notwendig ist, Produktion von Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs im Rahmen des ökologisch Vertretbaren.
    • Das Vermögen wird in Unternehmungen und öffentlichen Körperschaften, die in obgenannten Branchen tätig sind, angelegt.
    • Hierbei hat die Vermögensanlage in jene Unternehmungen und öffentlichen Körperschaften zu erfolgen, welche den Prinzipien der ökologisch nachhaltigen und der sozial ethischen Wirtschaftsweise am besten genügen.

    Metron Stiftung für Personalvorsorge

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Mit einem Anlagevolumen von rund 0.1 CHF ist die Metron Stiftung eine kleine Pensionskasse. Seit ihrer Gründung ist sie Nachhaltigkeitspionierin.

     

    Die Pensionskasse von Metron, eines Dienstleistungsunternehmens für die Fachbereiche Architektur, Raumentwicklung, Verkehr, Landschaft und Umwelt investiert nicht in fossile Energieunternehmen und hat dies auch so im Anlagereglement festgeschrieben. Die Kasse lässt ihr Vermögen bei formafutura verwalten, da diese ausschliesslich nachhaltige Anlagen tätigen.

     

    Personalvorsorgestiftung der HELVETAS Swiss Intercooperation (PVS)

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Mit einem Anlagevolumen von rund 0.1 CHF ist die PVS Helvetas eine kleine Pensionskasse. Seit ihrer Gründung ist sie Nachhaltigkeitspionierin.

     

    Die Ausschlusskriterien der PVS beinhalten unter anderem:

    • Förderung fossiler Energieträger
    • Betrieb fossiler Kraftwerke
    • Herstellung von Automobilen und Flugzeugen
    • Betrieb von Airlines

    Die Massnahmen der nachhaltigen PVS zum Klimaschutz übertreffen damit die Forderungen der Klima-Allianz nach einer Dekarbonisierung der Portfolien beginnend mit der Desinvestition fossiler Energieunternehmen. Die Anlagepolitik der PVS Helvetas beruht auf einer bereits umgesetzten, sehr nachhaltigen Best Practice mit optimal tiefem CO2-Fussabdruck.

     

  • Suva - Unfallversicherungsanstalt

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die öffentlich-rechtliche Suva ist zwar nicht eine Pensionskasse, investiert jedoch die Versicherungsgelder der Arbeitnehmer in deren Auftrag - ähnlich wie eine gesetzliche Vorsorgeeinrichtung. Als Monopolinstitution der betrieblichen Unfallversicherung der Schweiz ist sie somit den versicherten Arbeitnehmern und der Öffentlichkeit gegenüber in besonderem Mass Rechenschaft schuldig.

     

    Die Suva ist - mit Ausnahme der Nationalbank - mit ihrem Anlagevolumen von rund 55 Mia. CHF der grösste öffentliche Investor der Schweiz.

    • Aufgrund ihres Gewichts würde ihr demzufolge eine Vorreiterrolle bei der Umlenkung der Finanzströme für den Klimaschutz zufallen.

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Suva hält fest, dass neben den finanziellen Gesichtspunkten seit Jahren auch ökologische, ethische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle bei der Anlagepolitik spielen. Sie schränkt aber ein: "Zentral bleiben die ökonomische Nachhaltigkeit und die finanzielle Stabilität. Die Suva bleibt den Renditezielen verpflichtet."

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht sie seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

     

    In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

    • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
    • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
    • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
    • Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die Suva hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

    • Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die Suva ist Gründungsmitglied von Swiss Sustainable Finance.

    • Es ist zu begrüssen, dass die Suva damit die Notwendigkeit anerkennt, dass der Finanzplatz Schweiz - damit auch sie selbst, als Trägerin der betrieblichen Unfallversicherung - eine führende Rolle bei der nachhaltigen und klimaverträglichen Ausrichtung der Finanzflüsse spielt.

    Sie ist zudem Mitglied der Initiative Principles for Responsible Investment (UN PRI) der Vereinten Nationen und verpflichtet sich damit ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in ihrer Anlagepolitik zu berücksichtigen und entsprechendes Reporting zu betreiben.

    • Dies ist positiv. Allerdings fundieren diese UN-PRI auch auf der Erkenntnis, dass die finanziellen ESG- und Klimarisiken materiell sind und dass deshalb wirtschaftlich begründetes Risikomanagement nötig wird, um Verluste zu vermeiden. Damit besteht ein Widerspruch zur Aussage, in ihren Prinzipien bei der Nachhaltigkeit der Anlagen, welche den Schwerpunkt auf die "ökonomische Nachhaltigkeit" legt. Zwar sagt die Suva, neben den finanziellen Gesichtspunkten spielten seit Jahren auch ökologische, ethische und soziale Aspekte eine wichtige Rolle bei ihrer Anlagepolitik. Doch verharrt sie noch auf ihrer Position: «Zentral bleiben die ökonomische Nachhaltigkeit und die finanzielle Stabilität. Die SUVA bleibt den Renditezielen verpflichtet.»
    • Selbst der Bundesrat bestätigte schon im Jahr 2017, dass die finanziellen Klimarisiken real sind; auch liessen sich mit klimaverträglichen und nachhaltigen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen, wobei eine Mehrheit der wissenschaftlichen Studien sogar einen positiven Zusammenhang zeigen.
    • Doch die Suva behauptet heute noch das Gegenteil, indem sie an einer "ökonomischen Nachhaltigkeit" festhält, die im Gegensatz mit der Nachhaltigkeit stehe, die auf Beachtung der ESG-Kriterien beruht. 
    • Gerade weil sie sich den Renditezielen verpflichtet, sollte sie die finanziellen ESG- und Klimarisiken ins Risikomanagement integrieren: "ökonomische Nachhaltigkeit" ist gleich ESG-/Klimanachhaltigkeit. 
    Der SVVK, wo die Suva Gründungsmitglied ist, ist seinerseits Mitglied der Climate Action 100+.
     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

     

    Als Mitglied des SVVK will die Suva die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

    • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
    • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
    • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

    Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung von Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die Suva hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

    • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Suva von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.​

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    • Angesichts des Gewichts der Suva und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien sowie des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
    • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

    Politische Aktivitäten

     

    Aus National- und Ständerat sind keine erkennbaren Initiativen vorhanden.

  • compenswiss - Ausgleichsfonds AHV/IV/EO

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die öffentlich-rechtliche compenswiss ist zwar nicht eine Pensionskasse, aber als Teil des Fundaments der Altersvorsorge ist sie der Öffentlichkeit gegenüber in besonderem Mass Rechenschaft schuldig.

     

    Als funktionelle Einrichtung der AHV ist compenswiss mit einem Anlagevolumen von rund 45 Mia. CHF der grösste Investor der gesetzlichen Altersvorsorge.

    • Aufgrund ihres Gewichts würde compenswiss eigentlich eine Vorreiterrolle bei der Umlenkung der Finanzströme für den Klimaschutz zufallen.

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Compenswiss ist Gründungsmitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

     

    Aus dem Geschäftsbericht 2018 geht hervor, dass der AHV-Fonds via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausschliesst.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht compenswiss seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

     

    In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

    • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".​
    • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".​
    • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
    • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die compenswiss hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

    • Als Mitglied des SVVK ist der AHV-Fonds nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo compenswiss Gründungsmitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

     

    Als Mitglied des SVVK will compenswiss die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

    • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
    • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
    • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.​

    Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung von Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Compenswiss hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

    • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist Compenswiss von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.​

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: stagnierend

    • Angesichts des Gewichts von Compenswiss und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien sowie des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
    • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

    Politische Aktivitäten

     

    Juni 2018: Interpellation Nationalrätin Adèle Thorens (Grüne) "Berücksichtigen die Ausgleichsfonds AHV/IV/EO bei der Investition unserer Vorsorgevermögen das Klima entsprechend dem Übereinkommen von Paris?" Der Bundesrat antwortet, compenswiss überprüfe ihre ESG-Politik kontinuierlich und evaluiere künftige Entwicklungsansätze, wobei der Klimaerwärmung ein besonderes Augenmerk gelte. Er halte aber eine Einschränkung der Anlagekompetenzen von compenswiss nicht für angezeigt.

  • PUBLICA - Pensionskasse des Bundes

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die PUBLICA ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 38 Mia. CHF die grösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die PUBLICA verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

     

    Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die PUBLICA nimmt Klimarisiken in den Vermögensanlagen ernst und bestätigt, dass die Berücksichtigung finanzieller Risiken im Rahmen der Bewirtschaftung des Anlagevermögens Teil der treuhänderischen Pflicht einer Pensionskasse ist.

     

    Als Mitglied des SVVK sieht sie seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

     

    In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

    • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
    • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
    • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
    • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die PUBLICA hat im Jahr 2016 als erste grosse Pensionskasse der Schweiz beschlossen, Kohleproduzenten aus wirtschaftlichen Gründen aus den weltweiten Aktien- und Unternehmensobligationenportfolios auszuschliessen.

     

    Die PUBLICA investiert ebenfalls, zwar auf geringem Niveau, aber zunehmend in Infrastrukturanlagen der erneuerbaren Energien (Solar- und Windparks).

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Der SVVK, wo die PUBLICA Gründungsmitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

     

    Als Mitglied des SVVK will PUBLICA die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

    • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
    • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
    • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.
    Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.
     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Die PUBLICA veröffentlichte im Herbst 2018 ihre Erkenntnisse aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest. Diese Studie resultierte in der Aussage, dass sich die Kasse nicht auf der Ziellinie von 2°C Erwärmung befindet, sondern eher bei 4 bis 6°C. Sie quantifizierte jedoch weder einen CO2-Fussabdruck noch ergab sie eine Aussage zum finanziellen Klimarisiko.

     

    Die Kasse will ihr Portfolio "in regelmässigen Abständen auf seine Klimaverträglichkeit hin prüfen. Damit soll eine Standardisierung der Berichterstattung gefördert werden, welche Finanzinstitute bei der Ausarbeitung, Definition und Umsetzung von Zielgrössen mit Blick auf das 2-Grad-Klimaziel und bei der Bewältigung der Risiken im Zusammenhang mit der Dekarbonisierung der Wirtschaft unterstützen soll".

     

    Es ist jedoch weder eine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks noch der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Im Zusammenhang mit der Veröffentlichung der Erkenntnisse aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest im Herbst 2018 sieht die PUBLICA als nächste Schritte vor, neben den bereits ausgeschlossen reinen Kohleproduzenten auch Mischkonzerne, die Kohle und andere Rohstoffe fördern, unter die Lupe zu nehmen und zu beobachten, ob diese ihr Geschäftsmodell anpassen. Auch sollen Stromproduzenten, die Kohle als Brennstoff verwenden, einer Klima-Risikoanalyse unterworfen werden, denn diese seien am stärksten von Übergangsrisiken betroffen.

     

    Die PUBLICA informierte die Delegation der Versichertengruppe PUBLICA DIVEST (siehe unten) im Juni 2019, es bestünden "konzeptionelle, provisorische Bestrebungen, um Grundlagen für eine potenzielle weitere ESG-Ausrichtung und Dekarbonisierung des Portfolios im Bedarfsfall vorzubereiten".

    • Noch fehlt aber eine Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.​

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten aus den Aktien- und Obligationenportfolios hat die PUBLICA im Jahre 2016 einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: etwas besser

    • Es sind Studien und konzeptionelle Bestrebungen im Gang, die zu einer weiteren Dekarbonisierung führen könnten. 
    • Allerdings fehlen noch Schritte für ein ESG- und klimawirksames Engagement mit den investierten Unternehmen und die Erarbeitung einer konkreten Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

    Politische Aktivitäten

     

    Aus National- und Ständerat sind keine erkennbaren Initiativen vorhanden.

     

    Juli 2019: Der Bundesrat erwartet im Rahmen seines Pakets zur Senkung des Treibhausgas-Ausstosses in der Bundesverwaltung auch: "Die vom Bundesrat gewählten Arbeitgebervertreter der Kassenkommission PUBLICA werden angehalten zu verlangen, dass die Pensionskasse des Bundes PUBLICA ihre Vermögensanlagen regelmässig auf deren Klimaverträglichkeit überprüft und das Ergebnis publiziert, erstmals Ende 2020".

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    2016: Wahlempfehlung der Klima-Allianz Schweiz an die wahlberechtigten Versicherten. Rund 70% der an der Umfrage teilnehmenden Kandidierenden für die Delegiertenversammlung befürworten , dass die PUBLICA Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Aus dem Kreise der durch die Klima-Allianz empfohlenen Kandidierenden wurden erheblich mehr Kandidierende gewählt als unter den nicht teilnehmenden oder nicht empfohlenen Personen.

     

    Kontaktgruppe PUBLICA DIVEST

     

    Juni 2018: Die 32 Mitglieder umfassende Versichertengruppe PUBLICA DIVEST, die sich mit Unterstützung der PUBLICA-Destinatäre der Aktion renten-ohne-risiko.ch bildete, sendet ein Schreiben an die Kassenkommission der PUBLICA. Es enthält Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zum Investor’s Engagement bei den Unternehmen und zur Einbindung der Destinatäre.

     

    Die Gruppe PUBLICA DIVEST meint auch: "Der Bundesrat will das internationale Ziel der Umlenkung der Finanzflüsse durch freiwillige Massnahmen der Finanzbranche der Schweiz umsetzen. Wir finden, die Anlagestrategie der PUBLICA - Pensionskasse des Bundes und grösste Vorsorgeeinrichtung der Schweiz - trage dem noch zu wenig Rechnung, und erwarten, dass sie ihre Vorbildfunktion im Finanzplatz Schweiz, im Einklang mit den Klimazielen der Eidgenossenschaft, deutlich aktiver wahrnehmen wird."

     

    Oktober 2018: Kassenkommission und Direktor verweisen in ihrer Antwort auf die in der Zwischenzeit auf der Website publizierten Schlüsse und weitere Massnahmen aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest. Die PUBLICA bietet interessierten Versicherten die Offenlegung weiterer Hintergrundinformationen an einem Workshop an.

     

    Sie informiert, dass sie gegenwärtig in Zusammenarbeit mit dem ThinkTank 2°Investing Initiative die Messung relevanter Kennzahlen zur Klimaverträglichkeit und zu Klimarisiken prüft. Die Methodologie soll sich an die international als Standard anerkannten Empfehlungen des Task Force for Climate Related Financial Disclosures der G20 anlehnen.

     

    Die Frage nach einer Strategie zum Einbezug der Klimarisiken wird durch den Verweis auf den jährlichen ESG-Risikoanalyseprozess beantwortet. Für das Jahr 2018 wurde das Thema "Klimabezogene Übergangsrisiken in Bezug auf die Energieproduktion aus fossilen Energien, insbesondere Kohle" prioritisiert. Die PUBLICA informiert auch über ihre Wahrnehmung von Chancen der Transition, indem sie vermehrt in Infrastrukturanlagen erneuerbarer Energien wie Windparks und Photovoltaik investiere.

     

    Bei ausländischen Unternehmen unterstütze die PUBLICA "Pläne" des SVVK-ASIR, wo die PUBLICA zusammen mit weiteren Gross-Pensionskassen Mitglied ist, zur Aufnahme "klimaspezifischer Dialoge". Ausschlusskriterien werden nicht als prioritär betrachtet. Die PUBLICA setzt darauf, dass sich die Qualität und die Aussagekraft von klimarelevanten Unternehmensdaten verbessert. Damit steige die Transparenz der Geschäftsstrategie und der Entwicklung der Unternehmen im Umgang mit den Klimarisiken.

     

    Die PUBLICA betrachtet die Ausschlussliste Carbon Underground 200 der grössten Kohle-, Erdöl- und Erdgasunternehmen als vergangenheitsbezogen, sie setzt demgegenüber auf die Beurteilung positiver und negativer Entwicklungen kritischer Unternehmen. Eine Orientierung an "ex fossil fuels" Indices sei gegenwärtig von geringer Priorität, da die PUBLICA faktorbasierte Indices einsetze. Gegenwärtig sind ESG-Faktoren nicht Teil davon. Sie meint, dieser Aspekt könne im Rahmen einer geplanten Analyse zum Einbezug von ESG-Faktoren in Ergänzung zu bestehenden Risikofaktoren in Betracht gezogen werde.

     

    Juni 2019: Die Delegation der Gruppe PUBLICA DIVEST reicht als Vorbereitung des von der PUBLICA im Oktober 2018 angebotenen Workshops ein neues Papier ein. Sie wünscht, dass die PUBLICA den Tatbeweis der Wirksamkeit ihres Investor's Engagement im Bereich der stark kohlenstoffexponierten Branchen der Kohleverstromer, des Erdöls und des Erdgas erbringt. Andererseits schlägt sie vor, dass die PUBLICA eine Klimastrategie mit Portfolio-Dekarbonisierung konzipiert.

     

    Ende Juni 2019: Die Delegation der Klima-Allianz dankt der der Direktion und den Vertretern des Asset Management der PUBLICA für die Durchführung dieses hochinformativen Workshops und für den offenen und konstruktiven Austausch. Sie fasst ihre Position sowie die gemäss PUBLICA zu erwartenden Weiterentwicklungen in einer durch die PUBLICA gegengelesenen Gesprächsnotiz zusammen.

    • Die klimarisikomindernde Dekarbonisierung des Portfolios sollte gleichberechtigt zum Engagement konzipiert werden.
    • Engagement und Dekarbonisierung sind nicht als Gegensatz, sondern als kombinierte Strategie zu betrachten.
    • Verstärkt zu verfolgen wäre die Untergewichtung problematischer Positionen, was die Kohlenstoffsensitivität des Portfolios via Dekarbonisierung vermindert, aber die Fortsetzung des Engagements erlaubt. 
    • Bei geringerer CO2-Exposition und bei Unternehmen mit guten Aussichten einer Umstellung der Geschäftsmodelle (Stromsektor, Automobilsektor) bleibt Engagement erste Wahl.
    • Entsprechend befürwortet die Klima-Allianz die Dekarbonisierung als zwingende Ergänzung des Engagements im Bereich der fossilen Energien (fossile Brennstoffe, Stromunternehmen). Die Planung und Umsetzung eines Dekarbonisierungspfades mit Divestment, Untergewichtung und/oder via Best-in-Class-Ansatz sollte Teil der Nachhaltigkeits- und Klimastrategie sein. Sie verweist dabei auf die Vorreiter-Pensionskassen PKZH und LUPK.
    • Die Klima-Allianz fragt, warum PUBLICA mit ihrem global relevanten Gewicht nicht an den Initiativen (Appellen) des IIGCC wie auch der Climate Action 100+ teilnimmt; dies wäre mit wenig Aufwand verbunden und kosteneffizient; es braucht dazu keine Abstimmung mit dem SVVK.

    Die PUBLICA informiert,

    • es bestünden konzeptionelle, provisorische Bestrebungen, um Grundlagen für eine potenzielle weitere ESG-Ausrichtung und Dekarbonisierung des Portfolios im Bedarfsfall vorzubereiten,
    • sie sei offen dafür, bei Vorliegen von Konzepten, die Unterstützung durch die Führungsorgane der PUBLICA finden, der Delegation der Klima-Allianz Details zu kommunizieren.

    Brief von 165 ProfessorInnen an die PUBLICA

     

    Juni 2018: 165 Professorinnen, Professoren und Mitarbeitenden der ETH Zürich, der EPF Lausanne und aus Instituten des ETH-Bereichs, die bei der PUBLICA versichert sind, senden der Kassenkommission der PUBLICA einen Brief. Eine Eingabe, die dank der Initiative eines PUBLICA-Versicherten des ETH-Bereichs zustande kam.

     

    Die Unterzeichnenden stellen fest: "Ende 2014 hatten mehr als 400 massgebende institutionelle Anleger mit dem «Global Investor Statement on Climate Change» die Politik aufgerufen, für ein starkes Pariser Klimaabkommen (COP21) zu sorgen. Je länger wirksame Massnahmen zur Verhinderung eines katastrophalen Klimawandels und für saubere Energien ausblieben, desto unvermeidbarer würden später radikale, stabilitätsgefährdende Notmassnahmen im Weltkrisenmodus. Ohne eine weitsichtige Verhütungsstrategie seien die heute getätigten Investitionen und Alters-Sparguthaben von Millionen Bürgern gefährdet."

     

    Die 165 Persönlichkeiten gehen demnach davon aus, dass die Investitionen der PUBLICA im fossilen Sektor von ca. 800 Mio. CHF bereits heute ein erhebliches finanzielles Risiko darstellen: "Spätestens seit dem Inkrafttreten des Pariser Klimaabkommens ist klar, dass der Regulierungsdruck seitens der Regierungen zunehmen wird. Zusätzlich beschleunigt sich die Entwicklung der Technologie im erneuerbaren Energiesektor. Schliesslich wird auch der Druck aus der Zivilgesellschaft weiter zunehmen, nicht zuletzt infolge der zu erwartenden Zunahme von Klimakatastrophen. Eine erhebliche Wertverminderung von im fossilen Sektor tätigen Unternehmen ist daher wahrscheinlich, noch bevor griffige Gesetzgebung und neue Technologien zu einer Abnahme der Nachfrage führen werden".

