Klimakompatibilität

proparis

(Vorsorge Gewerbe Schweiz)

Charakterisierung Vorsorgeeinrichtung

Die Basisinformationen sind im zutreffenden Factsheet des Klima-Ratings Finanzanlagen zu finden. 

Charakterisierung Teil Immobilien

Die Investitionen in Immobilien teilen sich gemäss Mitteilung der proparis an die Klima-Allianz vom Januar 2023, aktualisiert März 2026, Geschäftsbericht 2024 und Nachhaltigkeitsbericht 2024 wie folgt auf:

  • Indirekte Immobilien (nicht gesondert ausgewiesen, unter NAV in den Geschäftsberichten proparis enthalten, nur als direkte Immobilien bei Vorsorgewerk PK Schreiner PKS, gemäss Jahresbericht 2024 und Information proparis Februar 2026, inkl. Rössli Felsen AG), hier als indirekte Immobilien klassiert, ca 98 Mio. CHF: 4%
  • Immobilienanlagen Schweiz indirekt NAV nicht kotiert, bis Ende 2025 nur via AXA Real Estate Fund Switzerland, ca CHF 680 Mio: ca. 27%
  • Immobilienanlagen Schweiz indirekt NAV ab Anfang 2026 via unbekannte Vehikel der früheren Vollversicherer Baloise und Swiss Life, ca. CHF 850 Mio: ca. 34%
  • Immobilienanlagen Schweiz indirekt via BCV (viele kotierte Fonds in proparis Immofonds), ca. CHF 650 Mio: 26%
  • Immobilienanlagen Schweiz indirekt via UBS (neu; viele kotierte Fonds), ca. CHF 130 Mio: 5%
  • Hypotheken kollektiv teilweise via AXA, ca. CHF 190 Mio: 8%
  • Green Bonds Immobilien: 0%

Nachhaltigkeitsstrategie Immobilien

  • Immobilien indirekt, Inland:

Mitte 2023 hatte proparis erstmals einen umfassenden Nachhaltigkeitsbericht 2022 veröffentlicht, worin erste allgemeine Statements zu den indirekten Immobilienanlagen enthalten waren.

Bereits im Januar 2023 hatte die proparis der Klima-Allianz sachdienliche Informationen übermittelt. Die Sammelstiftung war einerseits via den proparis Immofonds der BCV und zum anderen in den AXA Real Estate Fund Switzerland investiert. Die zur Verfügung gestellten Dokumente sind nachfolgend ausgewertet.

Für den AXA Vorsorge Fonds Immobilien Schweiz, heute gemäss Mitteilung der AXA benannt AXA Real Estate Fund Switzerland liegt seit dem Nachhaltigkeitsbericht 2022/2023 der AXA Investment Managers Schweiz – Real Assets (heute BNP Paribas), und bestätigt durch den Nachhaltigkeitsbericht 2024/2025 und das Nachhaltigkeitskapitel im Jahresbericht 2025, eine umfassende Klimastrategie vor, mit Verpflichtung zum Ziel Netto Null 2050 und auf systematischer Planung fundierter Projektion zur Halbierung der CO2-Intensität bis 2030 gegenüber 2020:

