Klimakompatibilität

Pensionskasse der Stadt Zürich PKZH

Charakterisierung Vorsorgeeinrichtung

Die Basisinformationen sind im zutreffenden Factsheet des Klima-Ratings Finanzanlagen zu finden.

Charakterisierung Teil Immobilien

Die Investitionen in Immobilien teilen sich gemäss Geschäftsbericht 2021, Nachhaltigkeitsstrategie und Informationen der PKZH an die Klima-Allianz (s. unten) wie folgt auf (in Prozent aller Immobilienanlagen):

  • Kollektiv via Pensimo im Inland- und Ausland, unter wesentlicher Kontrolle der PKZH: 37%
  • Kollektiv via Pensimo im Ausland, unter wesentlicher Kontrolle der PKZH: 9%
  • Kollektiv via Avadis Immobilien Anlagestiftungen im Inland, unter wesentlicher Kontrolle der PKZH: 5% (geschätzt)
  • Indirekt in Kollektivanlagen In- und Ausland: 27%
  • Hypotheken an Private: 16%
  • Immobilien-Finanzierungen als Anlagen beim Arbeitgeber Stadt Zürich, in Wohnbaugenossenschaften: 6%
  • Green Bonds Immobilien: 0%

Darüber hinaus investiert die PKZH gemäss Geschäftsbericht 2021 und Mitteilung vom August 2022 an die Klima-Allianz rund 35 Mio. CHF in Private Equity Immobilien als Teil der Kategorie Alternative Anlagen.

Nachhaltigkeitsstrategie Immobilien

  • Immobilien unter wesentlicher Kontrolle:

Die PKZH hat im September 2021 eine alle Anlagen umfassende Nachhaltigkeitsstrategie publiziert. Diese Strategie enthält ebenfalls konkrete Ziele zur Dekarbonisierung ihrer Immobilienportfolios. Die Kasse besitzt keine Immobilien direkt, sondern hält ihre Investitionen ausschliesslich in Anlagestiftungen oder Fonds. Im Falle der Anlagestiftungen will die PKZH aktive Anteilseignerin sein. Sie übt Engagement über ihre Vertretungen in der Gremien aus. Dabei unterstützt sie aktiv, dass beim Kauf, bei der Bewirtschaftung und beim Unterhalt ESG-Standards berücksichtigt werden.

Rund 70% der Schweizer Immobilienanlagen der PKZH liegen bei der Pensimo-Gruppe in den Anlagesstiftungen Turidomus, Pensimo und Adimora. Die PKZH übernimmt gemäss Nachhaltigkeitsstrategie die Pensimo-Nachhaltigkeits-Zielsetzung für ihre Anlagen, die über verschiedene Pensimo-Anlagestiftungen zusammen mit mehreren anderen Pensionskassen wie die Pensionskassen der Post und der SBB, von Nestlé und der Aargauischen APK getätigt werden. 

Die PKZH ist auf Stufe Verwaltungsrat in der Pensimo Management AG vertreten. In den Pensimo-Anlagestiftungen beeinflusst die PKZH gemäss Nachhaltigkeitsstrategie über ihre Vertretung in verschiedenen Gremien die Governance, Sozial- und Umweltstandards. Mit der Einsicht, dass die Zielsetzung “über kurz oder lang [… ] auf Netto-Null per 2050 gesetzt werden” müsse, strebt die PKZH an, der Regulierung voraus zu sein, um nicht später zu hohen Kosten rasche Reduktion der CO2-Emissionen umsetzen zu müssen. Die nicht gewinn- aber qualitätsorientierte Pensimo folgt gemäss ihrer Corporate Responsibility Policy in baulichen Belangen den Regeln des Vereins Schweizerischer Ingenieure und Architekten (SIA) sowie den bauökologischen Empfehlungen der Koordinationskonferenz der Bau- und Liegenschaftsorgane der öffentlichen Bauherren KBOB. Sie richtet überdies ihre Investitionsstrategien auf die Energiestrategie 2050 des Bundes aus und ist bestrebt, mit ihrer Erneuerungs- und Bautätigkeit einen Beitrag zur Dekarbonisierung – der Erhöhung des Anteils an erneuerbaren Energien und der Senkung von CO2-Emissionen – zu leisten.