     

    Die 165 Unterzeichnenden erwarten deshalb, dass die PUBLICA Investitionen aus Unternehmen im fossilen Energiesektor abzieht und bei allen verbleibenden Unternehmen die Möglichkeiten der Einflussnahme nutzt, um diese in eine klimaverträgliche Zukunft zu führen.

     

    Oktober 2018: Die PUBLICA bekräftigt in ihrer Antwort, dass sie die Berücksichtigung von Klimarisiken als Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflichten betrachtet. Sie wolle am Übergang von fossilen zu erneuerbaren Energien partizipieren, jedoch sei ein Ausschluss von (nach der Kohleförderung) weiterer Unternehmen der fossilen Energien erst dann aktuell, wenn die grössten Staaten ihre Verpflichtungen zur Reduzierung der CO2-Emissionen gemäss dem Pariser Klimaakommen effektiv umsetzen würden.

  • BVK des Kantons Zürich

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die BVK ist mit ihrem Anlagevolumen von über 32 Mia. CHF die zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die BVK verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

     

    Sie ist Gründungsmitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

     

    Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht die BVK seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

     

    In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

    • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
    • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
    • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
    • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

     

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die BVK hat 2017 als zweite grosse Pensionskasse der Schweiz beschlossen, aus wirtschaftlichen Gründen "Kohleproduzenten aus den weltweiten Aktienportfolios auszuschliessen".

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Die BVK ist seit August 2019 Mitglied des Vereins Swiss Sustainable Finance.

    • Als erste der grossen Schweizer Pensionskassen anerkennt sie damit die Notwendigkeit, dass der Finanzplatz Schweiz – und somit auch die Pensionskassen – eine führende Rolle bei der nachhaltigen und klimaverträglichen Ausrichtung der Finanzflüsse spielt.

    Sie ist zudem seit August 2019 Direktmitglied der von Investoren geleiteten globalen Engagement-Initiative Climate Action 100+, welche die 100 grössten Treibhausgasemittenten anvisiert. Ihr Ziel ist es, "mit den weltweit grössten Treibhausgasemittenten zusammenzuarbeiten, um die Emissionen zu reduzieren, die klimabezogenen Finanzinformationen offenzulegen und die Unternehmens-Governance in Bezug auf den Klimawandel zu verbessern".

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

     

    Als Mitglied des SVVK will die BVK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Wie die BVK in ihren Antworten an die Petitionär*Innen von renten-ohne-risiko.ch schreibt, wird bei Misserfolg des Dialogs mittelfristig eine Desinvestition der betreffenden Unternehmen erfolgen.

     

    Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

    • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
    • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
    • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.
    Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.
     

    Die BVK will hingegen bei der globalen Initiative Climate Action 100+ eine aktive Rolle einnehmen. Geplant ist, dass sie Teilaufgaben übernimmt, indem sie sich mit einer eigenen Vertretung in den Unternehmensdialog einbringt, Zielvorgaben und Massnahmen zur Zielerreichung bespricht und den Fortschritt rapportiert.

    • Dies ist ein Fortschritt, denn nur mit inhaltlich präzisen und wirksam gestellten Forderungen von Aktionären gibt es Bewegung bei den Grossfirmen Paris-kompatible Dekarbonisierungspfade für den fossilen Anteil ihrer Geschäftstätigkeit zu beschliessen.

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die BVK hat keine Absichten bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

    • Folglich fehlt noch eine Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.​

    ​____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Mit der Entfernung der Kohleproduzenten aus dem Aktienportfolio hat die BVK im Jahr 2017 einen ersten Schritt zur Dekarbonisierung ihrer Investitionen gemacht.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: etwas besser

    • Das geplante eigene Engagement als Akteurin im Rahmen des Netzwerks der Climate Action 100+ für den kollektiven Unternehmensdialog mit den kohlenstoffintensivsten Unternehmen setzt ein Zeichen. Auch sind Wirksamkeitsnachweis und Erfolgskontrolle angekündigt. 
    • Allerdings fehlen noch Schritte für die Konzipierung einer Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

    Politische Aktivitäten

     

    Dezember 2015: Interpellation Martin Neukom (Grüne), Jonas Erni (SP) und Daniel Sommer (EVP) im Kantonsrat zu den Risiken der Kohlenstoffblase für die Investitionen des Kantons und der BVK. In ihrer Antwort vom Februar 2016 beantwortet die Regierung die Frage nach der Summe der Anlagen der BVK in fossile Energien nicht. Sie gibt nur bekannt, die BVK investiere indexnah, somit entspreche ihr Exposure dem globalen Marktdurchschnitt.

     

    März 2017: Anfrage im Kantonsparlament, Jonas Erni (SP), Barbara Schaffner (GLP), Martin Neukom (Grüne) zur Nachhaltigkeit und zum Divestment der BVK. Die Regierung antwortet ablehnend, da die BVK als privatrechtliche Institution autonom entscheide und keine Weisungsbefugnis bestehe.

     

    Februar 2019: Anfrage Sonja Gehrig (GLP), Martin Neukom (Grüne) und Mark Wisskirchen (EVP) im Kantonsrat zur Transparenz der BVK bezüglich der finanziellen Klimarisiken. Unter Bezug auf die im Bundesgesetz über die berufliche Vorsorge festgelegten Pflichten zur Information über den versicherungs-technischen Risikoverlauf wird die Offenlegung der der BVK vorliegenden Informationen und Erkenntnisse über die Investitions- und Anlagerisiken verlangt. Insbesondere wird Transparenz zu den bereits getätigten Untersuchungen nachgefragt, wie diejenigen im Zusammenhang mit den beiden BAFU-Klimastudien "Kohlenstoffrisiken für den Finanzplatz" (2015) und "Klimaverträglichkeitstest" (2017).

     

    Februar 2019: In einer zweiten Anfrage Sonja Gehrig (GLP), Jonas Erni (SP) und Martin Neukom (Grüne) im Kantonsrat für eine Strategie zur Minimierung der Klimarisiken bei der BVK wird ein Absenkungspfad der Klimaemissionen und der finanziellen Klimarisiken thematisiert. Es wird die Frage gestellt, ob es aus Sicht der Regierung - in Linie mit der Auffassung des Bundesrats, der auf Freiwilligkeit setzt – nicht Ziel sein müsste, dass die BVK ihren Anteil leistet, damit unser Land die eingegangenen Verpflichtungen des Pariser Abkommens erreiche. Weiterhin wird nachgefragt, ob die Exekutive, also der Kanton, nicht über seine Arbeitgebervertretungen Einfluss auf die Anlagestrategie ausüben müsste, um diese weniger Klimarisiken auszusetzen.

     

    April 2019: für die Beantwortung der beiden Anfragen schiebt der Regierungsrat die Verantwortung auf die BVK ab.

     

    In ihrer Antwort zu ihrer Transparenz bezüglich Klimarisiken gibt die Kasse zu verstehen, dass ihre die bisherigen CO2-orientierten Analysen des BAFU-Klimatests nur einen geringen Teil ihrer gesamten Anlagen erfasst hätten, sie somit nicht relevant seien. Transparenz im Feld der Klimarisiken hält sie nicht für nötig. Die Antwort zu einer Strategie zur Minimierung der Klimarisiken zeigt auf, dass die BVK den Klimawandel und die Energietransition nur als "mögliches" Anlagerisiko für ihr Portfolio betrachtet. Sie setzt auf Investor's Engagement, vermittelt aber keine Transparenz darüber, welche Aktivitäten sie unternommen hat. Auch fehlt der Nachweis der Wirkung ihres behaupteten Unternehmensdialoges mit CO2-intensiven Firmen - vorab der Kohle-/Rohstoff-Mischkonzerne, der Erdöl- und Erdgasförderer und der Kohleverstromer.

     

    Sie ist offensichtlich (noch) nicht bereit, einen intelligenten Ansatz zu formulieren, der den Aufbau eines wirksamen Engagements mit Bedingungen und Ausstiegsfristen mit der Ansage eines Dekarbonisierungspfades kombiniert. Offensichtlich sieht sie noch keine Notwendigkeit, sich aktuell mit den finanziellen Klimarisiken und den Chancen der Energietransition für ihr Portfolio zu beschäftigen.

     

    Immerhin lässt sie für den langen Zeithorizont die Option eines Ausstiegs offen: ihre Verantwortung, die Firmen mit Engagement zu nachhaltigem Wirtschaften anzuhalten, bedeute "aber auch, dass die BVK bereit ist, Anlagesektoren auszuschliessen, wenn zum Beispiel Gefahr besteht, dass das Geschäftsmodell aufgrund der bestehenden Klimarisiken obsolet wird". Mit anderen Worten, aktuell verneint die BVK, dass der Klimawandel - der ein irreversibles Risiko ist - ihr Portfolio bedroht. Aber sie denkt, sie würde, sollte es zu "bestehenden" Klimarisiken kommen, dann schon noch rechtzeitig die Kurve kriegen, um die Renten zu schützen. Ein riskantes Spiel für eine Pensionskasse mit über 120'000 Destinatären.

     

    März 2019: Gemeindeparlament Uster, Anfrage Patricio Frei (Grüne) "Investiert die Stadt Uster in fossile Energie?" Die Anfrage betrifft auch die BVK, wo das Personal der Stadt Uster versichert ist; sie verweist auf eine Untersuchung (siehe oben: Schreiben der Versichertengruppe BVK DIVEST an die BVK vom August 2018), worin für die BVK die potenzielle klimabedingte Reduktion des Deckungsgrades im 15-Jahre-Horizont von heute 100% auf bis zu 87,5% postuliert wurde.

     

    Die Stadtregierung wird aufgefordert, unter ihrer Verpflichtung als Arbeitgeber des Personals der Stadt Uster, gegenüber der BVK die Interessen der Mitarbeitenden an einer finanziell gesunden Pensionskasse geltend zu machen, indem sie das Recht auf Information ausübt und umfassende Informationen einholt. Diese müssten für die Stadt Uster und ihr Personal als Entscheidungsgrundlage für ein weiteres Vorgehen, unter Einschluss eines möglichen Kassenwechsels, verwendbar sein.

    Die Exekutive wird aufgerufen, ihr Gewicht als verantwortlicher Arbeitgeber bei der BVK einzusetzen, damit diese Schritte für mehr Nachhaltigkeit und für eine risikominimierende Klimastrategie unternimmt. Diese soll in transparenter und verpflichtender Weise das Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios festlegen, angefangen mit dem Ausstieg aus dem Bereich fossile Energien.

    Weiterhin werden die Resultate und die Schlussfolgerungen betreffend die BVK des BAFU-Klimatests 2017 sowie die Zurverfügungstellung des Originalberichts einverlangt.

     

    September 2019: Als Teil ihrer Antwort leitet die Stadtexekutive Uster die Stellungnahme der BVK weiter. Diese sagt neben schon Gesagtem, sie gehe davon aus, dass sich die Erdöl- und Erdgasproduzenten an die Anforderungen der durch das Pariser Klimaabkommen vorgegebenen Transition anpassen können und die Renditen auch in Zukunft einbringen. Neu ist, dass sie erwartet, dass die Unternehmen die Klimarisiken ihrer Wertschöpfungsketten analysieren, messen und ihr Geschäftsmodell an eine emissionsärmere Zukunft anpassen. Diesen Worten lässt sie immerhin Taten folgen, denn die BVK will selbst aktiv an der Climate Action 100+ teilnehmen (s.oben).

    Dialog zwischen Versicherten und Kasse

     

    Mai 2017: Wahlempfehlung der Klima-Allianz Schweiz an die wahlberechtigten Versicherten. Mit 20 von 25 Teilnehmenden befürwortet die grosse Mehrheit der an der Umfrage beteiligten Kandidierenden für den Stiftungsrat, dass die BVK Anlagen in fossile Energiefirmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind, über die nächsten 5 Jahre abstossen sollte. Der Wahlausgang war für das Ziel des Divestments erfolgreich: die Zahl der expliziten Befürworter der Desinvestition fossiler Unternehmen im Führungsorgan der BVK hat sich verdoppelt. Die zwei neugewählten Stiftungsräte Stefan Giger und Irene Willi, die auf der Liste “Starke Stimmen in die BVK” des VPOD Zürich antraten, verdrängen zwei erneut kandidierende Bisherige. Diese hatten die Wahlumfrage der Klima-Allianz unter den Kandidierenden für die Arbeitnehmervertretung ignoriert.

     

    Kontaktgruppe BVK DIVEST

     

    Mai 2017: Dank des Momentums der Wahlempfehlung und des erfolgreichen Wahlausgangs bildet sich die neue Kontaktgruppe BVK DIVEST, die sich als Dialogpartner des neugewählten Stiftungrates versteht.

     

    August 2017: die Kontaktgruppe BVK DIVEST sendet im Namen der BVK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von BVK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

     

    November 2017: BVK DIVEST wertet an einem Workshop die Antwort der BVK aus, welche nur in allgemeiner Weise auf die Grundsätze der Anlagepolitik eingeht, nicht aber eine Absicht zur Entwicklung einer transparenten Klima-Strategie erkennen lässt.

     

    Dezember 2017: BVK DIVEST sendet das erarbeitete Positionspapier an den Stiftungsrat der BVK. Die Kontaktgruppe kritisiert die Missachtung des von der Schweiz ratifizierten Pariser Klima-Abkommens bei der Festlegung der Nachhaltigkeitsziele (ESG Kriterien) und betont die finanziellen Risiken für die BVK-Altersrenten. Bei Festhalten an Anlagen in Erdöl- und Erdgasindustrien drohen Verluste nicht nur auf die lange Sicht, sondern disruptive Verläufe wie der plötzliche Fall des Schweizer Bankgeheimnisses, das Diesel-Debakel der deutschen Auto-Industrie und die unerwartet schnelle Wende hin zu Elektromobilität. Zusammen mit einer ungenügenden Wahrnehmung von Ertragschancen, die sich aus dem Boom der erneuerbaren Energien ergeben, könnte dies als Mangel der gebotenen treuhänderischen Sorgfaltspflicht ausgelegt werden.

     

    Dezember 2017: Geschäftsleitung und Anlageverantwortliche der BVK sagen zu, die Gruppe BVK DIVEST zu einem Treffen in ihrem Hause zu empfangen.

     

    Januar 2018: das Treffen findet in gegenseitig offener und interessierter Atmosphäre statt.

    Die BVK weist darauf hin, sie lasse sich in ESG-Fragen - deren Anwendungskriterien sie ausschliesslich im Rahmen des SVVK gemeinsam mit den anderen grossen Kassen entwickelt - nicht durch "subjektive" Meinungen leiten. Sie wende stattdessen "normative" Kriterien an. In Klimafragen bedeutet das, dass die Kasse die vom Pariser Abkommen geforderte Umlenkung der Finanzflüsse nur dann als ethisches Steuerinstrument anerkennen will, wenn es schweizerische Ausführungsgesetze dazu gäbe.

    Weiterhin sieht die Kasse, entgegen der Forderung der Klima-Allianz und von BVK DIVEST, keine Notwendigkeit, den sie betreffenden Stand ihrer Klimakompatibilität zu veröffentlichen, der ihr aufgrund der Resultate des BAFU-Klimatests 2017 vorliegt.

    Die 8-köpfige Delegation von BVK DIVEST zeigte auf, dass es die finanziellen Risiken - also die Gefahr geringerer Renten - seien, die schwergewichtig zu betrachten seien. Damit kann die Diskussion von moralisch, ethischen Fragen auf (einfacher verhandelbare) handfeste finanzielle Eigeninteressen umgelenkt werden. Denn Klimawandel und Energietransition würden Verluste auf den Anlagen des fossilen Sektors bewirken, somit dürfe ein Ausstieg nicht zu spät erfolgen. Dies wird durch die BVK im Prinzip nicht bestritten, doch ihre Anlageverantwortlichen trauten sich keine "überdurchschnittliche Prognosefähigkeit" zu.
    Die Delegation von BVK Divest legt dar, dass der Klimawandel eine physikalische, somit eindeutig prognostizierbare Tatsache ist, und deshalb nicht mit Unvorhersehbarkeiten wie Aktien- oder Wechselkursschwankungen verglichen werden kann.

    Um die von BVK DIVEST verlangte Vertiefung der Thematik zu ermöglichen, ist die BVK bereit, den Dialog weiterzuführen. Es wurde ein weiteres Treffen im Laufe 2018 vereinbart.

     

    Februar-August 2018: einem Aufruf von BVK DIVEST folgend, unterzeichnen nun über 80 BVK-Versicherte das Positionspapier vom Dezember 2017. Das um die neuen Unterstützenden ergänzte Positionspapier der über 80 BVK-Versicherten wird der Kasse im August 2018 eingereicht.

     

    März-August 2018: die Gruppe BVK beschliesst, beim Klima-Fintech-Unternehmen Carbon Delta eine Simulation der finanziellen Klimarisiken der Investitionen der Kasse in Auftrag zu geben, die über die möglichen Verluste auf den Aktien und Obligationen im Zusammenhang mit den fossil-lastigen, "high carbon" Unternehmen Auskunft gibt. Sie leitet daraus Folgerungen für die Finanzierung der zukünftigen Renten ab und unterbreitet diese - im Sinne der Vorbereitung des zweiten Treffens - in einem neuen Schreiben (mit Anlage 1, Anlage 2) der BVK. Die Studie besagt, dass - je nachdem, in welche Unternehmen die BVK in Wirklichkeit investiert, was sie nicht offenlegt - im Zeithorizont der nächsten 15 Jahre potenzielle klimabedingte Wertverluste auf dem Aktien- und Obligationenportfolio im Bereich von 5.8 bis 17.8 % entstehen könnten.

     

    September 2018: in ihrer Antwort auf die neuen Eingaben von BVK DIVEST begrüsst die BVK das grosse Interesse der über 80 Versicherten an der Klimaverträglichkeit der Anlagen und bekräftigt die Bereitschaft, den Austausch in Form eines neuen Treffens fortzuführen.

    Sie reagiert im Übrigen jedoch defensiv. Statt Interesse zu zeigen, mehr über Ziel und Methodologie der Studie von Carbon Delta zu ihren klimabedingten Portfoliorisiken zu erfahren, äussert sie Zweifel am Studiendesign und an der Tauglichkeit der Studie für die BVK. Sie anerkennt, dass "ein möglicher (sic!) Klimawandel sowie die hierzu getroffenen Massnahmen mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu einer Transformation der Weltwirtschaft führen können", sagt aber, sie lehne "eine Fokussierung auf mono-kausale Ursache/Wirkungsketten ab" und verfolge einen "ganzheitlichen Ansatz", da es ihr Tagesgeschäft sei, eine Vielzahl von finanziellen Marktrisiken als Basis für ihr Risikomanagement herbeizuziehen. Statt anzuerkennen, dass der sichere Klimawandel ihr heutiges Risikobudget vergrössert, zieht die BVK den Klimawandel überhaupt in Zweifel.

     

    November 2018: Die Gruppe BVK DIVEST reicht als Vorbereitung des mit der BVK vereinbarten Treffens vom 23. November 2018 ihrerseits eine Stellungnahme ein, welche die Methodologie von Carbon Delta klärt. Weiterhin schlägt sie eine Traktandenliste für die Besprechung vor.

     

    Dezember 2018: Die Versichertengruppe BVK DIVEST fasst die Ergebnisse der Besprechung in einem Verdankungsschreiben zuhanden der BVK zusammen. Sie anerkennt aufgrund der erhaltenen Informationen, dass die BVK im Rahmen ihrer Tätigkeit innerhalb des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) an Arbeiten beteiligt ist, welche sich auf die Folgen der Pariser Klimaabkommens beziehen und die Art und Weise der Berücksichtigung der finanziellen Klimarisiken ermitteln sollen. Hingegen stellt sie fest, dass sich die BVK als zweitgrösste Pensionskasse der Schweiz bisher keine zukunftsgerichtete finanzielle Risikoanalyse auf der Basis der internationalen Standards des Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) durchgeführt hat. Weiterhin vermisst sie Transparenz der BVK darüber, wie sie in Zukunft - mit einer Klimastrategie - die finanziellen Klimarisiken angehen will. Sie stellt auch fest, dass es weiterhin unklar bleibt, wie die BVK im Rahmen der via SVVK und ihrem Engagement-Anbieter Sustainalytics gebündelten Engagement-Arbeit die Produzenten von Erdöl und Erdgas dazu bringen will, ihr Geschäftsmodell auf den C02-Absenkungspfad des Pariser Klima-Abkommens umzustellen und welches die Kriterien sind, die ihr anzeigen, dass nur die Desinvestition die drohenden Wertverluste vermeidet.