  • Die Immobilien befinden sich bevorzugt in den wachstumsstarken Wirtschaftsregionen der Schweiz und weisen mit 40% einen verhältnismässig hohen Anteil an Geschäftsliegenschaften auf.
  • Seit mehr als zehn Jahren wurden keine Heizsysteme auf Basis fossiler Energieträger mehr installiert.
  • Der Anteil an Erdgas ist 38% und jener an Heizöl 17%, während die Fernwärme bei 31% und die Wärmepupumpen und Biomasse zusammen bei 15% liegen.
  • Als Mitglied der Net Zero Asset Managers Initiative verpflichtet sich AXA Investment Managers Schweiz – Real Assets, bis spätestens 2050 das Netto-Null-Ziel in Bezug auf Wärme- und Stromversorgung für alle ihre Immobilienportfolios zu erreichen. Diesem Ziel liegt ein ambitionierter CO2-Absenkpfad-Modell mit konkretem Massnahmenplan für jede Liegenschaft zugrunde, der sowohl Scope 1 (direkte Emissionen) als auch Scope 2 (Energiebezüge – Strom und Fernwärme) einbezieht.
  • Für die kommenden Jahre ist ein kontinuierlicher Ausbau von Photovoltaikanlagen auf bestehenden Dächern geplant.
  • In den verwalteten Portfolios sind bereits über 250 Parkplätze mit Elektroladestationen ausgerüstet. Im aktuellen Berichtszeitraum wurde die Aufrüstung von weiteren 49 Parkplätzen in Angriff genommen. Die Installation von Elektroladestationen bei 17 weiteren Liegenschaften befindet sich in Planung.
  • Der bezogene Allgemeinstrom (Teil von Scope 2) – ohne Mieterstrom – ist 100% erneuerbar.
  • Portfolioübergreifend wurde bereits 2020 die automatisierte Erfassung der Verbrauchsdaten von Wasser, Strom und Wärme eingeführt. Auf Basis dieser Daten können spezifische Massnahmen zur Reduktion des Energieverbrauchs abgeleitet und damit sowohl die CO2-Emissionen als auch die Energiekosten gesenkt werden.
  • Eine spezifische Massnahmen- und Investitionsplanung bis 2050 wurde erarbeitet, die sich auf die Norm SIA 380/1 abstützt und mit dem sich die Betriebsenergie inklusive Elektrizitätsbedarf kalkulieren lässt. Anhand dieses Modells wurde das gesamte Portfolio ab Basisjahr 2021 bis 2050 Jahr für Jahr neu berechnet – unter Einbezug aller in der Investitionsplanung berücksichtigten Instandsetzungsmassnahmen. Damit lassen sich wirkungsvolle Vergleiche zwischen den modellierten Soll- und den gemessenen Ist-Werten ziehen, was gezielte Optimierungsmassnahmen ermöglicht.
  • Neu erfolgt das Reporting der Energie- und Klimakennzahlen gemäss dem REIDA-Standard.

Darüber hinaus gelten die folgenden Nachhaltigkeitsbestimmungen:

  • Auswahl von Baumaterialien nach ökologischen Kriterien unter Berücksichtigung der entsprechenden Lebenszyklen.
  • Flexible Gebäudestrukturen für eine einfache Umnutzung von Liegenschaften.
  • Liegenschaften an verkehrstechnisch gut erschlossenen Standorten Bereitstellung einer Infrastruktur für klimafreundliche Mobilitätsformen Förderung des Langsamverkehrs.
  • Naturnahe Gestaltung der Aussenflächen mit einheimischen Pflanzenarten und Grünflächen.
  • Begrenzung der Versiegelung.
  • Einsatz wassersparender Armaturen und Geräte.
  • Sensibilisierung der Mieter in Bezug auf Wassernutzung.
  • Bereitstellen von attraktivem und bedürfnisgerechtem Wohn-, Arbeits- und Lebensraum.
  • Tiefe Mieterfluktuation und tiefe Leerstände.
  • Berücksichtigung gesellschaftlicher Trends und Entwicklungen bei der Gestaltung von Gebäuden und Aussenräumen.
  • Umsetzung innovativer Konzepte zur sozialen Durchmischung und Förderung der Gemeinschaft.
  • Systematische Identifikation von Gesundheits- und Sicherheitsrisiken für Mieter und Nutzer.
  • Bestes Raumklima und optimaler Immissionsschutz.
  • Bereitstellen von altersgerechtem und hindernisfreiem Wohnraum.
  • Beitrag zur Standortattraktivität der Gemeinden.
  • Berücksichtigung von regionalen Lieferanten Erhalt von bezahlbarem Wohn- und Arbeitsraum.
  • Sorgfaltsprüfung zu arbeitsrechtlichen Risiken bei der Auftragsvergabe Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen.
  • Sicherstellen der Arbeitssicherheit und des Gesundheitsschutzes auf Baustellen.

Für den proparis Immofonds der BCV lag Anfang 2023 die Messung der CO2-Intensität Scope 1 und des Energieverbrauchs vor. Für die Energieeffizienz hatte die BCV eine Simulation mit Verpflichtung zum Ziel der Absenkung von 104.5 kWh/m2 auf 92.5 kWh/m2 bis 2030 und eine Projektion auf das Ziel von 60.4 kWh/m2 bis 2050 durchgeführt.

Der Nachhaltigkeitsbericht 2024 der proparis publiziert die Nachhaltigkeitskennzahlen, insbesondere die CO2-Intensität Scope 1 und Scope 2, in Anlehnung an den Reporting-Standard des ASIP für jedes der drei Immobiliengefässe einschliesslich des neu investierten Gefässes der UBS.