Die Pensimo verfügt namentlich über eine umfassende Dekarbonisierungsstrategie mit CO2-Absenkpfad. Sie formuliert weitere qualitative Ziele in den Bereich Umwelt und Soziales:

  • Haushälterischer Umgang mit natürlichen Ressourcen zur Eindämmung der Klimaerwärmung und Förderung der Biodiversität.
  • Förderung nachhaltiger Mobilitätsformen an qualifizierten Standorten.
  • Förderung hoher architektonischer und städtebaulicher Qualität der Bauten und Siedlungen.
  • Prüfung der Sozialverträglichkeit von Massnahmen, z. B.  Vermeidung von grossen Eingriffen, so dass Wohnungen bei Sanierungen meist nicht gekündigt werden müssen und Mietzinsaufschläge halten sich im Rahmen.
  • Förderung des sozialen Lebens im Quartier, der Siedlungsvernetzung, der Nachbarschaftshilfe.
  • Die Bestandesbauten werden im Rahmen von zyklischen Sanierungen schrittweise verbessert. Falls noch Ausnützungspotenzial vorhanden ist, wird es in der Form von Aufstockungen oder als Ersatzneubau realisiert. Die Wahl des Zeitpunkts einer Sanierung ist entscheidend, denn die Lebensdauer der Bauteile und die verbaute graue Energie sollen möglichst vollständig ausgereizt werden.
  • Bevorzugt werden bewährte Konstruktionen und Materialien mit einer langen Lebensdauer. 

Seit September 2022 liegt mit der Publikation Nachhaltigkeitspraxis eine umfassende Darstellung der Integration aller ESG-Kriterien vor, etwa auch der Maximierung der Nutzung der Photovoltaik und der Förderung der Elektromobilität und von Car-Sharing. Die Pensimo bekennt sich darin zum Netto-Null Ziel 2050 über alle ihre Liegenschaften in der Schweiz und veröffentlicht die Energie- und CO2-Kennzahlen der letzten vier Jahre im Detail. Aus dem Reporting geht hervor, dass die Pensimo erstmals 2017 einen CO2-Absenkpfad definiert hat. Dieser wurde 2021 im Einklang mit der Verschärfung der nationalen und der internationalen Zielsetzung angepasst. In den letzten 4 Jahren sanken die CO2-Emissionen ausgehend vom Stand von 22.2 kg CO2/m2/a um mehr als 5%, und die Verlängerung soll Netto-Null im Jahr 2050 ergeben.

Auch aus der Publikation Baustelle Klimaschutz von Hochparterre (April 2022) geht insbesondere im Kapitel “Vom Zustand des Bestandes” hervor, dass Pensimo eine sehr gute Übersicht über ihren Gebäudebestand hat und somit über eine umfassende Sanierungsstrategie verfügt, welche insbesondere auch beim Entscheid über Sanierung oder Neubau die graue Energie (Scope 3 upstream) in strukturierter Weise einbezieht, um deren ungeplante Vernichtung zu vermeiden. Schliesslich implementiert sie bei sämtlichen Liegenschaften die prädiktive Heizungssteuerung, womit zusätzlich zur aktuellen Aussentemperatur auch Wettervorhersagen eingespiesen werden, um den Verbrauch zu minimieren. Ausserdem werden durch ein Monitoring Daten für das CO2-Reporting generiert.