  • Vorsorgeeinrichtungen der Top 5-10

     

    PK UBS, MPK, SBB, ASGA, PKZH, PK CS

    Für die gesuchte Institution nach unten scrollen

    UBS Pensionskasse

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die Pensionskasse der UBS ist mit ihrem Anlagevolumen von über 25 Mia. CHF die drittgrösste Einrichtung der betrieblichen Vorsorge der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die Pensionskasse der UBS führt keine eigene Webseite und ist demzufolge gegenüber der Öffentlichkeit intransparent. Zugänglich via Webseite der UBS ist nur der Geschäftsbericht 2018. Daraus geht hervor, dass keine ESG-Kriterien (Environmental, Social und Governance) berücksichtigt werden.

    • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.
    • Folglich sollte sich die UBS Pensionskasse damit auseinandersetzen, wie sie ihre Anlagepolitik in Zukunft transparent gegenüber der Öffentlichkeit darstellen wird, einschliesslich darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht; gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.
    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Die Pensionskasse der UBS besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

    • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
    • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Pensionskasse der UBS definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

     

    Die UBS Pensionskasse hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

     

    Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

     

    Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

     

    Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

     

    Die UBS Pensionskasse besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten Unternehmen im Ausland.

     

    Die UBS Pensionskasse besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

     

    Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

     

    Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

     

    Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

     

    Die UBS Pensionskasse hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

    ____________________

     

    Schlussfolgerung:

    Die Pensionskasse UBS ist intransparent und von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch sehr weit entfernt.

     

    Tendenz 2018-2020:

    Bewertung: im Dunkeln

    Als grösste Bank der Schweiz hat die UBS begonnen, sich mit Nachhaltigkeit in ihrer Investitions- und Finanzierungstätigkeit zu beschäftigen. Sie hat auch eine Klimastrategie publiziert.

    • Doch bei ihrer eigenen Pensionskasse in der Schweiz fehlt der Öffentlichkeit jegliche Information über die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit. Dies ist je länger desto unverträglicher mit den Zielen des Bundesrates.
    • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse der UBS und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
    • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

    Migros Pensionskasse MPK

     

    Klimakompatibilität der Anlagepolitik

     

    Charakterisierung

     

    Die MPK ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 24 Mia. CHF die viertgrösste Pensionskasse der Schweiz.

     

    Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

     

    Die MPK verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt.

     

    Sie ist Mitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

     

    Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

     

    Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

     

    Als Mitglied des SVVK sieht sie seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

     

    Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

     

    In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

    • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
    • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
    • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
    • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

    Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

      Gemäss Geschäftsbericht 2018 wendet die MPK neu sowohl für die Aktien Ausland wie auch für die Obligationen Ausland nicht mehr den konventionellen Marktindex an. Bei ersteren hat sie auf den Index MSCI ACWI ESG Universal umgestellt und bei letzteren auf einen analogen Index. Damit hat sie einen ersten, womöglich noch kleinen Schritt hin zu Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit des Aktien- und Obligationenportfolios getan.

       

      Der besagte Index reduziert zwar das Anlageuniversum nur wenig, indem die im ESG-Rating absolut schlechtesten Firmen ausgeschlossen werden; ein weiterer Teil wird untergewichtet. In der Familie der MSCI ACWI ESG Indizes beispielsweise schliesst der weitergehende MSCI ACWI ESG Leaders einen Grossteil der nicht nachhaltigen und klimaschädlichen Unternehmen aus. Wie die LUPK (siehe oben) gezeigt hat, kann die Anlehnung an die stärkere Reihe "MSCI ESG Leaders" auch zu einer markanten Dekarbonisierung führen.

      Trotzdem ist davon auszugehen, dass auch mit dem schwächeren der MSCI ACWI ESG Indizes einige der kohlenstoff-intensivsten Unternehmen der fossilen Energien (z.B. Kohleminen) ausgeschlossen wurden.

       

      Die MPK hat jedoch bis heute keine expliziten Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

      • Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste wahrnehmbare Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Der SVVK, wo die MPK Mitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des SVVK will die MPK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

       

      Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

      • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
      • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
      • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

      Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die MPK hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie der Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Obwohl die MPK mit der Umstellung der Aktien und Obligationen Ausland auf einen "milden" Nachhaltigkeitsindex einen ersten wenn auch kleinen Schritt in der Reduktion des CO2-Fussabdruckes erzielt haben dürfte, bleibt in ihrer Nachhaltigkeitspolitik noch Raum für den weiteren Ausbau.  
      • Angesichts des Gewichts der MPK und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien sowie des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      SBB Pensionskasse

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse SBB ist mit ihrem Anlagevolumen von über 17 Mia. CHF ungefähr die fünftgrösste Pensionskasse der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse SBB verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

       

      Sie ist Gründungsmitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

       

      Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Als Mitglied des SVVK sieht die Pensionskasse SBB seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeits-kriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

       

      Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

       

      In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

      • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
      • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
      • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
      • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse SBB hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

      • Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Der SVVK, wo die Pensionskasse SBB Gründungsmitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des SVVK will die Pensionskasse SBB die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

       

      Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

      • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
      • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
      • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

      Die Ausübung der Stimmrechte basiert gemäss ihrer Stimmrechtspolitik nur auf Governance-Kriterien (das G von ESG), nicht aber auf ganzheitlich verstandenen ESG-Vorgaben. Wie dem Bericht zur Ausübung ihrer Stimmrechte zu entnehmen ist, übt sie diese bei 200 Firmen im Ausland unter Einschluss fossiler Unternehmen aus. Sie setzt dies via die Dienstleistung von ISS (International Shareholder Services) um und berichtet transparent über die Ergebnisse.

      • Gegenüber dem Proxy Advisor ISS bestehen jedoch Zweifel in Bezug auf seine Ernsthaftigkeit, den Aktionären klimaverträgliche Abstimmungsempfehlungen auszusprechen. So hat ISS im Herbst 2019 empfohlen, einen Aktionärsantrag gegen die klimaschädlichen Lobby-Aktivitäten des Kohle-, Erdöl- und Erdgas-Konzerns BHP abzulehnen. 
      • Entsprechend ihrer nur auf Governance fundierenden Stimmrechtspolitik hat die PK SBB hat diesen klimapositiven Antrag ebenfalls abgelehnt, wie aus dem Bericht hervorgeht. 
      • Demselben Bericht ist zu entnehmen, dass die Pensionskasse SBB durch die Abstützung auf ISS bei den fossilen Unternehmen nur die unverbindlicheren der eingebrachten klimafreundlichen Aktionärsanträge unterstützt hat. So hat sie im Falle von Shell den Aktion
      • Die Stimmrechtspolitik der PK SBB sollte um das E (Environmental) und das S (Social) erweitert werden.

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse SBB hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.​

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist Compenswiss von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.​

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Die Pensionskasse SBB übt ihre zwar ihre Stimmrechte im Ausland auch bei fossilen Unternehmen aus, und berichtet transparent über ihr Abstimmungsverhalten. Allerdings ist ihre Unterstützung der klimapositiven Anträge mangelhaft, somit sollte die Stimmrechtspolitik vollumfänglich auf ESG-Kriterien umgestellt werden.
      • Angesichts des Gewichts der PK SBB und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien sowie des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      ASGA Pensionskasse

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die ASGA Pensionskasse ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 17 Mia. CHF ungefähr die sechstgrösste Pensionskasse der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten. 
      • Folglich sollte sich die ASGA Pensionskasse damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Aus einem unabhängigen Nachhaltigkeitsrating geht hervor, dass sich die ASGA Pensionskasse an die Ausschlussliste des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) hält. Damit schliesst sie einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus. Dies bestätigt die ASGA Pensionskasse auf Anfrage aus dem Versichertenkreis. Sie informiert ebenfalls, dass Massnahmen zur Verbesserung der Nachhaltigkeit der Kapitalanlagen in der Pipeline sind, und dass ab 2020 verbindlicher über eine Nachhaltigkeitstrategie kommuniziert werden könne.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die ASGA Pensionskasse besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die ASGA Pensionskasse definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die ASGA Pensionskasse hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die ASGA besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten Unternehmen im Ausland.

       

      Die ASGA besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die ASGA hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.​

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die ASGA Pensionskasse von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.​

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse der ASGA und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien und des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Pensionskasse der Stadt Zürich PKZH

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKZH ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 17 Mia. CHF ungefähr die siebtgrösste Pensionskasse der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PKZH verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitsstrategie, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

       

      Die PKZH schliesst Unternehmen, welche in Herstellung, Lagerung und Vertrieb von Streubomben, Antipersonenminen, chemischen und biologischen Waffen und Nuklearwaffen involviert sind aus. Des weiteren werden die gravierendsten Umweltverschmutzer, Menschenrechtsverletzer, sowie die korruptesten Gesellschaften ausgeschlossen. Eine vollständige Liste der ausgeschlossenen Unternehmen wird der Öffentlichkeit zur Verfügung gestellt.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Seit 2017 verfolgt die PKZH die Auswirkungen des Klimawandels auf ihr Portfolio. Dies wurde im Anlagereglement (Art. 11 Abs. 7) festgehalten: "Die PKZH setzt [...] zur Diversifikation spezifischer und signifikanter Klimarisiken für einen Teil ihres Vermögens eine Low-Carbon-Strategie um".

       

      Seit November 2018 anerkennt die PKZH explizit, dass das finanzielle Klimarisiko Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht ist. Sie publiziert als erste Pensionskasse der Schweiz eine umfassende Klimastrategie und veröffentlicht ein detailliertes Umsetzungskonzept.


      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PKZH hat im Jahr 2018 beschlossen alle reinen Kohleproduzenten sowie alle Stromversorger mit einem Anteil von 66% oder mehr an Kohlestrom aus wirtschaftlichen Gründen aus dem weltweiten Aktienportfolio auszuschliessen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKZH ist Mitglied der Initiative Principles for Responsible Investment (UN PRI) der Vereinten Nationen und verpflichtet sich damit ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in ihrer Anlagepolitik zu berücksichtigen und entsprechendes Reporting zu betreiben.

       

      Sie kündigte die Unterzeichnung des Montreal Carbon Pledge an und verpflichtet sich somit ihren CO2-Fussabdruck regelmässig zu messen und zu publizieren.

       

      Zudem kündigte sie die Mitgliedschaft bei der globalen Portfolio Decarbonisation Coalition an, welche sich das Ziel setzt den CO2-Ausstoss der Portfolios der Mitglieder gesamthaft zu reduzieren.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die PKZH ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nimmt, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

       

      Deshalb ist sie ist via ihren Engagement-Anbieter Hermes Equity Ownership Services aktiv an den Engagement-Aktivitäten der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren beteiligt, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Sie hat mit Hermes Equity Ownership Services einen Partner, der gestützt auf ihre Beteiligungen in Aktien- und Unternehmensobligationen sowohl Engagement als auch Stimmrechtswahrnehmung bei ausländischen Gesellschaften wahrnimmt (Siehe Bericht von Swiss Sustainable Finance, Seite 52). Im Ausland stimmt die PKZH bei 300 Gesellschaften aus Europa, USA und Asien ab (Richtlinien zur Ausübung der Stimmrechte).

       

      Mit dem Bericht 2018 von Hermes Equity Ownership informiert die Kasse offen und im Detail über die ESG-/Klima-Aktivitäten im Dialog mit den Firmen - inhaltliche Forderungen, Messung und Monitoring des Prozesse und Reporting des Erfolges - sowie in der Stimmrechtsausübung. Mit dem Umsetzungskonzept für die im November 2018 publizierte Klimastrategie (Seite 12) bekennt sich die PKZH dazu, dass in Zukunft gegenüber den kritischen Unternehmen der Dialog "auf möglichst verbindliche Art und Weise" geführt werden soll und dass sie "von den Beratern eine hohe Transparenz fordert". Schwergewichtig nimmt sie auf die Firmen in CO2-intensiven Sektoren Einfluss, damit diese ihren CO2-Aussstoss reduzieren.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Die PKZH misst jährlich den CO2-Fussabdruck ihres Aktienportfolios und publiziert diesen. Wie die führende nachhaltige und klimaverträgliche Pensionskasse NEST (siehe oben) misst die PKZH nicht nur die "betriebseigenen" Treibhausgasemissionen Scope 1 und 2, sondern auch diejenigen des Scope 3 - also der Vorlieferkette und der nachfolgenden Verbraucher.

       

      Periodisch soll zudem eine 2°C- Szenarioanalyse analog dem BAFU-Klimaveträglichkeitstest durchgeführt werden.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKZH setzt sich zum Ziel, bis 2024 den CO2-Fussabdruck ihres Aktienportfolios auf ein Niveau zu reduzieren, das 50% unter dem globalen Durchschnitt von 2016 liegt (Benchmark: MSCI-All Country World Index, MSCI-ACWI, Stand 2016). Zur Erreichung dieses Ziels werden die Produzenten von Erdöl und Erdgas sowie Stromversorger, die stark von fossilen Brennstoffen abhängig sind, im Portfolio sukzessive untergewichtet und mit grüneren Beteiligungen ersetzt werden.

       

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer aus den Aktienportfolios hat die PKZH einen guten Start in der Dekarbonisierung der Investitionen hingelegt. Dass sie sich das Ziel der substanziellen Reduktion des CO2-Fussabdruckes innert fünf Jahren gesetzt hat, macht sie zur Vorreiterin in der Planung einer Paris-kompatiblen Dekarbonisierung.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: viel besser

      • Unter den in Bezug auf das Anlagevolumen gewichtigsten Vorsorgeeinrichtungen ist die PKZH zum heutigen Zeitpunkt zusammen mit der LUPK eine der zwei bezüglich Bekenntnis zu einer Klimastrategie mit Dekarbonisierungplan führenden öffentlich-rechtlichen Pensionskassen der Schweiz.
      • Sobald die angekündigten Messungen des CO2-Fussabdrucks eine substanzielle Paris-kompatible Reduktion aufzeigen, wird die Klima-Allianz die Einstufung auf Grün wechseln.

      Politische Aktivitäten

       

      2015: Schriftliche Anfrage Marco Denoth (SP) und Matthias Knauss (Grüne) "Umfang der Investitionen der PKZH in klimaschädigende Firmen". Die Exekutive antwortet, dass "die Festlegung der Anlagestrategie abschliessend dem Stiftungsrat der PKZH obliege". Dies steht jedoch im Widerspruch zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

       

      2016: Postulat der Fraktionen SP (Marco Denoth), Grüne (Matthias Knauss) und GLP (Martin Luchsinger) im Gemeindeparlament, für die Anpassung der Anlagerichtlinien u.a. der PKZH zur Erwirkung der Desinvestition.

      März 2017: Nach Bereitschaft zur Entgegennahme durch die Regierung überweist das Parlament das Postulat der Fraktionen SP (Marco Denoth), Grüne (Matthias Knauss) und GLP (Martin Luchsinger) zur Prüfung. 

       

      Juni 2019: Die Antwort ist noch pendent; die Beantwortungsfrist lief im März 2019 ab.

      Pensionskasse der Credit Suisse Group

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse der Credit Suisse (CS) ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 17 Mia. CHF ungefähr die achtgrösste Pensionskasse der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Webseite zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.
      • Folglich sollte sich die Pensionskasse der CS damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht.  
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse der Credit Suisse Group besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten gebietet es, dass die Pensionskasse der CS definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse der Credit Suisse Group hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse der Credit Suisse Group besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung mit investierten Unternehmen im Ausland.

       

      Die Pensionskasse der Credit Suisse Group besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse der Credit Suisse Group hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

       

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Die Pensionskasse der Credit Suisse Group ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse der CS und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien und des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.
    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 11-20

      Pensionskasse Post

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse Post ist mit ihrem Anlagevolumen von über 16 Mia. CHF ungefähr die neuntgrösste Pensionskasse der Schweiz.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse Post verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

       

      Sie ist Gründungsmitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

       

      Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.


      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Als Mitglied des SVVK sieht die Pensionskasse Post seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

       

      Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

       

      In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

      • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
      • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
      • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
      • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse Post hat bis heute keine expliziten Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

      • Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

      Hingegen setzt sie gemäss ihrer Nachhaltigkeitspolitik in Form einer Teil-ESG-Integration auf Portfolioebene um: in Einzel-Portfolios mit Anlageentscheiden auf Ebene von Einzeltiteln basieren die Pensionskasse Post und deren externe Portfoliomanager ihre Entscheide auf Unternehmensanalysen, welche neben wirtschaftlichen, auch ESG-Kriterien berücksichtigen. Zudem tätigt sie Impact Investments, wie die Clean Energy Infrastrukturanlagen sowie -darlehen, welche die Umstellung der Energiewirtschaft auf erneuerbare und emissionsfreie Energiegewinnung (z.B. Windparks, Biomasse-, Solar- und Wasserkraftwerke) fördern.

      • Es ist davon auszugehen, dass diese ESG-Integration auf Portfolioebene ansatzweise zu einer Portfolio-Dekarbonisierung beiträgt.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die Pensionskasse Post ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz.

       

      Der SVVK, wo die Pensionskasse Post Gründungsmitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse Post ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz, der jedoch einzig Einfluss auf Schweizer Unternehmen nimmt, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

       

      Als Mitglied des SVVK will die Pensionskasse Post die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

       

      Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

      • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
      • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
      • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.
      Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.
       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse Post hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.​

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Pensionskasse Post von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Obwohl die PK Post in einem nicht näher quantifizierten Umfang etwas Clean Energy Impact Investment betreibt und im Falle des aktiven Asset Managements auch ESG-Kriterien in die Firmenanalyse einbezieht, bleibt in ihrer Nachhaltigkeitspolitik noch Raum für den weiteren Ausbau.  
      • Angesichts des Gewichts der PK Post und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien und des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Stiftung Auffangeinrichtung BVG

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG, Vorsorgeinstitution für Selbstständige und zur Übernahme von Destinatär*en aufgelöster Firmen-Pensionskassen, ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 16 Mia. CHF ungefähr auf Rang 10 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG verfügt über keine formelle Nachhaltigkeitspolitik, aber über ein öffentlich verfügbares positives Stiftungsrats-Commitment zu nachhaltiger Kapitalanlage.

       

      Im Anlagereglement wird auf den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bei allen Anlagekategorien verwiesen.

       

      Sie schliesst einige wenige Produzenten von Streubomben und Personenminen aus. Ebenfalls ausgeschlossen sind Anlagen in Lebensmittelkontrakte.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten gebietet es, dass die Auffangeinrichtung BVG definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung mit investierten Unternehmen im Ausland.

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG übt ihre Stimmrechte lediglich unter Berücksichtigung von Governance-Faktoren bei Schweizer Unternehmen aus. Es findet keine Stimmrechtsausübung bei (fossilen) Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Stiftung Auffangeinrichtung BVG hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Stiftung Auffangeinrichtung BVG von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend.

      • Angesichts des Gewichts der Stiftung Auffangeinrichtung und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien und des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Vita Sammelstiftungen und Zurich Versicherungen

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Vita Sammelstiftungen und Zurich Versicherungen sind mit ihrem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 11 der Pensionskassen der Schweiz.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Vita und Zurich verfügen zwar über eine allgemeine "Nachhaltigkeitspolitik", die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt. Ihre "Nachhaltigkeit" wird jedoch wirtschaftlich verstanden und nicht im Sinne der Bekenntnis zur Anwendung der ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance).

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.
      • Folglich sollte sich die Vita Sammelstiftung damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Sie besitzen keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die VIta ammelstiftungen definieren, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.​

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Vita und Zurich sehen bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Sie haben bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Sie besitzen keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung mit investierten Unternehmen im Ausland.

       

      Sie stellen einen kompletten Bericht zur Ausübung der Stimmrechte 2018 betreffend internationaler und nationaler Unternehmen öffentlich zur Verfügung. Im Anlagereglement ist der Grundsatz festgelegt, bei der Ausübung der Stimmrechte Kriterien der "Nachhaltigkeit" zu berücksichtigen und nicht ausschliesslich nach den Empfehlungen des Managements zu stimmen.

      • Wie der Bericht zeigt, ist Vita jedoch - entsprechend der von ihr nicht im Sinne der ESG-Kriterien verstandenen Nachhaltigkeit - bei fossilen Unternehmen ihrem Stimmrechtsberater ISS (International Shareholder Services) und dem Firmen-Management gefolgt: sie hat klimaschädlich abgestimmt
      • So stimmte sie an der Generalversammlung von Equinor (frühere Statoil) dagegen, dass die Firma aufhört, weitere Öl- und Erdgasfelder in der Arktis zu erschliessen und auch dagegen, dass das Management eine Strategie präsentiert, das fossile Geschäftsmodell auf erneuerbare Energie umzustellen. 
      • Weiterhin stimmte sie im Falle von Shell dagegen, dass die Firma CO2-Reduktionsziele erarbeiten und publizieren muss. 
      • Schliesslich stimmte sie bei Chevron dagegen, dass die Firma zu einem kohlenstoffreduzierten Geschäftsmodell übergehen muss.