Gemäss dem Anfang März 2026 offengelegten ESG-Reporting des BCV Fonds proparis per Ende 2024 besteht ein über alle Sub-Fonds aggregierter Dekarbonisierungspfad, der eine Reduktion der CO2-Intensität/m2 um etwa 50% per 2030 im Vergleich zu 2020 anzeigt. Allerdings wird die Kurve nach 2030 wieder flacher, sodass keine echte Perspektive zu Netto-Null 2040 ersichtlich ist.

Kommentar Klima-Allianz

  • Offensichtlich betreiben die BCV und somit auch proparis kein proaktives Portfoliomanagement mit Steuerung via Divestments und Neuselektionen respektive der Ab- und Zuflüsse mit Strategie Netto Null 2040.

Laut neuen Informationen von proparis vom März 2026 sind ab Anfang 2026 Neuzuflüsse in neu eingesetzte NAV Vehikel der früheren Vollversicherer Baloise und Swiss Life erfolgt. Mit dem Vergleich der jeweils offengelegten Anlagevolumina Ende 2025 zu denjenigen Ende Februar 2026 lässt sich das Volumen dieser Neuanlagen schätzen (siehe oben).

Kommentar Klima-Allianz

Für die neu minderheitliche AXA Real Estate Lösung besteht eine umfassende Strategie mit Verpflichtung zum Ziel Netto Null 2050 und auf systematischer Planung fundierter Projektion zur Halbierung der CO2-Intensität (Scope 1 und Scope 2) bis 2030 gegenüber 2020. Es besteht eine optimale Systemperformance zu Netto-Null nicht viel später als 2040 mit perspektivistischer Aussicht, das Netto-Null Ziel bereits 2040 zu erreichen.

Auf dem neu mehrheitlichen Teil, nämlich für den proparis Immofonds der BCV, für das unbekannte Gefäss der UBS, für die noch unbekannten Neuallokationen via Baloise und Swiss Life, sowie für die Liegenschaften der PK Schreiner fehlt noch eine Klimastrategie, die einen raschen Absenkungspfad der CO2-Emissionen definiert mit Einschluss von Nachhaltigkeitszielen, ambitionierte Zwischen- und Endziele festlegt für den Zeitraum bis 2050, Reporting definiert und inhaltlich auf folgenden Pfeilern beruht:

  • Selektion der neuen Anlagevehikel Baloise und Swiss Life für ambitionierte mit Kennzahlen unterlegte Dekarbonisierungspfade.
  • Engagement der Fondsmanager und der PK Schreiner zur Beschlussfassung für einen konkreten Reduktionsplan mit kurz- und mittelfristigen Zwischenzielen, der auch die relevanten UN-Sustainable Development Goals berücksichtigt.
  • Maximale, über die gesetzlichen Anforderungen hinausgehende Ausschöpfung des Potenzials energetischer Sanierungen des Altbestandes in der Schweiz nach bestem Stand der Technik – mit maximaler Optimierung bei der Senkung des Energieverbrauchs und der vollständigen Umstellung auf erneuerbare Energien – sowie mit Einbezug der grauen Energie (Scope 3 upstream) und der extern generierten Emissionen durch Verkehr (Scope 3 downstream) in die Planungsentscheide.
  • Neubauten sind konform zu den im Zeitpunkt der Planung fortgeschrittensten Energiestandards, umfassend Scope 1 (direkte Emissionen), Scope 2 und Scope 3.
  • Vorausschauende Verbrauchssteuerung via Gebäudetechnik und Mieterengagement sowie ein enges CO2- und Energie-Monitoring.
  • Maximale Realisierung der Potenziale der Photovoltaik zur Minimierung der territorialen Emissionen der Schweiz mit Dekarbonisierung von Verkehr, Industrie und Gebäuden via Hochfahren der Produktion von solar produzierten Stroms.
  • Bestmögliche Minimierung der Verluste grauer Energie durch bewusste Entscheidungen im Falle von Sanierung oder Neubau, durch Verwendung von Baumaterialien mit möglichst geringem CO2-Fussabdruck, durch Maximierung der Wiederverwendung und -Verwendbarkeit von Baumaterialen, Bauteilen und Energietechnik (Scope 3 upstream).
  • Positiv-Wirkung im Sinne der Sustainable Development Goals (SDG), insbesondere aber nicht nur von Goal 7 „Affordable and Clean Energy“, von Goal 10 „Reduce Inequality“ in Verbindung mit Goal 10.2 „Empower and promote social and economic inclusion of all“ und von Goal 11 „Sustainable Cities and Communities“ in Verbindung mit Goal 11.1 „Ensure access for all to adequate, safe and affordable housing“.
  • Reduktion des Wasserverbrauchs, insbesondere Warmwasser.
  • Bei ausbleibendem Fortschritt oder ungenügender Performance, Deselektion und/oder Steuerung der Zu- und Abflüsse auf den entsprechenden im proparis Immofonds und im UBS Gefäss enthaltenen Mandaten und Fonds zugunsten von Anlagegefässen, deren Dokumentation maximale Klimawirkung und Nachhaltigkeitsqualität nachweist.
  • Hypotheken und Green Bonds Immobilien:

Gemäss Geschäftsbericht 2024 war AXA der einzige Asset Manager der Hypotheken mit damals 31 Mio. CHF.

AXA Investment Managers (heute BNP Paribas) bietet auf dem Pensionskassenmarkt, also auch proparis, ein einziges Gefäss an: AXA Anlagestiftung Hypotheken Schweiz. Dieses publiziert gemäss Nachhaltigkeitskapitel im Geschäftsbericht 2025 die CO2-Intensität Scope 1 des finanzierten Gebäudeportfolios mit 23.7 kg/m2. Zudem finanziert AXA auch grüne Hypotheken: Eigentümer, „die in energetische Sanierungen investieren – etwa durch den Einbau von Wärmepumpen, Dämmungsmassnahmen oder Photovoltaikanlagen – profitieren von attraktiven Finanzierungskonditionen.“ Weiterhin entfällt „ein Teil der finanzierten Liegenschaften auf Wohnbaugenossenschaften, die bezahlbaren Wohnraum schaffen, soziale Durchmischung fördern und generationenübergreifendes Wohnen ermöglichen. Durch dieses Engagement trägt die Anlagegruppe aktiv zur sozialen Nachhaltigkeit im Schweizer Wohnungsmarkt bei. Sie sichert Wohnraum für verschiedene Einkommensschichten, fördert langfristige Mietverhältnisse und schafft Lebensräume, die auf Solidarität und Mitbestimmung ausgelegt sind.

proparis erwähnt dies ebenfalls mit den neuesten Informationen vom Februar 2026.

Hingegen ist das Volumen der Hypotheken gemäss Informationen von proparis im Februar 2026 auf CHF 190 Mio. angestiegen. Die neuen Asset Manager sind unbekannt.

Somit befindet sich proparis mit ihrer vermutlich ab 2026 nur zu einem Sechstel via AXA Hypotheken Schweiz und ihrer beginnenden Vergabe von grünen Hypotheken ein Stück weit im Anfangsstadium dazu, in Zukunft immer mehr zur beschleunigten Dekarbonisierung der Immobilien in diesem beeinflussbaren Segment beitragen zu können.

Bezüglich der neuen, unbekannten Kollektivanlagen anders als AXA sowie Green Bonds ist jedoch keine Absicht auffindbar, im Bereich der beeinflussbaren externen Immobilieneigentümer eine Strategie zu konzipieren insbesondere für einen Zuwachspfad von Sanierungen mit optimaler Energieeffizienz und Dekarbonisierung.

Kommentar Klima-Allianz

Eine Klimastrategie unter Einbezug von Green Bonds sollte sich auf die folgenden Wirkachsen abstützen:

  • Engagement der Asset Manager der Hypothekenfonds anders als AXA durch Einforderung gesicherter Daten zur CO2-Intensität der finanzierten Immobilien sowie insbesondere der Verpflichtung zu Netto Null nicht viel später als 2040. Notwendig ist ein Zuwachspfad grüner Hypotheken mit optimaler Wirksamkeit, welche durch Beratung, Vergabekriterien und Monitoring wie auch durch das relative Ausmass einer Zinsverbilligung erreicht wird. Bei ausbleibendem Fortschritt oder ungenügender Performance, Deselektion von Mandaten und Fonds zugunsten von Anlagegefässen, deren Dokumentation maximale Klimawirkung nachweist.
  • Impact Investments in Green Bonds oder vergleichbare Anlagelösungen von Emittenten, welche die Vergabe von grünen Hypotheken an externe Immobilieneigentümer finanzieren.
  • Impact Investments in Green Bonds oder vergleichbare Anlagelösungen von Emittenten, welche für die Direktfinanzierung grüner Immobilien von externen Immobilieneigentümern bestimmt sind.