Im Ausland ist die PKZH über die Pensimo-Anlagestiftung Testina gemäss Geschäftsbericht 2021 Testina mit rund CHF 400 Mio investiert, entsprechend knapp 2% der Aktiven respektive rund 9% des Immobilienportfolios. Anlässlich eines Workshops der PKZH zusammen mit der Pensimo vom August 2022 informierte die Pensimo, angesichts der überschaubaren Anzahl von etwa 30 Asset Managern sei eine Einflussnahme möglich und bereits im Gange. 

Gemäss Geschäftsbericht 2021 und Informationen an einem Workshop mit der Klima-Allianz vom August 2022 ist die Kasse neben den Pensimo-Anlagestiftungen in der Schweiz in zwei Avadis Immobilien-Anlagestiftungen Schweiz investiert, nämlich in deren Anlagegruppe Immobilien Schweiz Wohnen und Immobilien Geschäft Schweiz. Die PKZH ist im Stiftungsrat der Anlagegruppe Immobilien Wohnen wie auch im  Stiftungsrat der Anlagegruppe Immobilien Geschäft vertreten. Beide Anlagestiftungen befolgen die generelle Nachhaltigkeitspolitik der Avadis. Für die Immobilien im Speziellen informiert Avadis, sie habe für die Anlagegruppen Immobilien Schweiz Wohnen und Immobilien Schweiz Geschäft fünf strategische Nachhaltigkeitsziele definiert. Diese umfassen beispielsweise die Reduktion des CO2-Ausstosses und den schrittweisen Ausstieg aus fossilen Energieträgern. Gemäss Nachhaltigkeit bei Vermögensanlagen ist weiterhin der stetige Ersatz fossiler Energieträger durch Solar- und Fernwärmeanlagen eine von verschiedenen Massnahmen, und Neubauten und Zukäufe werden nur bewilligt, wenn die Bauten den geforderten Nachhaltigkeitsstandards entsprechen oder sie mittelfristig entsprechend saniert werden können.

Kommentar Klima-Allianz

  • Bei den Avadis-Anlagestiftungen, wo der Einfluss der PKZH ebenfalls gegeben ist, fehlt noch eine explizite Verpflichtung zum Netto-Null Ziel vor 2050.
  • Indirekte Immobilien:

In der Schweiz ist die PKZH aktiv via Vermögensverwalter Privatbank Maerki Baumann in börsenkotierte Immobilienfonds investiert. Bei diesen indirekten Immobilien in der Schweiz will sich die PKZH gemäss Nachhaltigkeitsstrategie im Sinne eines Integrationsansatzes mit laufender Überwachung der aktiven Manager und mit Dialog einbringen, damit diese auch nicht-finanziellen Risiken und ESG-Aspekte berücksichtigen. Gemäss Mitteilung am erwähnten Workshop vom August 2022 ist die Datenqualität bezüglich ESG- und Klima-Stossrichtungen ein entscheidender Punkt, der zu verbessern ist.

Im Ausland bestehen gemäss Geschäftsbericht 2021 die Immobilienanlagen aus kotierten Immobilienaktien (Real Estate Investment Trusts, REIT), die von der UBS passiv verwaltet werden. Gemäss Nachhaltigkeitstrategie soll der bei den Aktien geltende Ansatz angewandt werden. Auch in diesem Fall versucht die PKZH gemäss Mitteilung vom August 2022 eine bessere Datenqualität einzufordern, wie Angabe der Emissionen als Kg CO2/m2 statt kg CO2/Mieteinnahmen.

Kommentar Klima-Allianz

  • Insgesamt sind die indirekten Immobilienanlagen bei externen Vermögensverwaltern im In- und Ausland noch nicht auf Kurs Netto-Null vor 2050.
  • Hypotheken und Green Bonds Immobilien:

Gemäss Mitteilung der PKZH an die Klima-Allianz vom August 2022 besteht die Position “Anlagen beim Arbeitgeber” der Bilanz des Geschäftsberichts 2021, des Geschäftsberichts 2020 und derjenigen der Vorjahre aus Finanzierungen an die Stadt Zürich, die zum Einsatz für Wohnbaugenossenschaften bestimmt sind. In der Rechnung 2021 der Stadt Zürich wird diese Art der Finanzierung aufgeführt als “Verlustdeckungsgarantie für Restfinanzierungsdarlehen (2. Hypotheken) an gemeinnützige Wohnbauträger aus Mitteln der PKZH im Rahmen der städtischen Wohnbauförderung“.