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Dem Anlagereporting-Bericht ist zu entnehmen, dass sie den CO2-Fussabdruck ihres gesamten Portfolios ermittelt. Die Resultate der Analyse sind jedoch nicht öffentlich.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Vita und Zurich haben keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich sind die Sammelstiftungen Vita und Zurich Versicherungen von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend.

      • Angesichts des Gewichts der Vita Sammelstiftung und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien und des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Bernische Pensionskasse BPK

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die BPK ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 12 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die BPK verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt.

       

      Sie schliesst Unternehmen, welche die Menschenrechte systematisch verletzen, der Umwelt schwerwiegenden Schaden zufügen oder einen erheblichen Anteil ihres Umsatzes in den Sektoren Rüstung, Tabak, Glücksspiel, genetisch modifizierte Organismen (GMO) in der Agrar-Chemieindustrie, Atomindustrie und Pornografie erzielen aus (siehe Anlagereglement).

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Aus dem Jahresbericht 2018 geht hervor, dass die BPK den finanziellen Klimarisiken und -chancen Beachtung schenkt. In ihrer Antwort auf den Brief der Versichertengruppe BPK DIVEST (siehe unten) anerkennt sie - unter Bezugnahme auf das von der Klima-Allianz in Auftrag gegebene Rechtsgutachten der Kanzlei Niederer Kraft Frey - dass das Feld der Klimarisiken Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht ist. In derselben Antwort teilt sie mit, sie wolle im Jahre 2019 das Thema Klimaerwärmung auf strategischer Ebene und in den Anlagegrundsätzen verankern.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      IIm Jahresbericht 2018 informiert die BPK, dass sie Darlehen/Obligationen/Hypotheken an Kohlekraftwerke als Klimarisiken betrachtet und somit ausschliesst, und dass sie nicht in Emerging Markets investiert (deren CO2-Intensitäten bekanntermassen vergleichsweise hoch sind).

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die BPK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz und des ETHOS Engagement Pool International.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist sie seit Juni 2018 am laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

       

      In diesem Kontext wurde sie auch Unterstützerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Die BPK übt ihre Aktionärsstimmrechte bei ungefähr 15 ausländischen Grossunternehmen aus, die hinsichtlich ESG- und Klimawirkungen relevant sind (darunter grosse Erdölfirmen und einige Kohleproduzenten). Sie setzt dies via Dienstleistung von Ethos um und berichtet ansatzweise transparent über Ziele und Ergebnisse. Sie hat häufig gegen das Management gestimmt, somit kann angenommen werden, dass sie klimawirksame Anträge unterstützt hat.

      • Derzeit bleiben die Wirkungen der Ausübung der Stimmrechte sowie der aktiven Dialogführung (Engagement) mit fossilen Unternehmen noch ungewiss. Das Engagement sollte auf Zielen beruhen, die im Rahmen des Risikomanagements definiert und im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad sind. Eine periodische Wirkungsmessung und Überprüfung der Engagement-Strategie sollte durchgeführt und die Erkenntnisse transparent publiziert werden. Bei ausbleibender Anpassung des Geschäftsmodells ist Divestment aus Risikoüberlegungen angebracht; dies sollte in der Form einer Selbstverpflichtung festgehalten und veröffentlicht werden. Bei sich abzeichnendem Misserfolg sollten eine fortschreitende Untergewichtung des fossilen Unternehmens im Portfolio und/oder klare Ausstiegsfristen festgelegt und transparent kommuniziert werden. 

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      In ihrer Antwort auf den Brief der Versichertengruppe BPK DIVEST (siehe auch unten) informiert sie, dass sie im Jahr 2019 die nächste ESG-Überprüfung inklusive der Erfassung der Treibhausgasemissionen und der Klimarisiken durchführen lasse.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die BPK hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Mit dem Ausschluss von Kohlekraftwerk-Firmen aus dem Obligationenportfolio (inkl. Darlehen, Hypotheken) hat die die BPK einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: sehr viel besser

      • Mit der expliziten Anerkennung von Klimarisiken als Teil ihrer ESG-Politik, durch ihren Verzicht auf Anlagen in Emerging Markets und mit dem Ausschluss einer direkten Finanzierung von (neuen) Kohlekraftwerken hat die BPK einen Schritt hin zur Klimaverträglichkeit gemacht. 
      • Allerdings fehlt noch die Konzipierung einer Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

      Politische Aktivitäten

       

      2016: Interpellation Pierre Amstutz, Grüne, im Kantonsparlament "Investitionen in fossile Energieträger sind Risikoanlagen" . Die Regierung anerkennt die Berechtigung der Frage der Klimakompatibilität, antwortet jedoch ablehnend: obwohl die Pensionskassen BPK und BLVK öffentlich-rechtlich sind, sollten sie trotzdem autonom entscheiden und es bestehe keine Weisungsbefugnis. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

       

      2016: Motion Pierre Amstutz, Grüne, im Kantonsparlament zur Änderung der gesetzlichen Grundlagen, damit öffentlich-rechtliche Institutionen wie die BPK (und die BLVK) nicht mehr in fossile Unternehmen investieren. Nach negativer Stellungnahme der Regierung durch das Kantonsparlament abgelehnt (2017).

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      2017: an der Delegiertenversammlung der Versicherten der BPK stellen die im VPOD Region Bern organisierten Delegierten kritische Fragen zur Anlagepolitik und erwarten Förderung des Klimaschutzes.

       

      Juni 2019: für die Delegiertenversammlung organisiert die BPK einen Vortrag des renommierten Klimatologen Prof. Thomas Stocker zu Klimaschutz und Dekarbonisierung.

       

      Kontaktgruppe BPK DIVEST

       

      Dezember 2018: die Kontaktgruppe BPK DIVEST sendet im Namen der BPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Sie stellt fest, dass sich die BPK bislang im Rahmen ihrer reglementarischen Bestimmungen zur nachhaltigen und ethischen Anlage kaum mit den finanziellen Klimarisiken beschäftigt hat. Sie erwartet von der BPK eine Klimastrategie mit der Desinvestition fossiler Brennstoffe und Präferierung von nicht Kohle-abhängigen Stromerzeugern als erste Schritte.

       

      Januar 2019: in ihrer Antwort informiert die BPK detailliert und transparent über ihre Pläne. Sie lässt im Jahr 2019 die nächste ESG-Überprüfung inklusive der Erfassung der Treibhausgasemissionen und der Klimarisiken durchführen. Als Klimarisiken schliesse sie Darlehen/Obligationen/Hypotheken an Kohlekraftwerke aus, und sie investiere nicht in Emerging Markets (deren CO2-Intensitäten bekanntermassen vergleichsweise hoch sind). Sie will im Jahre 2019 das Thema Klimaerwärmung auf strategischer Ebene und in den Anlagegrundsätzen verankern.

       

      Ebenfalls lässt sie die Erfassung der Treibhausgasemissionen im Laufe 2019 durchführen. Weiterhin anerkennt sie - unter Bezugnahme auf das von der Klima-Allianz in Auftrag gegebene Rechtsgutachten der Kanzlei Niederer Kraft Frey - dass das Feld der Klimarisiken Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht ist. Sie betont allerdings: "die Konzentration der Anlagen auf treibhausgasarme Unternehmen oder Fossil Free Fonds wäre der falsche Weg, um den CO2-Ausstoss weltweit zu reduzieren".

       

      Sie setzt stattdessen auf Erfolge bei ihrem Engagement und bei der Wahrnehmung der Stimmrechte an General-versammlungen. Zwar informiert die BPK ansatzweise transparent über Details ihrer Engagements bei den Firmen, auch wie sie bei grossen ausländischen Unternehmen abgestimmt hat. Doch bei den Anlagen im Sektor der fossilen Energien, wo die BPK den finanziellen Klimarisiken spürbar exponiert ist, fehlt aber (noch) eine klare Klimastrategie, die Kriterien für den Erfolg solchen Engagements setzt, diesen misst und Fristen setzt.

      Pensionskasse Novartis

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse Novartis ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 13 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse Novartis verfügt über eine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist.

       

      Sie schliesst etwa Unternehmen aus, die wiederholt Menschenrechte verletzten, Produktion und Handel von Rüstungsgütern als Kerngeschäft betreiben, umfangreiche direkte Geschäftsbeziehungen zu totalitären Regimen pflegen, Produktion und Handel mit Tabakwaren als Kerngeschäft betreiben (siehe Auszug Anlagereglement).

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse Novartis besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Pensionskasse Novartis definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.​

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse Novartis hat bis heute keine expliziten Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Hingegen schliesst sie gemäss ihrer Nachhaltigkeitspolitik auch Unternehmen in den Branchen Energie, Versorger, Grundstoffe und Industriewerte mit tiefen Nachhaltigkeits-Ratings aus. Weiterhin werden "Thematische Anlagen" einbezogen, in Form von Green Bonds.

      • Es ist davon auszugehen, dass diese ESG-Integration auf Portfolioebene ansatzweise zu einer Portfolio-Dekarbonisierung beiträgt.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die Pensionskasse Novartis ist Mitglied der Initiative Principles for Responsible Investment (UN PRI) der Vereinten Nationen und verpflichtet sich damit, ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in ihrer Anlagepolitik zu berücksichtigen und entsprechendes Reporting zu betreiben.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse Novartis besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten Unternehmen im Ausland.

       

      Die Pensionskasse Novartis übt ihre Stimmrechte lediglich unter Berücksichtigung von Governance-Faktoren bei Schweizer Unternehmen aus. Es findet keine Stimmrechtsausübung bei (fossilen) Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Gemäss ihrer Nachhaltigkeitspolitik führt die PK Novartis im Sinne eines kontinuierlichen Monitorings der Klimaverträglichkeit des direkt gehaltenen Investment Portfolios entsprechende Tests durchgeführt oder sie nimmt an solchen teil.

      • Es fehlen jedoch Aussagen über die Resultate und Erkenntnisse.
      • Insbesondere ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse Novartis hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Pensionskasse Novartis von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Obwohl die PK Novartis in einem nicht näher quantifiziertem Ausmasse in CO2-intensiven Sektoren Unternehmen mit tiefen ESG-Ratings ausschliesst und mit Green Bonds auf Impact Investing setzt, bleibt in ihrer Nachhaltigkeitspolitik noch Raum für den weiteren Ausbau.  
      • Angesichts des Gewichts der PK Novartis und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema ganzheitlichen Anwendung der ESG-Kriterien und des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte systematische Umschichtung ihres Portfolios.

      Caisse de prévoyance de l'État de Genève CPEG

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

      Pensionskasse Basel-Stadt PKBS

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKBS ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 13 Mia. CHF ungefähr auf Rang 16 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Seit Anfang 2019 verfügt sie über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt. Grundlage für das Handeln der PKBS bildet das Leitbild für eine nachhaltige Anlagepolitik.

       

      Dem Anlagereglement ist zu entnehmen, dass bei aktiven wie auch bei passiven Vermögensverwaltungsmandaten Investitionen gemäss Ausschlussliste des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) nicht zulässig sind. Damit sind einige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen. Weiterhin investiert sie bei aktiven Vermögensverwaltungsmandaten nicht in Atomkraftwerke, Spielcasinos und Rüstungskonzerne. Seit Beginn 2019 schliesst sie ebenfalls Unternehmen des Kohlesektors aus (siehe unten) .

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Im Leitbild bekennt sie sich dazu, das Klimarisiko in die Anlagepolitik zu integrieren. Sie will «Anstrengungen unterstützen, die dazu führen, dass Unternehmen ihren CO2- Fussabdruck erheblich verkleinern können».

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Wie im Anlagereglement seit Anfang 2019 festgehalten, sind bei aktiven wie auch passiven Vermögensverwaltungsmandaten Investitionen in Unternehmen, deren Umsatz in der "Branche Kohle" mehr als 5% beträgt nicht zulässig. Im Geschäftsbericht 2018 präzisiert die PKBS, dass sie Unternehmen, die mehr als 5% ihres Umsatzes mit dem Abbau von Kohle erzielen, aus ihrem Anlageuniversum ausschliesst. Die Ausschlussliste wird periodisch aktualisiert und basiert auf dem Analyse-Universum von Ethos. Es darf angenommen werden, dass dieser Auschluss nicht nur das Aktien-, sondern auch das Obligationportfolio betrifft (Bestätigung pendent).

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKBS ist Mitglied des ETHOS Engagement Pools Schweiz und des ETHOS Engagement Pool International.

       

      Seit Anfang 2019 ist sie zudem Mitglied des Montreal Carbon Pledge und verpflichtet sich somit den CO2-Fussabdruck ihres Portfolios regelmässig zu messen und zu publizieren.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist sie seit Juni 2018 am laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

       

      In diesem Kontext wurde sie auch Unterstützerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Als Mitglied der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction ist sie zudem Teil der koordinierten Klima-Dialogführung mit dem Ziel, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

       

      Seit Januar 2019 verpflichtet sich die Kasse bei den 300 grössten kotierten ausländischen Unternehmen (Europa, Nordamerika, Japan) ihre Aktionärsstimmrechte auszuüben. Sie setzt dies via die Dienstleistung von Ethos um und berichtet transparent über Ziele und Ergebnisse. Daraus geht hervor, dass sie bei den klimarelevanten Unternehmen (insbesondere Erdöl- und Erdgasfirmen) klimafreundliche Anträge gegen das Management unterstützt hat.

      • Derzeit bleiben die Wirkungen der Ausübung der Stimmrechte sowie der aktiven Dialogführung (Engagement) mit fossilen Unternehmen noch ungewiss. Das Engagement sollte auf Zielen beruhen, die im Rahmen des Risikomanagements definiert und im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad sind. Eine periodische Wirkungsmessung und Überprüfung der Engagement-Strategie sollte durchgeführt und die Erkenntnisse transparent publiziert werden. Bei ausbleibender Anpassung des Geschäftsmodells ist Divestment aus Risikoüberlegungen angebracht; dies sollte in der Form einer Selbstverpflichtung festgehalten und veröffentlicht werden. Bei sich abzeichnendem Misserfolg sollten eine fortschreitende Untergewichtung des fossilen Unternehmens im Portfolio und/oder klare Ausstiegsfristen festgelegt und transparent kommuniziert werden. 

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Mit der Mitgliedschaft im Montreal Carbon Pledge hat sich die PKBS verpflichtet, den CO2-Fussabdruck ihrer Portfolien regelmässig zu messen und zu publizieren.

      • Die Klima-Allianz erwartet, dass die Messung nicht nur wie üblich die sogenannten Scope 1 Emissionen (betriebseigenes CO2 und weitere Treibhausgase) und die Scope 2 Emissionen aus Strombezug, der mit fossilen Brennstoffen erzeugt wird erfasst, sondern auch die ein Mehrfaches höheren Scope 3 Emissionen. Letztere setzen sich zusammen aus den durch die Vorlieferanten emittierten Treibhausgase sowie - besonders gewichtig - die Emissionen der nachfolgenden Verbraucher (also insbesondere das Verbrennen von Erdöl und Erdgas in Industrie, Transport und Gebäuden).

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKBS hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Mit der Entfernung der Kohleproduzenten aus dem Aktien- und (Annahme) aus dem Obligationenportfolio hat die PKBS einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: sehr viel besser

      • Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrer Anerkennung der Klimarisiken durch ihren ersten Dekarbonisierungschritt und mit ihrem begonnenen und transparent dokumentierten Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, sowie mit ihrer Verpflichtung zur regelmässigen Messung des CO2-Fussabdrucks ist die PKBS auf dem richtigen Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios. 
      • Allerdings fehlt noch eine konzeptionelle Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

      Politische Aktivitäten

       

      2015: Anzug Nora Bertschi (Grüne) und Konsorten im Kantonsparlament, für den Ausstieg der PKBS aus fossilen Energien. Im Parlament der Regierung zur Prüfung überwiesen (2016).

       

      2017: Die Delegiertenversammlung des VPOD Region Basel verabschiedet Resolution "PKBS - Divestment jetzt".

       

      2017: fossil-free.ch Regionalgruppe Basel startet Kampagne und öffentliche Petition für Divestment durch die PKBS.

       

      Januar 2018: In ihrer Antwort zum Anzug Nora Bertschi sagt die Regierung aus, die PKBS werde sich "in den nächsten beiden Jahren verstärkt mit dem Thema C02 auseinandersetzen und mögliche Umsetzungen der gewonnenen Erkenntnisse in den Anlageprozess prüfen". Sie beantragt, den Vorstoss für weitere zwei Jahre stehen zu lassen (also nicht als erledigt abzuschreiben). Dies wird vom Parlament bestätigt. 

       

      September 2018: Die fossil-free.ch Regionalgruppe Basel und Versicherte der PKBS reichen mit einer Aktion vor Ort die öffentliche Petition ein.

       

      März 2019: Motion Nicole Amacher (SP) und Konsorten "betreffend Basel pro Klima: Nur noch zukunftsorientiert investieren". Betreffend der Pensionskasse lautet die Forderung: Die PKBS "verpflichtet sich ab sofort dazu, die TCFD-Richtlinien umzusetzen und eine Klimastrategie zu veröffentlichen, welche aufzeigt, wie alle ihre Anlagen ab 2030 netto-null-CO2- Emissionen emittieren (inklusive Scope 3)."

       

      Mai 2019: Der Grosse Rat lehnt die Motion Amacher äusserst knapp ab, mit Stichentscheid des bürgerlichen Präsidenten.

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      Kontaktgruppe PKBS DIVEST

       

      Februar 2018: die Kontaktgruppe PKBS DIVEST sendet im Namen der PKBS-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Verwaltungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit den finanziellen Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zum Investor's Engagement und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von PKBS DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

       

      März 2018: die PKBS geht in ihrer Antwort nicht auf die Fragen von PKBS DIVEST ein. Sie schreibt nur, dass sie sich in den nächsten beiden Jahren vermehrt "auf konzeptioneller Basis mit dem Thema ESG im Rahmen eines Projektes auseinandersetzen und mögliche Umsetzungen der gewonnenen Erkenntnisse im Anlageprozess prüfen wolle".

       

      Februar 2019: die Gruppe PKBS DIVEST stellt fest, dass die Pensionskasse nunmehr Unternehmen ausschliesst, die mehr als 5% ihres Umsatz mit der Kohleförderung erzielen. Sie anerkennt, dass damit ein erster Schritt in die richtige Richtung erfolgt ist. Hingegen ist die PKBS noch weit von einer echten Klimastrategie entfernt, die die finanziellen Klimarisiken wirklich erkennt und mit der Deselektion des ganzen Sektors der fossilen Energien und somit der Dekarbonisierung des Portfolios beginnt.

      Sie wird ab Frühjahr 2020 nachschauen, ob es Fortschritte gibt - also wenn die Frist des Versprechens der PKBS abläuft, sich mit den ESG-Themen (Environment, Social, Governance) auseinanderzusetzen.

      Caisse de pensions de l'État de Vaud CPEV

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

      Aargauische Pensionskasse APK

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die APK ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 11 Mia. CHF ungefähr auf Rang 17 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Sie verfügt über ein Anlagecredo, das festhält, dass «ethische, ökologische und sozialpolitische Kriterien als Teil des Risikomanagements im Anlageprozess integriert» werden.

      • Es fehlen jedoch noch präzise Angaben über die Umsetzung bei der Lenkung der Investitionen auf der Ebene der eigenen Portfolios.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Sie besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

       

      Jedoch hat die APK an einem Treffen mit der Klima-Allianz (Ergebnisnotiz siehe unten) bekanntgegeben, sie berücksichtige bereits heute Klimarisiken und –chancen als Teil ihrer treuhänderischen Sorgfaltspflicht. Sie sieht sie als Bestandteil des Anlagecredos, welches ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) als Teil des Risikomanagements in den Anlageprozess integriert.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Aus der Antwort auf eine Versichertenanfrage nach Ausstieg aus fossilen Energien geht diesbezüglich hervor, dass «wo nötig und sinnvoll auch Massnahmen auf der Stufe Anlagestrategie» ergriffen werden.

       

      Aus dem Jahresbericht 2018 geht hervor, dass ein - gemäss APK zwar kleiner - Teil der Aktien Ausland in einem «nachhaltigen» Mandat geführt wird.

      • Es ist davon auszugehen, dass dieses ansatzweise zu einer Portfolio-Dekarbonisierung beiträgt.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die APK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des ETHOS Engagement Pool International.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist die APK seit Juni 2018 am laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

       

      In diesem Kontext wurde sie auch Unterstützerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Als Mitglied der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction ist sie zudem Teil der koordinierten Klima-Dialogführung mit dem Ziel, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

       

      Schliesslich sendet die Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

       

      Die APK übt ihre Aktionärsstimmrechte bei 100 ausländischen Unternehmen aus - insbesondere auch bei klimarelevanten Unternehmen in Europa und Nordamerika. Sie setzt dies via die Dienstleistung von Ethos um und berichtet transparent über Ziele und Ergebnisse. Daraus geht hervor, dass sie bei den klimarelevanten Unternehmen (insbesondere Erdöl- und Erdgasfirmen) klimafreundliche Anträge gegen das Management unterstützt hat.