Reporting der direkten und indirekten CO2-Emissionen und Nachhaltigkeitsbestandesaufnahme

  • Immobilien indirekt, Inland:

Für das erwähnte nun minderheitliche AXA Anlagegefäss ist die CO2-Intensität Scope 1 seit Jahren bekannt. Zudem sind AXA Investment Managers Schweiz – Real Assets gemäss Nachhaltigkeitsbericht 2024/2025 bestrebt, auch den Anteil grauer Energie (Teil von Scope 3 upstream in Baumaterialien oder als Teil bestehender Liegenschaften vor Sanierungen) und den damit verbundenen CO2-Ausstoss zu evaluieren und diesen in das CO2-Absenkpfad-Modell und in die daraus resultierende Massnahmenplanung zu integrieren. Diesbezüglich wurde im Jahr 2021 ein Leitfaden zur Förderung des kreislauforientierten Bauens entwickelt, der seit September 2023 fester Bestandteil der Verträge für jedes grössere Bauprojekt ist. Bei Sanierungs- und Neubauprojekten wird kontinuierlich überprüft, ob Massnahmen aus diesem internen Leitfaden anwendbar sind. Diese werden umgesetzt, wenn sie für das jeweilige Projekt sinnvoll sind, um Stoffkreisläufe zu schliessen und den Ressourceneinsatz, den Energieverbrauch, die Treibhausgasemissionen sowie das Abfallaufkommen zu reduzieren.

Wie oben erwähnt sind die CO2-Intensität Scope 1 und Scope 2 der drei Immobiliengefässe AXA, BCV und UBS bekannt, nicht aber diejenige der übrigen Anlagen.

  • Hypotheken:

Wie oben erwähnt kennt nur AXA Investment Managers die CO2-Intensität Scope 1 der finanzierten externen Immobilien.

Dekarbonisierungsziele für direkte und indirekte CO2-Emissionen und Massnahmenplanung

  • Immobilien indirekt, Inland:

Wie oben erwähnt, liegt nur beim AXA Anlagegefäss ein ambitionierter Dekarbonisierungspfad vor.

Für den proparis Immofonds der BCV und die weiteren Investitionen sind keine konkreten Ziele und Zwischenziele für einen 1.5°C-kompatiblen Absenkpfad der direkten und indirekten CO2-Emissionen mit Perspektive auf Netto-Null 2040 ersichtlich.

  • Hypotheken und Green Bonds Immobilien:

Es sind noch keine konkreten Ziele für einen dezidierten Wachstumspfad für grüne Hypotheken, Green Bonds oder gleichwertige Finanzierungen für grüne Hypotheken und grüne Immobilien ersichtlich.

Stand der Umsetzung des Dekarbonisierungspfads seit 2020 mit Einschluss ESG- Ziele

  • Immobilien indirekt, Inland:

Wie oben erwähnt, ist nur beim AXA Anlagegefäss von einer bereits erzielten ambitionierten Senkung und hoher Zielerreichbarkeit auszugehen, da seit 10 Jahren bei Neubauten und Sanierung keine fossilen Energieträger mehr eingesetzt wurden.

Für die übrigen Gefässe ist entweder keine Reporting bekannt, oder beim proparis Immofonds der BCV  Gefäss der UBS ist kein Reporting über das Ausmass der Reduktion der direkten und indirekten Emissionen oder über die Verbesserung anderer Nachhaltigkeitselemente ersichtlich.

  • Hypotheken und Green Bonds Immobilien:

Es ist kein Reporting über Fortschritte bei der Reduzierung der finanzierten CO2-Emissionen durch Green Bonds oder gleichwertige Finanzierungen für grüne Immobilien ersichtlich.

Schlussfolgerung

Noch kein abgesicherter Pfad zu Netto-Null nicht viel später als 2040 für alle Immobilienanlagen.

Positiv:

  • Für den minderheitlichen AXA Real Estate Fund Switzerland liegt seit dem Nachhaltigkeitsbericht 2022/2023 der AXA Investment Managers Schweiz – Real Assets (heute BNP Paribas) – bestätigt durch den Nachhaltigkeitsbericht 2024/2025 und das Nachhaltigkeitskapitel im Jahresbericht 2025 – eine umfassende Klimastrategie vor, mit Verpflichtung zum Ziel Netto Null 2050 und auf systematischer Planung fundierter Projektion zur Halbierung der CO2-Intensität bis 2030 gegenüber 2020.
  • Auf diesem kleineren Teil via AXA/BNP Paribas besteht eine optimale Systemperformance zu Netto-Null nicht viel später als 2040 mit perspektivistischer Aussicht, das Netto-Null Ziel bereits 2040 zu erreichen.
  • Dank der Kollektivanlage in AXA Hypotheken Schweiz befindet sich proparis mit der beginnenden Vergabe von grünen Hypotheken ein Stück weit im Anfangsstadium dazu, in Zukunft immer mehr zur beschleunigten Dekarbonisierung der Immobilien in diesem beeinflussbaren Segment beitragen zu können.

