Train2Paris vom 11. bis 13. Dezember 2015

Coalition21Das Projekt Train2Paris war erfolgreich unterwegs. Am Freitag den 11. Dezember fanden sich zwei entschlossene Gruppen im Bahnhof Genf und Zürich ein. Allesamt gekommen, um in der französischen Hauptstadt zum Abschluss der COP21 ein sichtbares Zeichen für eine gerechtere Klimapolitik zu setzen. Obwohl die Kundgebung D12 am 12.12. um 12 Uhr aufgrund der Attentate in Paris bis zur letzten Minute auf die Genehmigung warten musste, machten sich die Teilnehmer optimistisch auf den Weg.

Bereits die Zugfahrt wurde von interessanten Diskussionen und wertvollem Austausch begleitet; Welche Strategien werden an der Konferenz verfolgt, was ist derzeit noch offen, wann wird die Konferenz offiziell enden, werden alle teilnehmenden Statten das Abkommen unterzeichnen, was wird darin stehen, hören die Staatschefs die Anliegen von Klimawandel-Betroffenen und der protestierenden Zivilgesellschaft?

In Paris angekommen ging es weiter- einige der Teilnehmer pilgerten zu Vorträgen oder Veranstaltungen, andere zu den letzten Briefings für eine der verschiedenen Mobilisationen, die am Folgetag, dem 12. Dezember stattfinden sollten.

Der D12 war schliesslich ein energiegeladener Tag: morgens um 9 Uhr versammeln sich Hunderte von Aktivisten in verschiedenen Quartieren von Paris, um den Schriftzug «Climate Justice Peace» auf Paris‘ Strassen zu formen. Mittags schloss sich dann die Hauptaktion an, der eigentliche D12. Die grosse Mobilisation, die von den Pariser Behörden schlussendlich doch noch erlaubt wurde: 15‘000 Leute füllten die Avenue de la Grande Armée und formten eine beeindruckende rote Linie – die symbolische Grenze die von den Entscheidungsträgern nicht überschritten werden darf. Eine gerechte Klimapolitik für alle – war die laute Forderung! Zum Nachmittag hin versammelten sich ebenfalls mehrere tausend Aktivisten unterm Eiffelturm, um sich Reden, unter anderem Naomi Klein, anzuhören.

Zufrieden und leicht erschöpft machte sich die Gruppe Schweizer Klimaaktivisten wieder auf die Rückfahrt. Sich vor Ort in Paris zu zeigen, um dort die eigene Stimme mit einer enormen Anzahl Gleichgesinnter aus aller Welt gemeinsam fürs Klima zu erheben, das war eine sehr beeindruckende Erfahrung.