      • Derzeit bleiben die Wirkungen der Ausübung der Stimmrechte sowie der aktiven Dialogführung (Engagement) mit fossilen Unternehmen noch ungewiss. Das Engagement sollte auf Zielen beruhen, die im Rahmen des Risikomanagements definiert und im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad sind. Eine periodische Wirkungsmessung und Überprüfung der Engagement-Strategie sollte durchgeführt und die Erkenntnisse transparent publiziert werden. Bei ausbleibender Anpassung des Geschäftsmodells ist Divestment aus Risikoüberlegungen angebracht; dies sollte in der Form einer Selbstverpflichtung festgehalten und veröffentlicht werden. Bei sich abzeichnendem Misserfolg sollten eine fortschreitende Untergewichtung des fossilen Unternehmens im Portfolio und/oder klare Ausstiegsfristen festgelegt und transparent kommuniziert werden. 

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die APK hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: viel besser

      • Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrer Anerkennung der Klimarisiken und mit ihrem begonnenen und transparent dokumentierten Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, hat die APK das Potenzial, in Zukunft den Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios einzuschlagen. 
      • Allerdings fehlt noch die Konzipierung einer Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios.

       

      Politische Aktivitäten

       

      2016: Postulat im Kantonsparlament, Robert Obrist, Grüne, für gesetzliche Grundlagen zur Erwirkung der Desinvestition öffentlicher kantonaler Institutionen u.a. der APK . Nach negativem Antrag der Regierung im Parlament abgelehnt. Obwohl die APK eine öffentlich-rechtliche Institution ist, solle sie trotzdem autonom entscheiden und es bestehe keine Weisungsbefugnis. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

       

      Dezember 2017: Interpellation der Fraktion der Grünen über klimabedingte Investitionsrisiken der APK. In ihrer Antwort vom März 2018 verneint die Regierung abermals ihre Möglichkeiten der Einflussnahme, und sie schätzt zusammen mit der APK bei den Anlagen in Kohle-, Erdöl- und Erdgasindustrie "die derzeit erzielte Rendite im Vergleich zu den heute eingegangenen Risiken als angemessen ein". Nur bei "signifikanter" Veränderung der Bewertungsgrundlagen werde die APK die Situation "mittel- bis langfristig" neu beurteilen.

       

      August 2018: Motion der Fraktion der Grünen für die Ausarbeitung einer Gesetzesänderung, um der APK die Investitionen in fossile Energien zu verbieten. November 2018: Die Regierung lehnt die Motion ab - mit denselben Gründen wie in der Antwort auf die Interpellation (siehe oben) - und stuft eine Annahme als unter dem Bundesrecht rechtlich problematisch ein. März 2019: Der Grossrat lehnt die Motion ab.

       

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      Kontaktgruppe APK DIVEST

       

      Januar 2019: die Kontaktgruppe APK DIVEST sendet im Namen der APK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Die Unterzeichnenden begrüssen die Teilnahme am Ethos Engagement Pool International und den verwandten Aufrufen (siehe oben), stellt jedoch fest, dass die Kasse weder Nachhaltigkeitskriterien befolgt noch die Klimarisiken im Bereich ihrer Anlagen betrachtet. Die Eingabe umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zum Investor's Engagement, und besteht auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

       

      Mai 2019: die APK lädt als Reaktion auf das Schreiben eine Delegation der Klima-Allianz zu einem Austausch ein. Auf Nachfrage informiert sie über einen in Zukunft zu erwartenden höheren Klima-Impact aufgrund der Nachhaltigkeitsbestimmungen in ihrem Anlagecredo. Die Delegation der Klima-Allianz fasst die zu erwartenden Weiterentwicklungen in einer durch die APK gegengelesenen Ergebnisnotiz zusammen.

      ComPlan Pensionskasse Swisscom

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      ComPlan ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 11 Mia. CHF ungefähr auf Rang 18 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      ComPlan verfügt über keine öffentlich verfügbare Nachhaltigkeitspolitik.

       

      Sie ist jedoch Gründungsmitglied des Schweizer Verein für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Als Mitglied des SVVK sieht comPlan seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

       

      Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Abkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern auch, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

       

      In seiner Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

      • Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
      • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
      • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
      • Zu begrüssen ist schliesslich die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      ComPlan hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

      • Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Der SVVK, wo comPlan Gründungsmitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des SVVK will sie die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

       

      Die SVVK-Stellungnahme zum Klimaabkommen von Paris setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf Investor's Engagement. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

      • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein. 
      • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
      • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.

      Es findet keine Stimmrechtsausübung bei (fossilen) Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      ComPlan hat derzeit keine Absichten für eine Dekarbonisierung ihres Portfolios bekanntgegeben.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die comPlan von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der comPlan und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema der Nachhaltigkeit beschäftigt, verstanden als ganzheitliche Anwendung der ESG-Kriterien sowie des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.
    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 21-30

      Roche, PKE, BLPK, Coop, Swisscanto, sgpk, STENFO, Profond, LUPK, BLVK

       

      Für die gesuchte Institution nach unten scrollen

      Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche AG

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche ist mit ihrem geschätzten Anlagevolumen von rund 10 Mia. CHF ungefähr auf Rang 19 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche führt keine Website und legt ihr Anlagereglement nicht offen. Sie ist demzufolge gegenüber der Öffentlichkeit intransparent.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich die Roche Pensionskasse damit auseinandersetzen, wie sie ihre Anlagepolitik in Zukunft transparent gegenüber der Öffentlichkeit darstellen wird, einschliesslich darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht; gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse der Roche besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse der Roche sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse der Roche besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse der Roche hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Die Pensionskasse der F. Hoffmann-La Roche AG ist intransparent und von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch sehr weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: im Dunkeln

      • Der Öffentlichkeit fehlt jegliche Information über die Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit. Dies ist je länger desto unverträglicher mit den Zielen des Bundesrates.
      • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse der Hoffmann-La Roche AG und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      PKE Vorsorgestiftung Energie

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKE ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 10 Mia. CHF ungefähr auf Rang 20 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich die PKE damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PKE besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die PKE definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PKE hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die PKE besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten Unternehmen im Ausland.

       

      Sie besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKE hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. 

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die PKE von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PKE und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      CPV/CAP Pensionskasse Coop

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die CPV/CAP Pensionskasse Coop ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 10 Mia. CHF ungefähr auf Rang 22 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die CPV/CAP verfügt über eine Nachhaltigkeitspolitik, die auf den ESG-Kriterien basiert, in ihrem Anlagereglement festgehalten ist und für alle Anlagekategorien gilt.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die CPV/CAP hält in ihrer Nachhaltigkeitspolitik fest, dass das Pariser Klimaabkommen und dessen Auswirkungen auf die Vermögensanlage berücksichtigt wird, indem sie im Umfang von rund 0.4 Mia CHF in erneuerbare Energien (Solar-, Wind- und Wasserkraftanlagen) und Aufbau von Wald investiere, und dass sie damit die finanzielle Stabilität langfristig sichern will. Gemäss Geschäftsbericht 2018 sind diese im Ausbau begriffenen Positionen Teil der Alternativen Anlagen, konkret in Infrastruktur und Private Equity.

      • Dieses grüne Impact Investing nutzt finanzielle Klimaopportunitäten und ist demnach sehr positiv. 
      • Weil dadurch die C02-Intensität des gesamten Wertschriften-Portfolios - Aktien, Obligationen und Alternative Anlagen - sinkt, ist ein erster Schritt der Dekarbonisierung gemacht.
      • Andererseits fehlt noch der Fokus auf die Risikominderung bei den vorhandenen braunen Anlagen in die fossilen Unternehmen.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Mit ihrem Green Impact Investing, vorgenommen durch Anlagen in erneuerbare Energien und in Aufbau von Wald, die gegen 4% des Anlagevolumens ausmachen, hat die CPV/CAP einen ersten substanziellen Schritt zur Dekarbonisierung des Portfolios gemacht.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die CPV/CAP besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die CPV/CAP will ihr Impact Investing mit Investitionen in Wasserkraft weiter ausbauen. Sie hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Mit dem Green Impact Investing in erneuerbare Energien und Aufbau von Wald hat die CPV/CAP einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: besser

      • Mit ihrer Nachhaltigkeitspolitik und ihrer Analyse des Pariser Klimaabkommens, das in den Beschluss mündete, substanzielles Green Impact Investing zu betreiben, hat die CPV/CAP gute Grundlagen geschaffen, um den Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios einzuschlagen. 
      • Dazu fehlt noch die Analyse der Klimarisiken und -potenziale der braunen Anteile ihres Stamm-Portfolios (Aktien, Obligationen).
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

      Basellandschaftliche Pensionskasse BLPK

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die BLPK ist mit ihrem Anlagevolumen von über 9 Mia. CHF ungefähr auf Rang 22 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die BLPK bekennt sich seit Mitte 2019 zu einer nachhaltigen Anlagepolitik. Sie hat umfassende Grundsätze zur Berücksichtigung der ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) veröffentlicht.

       

      Sie ist neu Mitglied des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK), der sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt.

       

      Die BLPK schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Als Mitglied des SVVK sieht die BLPK seit Anfang 2019 auch den Klimawandel als Teil der Nachhaltigkeitskriterien. Sie besitzt jedoch keine eigene öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

       

      Der SVVK anerkennt im Aktivitätsreport 2018, dass das Pariser Klimaabkommen "mittelfristig Auswirkung auf Unternehmen und Anleger hat". Er rät seinen Mitgliedern, "die finanziellen Chancen und Risiken im Zusammenhang mit dem Klimawandel zu analysieren und die von der internationalen Gemeinschaft verabschiedeten Ziele zu beurteilen".

       

      In seiner Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen (März 2019) anerkennt er dieses infolge der Unterzeichnung durch die Schweiz als normative Grundlage für Massnahmen. Er sagt darin: "Der Klimawandel wirkt als Risikofaktor auf die Werthaltigkeit der Anlagen".

      • Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen ist insoweit ein Fortschritt, als sie zwar keine materiell klimawirksamen Empfehlungen ausspricht, aber immerhin Handlungsmöglichkeiten zuhanden seiner Mitglieder listet. So sieht der SVVK eine durch das oberste Organ festgelegte Strategie und Umsetzung nach "Auseinandersetzung mit den klimabezogenen Chancen und Risiken" als eine mögliche Option. Er führt zudem aus, es könne "durchaus sinnvoll sein, die beschlossene Strategie und deren Umsetzung an die Destinatäre zu kommunizieren".
      • Weiterhin wird in der Stellungnahme neben dem Einwand, Divestment habe keine Klimawirkung, weil die Titel nur in andere Hände übergehen würden, auch anerkannt: "Nichtsdestotrotz kann ein Verkauf von Aktien, Obligationen und weiteren Anlagen eine Signalwirkung haben oder aus Risikomanagement-Überlegungen Sinn ergeben".
      • Ein zwar zahm formulierter, aber doch positiver Punkt ist zudem die gelistete Option, Kapitalerhöhungen von Unternehmen kritisch zu bewerten: "Eine Kapitalzufuhr an CO2-intensive Unternehmen, welche nicht bereit sind, mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf das eigene Geschäftsmodell zu integrieren, kann kritisch überprüft werden".
      • Zu begrüssen ist zudem die durch den SVVK gelistete Option, gezielte Investitionen in klimapositive Aktien, Obligationen und weitere Anlagen zu tätigen.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die BLPK hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

      • Als Mitglied des SVVK ist sie nun aufgefordert, sich mit dessen Empfehlungen zur Risikominderung auseinanderzusetzen und erste Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios einzuleiten.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Der SVVK, wo die BLPK Mitglied ist, ist seinerseits Mitglied von Climate Action 100+ und Swiss Sustainable Finance.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des SVVK will die BLPK die Einhaltung der ESG-Kriterien überwiegend durch den Dialog (Engagement) mit den investierten Unternehmen erreichen. Ausschlüsse von Unternehmen werden nur als Ultima Ratio bei Unwirksamkeit des Engagementprozesses akzeptiert.

       

      Die SVVK-Stellungnahme zum Pariser Klimaabkommen setzt im Falle der finanziellen Klimarisiken primär auf den Dialog mit den investierten Unternehmen. Der SVVK will dieses gemeinschaftlich für seine Mitglieder tätigen. Als erstes sollen von den Unternehmen transparente Informationen zu den Chancen und Risiken des Geschäftsmodells sowie zu den klimabezogen Finanzrisiken auf der Basis der Empfehlungen der Task Force on Climate-related Financial Disclosures der G20 (TCFD) eingefordert werden. Damit sollen Verhaltensänderungen bewirkt und für die Investoren bessere Grundlagen für Anlageentscheide geboten werden.

      • Die Forderung nach Offenlegung von Klimadaten durch die Unternehmen ist zu unterstützen, denn sie ist die Grundvoraussetzung für Anlageentscheidungen. Jedoch leitet sie bei weitem noch keine Paris-kompatible Dekarbonisierung der Anlagen ein.
      • Für klimawirksames Engagement sind präzise Forderungen, Umfang, Messkriterien und Desinvestitionsfristen bei Nichterfüllung zu definieren. 
      • Ohne eine klare Dekarbonisierungsstrategie und ohne Leistungsnachweis der Engagementpolitik im Bereich der Klimarisiken erscheint der Ansatz des SVVK im Bereich der Klimarisiken noch nicht ausgereift.
      Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.
       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die BLPK hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die BLPK von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der BLPK und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

       

      Politische Aktivitäten

       

      Mai 2017: Interpellation der Grüne/EVP-Fraktion (Klaus Kirchmayr, Sara Fritz) im Kantonsparlament für Divestment.

       

      Oktober 2017: Die Exekutive informiert in ihrer Antwort, die BLPK teile die Ansicht, dass Investitionen in CO2-intensive Unternehmen mittel- bis längerfristig ein potenzielles Risiko darstellen können, aber die Notwendigkeit von Sofortmassnahmen steht aber momentan nicht zur Diskussion.

       

      Februar 2019: Interfraktionelles Postulat Erika Eichenberger, Grüne "Für mehr Transparenz und einen schrittweisen Ausstieg der Pensionskasse Baselland aus der Investition in fossile Energien". Der Vorstoss betont, dass die gesetzlich vorgegebene, langfristige Sichtweise der Pensionskassen zur Sicherung der zukünftigen Renten erfordert, dass kommende Wertverluste der fossilen Anlagen rechtzeitig erkannt und durch Umschichtungen vermieden werden, und dass es zur treuhänderischen Pflicht einer Pensionskasse gehört, auch diese Erkenntnis systematisch in den Anlageprozess zu integrieren.

       

      April 2019: die Regierung beantragt Entgegennahme und Abschreibung des Postulats Eichenberger. Sie beschränkt sich darauf, auf die laufenden Entwicklungen der BLPK (siehe oben) zu verweisen und das Anliegen als erfüllt zu bezeichnen.

       

      August 2019: Das Parlament beschliesst mit knapper bürgerlicher Mehrheit, sich mit den bescheidenen Fortschritten der BLPK zufriedenzugeben und das Postulat als erledigt abzuschreiben.

       

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      Kontaktgruppe BLPK DIVEST

       

      September 2017: die Kontaktgruppe BLPK DIVEST sendet im Namen der BLPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses kritisiert die fehlende Einbindung von Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) in die Anlagepolitik. Weiterhin umfasst es Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu den Ausschlusskriterien, zur Stimmrechtsausübung und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von BLPK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

      Im Antwortschreiben an die Kontaktgruppe BLPK DIVEST sieht sich die Kasse veranlasst, zu betonen, dass sie allein über die Anlagen zu entscheiden hätte und teilt mit, "für einen Dialog mit der ad-hoc-Gruppe BLPK DIVEST bestehe derzeit kein Bedarf".

       

      Dezember 2017: Nach Erhalt des Antwortschreibens der BLPK, das den Dialog als unnötig befindet, erinnert BLPK DIVEST in einem Positionspapier die Kasse an ihre treuhänderische Sorgfaltspflicht gegenüber den Versicherten. Gemäss dem Pensionskassen-Verband ASIP haben “alle Versicherten Anspruch darauf, dass die Führungsorgane ihre treuhänderische Verantwortung wahrnehmen. Besonders wichtig ist darum das Verhältnis zwischen Versicherten und Führungsorganen. Entscheidend für Auf- und Ausbau des Vertrauens der Versicherten in ihre Vorsorgeeinrichtungen ist die Kommunikation und Information". BLPK DIVEST hält fest, dass das BAFU auf einen Bericht von PRI, Global Compact und UNEP-FI verweist, der festhält, dass der Einbezug von Langzeitrisiken wie dem Klimawandel zu den treuhänderischen Pflichten von Investoren gehört. Würden diese nicht beachtet, könnten bei Schäden durch den Klimawandel Forderungen an Investoren gestellt werden (Haftungsrisiken).

       

      Dezember 2017: Die BLPK nimmt in ihrer erneuten Antwort nicht inhaltlich zu den Positionen von BLPK DIVEST Stellung und sieht "bis auf Weiteres" keinen Bedarf zum Dialog. Immerhin sagt sie jetzt aus, sie sei "sich bewusst, dass ... auch ethische Bedürfnisse zu berücksichtigen" seien. Sie verweist auch darauf, dass sie an einer allgemeinen Überprüfung der Anlagestrategie in Bezug auf das Nachhaltigkeitsthema sei und dass die Erkenntnisse daraus den Versicherten kommuniziert werden sollen.

      Swisscanto Sammelstiftung

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Swisscanto Sammelstiftung ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 9 Mia. CHF ungefähr auf Rang 23 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Webseite zugänglichen Informationen verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess. Im Geschäftsbericht 2018 wird darauf verwiesen, dass die Anlage der Alterskapitalien der Swisscanto Sammelstiftung über die Swisscanto Fondsleitung AG in Gefässe der Swisscanto Anlagestiftung erfolgt; konkret kommen die drei Fund-of-funds Produkte Swisscanto AST Avant BVG Portfolio 10 GT CHF, Swisscanto AST Avant BVG Portfolio 25 GT CHF und Swisscanto AST Avant BVG Portfolio 45 GT CHF zum Einsatz, wohl in fallspezifischer und zeitlich wechselnder Kombination. Gemäss den Factsheets sind diese Finanzprodukte in einen Nachhaltigkeitsindikator B (A: beste, G: schlechteste) eingeteilt. Swisscanto Invest, die Dachstruktur für alle Swisscanto Anlageprodukte, gibt allerdings keine weitergehende Beschreibung für diesen Nachhaltigkeitsindikator.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich die Swisscanto Sammelstiftung damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt.
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Swisscanto Sammelstiftung besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Swisscanto Sammelstiftung definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Swisscanto Sammelstiftung hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die für die Swisscanto Anlagestiftung verantwortliche Vermögensverwaltung ist über das Mutterhaus Swisscanto Invest/Zürcher Kantonalbank Mitglied der Initiative Principles for Responsible Investment (UN-PRI) der Vereinten Nationen, wie die UN-PRI-Mitgliederliste zeigt. Entsprechend verpflichtet sich damit der alleinige Vermögensverwalter der Swisscanto Sammelstiftung, die Swisscanto Anlagestiftung, ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in ihrer Anlagepolitik zu berücksichtigen und entsprechendes Reporting zu betreiben.

      • Dies ist positiv. Allerdings fundieren diese UN-PRI auch auf der Erkenntnis, dass die finanziellen ESG- und Klimarisiken materiell sind und dass deshalb wirtschaftlich begründetes Risikomanagement nötig wird, um Verluste zu vermeiden. 
      • Selbst der Bundesrat bestätigte schon im Jahr 2017, dass die finanziellen Klimarisiken real sind; auch liessen sich mit klimaverträglichen und nachhaltigen Investitionsstrategien marktkonforme Renditen erzielen, wobei eine Mehrheit der wissenschaftlichen Studien sogar einen positiven Zusammenhang zeigen.

      Die für die Swisscanto Anlagestiftung verantwortliche Vermögensverwaltung ist über das Mutterhaus Swisscanto/Zürcher Kantonalbank Mitglied von Swiss Sustainable Finance.

      • Es ist zu begrüssen, dass die Swisscanto Sammelstiftung über ihren alleinigen Vermögensverwalter Swisscanto/Zürcher Kantonalbank die Notwendigkeit anerkennt, dass der Finanzplatz Schweiz - damit auch sie selbst, als grosser Akteur der betrieblichen Vorsorge - eine führende Rolle bei der nachhaltigen und klimaverträglichen Ausrichtung der Finanzflüsse spielt.