Jedoch:

  • Für die Mehrheit der indirekten Immobilienanlagen via den proparis Immofonds der BCV und die weiteren Anlagen via UBS, Baloise, Swiss Life und für die PK Schreiner erscheinen die Engagement-Aktivitäten zum Ziel der Einleitung eines Dekarbonisierungspfades hin zu Netto-Null nicht viel später als 2040 noch unvollständig. Ein Potenzial zu einer bestimmten Systemperformance zu Netto-Null nicht viel später als 2040 ist noch aufzubauen.
  • Für den Grossteil des Anlagevolumens in Hypotheken ist keine Verpflichtung zu einem Zuwachspfad von grünen Hypotheken ersichtlich.
  • Bei den anderen Immobilienfinanzierungen für externe Eigentümer ist keine Verpflichtung zu einem Zuwachspfad von Green Bonds oder gleichwertigen Finanzierungen für grüne Hypotheken oder für grüne Immobilien ersichtlich.

Noch fehlt eine Klimastrategie für einen Dekarbonisierungspfad aller finanzierten CO2-Emissionen. Sobald aber das Reporting eine substanzielle und bereits getätigte Paris-kompatible Reduktion aufzeigt, wird die Klima-Allianz die Einstufung auf Hellgrün vornehmen. Voraussetzung ist ein erkennbarer und ambitionierterekarbonisierungspfad nicht nur der indirekten Immobilien via AXA Investment Managers – Real Estate, sondern auch derjenigen via die Direkten Immobilien der PK Schreiner, für den proparis Immofonds der BCV, für die Anlagevehikel von Baloise und Swiss Life, sowie ein Mechanismus für einen Zuwachspfad von grünen Hypotheken, von Green Bonds oder anderer Finanzierungen für grüne Hypotheken und grüne Immobilien. Die Systemperformance – gesamthaft betrachtet und gewichtet im Masse des jeweiligen Klimahebels der proparis – muss eine Perspektive für einen 1,5°C-Absenkpfad gemäss Pariser Abkommen mit Ambition Netto-Null Ziel 2040 gemäss den Rating-Kriterien Immobilien der Klima-Allianz eröffnen.

 

 

Tendenz 2023-2026

Bewertung: Potenzial zu Hellgrün

Kommentar Klima-Allianz

  • Für den proparis Immofonds der BCV und die weiteren Anlagen via UBS, Baloise, Swiss Life und für die PK Schreiner sollte eine Klimastrategie formuliert werden, mit Verpflichtung auf konkrete und ehrgeizige Zwischenziele, die auf der Basis eines genauen Umsetzungsplans einen Dekarbonisierungspfad mit Halbierung bis 2030 bewirkt und somit im Einklang mit einem Netto-Null-Ziel nicht viel später als 2040 ist – immer unter Berücksichtigung der relevanten UN-Sustainable Development Goals.
  • Via Produktselektion und Engagement oder Auswechslung von Managern sollte bei diesen indirekten Anlagen in Immobilien im Inland die regelmässige Dokumentation der Nachhaltigkeitsqualität und eines ambitionierten Absenkpfades der CO2-Emissionen gesichert werden – und die Verpflichtung zum Netto-Null Ziel nicht viel später als 2040.
  • Bei den Hypotheken-Kollektivanlagen anders als AXA sowie bei den anderen Immobilienfinanzierungen sollte ein Prozess implementiert werden, der zu einem Zuwachspfad von grünen Hypotheken sowie zu einem Impact Investment in Green Bonds führt, eingesetzt für grüne Hypotheken und/oder grüne Immobilien mit optimaler CO2-Wirksamkeit insbesondere für Sanierungen.
  • Für sämtliche Klimahebel im Immobilienbereich sollte eine permanent zu ajustierende Massnahmenplanung zu Netto Null spätestens 2050 implementiert und ein ehrgeiziges Zwischenziel für 2030 gesetzt werden, so dass ein Potenzial besteht, bis 2040 Netto-Null zu erreichen.