Kommentar Klima-Allianz

  • Diese Versicherungsaktivität der PKZH unterstützt die Tätigkeit der Stadt Zürich zum Erhalt und zur Neuschaffung von gemeinnützigen Wohnraum.
  • Diese Anlagen beim Arbeitgeber Stadt Zürich von 6% des Immobilien-Finanzierungsportfolios unterstützen im Sinne eine Risikoversicherung oder mit Hypotheken die Tätigkeit der Stadt für die Förderung preisgünstigen Wohnraums und haben eine positive Sozialwirkung gemäss den Sustainable Development Goals (SDG), konkret von Goal 10 “Reduce Inequality” und Goal 11 “Sustainable Cities and Communities”.
  • Eine bestimmte Klimawirkung ergibt sich aus der im Rahmen des Programms Wohnen der Exekutive des Stadt Zürich angestrebten Bestimmung: Im Rahmen ihrer 2000 Watt Politik setzt sich die Stadt Zürich “dafür ein, dass auch private Wohnbauträgerschaften bei ihrer Erneuerungstätigkeit neben ökonomischen auch ökologische und soziale Aspekte beachten”.

Im Bereich der beeinflussbaren externen Immobilieneigentümer ist jedoch keine Absicht ersichtlich, eine Strategie zu konzipieren insbesondere für einen Zuwachspfad von Sanierungen mit optimaler Energieeffizienz und Dekarbonisierung.

Kommentar Klima-Allianz

Eine Klimastrategie sollte sich auf die folgenden Wirkachsen abstützen:

  • Grüne Hypotheken mit optimaler Wirksamkeit, die durch Beratung, Vergabekriterien und Monitoring wie auch durch das relative Ausmass einer Zinsverbilligung erreicht wird.
  • Falls vorhanden, Engagement der Asset Manager von Hypothekenfonds durch Einforderung der CO2-Intensität der finanzierten Immobilien sowie der Verpflichtung zu Netto Null spätestens 2050, die primär durch einen Zuwachspfad grüner Hypotheken mit optimaler Wirksamkeit, die durch Beratung, Vergabekriterien und Monitoring wie auch durch das relative Ausmass einer Zinsverbilligung erreicht wird. Bei ausbleibendem Fortschritt oder ungenügender Performance, Deselektion von Mandaten und Fonds zugunsten von Anlagegefässen, deren Dokumentation maximale Klimawirkung nachweist.
  • Impact Investments in Green Bonds für grüne Hypotheken.
  • Impact Investments in Green Bonds für die Direktfinanzierung grüner Immobilien.

Reporting CO2-Emissionen und ESG-Bestandesaufnahme

  • Immobilien unter wesentlicher Kontrolle:

Seit 2017 werden durch Pensimo die tatsächlichen Energie-Verbrauchswerte aller ihrer Liegenschaften (ohne Ausland) systematisch erfasst und ausgewertet. Im Jahr 2018 lagen die CO2-Emissionen der Liegenschaften im Bereich von rund 14.8 bis 27.7 kg CO2/m2 Energiebezugsfläche. Auf dieser Basis wurde ein Absenkpfad für die Portfolios aller Anlagegefässe der Pensimo Gruppe definiert, welcher alle drei Jahre überprüft wird. Noch aktueller und konkreter liegt ein aggregiertes Reporting in Nachhaltigkeitspraxis vom September 2022 vor (s.oben). 