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Swisscanto Sammelstiftung besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Hingegen hat ihr Vermögensverwalter Swisscanto Fondsleitung AG (als Teil von Swisscanto Invest by Zürcher Kantonalbank) mit der Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

       

      Die Swisscanto Sammelstiftung selbst besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Hingegen nimmt ihr Vermögensverwalter Swisscanto Fondsleitung AG ihre Stimmrechte auch im Ausland wahr. Ihre Abstimmungspolitik von Anfang 2019 setzt fest, dass sie im Ausland bei Gesellschaften abstimmt, wenn sie Besitzer eines Aktienwerts von mehr als 10 Mio. CHF ist. Inhaltlich verpflichtet sie sich, nach ESG-Kriterien abzustimmen und unter anderem Aktionärsanträge zu unterstützen, die der Eindämmung des Klimawandels dienen. Sie setzt dies via die Dienstleistung von ISS (International Shareholder Services) um. Zwischen Swisscanto und ISS besteht eine vertragliche Abmachung, welche die Abstimmungspolitik umsetzt und dem Dienstleister in der Form von Richtlinien vorgibt, wie er abstimmen sollte. Darin gibt Swisscanto ESG-Ziele vor, welche über die Empfehlungen hinausgehen, welche ISS im Normalfall an kommerzielle Investoren abgibt. Im Auftrag der Swisscanto Fondsleitung AG berichtet der Dienstleister ISS darüber, wie er tatsächlich abgestimmt hat.

      • Gegenüber dem Proxy Advisor ISS bestehen richtigerweise Zweifel in Bezug auf seine Ernsthaftigkeit, den kommerziellen Aktionären klimaverträgliche Abstimmungsempfehlungen auszusprechen. So hat ISS im Herbst 2019 empfohlen, einen Aktionärsantrag gegen die klimaschädlichen Lobby-Aktivitäten des Kohle-, Erdöl- und Erdgas-Konzerns BHP abzulehnen. Wohl dank den ESG-Vorgaben an ISS hat die Swisscanto Fondsleitung AG dem besagten klimapositiven Aktionärsantrag zugestimmt, wie aus dem ISS-Bericht an Swisscanto hervorgeht. 
      • Demselben Bericht ist zu jedoch zu entnehmen, dass ISS trotz der vertraglichen Abmachung, nach ESG-Kriterien abzustimmen, bei den fossilen Unternehmen nicht immer konsequent die eingebrachten klimafreundlichen Aktionärsanträge unterstützt hat.
      • An der Generalversammlung von Shell stimmte ISS in Vertretung von Swisscanto dagegen, dass die Firma CO2-Reduktionsziele erarbeiten und publizieren muss.  
      • Im Falle von Equinor (frühere Statoil) wandte sie sich dagegen, dass die Firma aufhört, weitere Öl- und Erdgasfelder in der Arktis zu erschliessen; sie unterstützte nur die Anträge, dass das Management eine Strategie präsentiert, das fossile Geschäftsmodell auf erneuerbare Energie umzustellen und dass es Ziele zur Paris-kompatiblen Ausrichtung ausarbeiten muss. 
      • Im Falle von BP unterstützte sie nur die Climate-Action 100+ Resolution zur Berichterstattung darüber, wie das Geschäftsmodell mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens kompatibel ist; sie lehnte aber den Antrag ab, dass BP konkrete Ziele für ihre Paris-Kompatibilität formuliert.

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Swisscanto Sammelstiftung hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Swisscanto Sammelstiftung von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Swisscanto Sammelstiftung und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      St. Galler Pensionskasse sgpk

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die sgpk ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 9 Mia. CHF ungefähr auf Rang 24 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die sgpk verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden. Sie informiert, die regelmässige Analyse des Aktienportfolios hinsichtlich der Nachhaltigkeitsstandards der Unternehmen sei wesentlich zur Überwachung und Steuerung der Portfoliorisiken, und der Ausschluss von Firmen könne in einzelnen Fällen nötig sein.

       

      Gemäss einer indirekten Auskunft über die Antwort auf eine Interpellation im Parlament (s. unten), schliesst sie via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die sgpk bekennt sich zu Massnahmen zum Schutz des Klimas, worin sie den Klimawandel als drängendes Problem anerkennt.

      • Allerdings beschränken sich diese vorerst auf die neue Orientierung auf "Green Bonds", also Obligationen, die in definierte Umwelt- und Klimaprojekte fliessen, sowie auf Infrastrukturanlagen, womit sie direkt in erneuerbare Energieträger investiert.

      Sie gibt aber die Absicht bekannt, die Erweiterung der Massnahmen laufend prüfen zu wollen.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Mit ihrer Politik, in "Green Bonds"zu investieren , also in Obligationen, die in definierte Umwelt- und Klimaprojekte fliessen, sowie in Infrastrukturanlagen, womit sie direkt in erneuerbare Energieträger anlegt, dürfte die sgpk ein (kleines) Stück weit zur Dekarbonisierung des Portfolios beigetragen haben.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die sgpk ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des ETHOS Engagement Pool International.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist sie seit Juni 2018 am laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

       

      In diesem Kontext wurde sie auch Unterstützerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Mit der Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change hat sie ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

       

      Als Mitglied der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction ist sie zudem Teil der koordinierten Klima-Dialogführung mit dem Ziel, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

      • Die sgpk sollte auch ihre Aktionärsstimmrechte im Ausland ausüben und transparent publizieren. Somit könnte sie insbesondere bei den fossilen Unternehmen eine synergistische Wirkung in Kombination mit ihren Engagement-Aktivitäten erzielen. 
      • Derzeit bleiben die Wirkungen der aktiven Dialogführung (Engagement) mit fossilen Unternehmen noch ungewiss. Das Engagement sollte auf Zielen beruhen, die im Rahmen des Risikomanagements definiert und im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad sind. Eine periodische Wirkungsmessung und Überprüfung der Engagement-Strategie sollte durchgeführt und die Erkenntnisse transparent publiziert werden. Bei ausbleibender Anpassung des Geschäftsmodells ist Divestment aus Risikoüberlegungen angebracht; dies sollte in der Form einer Selbstverpflichtung festgehalten und veröffentlicht werden. Bei sich abzeichnendem Misserfolg sollten eine fortschreitende Untergewichtung des fossilen Unternehmens im Portfolio und/oder klare Ausstiegsfristen festgelegt und transparent kommuniziert werden. 

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die sgpk hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: besser

      • Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrer Anerkennung der Klimarisiken und mit ihrem begonnenen Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, hat die sgpk ein gewisses Potenzial, in Zukunft den Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios einzuschlagen. 
      • Allerdings fehlen noch Schritte für ein ESG- und klimawirksames Engagement mit den investierten Unternehmen und eine konzeptionelle Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

       

      Politische Aktivitäten

       

      April 2019: Interpellation Yvonne Suter (CVP), Christoph Bärlocher (CVP), Patrick Dürr (CVP) und 45 Mitunterzeichnende "Wie nachhaltig investiert der Kanton St.Gallen sein Geld?" mit der Frage nach der Einhaltung allgemeiner Nachhaltigkeitskriterien u.a. durch die sgpk, darunter Investitionen in fossile Energien.

       

      Mai 2019: in ihrer Antwort auf die Interpellation Suter verweist die Regierung gleich wie bei den Motionen Oberholzer und Tanner (siehe unten) auf die Autonomie der sgpk. Immerhin rapportiert sie die Stellungnahme der Kasse. Diese berichtet, sie vollziehe die Ausschlussentscheide des SVVK nach, also seien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen. Weiterhin rapportiert die sgpk, sie trage den ESG-Aspekten überdurchschnittlich Rechnung, da ihr Vergleich des Aktienportfolios mit dem MSCI-ESG-Benchmark in einem vergleichsweise guten ESG-Rating abschneide. Keine Auskunft gibt die Kasse hingegen zu den C02-Emissionen ihres Portfolios.

       

      April 2019: Motion Basil Oberholzer (Grüne), Christopher Chandiramani (SVP), Thomas Warzinek (CVP) und 29 Mitunterzeichnende, "Nachhaltige Anlagepolitik" für die Ausschöpfung der Steuerungsmöglichkeiten für nachhaltiges und speziell klimaverträgliches Investitionsverhalten durch den Kanton, u.a. auch bei der sgpk.

       

      April 2019: Motion Jörg Tanner (GLP), Sonja Lüthi (GLP) und 5 Mitunterzeichnende "Klima- und umweltverträgliche Investitionsstrategien: Kanton St.Gallen als Vorreiter?", um der Regierung die Möglichkeit zu bieten, sich mit dem Thema staatliche Investments und Nachhaltigkeit - u.a. auch bei der sgpk - (eingehend) zu befassen und die diesbezüglichen Rahmenbedingungen zu überprüfen und soweit als möglich zu verbessern.

       

      Mai 2019: die Regierung beantragt mit praktisch gleichlautenden Begründungen die Ablehnung sowohl der Motion Oberholzer wie auch der Motion Tanner. Obwohl die sgpk eine öffentlich-rechtliche Institution ist, beruft sich die Regierung auf die Autonomie der Pensionskasse. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017. Obwohl die MotionärInnen der Motion Tanner auf dieses Gutachten Bezug nehmen, erlaubt sich die Regierung, zu ihren Einflussmöglichkeiten nicht Stellung zu nehmen. Für alle angesprochenen Institutionen im ihrem Einflussbereich bezeichnet sie die Schaffung von Rahmenbedingungen zur nachhaltigen und klimaverträglichen Anlagepolitik als komplett unnötig.

       

      Juni 2019: das Parlament lehnt die Motion Oberholzer "Nachhaltige Anlagepolitik" ab. Dasselbe geschieht bei der Behandlung der Motion Tanner.

       

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      Kontaktgruppe SGPK DIVEST

       

      Dezember 2017: die Kontaktgruppe SGPK DIVEST sendet im Namen der SGPK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an den Stiftungsrat. Dieses umfasst Fragestellungen zu Messung und Berichterstattung der Klimaverträglichkeit, zur Strategie im Umgang mit Klimarisiken, zu nicht existierenden Ausschlusskriterien, zum fehlenden Investor's Engagement im Ausland und zur Einbindung der Destinatäre. Die Eingabe von SGPK DIVEST besteht zudem auf einer klaren und transparenten Ausstiegsstrategie aus Anlagen in fossile Unternehmen.

       

      Januar 2018: die Geschäftsleitung der SGPK antwortet vorerst mündlich wie folgt:

      • Das Thema der Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit sei bei ihnen durchaus "angekommen" und die Anliegen von SGPK DIVEST seien berechtigt.
      • Die SGPK stehe aber erst am Anfang dieses Weges und befasse sich neu in vertiefterer Weise damit, sie seien deshalb nur schlecht in der Lage, der Gruppe SGPK DIVEST eine befriedigende Antwort zukommen zu lassen.

      Die Gruppe SGPK DIVEST konstatiert, dass der Druck wirkt. Sie wird die durch die SGPK angekündigten Informationen zur Nachhaltigkeit der Anlagepolitik im Mitte Jahr erscheinenden Geschäftsbericht 2017 evaluieren und gegenüber der Kasse auf das Klima-Thema zurückkommen.

       

      Oktober 2018: die Gruppe SGPK begrüsst in einem Email an die Kasse die ersten Ansätze in Richtung Nachhaltigkeit und Klimaverträglichkeit der Anlagen (siehe oben), insbesondere die Absichtserklärung der SGPK zur Erweiterung der Massnahmen. Sie kündigt an, sich zu einem späteren Zeitpunkt wieder über die Fortschritte erkundigen zu wollen.

      Stilllegungsfonds für Kernanlagen und Entsorgungsfonds für Kernkraftwerke STENFO

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Der öffentlich-rechtliche Stilllegungs- und Entsorgungsfonds (STENFO) ist zwar nicht eine Pensionskasse, aber er versichert die Allgemeinheit gegen Technologiefolgekosten der Atomenergie. Als vom Bund beauftragte Institution ist der Stenfo der Öffentlichkeit gegenüber Rechenschaft schuldig. Er ist mit seinem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ein gewichtiger Akteur.

      • Das akkumulierte Geld für die Beseitigung der Folgen des Gebrauchs der Atomenergie müsste eigentlich der Unterstützung der Energietransition zu den erneuerbaren Energien dienen - in Linie mit dem Dekarbonisierungsziel der Finanzanlagen des Pariser Klimaabkommens.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik des Stillegungsfonds sowie des Entsorgungsfonds und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich der Stenfo damit auseinandersetzen, wie er im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte er in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Der STENFO besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die seine Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Der STENFO unterliegt einer vergleichbaren treuhänderischen Pflicht gegenüber dem Bund und der Öffentlichkeit. Diese verlangt, dass der STENFO definiert, mit welchen Massnahmen er diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Der STENFO hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Der STENFO besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Der STENFO besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse


      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Der STENFO hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

       

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist der STENFO von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts des STENFO und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.​

      Profond Vorsorgeeinrichtung

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Profond Vorsorgeeinrichtung (Sammelstiftung) ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ungefähr auf Rang 25 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Profond bekennt sich in allgemeiner Weise zur Nachhaltigkeit, indem sie bei den Anlageentscheiden finanzielle, ökologische und gesellschaftliche Kriterien berücksichtige. Als einzig konkret bekanntgegebene Massnahme wendet sie die Richtlinien des SVVK an, also sind einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausgeschlossen.

      • Die Profond schweigt sich aber noch darüber aus, welche weiteren konkreten Massnahmen sie im Anlageprozess bei der Selektion der Unternehmen trifft oder treffen will, um ihre Selbstverpflichtung umzusetzen, ökologische und gesellschaftliche Kriterien zu berücksichtigen.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Profond besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die seine Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Profond  definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Profond hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Profond besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die Profond besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Profond hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Profond Vorsorgeeinrichtung von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Profond und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.​

      LUPK Luzerner Pensionskasse

      Die Details zur LUPK, der führenden nachhaltigen öffentlich-rechtlichen Pensionskasse (auf ungefähr Rang 26 nach Anlagevolumen), finden Sie hier unter der Rubrik "Vorreiter".

      Bernische Lehrerversicherungskasse BLVK

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die BLVK ist mit einem Anlagevolumen von rund 8 Mia. CHF ungefähr auf Rang 27 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die BLVK verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt.

       

      Sie schliesst über 60 Unternehmen aus dem Anlageuniversum aus. Ausgeschlossen werden Unternehmen die mit kontroversen Waffen (Streumunition, Personenminen, chemische-, biologische- und Nuklearwaffen) handeln und Unternehmen, die einen Grossteil ihres Umsatzes mit Kohleprodukten generieren.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Eine ausdrückliche Klimastrategie besteht nicht. Doch in ihrer Antwort auf eine Interpellation aus dem Kantonsparlament (S. unten) gibt die BLVK bekannt, sie hätte sich am BAFU-Klimaverträglichkeitstest beteiligt, und sie habe ihr Portfolio einem umfassenden ESG-Screening (Environmental, Social, Governance) durch ETHOS unterzogen. Ebendies habe sie auch veranlasst, aus "Kohleprodukten" auszusteigen; aufgrund interner Auswertungen würde sich zudem zeigen, dass durch diese Ausschlüsse der CO2-Fussabdruck "markant verringert" werden konnte. Überdies sei sie bestrebt, "den ökologischen Fussabdruck in den nächsten Jahren weiterhin zu optimieren".

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      In einem Brief an die Versichertengruppe BLVK DIVEST (s. unten) und einer weiteren Mitteilung an die Klima-Allianz präzisiert die BLVK die allgemeine Information in den Nachhaltigkeitsgrundsätzen bezüglich "Kohleprodukten", dass unter ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Kohleproduzenten (Abbau von Kohle oder Erzeugung von Elektrizität mittels Kohle) sowohl aus den Aktien wie auch aus den Obligationenportfolien ausgeschlossen werden.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die BLVK ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist sie seit Juni 2018 am laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

       

      In diesem Kontext wurde sie auch Unterstützerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist, "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Mit der Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change hat sie ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

       

      Als Mitglied der Investor Decarbonization Initiative von ShareAction ist sie zudem Teil der koordinierten Klima-Dialogführung mit dem Ziel, dass Unternehmungen 100 % erneuerbare Energie verwenden, ihre Energieeffizienz steigern und auf elektrische Mobilität umsteigen.

      • Die  BLVK sollte auch ihre Aktionärsstimmrechte im Ausland ausüben und transparent publizieren. Somit könnte sie insbesondere bei den fossilen Unternehmen eine synergistische Wirkung in Kombination mit ihren Engagement-Aktivitäten erzielen. 
      • Derzeit bleiben die Wirkungen der aktiven Dialogführung (Engagement) mit fossilen Unternehmen noch ungewiss. Das Engagement sollte auf Zielen beruhen, die im Rahmen des Risikomanagements definiert und im Einklang mit dem 1,5°C-Pfad sind. Eine periodische Wirkungsmessung und Überprüfung der Engagement-Strategie sollte durchgeführt und die Erkenntnisse transparent publiziert werden. Bei ausbleibender Anpassung des Geschäftsmodells ist Divestment aus Risikoüberlegungen angebracht; dies sollte in der Form einer Selbstverpflichtung festgehalten und veröffentlicht werden. Bei sich abzeichnendem Misserfolg sollten eine fortschreitende Untergewichtung des fossilen Unternehmens im Portfolio und/oder klare Ausstiegsfristen festgelegt und transparent kommuniziert werden. 

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Gemäss der erwähnten Mitteilung ist die BLVK im Besitz von C02-Emissionsdaten von Ethos. Sie analysiert die Auswirkungen des erfolgten Ausschlusses von 60 Titeln (Kohleprodukte, s. oben) auf die CO2-Intensität.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      In ihrer Antwort auf die besagte Interpellation aus dem Kantonsparlament (siehe unten) und in der erwähnten Mitteilung informiert die BLVK, sie sei bestrebt, "den ökologischen Fussabdruck in den nächsten Jahren weiterhin zu optimieren"; sie wird im Jahre 2020 das bestehende Nachhaltigkeitskonzept überprüfen und allenfalls erweitern.

       

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer hat die BLVK einen Anfang in der Dekarbonisierung der Investitionen gemacht.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: besser

      • Mit ihren neuen Grundsätzen zur Nachhaltigkeit, mit ihrem begonnenen Engagement, das auch das Feld der fossilen Energien einschliesst, mit ihrem ersten Dekarbonisierungsschritt und mit ihrer Aussage, den ökologischen Fussabdruck weiterhin zu optimieren, ist die BLVK auf dem richtigen Weg zu einem Paris-kompatiblen Pfad der Dekarbonisierung des Portfolios. 
      • Allerdings fehlt noch eine konzeptionelle Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

       

      Politische Aktivitäten

       

      2016: wie bei der BPK, siehe oben.

       

      März 2019: Interpellation Ursula Marti (SP) "Klimastrategie für die Anlagen der Bernischen Lehrerversicherungskasse BLVK". Der Vorstoss verweist darauf, dass der Regierungsrat als finanzierender Arbeitgeber in der Verantwortung steht, bei der Vorsorgeeinrichtung geeignete Massnahmen zur Sicherung der zukünftigen Renten zu erwirken. Der Regierungsrat wird somit vor diesem Hintergrund eingeladen, in der Verwaltungskommission der BLVK eine Reihe von Fragen einzubringen. Angeregt wird etwa die Präzisierung des Umgangs mit den finanziellen Klimarisiken und -chancen im Anlagereglement, im Anlageprozess und in den einzelnen Anlagevorschriften für die Asset Manager und die Formulierung einer Klimastrategie mit dem Ziel, 1.5°-konform zu investieren. Auf dem Weg zu diesem Ziel soll eine schnellen Dekarbonisierung des Portfolios Priorität haben, und es sollen dabei messbare Ziele und Fristen gesetzt werden.

       

      August 2019: der Regierungsrat antwortet, es liege ausserhalb seines Kompetenzbereiches, der BLVK Vorgaben zu den vorgebrachten Aspekten zu machen. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017. Die von der Regierung bei der BLVK eingeholten Informationen bringen immerhin einige bisher durch die BLVK noch nicht transparent gemachte Aktivitäten an die Öffentlichkeit (S. oben unter "Klimakompatibilität der Anlagepolitik"). Doch zu einer konsequenten Klimastrategie mit festgelegtem Dekarbonisierungspfad einzustehen ist weder die Regierung als Arbeitgeber noch die BLVK bereit.

       

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      Kontaktgruppe BLVK DIVEST

       

      Januar 2019: die Kontaktgruppe BLVK DIVEST sendet im Namen der BLVK-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Sie anerkennt den Ausstieg aus Anlagen in die Kohleproduzenten als ersten Schritt in die richtige Richtung, stellt aber fest, dass sich die BLVK bislang im Rahmen ihrer reglementarischen Bestimmungen zur nachhaltigen und ethischen Anlage noch vermehrt mit den finanziellen Klimarisiken beschäftigen sollte, die alle klima-hochexponierten Industriesektoren (Erdöl, Erdgas, Stromerzeuger mit Kohle und Erdgas als Brennstoff, Automobilindustrie, usw.) betreffen. Sie erwartet von der BLVK eine Klimastrategie mit der Desinvestition von Erdöl und Erdgas und Präferierung der nicht Kohle-abhängigen Stromerzeuger als weitere Schritte.