Kommentar Klima-Allianz

  • Es ist noch nicht bekannt, ob nur die Emissionen des Scope 1 (direkte Emissionen durch eigene Wärmeerzeugung) erfasst wurden, oder auch diejenigen des Scope 2, nämlich aus der extern bezogenen Energie via Fernwärme eingeschlossen sind.
  • Noch ausstehend sind Informationen zum Einbezug der extern generierten Emissionen durch den Verkehr der Nutzer (Scope 3 downstream) in die Planungsentscheide.

Gemäss Mitteilung der PKZH an die Klima-Allianz vom August 2022 sind ihr die CO2-Emissionen für ihre Inland-Beteiligungen bei der Pensimo bekannt.

Im Falle der Immobilien in den Avadis-Anlagestiftungen Inland liegt der PKZH laut Mitteilung vom August 2022 ein internes Reporting der CO2-Emissionen vor. 

Für die Ausland Anlagestiftung Testina von Pensimo liegt kein CO2-Reporting vor.

  • Indirekte Immobilien:

Es ist in Bezug auf die bei der Privatbank Maerki Baumann gehaltenen Fonds im Inland sowie die bei der UBS im Ausland gehaltenen REIT-Aktien kein CO2-Reporting ersichtlich. Laut Mitteilung der PKZH vom August 2022 liegt ihr jedoch ein internes Reporting des Standes ihrer Ermittlungen der CO2-Emissionen der einzelnen Mandate vor.

  • Hypotheken:

Es ist keine Absicht ersichtlich für die Messung der finanzierten CO2-Emissionen, die durch den Bestand der Hypotheken finanziert werden.

Dekarbonisierungsziele für direkte und indirekte CO2-Emissionen und Massnahmenplanung

  • Immobilien unter wesentlicher Kontrolle:

Wie oben erwähnt, besteht neu eine Verpflichtung zum Netto-Null Ziel 2050.

Für die Ausland Anlagestiftung Testina von Pensimo sowie die Avadis-Anlagestiftungen liegt keine Massnahmenplanung mit Netto-Null Ziel vor.

  • Indirekte Immobilien:

Gemäss ihrer Nachhaltigkeitsstrategie und Art. 11 des Anlagereglements erwartet die PKZH bei den indirekten Schweizer Immobilien von ihren Vermögensverwaltern generell (aktuell ist das die Privatbank Märki Baumann), dass sie die Emissionen auf ihren Immobilienportfolios bis 2050 auf maximal 10 kg CO2 pro m2 Energiebezugsfläche reduzieren.

Für die die bei der UBS im Ausland gehaltenen REIT-Aktien liegt keine Massnahmenplanung mit Netto-Null Ziel vor.

  • Hypotheken und Green Bonds Immobilien:

Es ist keine Absicht für eine Massnahmenplanung für die Erzielung eines definierten Zuwachspfads von grünen Hypotheken und/oder Green Bonds oder vergleichbaren Finanzierungen für grüne Hypotheken oder für grüne Immobilien ersichtlich.

Stand der Umsetzung des Dekarbonisierungspfads seit 2020 mit Einschluss ESG-Ziele 

  • Immobilien unter wesentlicher Kontrolle:

Im Falle der Immobilien Inland bei der Pensimo liegt ein Reporting über das erreichte Ausmass der Dekarbonisierung der direkten CO2-Emissionen vor (s. oben).

Im Falle der Immobilien bei der Anlagestiftung Testina im Ausland und den Avadis-Anlagestiftungen liegt kein Dekarbonisierungreporting über das erreichte Ausmass vor.

  • Indirekte Immobilien:

Es ist kein Reporting über das erreichte Ausmaß der Reduktion der direkten und indirekten Emissionen oder über die Verbesserung anderer Nachhaltigkeitselemente ersichtlich.

  • Hypotheken und Green Bonds Immobilien:

Es ist kein Reporting über Fortschritte bei der Reduzierung der finanzierten CO2-Emissionen durch Erhöhung des Anteils an grünen Hypotheken, Green Bonds oder vergleichbaren Finanzierungen für grüne Immobilien ersichtlich.