       

      Februar 2019: Mit einer ersten und einer bestätigenden Nachfolge-Antwort präzisiert die BLVK ihre Informationen auf der Website. Betreffend Ausschluss von Kohleunternehmen informiert sie, dass unter ihrer Nachhaltigkeitsstrategie Kohleproduzenten (Abbau von Kohle oder Erzeugung von Elektrizität mittels Kohle) ausgeschlossen werden können, und dass aktuell 20 Unternehmen von diesem Ausstieg betroffen seien. Weiterhin teilt sie mit, dass sie für den Sektor der fossilen Energien generell nicht auf Ausschlüsse setze, sondern auf ein langfristiges Engagement bei den Firmen. Sie informiert, dass sie einmal jährlich im Frühling die Ausschlussliste überprüfen wird.

    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 31-40

      GastroSocial Pensionskasse

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die GastroSocial ist mit ihrem Anlagevolumen von über 7 Mia. CHF ungefähr auf Rang 28 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Webseite zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten. 
      • Folglich sollte sich die GastroSocial damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die GastroSocial besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die GastroSocial definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die GastroSocial hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die GastroSocial besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die GastroSocial besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die GastroSocial hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die GastroSocial von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der GastroSocial und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.​

      Nestlé Fonds de Pensions

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse der Nestlé ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 7 Mia. CHF ungefähr auf Rang 29 der Pensionskassen der Schweiz.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse der Nestlé verfügt seit Mitte 2019 formell über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden

      • Die Pensionskasse der Nestlé schweigt sich aber noch darüber aus, welche weiteren konkreten Massnahmen sie im Anlageprozess bei der Selektion der Unternehmen trifft oder treffen will, um ihre Selbstverpflichtung umzusetzen, ökologische und gesellschaftliche Kriterien zu berücksichtigen.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse der Nestlé besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018):“ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Pensionskasse der Nestlé definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse Nestlé hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse Nestlé besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die Pensionskasse Nestlé besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Nestlé Pensionskasse hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Pensionskasse Nestlé von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse Nestlé und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      CIEPP

       

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

       

      Proparis

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse proparis ist mit einem Anlagevolumen von rund 7 Mia. CHF ungefähr auf Rang 31 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse proparis verweist im Anlagereglement darauf, dass sie nach Möglichkeit auch auf ökologisch und sozial nachhaltige Anlagen achten.

      • Die proparis schweigt sich aber noch darüber aus, welche weiteren konkreten Massnahmen sie im Anlageprozess bei der Selektion der Unternehmen trifft oder treffen will, um ihre Selbstverpflichtung umzusetzen, ökologische und gesellschaftliche Kriterien zu berücksichtigen.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse proparis besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die XYZ definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse proparis hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse proparis besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Es findet keine Stimmrechtsausübung bei fossilen Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse proparis hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. 

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Pensionskasse proparis von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse proparis und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

       

      PAT-BVG

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PAT-BVG ist mit ihrem Anlagevolumen von über 6 Mia. CHF ungefähr auf Rang 32 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Webseite zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

         

      • Folglich sollte sich die PAT-BVG damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PAT-BVG besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die PAT-BVG definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PAT-BVG hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die PAT-BVG besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die PAT-BVG besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PAT-BVG hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die PAT-BVG von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PAT-BVG und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      PKG Pensionskasse

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKG ist mit ihrem Anlagevolumen von über 6 Mia. CHF ungefähr auf Rang 33 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PKG verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist. Sie hält fest, dass das Anlageportfolio "auf die beiden Nachhaltigkeitsstandards «Swiss Sustainable Finance (SSF)» und «UN PRI-Initiative» (Principles for Responsible Investment) ausgerichtet" ist.

       

      Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie findet auf Stufe Mandatsebene statt, wie der Präsentation der Delegiertenversammlung 2018 zu entnehmen ist. Vermögensverwalter sollen sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennt, indem sie die UN PRI Initiative unterzeichnen.

       

      Sie schliesst via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PKG besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft. Allerdings geht aus einem unabhängigen Nachhaltigkeitsrating hervor, dass die PKG Klimarisiken berücksichtigt, jedoch nicht in welchem Umfang oder wie die Umsetzung aussieht.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die PKG definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PKG hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die PKG besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die PKG besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKG hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die PKG von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PKG und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      PREVIS Sammeleinrichtung

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PREVIS, Vorsorgeeinrichtung einer Vielzahl von Gemeinden, ist mit ihrem Anlagevolumen von über 5 Mia. CHF ungefähr auf Rang 34 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich die PREVIS damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PREVIS besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die PREVIS definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PREVIS hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PREVIS ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz.  

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Der Ethos Engagement Pool Schweiz nimmt einzig Einfluss auf Schweizer Firmen, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PREVIS hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die PREVIS von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PREVIS und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Politische Aktivitäten

       

      März 2018: Parlament der Gemeinde Nidau, Interpellation Carine Stucki (SP) mit Fragen zur Klimaverträglichkeit der Anlagen der PREVIS. Die Exekutive gibt in ihrer Antwort die Stellungnahme der PREVIS weiter. Sie habe nicht am Klimaverträglichkeitstest des BAFU teilgenommen, werde es möglicherweise bei einem neuen Test tun. Weiterhin habe die PREVIS ein - nicht näher beschriebenes - "ESG Screening" durchführen lassen, das gute Resultate ergeben hätte.

      Pensionskasse Kanton Solothurn PKSO

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKSO ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 5 Mia. CHF ungefähr auf Rang 35 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PKSO verfügt seit kurzem über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist. Sie ist sich "als Investor der ethischen, ökologischen und sozialen Verantwortung bewusst" und berücksichtige diese bei den Anlageentscheiden.

       

      Seit August 2018 schliesst die PKSO via Anwendung der SVVK-Ausschlussempfehlungen einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PKSO besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die PKSO definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PKSO hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKSO ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz.  

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Der Ethos Engagement Pool Schweiz nimmt einzig Einfluss auf Schweizer Firmen, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKSO hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die PKSO von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PKSO und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

       

      Politische Aktivitäten

       

      2016: Interpellation Felix Wettstein (Grüne) im Kantonsparlament zur Beteiligung u.a. der PKSO an fossilen Energien und zum Divestment. Obwohl die PKSO eine öffentlich-rechtliche Institution ist, antwortet die Regierung verneinend, da die Pensionskasse autonom entscheide und keine Weisungsbefugnis bestehe. Dies steht jedoch im Gegensatz zur Aussage von Prof. Kieser und Dr. Saner in "Vermögensanlage von Vorsorgeeinrichtungen", Allgemeine Juristische Praxis, 2017.

      GEMINI Sammelstiftung

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die GEMINI Sammelstiftung ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 5 Mia. CHF ungefähr auf Rang 36 der Pensionskassen der Schweiz.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die GEMINI Sammelstiftung verfügt über keine formelle, öffentliche Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist. Dem Geschäftsbericht 2018 ist jedoch zu entnehmen, dass der Einbezug von ESG-Kriterien bei den Anlagen aktuell im Stiftungsrat und Anlageausschuss geprüft und diskutiert wird.

       

      Die GEMINI Sammelstiftung schliesst einige wenige Produzenten von Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die GEMINI Sammelstiftung besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die GEMINI Sammelstiftung definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die GEMINI Sammelstiftung hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die GEMINI Sammelstiftung besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die GEMINI Sammelstiftung besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die GEMINI Sammelstiftung hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die GEMINI Sammelstiftung von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der GEMINI Sammelstiftung und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Istituto di Previdenza del Cantone Ticino IPCT

       

      Compatibilità climatica della politica di investimento

       

      Caratterizzazione

       

      Con un volume d'investimento di circa CHF 5 miliardi, l'IPCT si colloca all'incirca al 37° posto tra le casse pensioni svizzere.

       

      Politica di sostenibilità/ESG​

       

      Le informazioni sulla politica di investimento disponibili sul sito web e i documenti ad esso collegati non rivelano il rispetto dei principi di sostenibilità e dei criteri ESG (Environmental, Social, Governance).

      • A metà del 2019 il Consiglio federale ha istituito un gruppo di lavoro "Finanza sostenibile". Si riferisce agli obblighi internazionali della Svizzera nell'ambito dell'Accordo di Parigi sul clima e dei UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Gli sforzi sono rivolti ad accordi con il settore finanziario. In particolare, ciò dovrebbe portare a una maggiore trasparenza per quanto riguarda l'orientamento e il modo in cui gli attori sono orientati alla sostenibilità.
      • Di conseguenza, l'IPCT dovrebbe esaminare come sarà strutturata in futuro la sua politica di investimento secondo i principi di una politica di sostenibilità/ESG.

       

      Considerazione dei rischi climatici come parte della politica ESG, rispetto del giudizio legale NKF

       

      Per quanto riguarda la sua politica di investimento, l'IPCT non dispone di una strategia pubblica relativa al cambiamento climatico.

      • L'associazione degli istituti di previdenza ASIP raccomanda nelle sue linee guida per gli investimenti (Leitfaden für die Vermögensanlage, luglio 2018): "I rischi ESG e i rischi climatici .... fanno parte dei rischi economici e devono essere analizzati di conseguenza nell'ambito della definizione della strategia di investimento". 
      • Il suo dovere fiduciario nei confronti degli assicurati impone all' IPCT di definire le misure con cui intende contrastare questi rischi e di comunicarli al pubblico.

      Misure adottate per decarbonizzare il portfolio

       

      L'IPCT non vede ancora la necessità di un allineamento dei suoi investimenti compatibile con il clima.

       

      Partecipazione ad associazioni per la sostenibilità

       

      La cassa pensioni è membro dell' ETHOS Engagement Pool Schweiz.

       

      Investor's Engagement di impatto climatico ed esercizio dei diritti di voto all'estero (settori dipendenti dai carburanti fossili)

       

      L'Ethos Engagement Pool Svizzera influenza solo le imprese svizzere, non quelle straniere (fossili).

      Misurazione dell'impronta di CO2 o del rischio climatico finanziario con analisi di scenario​

       

      Non è stata pubblicata alcuna intenzione di determinare la compatibilità climatica misurando l'impronta di CO2 o le potenziali perdite di valore sul portafoglio attraverso l'analisi di scenario.

       

      Pianificazione di ulteriori misure di decarbonizzazione a livello del portfolio.​

       

      L'IPCT non ha annunciato l'intenzione di preparare un concetto per un percorso di decarbonizzazione compatibile con l'accordo di Parigi.

      ____________________

       

      Conclusione:

      Manca ancora una strategia climatica volta a decarbonizzare il portafoglio e ad abbandonare le aziende fossili che non sono passate ad un modello di business sostenibile basato sulle energie rinnovabili. La cassa pensioni IPCT è ancora ben lontana dalla compatibilità climatica degli investimenti.

       

      Tendenza 2018-2020:

      Valutazione: stagnante

      • Dato il peso dell' IPCT e i progressi dei suoi gruppi di pari, è opportuno che affronti la questione della gestione della sostenibilità e dei rischi climatici finanziari.
      • Dovrebbe essere preparato concettualmente: un efficace impegno in materia di ESG e di clima con le società rilevanti, nonché una ristrutturazione del suo portafoglio orientata analogamente.​

       

      Attività politiche

       

      Aprile 2016: La mozione Francesco Maggi (I Verdi) e co-deputati "Non danneggiare il clima con i soldi pubblici" chiede di valutare l’impatto climatico degli investimenti dello Stato e degli Enti pubblici come la Cassa pensione dello Stato IPCT.

      Questa mozione é tuttora pendente.

       

      Luglio 2019: L'interrogazione Nicola Schoenenberger e co-deputati "Dare seguito alla mozione “Non danneggiamo il clima con i soldi pubblici” del 18 aprile 2016 nell’ambito del preannunciato messaggio sul risanamento della Cassa pensione dello Stato" chiede se il Consiglio di Stato intende chiedere ai gestori della Cassa pensione di aumentare in modo progressivo e importante gli investimenti sostenibili del fondo e di disinvestire dalle energie fossili o altri investimenti problematici dal punto di vista ambientale e sociale".

    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 41-50

      Caisse de prévoyance du personnel de l’Etat de Fribourg (CPPEF) / Pensionskasse des Staatspersonals Freiburg (PKSPF)

       

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

       

      CAP Prévoyance (Genève ville et communes)

       

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

       

      prévoyance.ne

       

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

       

      Caisse de prévoyance de l'État du Valais (CPVAL / PKWAL)

       

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

      Pensionskasse Zürcher Kantonalbank PKZKB

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKZKB ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 4 Mia. CHF ungefähr auf Rang 42 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PKZKB verfügt über eine allgemeine Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für die Aktein und Unternehmensobligationen gilt. Die Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie findet auf Stufe Mandatsebene statt. Vermögensverwalter sollen sich zum Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) bekennen.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PKZKB besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die PKZKB definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Aus dem Geschäftsbericht 2018 ist zu entnehmen, dass die PKZKB einen Anteil von mindestens 20% des Wertschriftenvermögens in nachhaltige Anlagegefässe anlegt. "Im Bereich Aktien Ausland wurde in den nachhaltigen Fonds «Swisscanto (CH) IPF I Index Equity Fund World (ex CH) Responsible» investiert".

      • Es ist davon auszugehen, dass dieses ansatzweise zu einer Portfolio-Dekarbonisierung beiträgt.

      Die PKZKB hat jedoch bis heute keine expliziten Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKZKB ist Mitglied der Initiative Principles for Responsible Investment (UN PRI) der Vereinten Nationen und verpflichtet sich damit ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) in ihrer Anlagepolitik zu berücksichtigen und entsprechendes Reporting zu betreiben.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die PKZKB besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die PKZKB besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKZKB hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die PKZKB von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PKZKB und der Fortschritte ihrer Peergroups ist e angezeigt, dass sie sich vertiefter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Zuger Pensionskasse

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Zuger Pensionskasse ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 4 Mia. CHF ungefähr auf Rang 43 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und der Geschäftsbericht 2018 verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich die Zuger Pensionskasse damit auseinandersetzen, wie sie ihre Anlagepolitik in Zukunft transparent gegenüber der Öffentlichkeit darstellen wird; gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Zuger Pensionskasse besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Zuger Pensionskasse definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Zuger Pensionskasse hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Zuger Pensionskasse besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die Zuger Pensionskasse besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Zuger Pensionskasse hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Zuger Pensionskasse von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Zuger Pensionskasse und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt.
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Sulzer Vorsorgeeinrichtung SVE

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die SVE ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 4 Mia. CHF ungefähr auf Rang 44 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die SVE verfügt über keine formelle, öffentliche Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist. Dem Geschäftsbericht 2018 ist jedoch zu entnehmen, dass die SVE ESG-Kriterien bei der Ausübung der Stimmrechte bei Schweizer Unternehmen einbezieht.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die SVE besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die SVE definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die SVE hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die SVE besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die SVE besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Die SVE veröffentlichte im Geschäftsbericht 2018 ihre Erkenntnisse aus ihrer Teilnahme am BAFU-Klimaverträglichkeitstest.

       

      Zudem kündigte sie in ihrem Geschäftsbericht 2018 an, dass sie "ihr Portfolio im Jahr 2019 durch externe Spezialisten bezüglich ESG-Kriterien analysieren lässt". "Basierend auf dieser Analyse sowie den Empfehlungen der Fachleute wird sich die SVE überlegen, wie sie künftig ihre Anlagestrategie fortführen möchte".

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die SVE hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die SVE von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Sulzer VSE und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Pensionskasse Swiss Re

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse Swiss Re ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 4 Mia. CHF ungefähr auf Rang 45 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse Swiss Re verfügt über eine umfassende Nachhaltigkeitspolitik, die in ihre Anlagepolitik eingebunden ist und für alle Anlagekategorien gilt.

       

      Sie schliesst via Unternehmens- und Länder-Ausschlusslisten der Swiss Re (Rückversicherung) Unternehmen, die bei der Herstellung, Lagerung und Vertrieb von Minen, Streumunition, chemischen Waffen, bakteriologischen Waffen und nuklearen Waffen aus. Die Liste der ausgeschlossenen Länder betrifft Staaten, in denen in einer systematischen Art Verbrechen gegen die Menschheit begannen werden.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse Swiss Re besitzt zwar als solche keine explizite öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft, befolgt aber die Klimarisiken aufgrund der Anlagepolitik der Swiss Re Gruppe.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse Swiss Re schliesst seit Juli 2018 via Ausschlussliste Kohle der Swiss Re Unternehmen aus dem Aktien- und Obligationenportfolio aus, die 30% oder mehr ihrer Einnahmen aus dem Kohlebergbau erzielen oder mindestens 30% Kohle zur Stromerzeugung verwenden. Des weiteren schliesst sie Unternehmen aus, die mehr als 20% Umsatz mit Teersand erzielen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse Swiss Re besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die Pensionskasse Swiss Re berücksichtigt ESG-Kriterien bei der Ausübung ihrer Stimmrechte. Sie setzt dies via die Dienstleistung von ISS (International Shareholder Services) um.

      • Gegenüber dem Proxy Advisor ISS bestehen jedoch Zweifel in Bezug auf seine Ernsthaftigkeit, den Aktionären klimaverträgliche Abstimmungsempfehlungen auszusprechen. So hat ISS im Herbst 2019 empfohlen, einen Aktionärsantrag gegen die klimaschädlichen Lobby-Aktivitäten des Kohle-, Erdöl- und Erdgas-Konzerns BHP abzulehnen. 
      • Die Pensionskasse Swiss Re ist intransparent darüber, wie sie abgestimmt hat und in welchen Masse sie klimafreundliche Aktionärsanträge unterstützt hat. 

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse Swiss Re hat mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer sowie der Teersand-Unternehmen aus dem Aktien- und Obligationenportfolio einen guten Start für die Paris-kompatible Dekarbonisierung ihrer Investitionen hingelegt.

      • Noch fehlt aber eine Strategie der weiteren Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Mit der Entfernung der Kohleproduzenten und der Kohleverstromer aus dem Aktien- und Obligationenportfolio und der Teersand-Unternehmen hat die Pensionskasse Swiss Re einen ersten Schritt zur Dekarbonisierung ihrer Investitionen gemacht.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: etwas besser

      Mit dem Ausschluss der besonders klima- und umweltschädlichen Kohlebergbau- und Teersand-Unternehmen ist die Pensionskasse der Swiss Re einem Paris-kompatiblen Portfolio einen Schritt näher. Allerdings fehlen noch Schritte für ein ESG- und klimawirksames Engagement mit den investierten Unternehmen und eine konzeptionelle Strategie zur weiteren Dekarbonisierung des Portfolios.

      Pensionskasse Thurgau pk.tg

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die pk.tg ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 4 Mia. CHF ungefähr auf Rang 46 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Website zugänglichen Informationen über die Anlagepolitik und dort verlinkte Dokumente verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen des Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin, welche insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen sollen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.

      • Folglich sollte sich die pk.tg damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die pk.tg besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.

        Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die pk.tg definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die pk.tg hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die pk.tg besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die pk.tg besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die pk.tg hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die pk.tg von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Thurgauer Pensionskasse und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Pensionskasse Swatch Group

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse der Swatch Group ist mit ihrem Anlagevolumen von rund 4 Mia. CHF ungefähr auf Rang 47 der Pensionskassen der Schweiz.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die auf der Webseite zugänglichen Informationen verweisen nicht auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Pensionskasse der Swatch Group besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die Pensionskasse der Swatch Group definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse der Swatch Group hat bis heute keine Schritte zur Dekarbonisierung des Portfolios getätigt.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Mitgliedschaft bei einer Vereinigung für Nachhaltigkeit bekannt.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse der Swatch Group besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-bezogenen Dialogführung (Engagement) mit investierten (fossilen) Unternehmen im Ausland.

       

      Die Pensionskasse der Swatch Group besitzt keine öffentliche Politik zur ESG-Bezogenen Stimmrechtsausübung im Ausland.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die Pensionskasse der Swatch Group hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Pensionskasse der Swatch Group von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der Pensionskasse der Swatch Group und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.
    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 51+

       

      In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

       

      - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

       

      - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

       

      - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

       

      Teil 1

      Grössere untere den Top 51+

       

      Axa, CIP, SRG-SSR, PK Graubünden, pkPRO, PTV/CPAT, PK Schaffhausen, Bâloise, Swiss Life, CPCL Lausanne

       

      Für die gesuchte Institution nach unten scrollen

      AXA Stiftung Berufliche Vorsorge

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Axa liegt mit einem Anlagevolumen von rund 3 Mia. CHF ungefähr auf Rang 48 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Vermögensverwalterin dieser Sammelstiftung folgt der Anlagepolitik der internationalen AXA Gruppe, wie aus der Antwort an die PetitionärInnen von renten-ohne-risiko.ch im Jahre 2017 hervorgeht. Via ihre internen Asset Manager bezieht sie ökologische, soziale und Governance-Kriterien (ESG-Kriterien) systematisch in ihre Anlageentscheide ein. Dies bestätigt Axa Versicherungen, die Anlageverwalterin der AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, im Brief an die Klima-Allianz von Ende November 2019. Darin bekräftigt sie auch den Ausschluss geächteter Waffen, kontroverser Palmölproduktion und weiterer schädlichen Unternehmen.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die AXA Versicherungen integriert als Teil der internationalen AXA Gruppe die Klimarisiken bereits seit einigen Jahren in ihre Anlagepolitik, wie aus der besagten Antwort von 2017 und dem Brief von 2019 hervorgeht.

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      In der Antwort von 2017 bekräftigt die Axa Sammelstiftung betreffend ihrer Aktien- und Obligationenportfolios ihren Ausstieg aus Bergbauunternehmen und Elektrizitätsversorger, die mehr als 50% ihres Umsatzes mit Kohleminen und Kohleverstromung erzeugen.

      Wie Axa Versicherungen im Brief von Ende 2019 mitteilt, werden per Anfang 2020 folgende Unternehmen ausgeschlossen: Bergbaufirmen mit > 20% Kohle-Umsatzanteil und Stromunternehmen mit >20% Anteil Kohleverstromung (aus Aktien und Obligationen); Schieferöl-Produzenten mit >20% Umsatz aus Ölsand-Extraktion (aus Aktien).

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Aus der besagten Antwort geht hervor, dass die AXA, wie auch die beiden internen Vermögensverwaltungsfirmen – AXA Investment Managers (AXA IM) und AllianceBernstein (AB) die UN Principles for Responsible Investment unterzeichnet haben.

       

      Die AXA IM ist Mitglied der Investorenkoalition Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC), die sich der Zusammenarbeit zur Bekämpfung des Klimawandels und für eine kohlenstoffarme Zukunft verpflichtet. Entsprechend hat AXA IM mit Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

       

      Die AXA Gruppe ist aktives Mitglied der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammenzuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Die AXA Gruppe unterzeichnete bereits 2015 den Montreal Carbon Pledge und verpflichtete sich damit, den CO2- Fussabdruck ihrer Anlagen zu messen und zu veröffentlichen.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Aus der besagten Antwort von 2017 geht wiederum hervor, dass sich die AXA des Engagement und der Stimmrechtsvertretung über ihre Vermögensverwaltungsgesellschaften AXA Investment Managers (AXA IM) und AB bedient. Die AXA IM veröffentlicht einen Active Ownership Report. Daraus ist ersichtlich, dass die Axa einen wirksamen globalen Faktor für die UN Sustainable Development Goals wie auch für die Erreichung der Ziele der Pariser Klimaabkommens darstellt. Die Wirksamkeit wird transparent dargestellt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge schreibt im besagten Brief von Ende 2019, dass ihr Portfolio "gegenüber den Benchmarks einen über 10% geringeren CO2-Ausstoss" aufweist.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Im gleichen Brief von Ende 2019 bestätigt die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge, sie werde weiterhin Dekarbonisierungsmassnahmen ergreifen.

       

      ____________________

      Schlussfolgerung:

      Mit der Entfernung ab Anfang 2020 der Kohleproduzenten und der Mischkonzerne mit über 20% Kohleanteil, der Stromversorger mit >20% Kohleanteil (Aktien- und Obligationen) sowie der Schieferöl-Produzenten mit >20% Umsatz aus Ölsand-Extraktion (Aktien) hat die AXA Stiftung Berufliche Vorsorge weitere Dekarbonisierungsmassnahmen getroffen.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: sehr viel besser

      Mit dem Ausschluss der Firmen der besonders klima- und umweltschädlichen Ölsand-Extraktion, der Leadership im Engagement und der klimapositiven Wahrnehmung der Stimmrechte ist die globale AXA-Gruppe einer der Akteure der Paris-kompatiblen Umlenkung der Finanzflüsse.

      Pensionskasse PKS-CPS der SRG-SSR

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse SRG/SSR liegt mit einem Anlagevolumen von rund 3 Mia. CHF ungefähr auf Rang 49 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die Pensionskasse SRG-SSR hat gemäss Geschäftsbericht 2017 begonnen, sich zu einer nachhaltigeren Anlagepolitik zu bekennen, die ESG-Aspekte (Environmental, Social, Governance) einbezieht. Gemäss Anlagereglement 2019 soll "ein vom Stiftungsrat zu bestimmender Teil der Anlagen in Unternehmen mit besonderer nachhaltiger ökologischer und sozialer Ausrichtung investiert werden", und ".... Im Allgemeinen wird nicht in Unternehmen der Rüstungsindustrie investiert".

       

      Wie dem Geschäftsbericht 2018 zu entnehmen ist, verlangt sie von ihren Vermögensverwaltern, dass sie entweder bei SSF – Swiss Sustainable Finance oder bei UNPRI – United Nations Principles for Responsible Investment Mitglied sind; weiterhin hat sie die Aktien Ausland neu auf einen institutionellen Fonds der Credit Suisse umgestellt, der via Anwendung der SVVK-Kriterien einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition ausschliesst.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Kasse besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten gebietet es, dass die PKS-CPS definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Dem Factsheet des institutionellen Fonds der Credit Suisse, auf den sie die Aktien Ausland neu umgestellt hat, ist zu entnehmen, dass der Anteil an "Kraftwerkskohle, Umsatzanteil über 5%" aktuell 0,0% beträgt.

      • Diese Information hat jedoch nicht den Status einer öffentlichen Verpflichtung der PKS-CPS zum permanenten Ausschluss von Kohleminen.

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKS-CPS ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz und des neuen ETHOS Engagement Pool International.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Als Mitglied des ETHOS Engagement Pool International ist die Kasse seit Juni 2018 am laufenden mehrjährigen Verpflichtungsprogramm beteiligt, in dem 8 europäische Elektrizitätsunternehmen aufgefordert werden, sich auf eine kohlenstoffarme Zukunft vorzubereiten.

       

      In diesem Kontext wurde die Kasse auch Unterzeichnerin der Climate Action 100+ der grossen globalen Investoren, welche die 100 grössten Treibhausgas-Emittenten anvisiert. Ihr Plan ist "mit den Unternehmen, in die wir investieren, zusammen-zuarbeiten, um sicherzustellen, dass sie die Risiken minimieren und offenlegen und die Chancen des Klimawandels und der Klimapolitik maximieren".

       

      Mit der Unterzeichnung des Global Investor Statement to Governments on Climate Change hat sie ein starkes Signal an die Regierungen und die Politik aller Länder gesandt. Bis heute fordern über 630 globale Investoren, darunter führende institutionelle Anleger, zeitnah wirksame Massnahmen zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKS-CPS hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Noch fehlt eine Klimastrategie mit dem Ziel der Dekarbonisierung des Portfolios und Ausstieg aus fossilen Unternehmen, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind. Folglich ist die Pensionskasse der Swatch Group von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PKS-CPS und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich mit noch konkreter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: die wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Caisse intercommunale de pensions (CIP), Vaud

       

      Die Details finden Sie auf der Romandie-Sektion hier

      Pensionskasse Graubünden PKGR

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die PKGR liegt mit einem Anlagevolumen von rund 3 Mia. CHF ungefähr auf Rang 51 der Pensionskassen der Schweiz.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PKGR befolgt keine Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG). Immerhin - und wohl angestossen durch einen politischen Vorstoss (siehe unten) - prüft die PKGR zurzeit, "wie eine nachhaltige Investitionspolitik auch bei den Wertschriftenanlagen einfliessen könnte, ohne dass die Ertragsaussichten des Vermögens geschmälert werden". Gemäss einem Newsletter 2019 überführt die PKGR "das Aktien- und Obligationenportefeuille nun kontinuierlich in ein nachhaltiges Anlageuniversum. Neuinvestitionen erfolgen nur noch in Unternehmen, die anerkannte ESG-Kriterien erfüllen".

      • Dies ist ein Fortschritt. Konkrete und inhaltlich dokumentierte Massnahmen zur Umsetzung fehlen aber noch.

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Kasse besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten gebietet es, dass die PKGR definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die PKGR sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKGR ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz.  

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Der Ethos Engagement Pool Schweiz nimmt einzig Einfluss auf Schweizer Firmen, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKGR hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Von der Klimaverträglichkeit der Investitionen ist die PKGR noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der PKGR und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich konkreter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Politische Aktivitäten

       

      Februar 2018: Die Anfrage Beat Deplazes (SP) und Mitunterzeichnende „Ist die Pensionskasse Graubünden für die Zukunft gerüstet?“ stellt Fragen zur Transparenz der Klima-Auswirkungen der Anlagen und zu den finanziellen Klimarisiken fossil-lastiger Anlagen.

       

      April 2018: Die Regierung antwortet, sie habe keinen Einfluss auf die Pensionskasse. Sie informiert aber, die PKGR habe vor kurzem eine Analyse in Auftrag gegeben, welche Auswirkungen eine "Umstellung des Aktienportfolios" auf ESG-Kriterien hätte, wozu auch der Ausstoss von Treibausgasen und und die Erfüllung der Klimaziele gehörten. Diese Überprüfung sei noch nicht abgeschlossen, doch seien "aus betriebswirtschaflicher Sicht alle Finanzrisiken wichtig, nicht nur diejenigen aus dem Klimawandel".

       

       

      Tellco pkPRO Sammelstiftung

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Sammelstiftung PKPro für KMU's liegt mit einem Anlagevolumen von rund 3 Mia. CHF zwar nicht bei den Top 50, ist jedoch unter die Top 100 einzuordnen.

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Weder die auf der Webseite zugänglichen Informationen noch der Geschäftsbericht 2018 verweisen auf eine Nachhaltigkeitspolitik oder den Einbezug von ESG-Kriterien (Environmental, Social, Governance) beim Anlageprozess.

       

      Aus einem unabhängigen Nachhaltigkeitsrating geht hervor, dass sich die Tellco pkPRO an die Ausschlussliste des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) hält. Damit schliesst sie einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

       

      Die Kasse besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”. 
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten gebietet es, dass die PKGR definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.
      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die pkPRO sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Kasse besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die pkPRO hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

       

      ____________________

      Schlussfolgerung:

      Von der Klimaverträglichkeit der Investitionen ist die Sammelstiftung pkPRO noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts des Gewichts der pkPRO und der Fortschritte ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass sie sich konkreter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Pensionskasse PTV der Technischen Verbände SIA STV BSA FSAI USIC (CPAT Caisse de Prévoyance des Associations Techniques)

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse PTV liegt mit einem Anlagevolumen von rund 3 Mia. CHF zwar nicht bei den Top 50, ist jedoch unter die Top 100 einzuordnen.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PTV bekennt sich zur "Verantwortungsbewussten Anlage des Vorsorgevermögens". Allerdings werden darunter weder Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG) verstanden noch explizite Ausschlusskriterien angewandt.

       

      Aus einem unabhängigen Nachhaltigkeitsrating geht hervor, dass sich die PTV an die Ausschlussliste des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK) hält. Damit schliesst sie einige wenige Produzenten von Atomwaffen, Antipersonenminen und Streumunition aus.

      • Der Bundesrat hat Mitte 2019 eine Arbeitsgruppe "Sustainable Finance" eingesetzt. Er verweist auf die internationalen Verpflichtungen der Schweiz im Rahmen der Pariser Klimaabkommens sowie der UN-Sustainable Development Goals (Agenda 2030). Die Bestrebungen zielen auf Branchenvereinbarungen hin. Diese sollen insbesondere zur Erhöhung der Transparenz darüber führen, ob und wie die Akteure sich nachhaltig ausrichten.
      • Folglich sollte sich die PTV
      •  damit auseinandersetzen, wie sie im Rahmen ihrer Anlagepolitik in Zukunft transparent berichten wird darüber, ob und wie sie ESG- und Klimarisiken berücksichtigt, oder warum nicht. 
      • Gleichermassen sollte sie in einem ersten Schritt Grundsätze einer Nachhaltigkeits-/ESG-Politik erarbeiten und kommunizieren.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die Kasse besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die seine Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind ... Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.
      • Ihre Treuhandpflicht gegenüber ihren Versicherten gebietet es, dass die PTV definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse PTV sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Es ist keine Teilnahme an einer Vereinigung für Nachhaltigkeit ersichtlich.

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland ((von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse PTV besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PTV hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Die Vorsorgeeinrichtung PTV der technischen Verbände ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts der beginnenden Problemwahrnehmung ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass die PTV sich konkreter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit (verstanden als Integration von ESG-Grundsätzen) und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Dialog zwischen Versicherten und Kasse

       

      Kontaktgruppe PTV-CPAT DIVEST

       

      Juni 2019: die Kontaktgruppe PTV-CPAT DIVEST sendet im Namen der PTV-CPAT-Teilnehmenden bei renten-ohne-risiko.ch ein Schreiben an die Kasse. Die Unterzeichnenden begrüssen es, dass sich die Kasse - zwar in wenig präzisierter Form - zur verantwortungsbewussten Anlage des Vorsorgevermögens bekennt, stellen jedoch fest, dass die Kasse weder Nachhaltigkeitskriterien befolgt noch die finanziellen Klimarisiken im Bereich ihrer Anlagen betrachtet. Sie meinen, dass sich die PTV-CPAT in einem ersten Schritt zusammen mit ihren Vermögensverwaltern bei der Selektion der Fondsprodukte mit dem Thema der finanziellen Klimarisiken und -chancen auseinandersetzen sollte.

       

      August 2019: Die PTV-CPAT gibt bekannt, dass der Ausschuss Wertschriften das Schreiben von PTV-CPAT DIVEST diskutiert habe. Die Fragestellungen seien in die Pendenzenliste des Gesamtstiftungsrates aufgenommen und würden im Jahre 2020 behandelt.

      Pensionskasse Schaffhausen PKSH (Kanton, Stadt)

       

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

      Die Pensionskasse Schaffhausen liegt mit einem Anlagevolumen von rund 2 Mia. CHF zwar nicht bei den Top 50, ist jedoch unter die Top 100 einzuordnen.

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

      Die PKSH bekennt sich im Anlagereglement zur Mitberücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien (Environmental, Social, Governance ESG). Wie sie im Geschäftsbericht 2018 schreibt, übernimmt sie den Ansatz des Schweizerischen Vereins für verantwortungsbewusste Kapitalanlagen (SVVK); darin informiert sie, dass bei über 60% des Anlagevermögens bzw. 70% des Wertschriftenvermögens Nachhaltigkeit im Anlageprozess verankert sei. Die entsprechenden Vermögensverwälter hätten die UN Principles for Responsible Investment, kurz UN-PRI unterzeichnet. Weiterhin würden einige Vermögensverwalter Ausschlusslisten anwenden (bspw. diejenige des Schweizer Vereins für verantwortungsvolle Kapitalanlagen SVVK-ASIR). Bei anderen Vermögensverwaltern kommen Nachhaltigkeitsratings zur Anwendung.

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

      Die PKSH besitzt keine öffentliche Strategie zum Umgang mit dem Klimawandel, die ihre Anlagepolitik betrifft.

      • Der Pensionskassenverband ASIP empfiehlt in seinem Leitfaden für die Vermögensanlage (Juli 2018): “ESG-Risiken und Klimarisiken sind [...] Teil der ökonomischen Risiken und müssen im Rahmen der Definition der Anlagestrategie entsprechend analysiert werden”.

        Ihre treuhänderische Pflicht gegenüber ihren Versicherten verlangt, dass die pk.tg definiert, mit welchen Massnahmen sie diesen Risiken begegnen will, und diese gegenüber der Öffentlichkeit kommuniziert.

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

      Die Pensionskasse Schaffhausen sieht bis heute keine Notwendigkeit einer klimaverträglichen Ausrichtung ihrer Investitionen.

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

      Die PKSH ist Mitglied des ETHOS Engagement Pool Schweiz.  

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Der Ethos Engagement Pool Schweiz nimmt einzig Einfluss auf Schweizer Firmen, nicht aber auf ausländische (fossile) Unternehmen.

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland ((von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Die Pensionskasse PKSH besitzt keine Politik zum Investor's Engagement, und es findet keine Stimmrechtsausübung bei Unternehmen im Ausland statt.

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

      Es ist keine Absicht einer Bestimmung der Klimaverträglichkeit durch Messung des CO2-Fussabdrucks oder der potenziellen Wertverluste auf dem Portfolio durch Szenarioanalyse publiziert.

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      Die PKSH hat keine Absicht bekanntgegeben, einen Paris-kompatiblen Dekarbonisierungspfad konzeptionell vorzubereiten.​

      • Folglich fehlt noch eine Strategie zur Dekarbonisierung des Portfolios; ein zentrales Element sollte der Ausstieg aus fossilen Unternehmen sein, die nicht zu einem nachhaltigen, auf erneuerbare Energien ausgerichteten Geschäftsmodell übergegangen sind.

      ____________________

       

      Schlussfolgerung:

      Die Pensionskasse Schaffhausen ist von der Klimaverträglichkeit der Investitionen noch weit entfernt.

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung: stagnierend

      • Angesichts der beginnenden Problemwahrnehmung ihrer Peergroups ist es angezeigt, dass die PKSH sich konkreter mit dem Thema des Umgangs mit der Nachhaltigkeit und den finanziellen Klimarisiken beschäftigt. 
      • Es sollten konzeptionell vorbereitet werden: ein wirksames ESG- und Klima-Engagement mit den relevanten Unternehmen sowie eine gleichsinnig orientierte Umschichtung ihres Portfolios.

      Bâloise

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

       

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

       

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

       

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      ____________________

      Schlussfolgerung:

       

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung:

      Swiss Life

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

       

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

       

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

       

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      ____________________

      Schlussfolgerung:

       

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung:

      CPCL Lausanne

      Klimakompatibilität der Anlagepolitik

       

      Charakterisierung

       

       

      Nachhaltigkeits-/ESG-Politik

       

       

      Berücksichtigung der Klimarisiken als Teil der ESG-Politik, Beachtung des Rechtsgutachtens NKF

       

       

       

      Getätigte Schritte der Dekarbonisierung des Portfolios

       

       

      Mitgliedschaft in Vereinigungen für Nachhaltigkeit

       

       

       

      Klimawirksames Engagement und Stimmrechtsausübung im Ausland (von fossilen Energieträgern abhängige Sektoren)

       

      Messung des CO2-Fussabdrucks oder des finanziellen Klimarisikos mit Szenarioanalyse

       

       

       

      Planung weitergehender Massnahmen zur Dekarbonisierung auf Portfolioebene

       

      ____________________

      Schlussfolgerung:

       

       

      Tendenz 2018-2020:

      Bewertung:

    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 51+

       

      In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

       

      - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

       

      - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

       

      - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

       

      Teil 2

       

      Mittelgrosse unter den Top 51+

       

      PVK Stadt Bern, VSAO/ASMAC, NEST, PK Schwyz, PK Winterthur, PK Stadt Luzern, Abendrot, Complea Retraites Populaires, PK Stadt St. Gallen, CP Jura

      BS: Pensionskasse Basel-Stadt

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.

      Independence

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.

      Independence

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.
    • Vorsorgeeinrichtungen der Top 51+

       

      In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

       

      - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

       

      - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

       

      - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

       

      Teil 3

      Weitere mittelgrosse unter den Top 51+

       

      CCAP Neuchâtel, Spida, Previva, Profelia Retraites Populaires, PK Biel, Coopera PUK, PK Stadt Zug, Prosperita, CP Ville de Fribourg, Aetas

       

      BS: Pensionskasse Basel-Stadt

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.

      Independence

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.

      Independence

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.
    • Institutionen der Top 51+

       

      In dieser Kategorie finden Sie ausgewählte Vorsorgeeinrichtungen:

       

      - öffentlich-rechtliche Pensionskassen (die als Vorbilder wirken sollten)

       

      - privatrechtliche Pensionskassen in Bewegung

       

      - aufgrund Rating-Wunsch durch Versicherte, Politiker*innen oder Medienschaffenden

       

       

      Teil 4

       

      PK Dübendorf, PK Köniz, PK Olten, PK Frauenfeld, CP ECA-RP, GEPABU, Metron, Helvetas

       

      BS: Pensionskasse Basel-Stadt

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.

      Independence

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.

      Independence

      Use a text section to describe your values, show more info, summarize a topic, or tell a story. Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore.
      All Posts
      ×