Schlussfolgerung

“Good Practice” Pensionskasse:

  • Eine übergreifende Nachhaltigkeitsstrategie Immobilien ist vorhanden.
  • Bei den unter wesentlicher Kontrolle stehenden Immobilienanlagen der PKZH via Pensimo ist ein Bekenntnis zum Netto-Null Ziel 2050 der Schweiz vorhanden. Es besteht eine Dekarbonisierungsstrategie mit optimaler Systemperformance für die Ermöglichung des Netto-Null Ziels vor 2050.
  • Bei den unter wesentlicher Kontrolle stehenden Immobilienanlagen der PKZH via die Avadis-Anlagestiftungen sind Grundlagen für eine zukünftige Netto-Null Dekarbonisierungsstrategie gelegt. Ein Potenzial für eine zukünftige, optimale Systemperformance zu Netto-Null 2050 ist erkennbar.
  • Bei den indirekten Immobilien besteht eine Engagement-Strategie mit einem bestimmten Dekarbonisierungsziel. Eine bestimmte Systemperformance zu Netto-Null 2050 ist erkennbar.
  • Die Anlagen beim Arbeitgeber Stadt Zürich, die Teil des Immobilien-Finanzierungsportfolios sind, unterstützen vor allem als Risikoversicherung die Tätigkeit der Stadt für die Förderung preisgünstigen und nachhaltigen Wohnraums und haben eine positive Sozial- aber auch Klimawirkung gemäss den Sustainable Development Goals (SDG), konkret von Goal 10 “Reduce Inequality” und Goal 11 “Sustainable Cities and Communities”.

Sobald das Reporting eine substanzielle und bereits getätigte Paris-kompatible Reduktion der finanzierten CO2-Emissionen aufzeigt, somit ein Dekarbonisierungspfad der direkten und indirekten Immobilienanlagen mit Perspektive Netto-Null 2040 sowie ein Mechanismus für einen Zuwachspfad von Green Bonds oder gleichwertigen Finanzierungen für grüne Hypotheken und/oder eigene grüne Hypotheken erkennbar ist, welche als in Linie mit dem 1,5°C-Ziel des Pariser Abkommens gemäss den Rating-Kriterien Immobilien eingestuft werden können, wird die Klima-Allianz die Höherstufung auf Grün vornehmen.

Tendenz

Bewertung: Potenzial zu Grün

Kommentar Klima-Allianz

  • Mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie hat die PKZH eine optimale Grundlage geschaffen, um in naher Zukunft ihr gesamtes direktes Immobilienportfolio unter Berücksichtigung der ESG-Kriterien perspektivistisch auf das Netto-Null Ziel bis 2040 ausrichten zu können.
  • Dank ihrer Arbeit an einem umfassenden Engagement gegenüber ihren indirekten, externen Vermögensverwaltern besteht die Aussicht, dass die PKZH durch Einflussnahme und/oder Anbieterselektion auch bei den Kollektivanlagen im In- und Ausland einen Dekarbonisierungspfad zu Netto-Null 2050 erreichen wird.
  • Mit ihrer Unterstützung der Tätigkeit der Stadt Zürich für die Förderung preisgünstigen und nachhaltigen Wohnraums befindet sich die PKZH im Anfangsstadium dazu, in Zukunft mehr zur beschleunigten Dekarbonisierung im beeinflussbaren Segment externer Immobilieneigner besonders im Inland beitragen zu können –  bei Einhaltung der ESG-Kriterien.
  • Bei den Hypotheken und anderen Immobilienfinanzierungen fehlen jedoch noch ein Angebot für grüne Hypotheken und/oder entsprechende Green Bonds oder gleichwertige Finanzierungen mit optimaler CO2-Wirksamkeit insbesondere für Sanierungen sowie ein Prozess, der zu einem Zuwachspfad führt.