Wer soll Klimabotschafter:in 2023 werden?

Die Annahme des indirekten Gegenvorschlags zur Gletscher-Initiative im nächsten Jahr ist ein Muss, wenn wir Schweizer:innen unsere Verantwortung wahrnehmen sollen. Wer kann diese Botschaft am besten mittragen?

Die Annahme des indirekten Gegenvorschlags zur Gletscher-Initiative im nächsten Jahr ist ein Muss, wenn wir Schweizer:innen unsere Verantwortung wahrnehmen sollen. Wer kann diese Botschaft am besten mittragen? Wählt die beste Botschafter:in für einen Beitrag zu einem nationalen «ja». Wer macht eurer Meinung nach den Bürger*innen unseres Landes am besten klar, wie wichtig das «ja» zum indirekten Gegenvorschlag zur Gletscher-Initiative an der Urne ist?

Wer soll Klimabotschafter:in 2023 werden? Stimme hier ab.

Die Klimaerwärmung schafft Ungerechtigkeit: Von den Auswirkungen der Klimaerwärmung sind vorrangig Menschen betroffen, welche wenig zur Problematik beigetragen haben und nicht über die finanziellen Mittel für nötige Schutzmaßnahmen und Anpassungskosten verfügen. Das ist ungerecht. Klimagerechtigkeit bedeutet, dass nach dem Verursacherprinzip Länder, Unternehmen und Menschen, die die Hauptverursacher der Erderwärmung sind, auch die Verantwortung für die Folgen übernehmen. Sie sollen global für die Folgen und Schäden der Klimaerwärmung aufkommen und in der Reduktion von Treibhausgasemissionen vorangehen. Sie müssen und sie können handeln.

Der Ausstoss von Treibhausgasen soll unter Berücksichtigung der historischen Emissionen weltweit fair aufgeteilt werden. Gleichzeitig gilt es, die Auswirkungen der Klimaerwärmung gerecht anzugehen: notwendige Anpassungsmassnahmen und Entschädigungen für bereits eingetretene Schäden und Verluste müssen von denjenigen getragen werden, welche die Hauptverursacher der Klimaerwärmung sind. Was wir heute bereits tun, ist nicht ausreichend. Der Weltklimarat IPCC warnt eindringlich, dass Wetterextreme weiter zunehmen werden, wenn nicht endlich entschlossen gehandelt wird. Bereits heute sind laut IPCC rund 3,5 Milliarden Menschen der Situation praktisch schutzlos ausgeliefert.

Die Schweiz ist ein Land, welches historisch viele Treibhausgase verursacht hat und weiterhin einen hohen Treibhausgas-Ausstoss verzeichnet. Um mehr zu globaler Klimagerechtigkeit beizutragen, ist die Schweiz angehalten, ihre Klimaziele deutlich zu erhöhen und über die Reduktion von Treibhausgasen hinaus substantielle Unterstützung zu leisten, damit Menschen, welche die Auswirkungen der Klimaerwärmung besonders stark spüren, ohne zum Problem beigetragen zu haben, ein Leben in Würde führen können.

 

Die Übersicht der Kandidat:innen

Steffe La Cheffe

Steffe La Cheffe engagiert sich für Menschen mit eigenwilligen Lebensläufen – wie z.B. als Botschafterin der Mad-Pride im Juni 2022. Global betrachtet sind es in armen Ländern genau die Personen, die am stärksten unter der Klimaerhitzung leiden, weil sie oft am Rande der Gesellschaft stehen. Ein Einsatz für mehr Klimagerechtigkeit ist auch für Menschen mit eigenwilligen Lebensläufen und deren Zukunft wichtig. Wir bieten Steffe La Cheffe die Gelegenheit dazu! Wähle Steffe La Cheffe als Klimabotschafterin 2023.

Lo & Leduc

Sie sind Jung verdammt, aber nicht für Ingwer und ewig. Lo und Leduc werden die Folgen der Klimaerwärmung erleben. Deshalb sollten sie in klaren Worten auch an ihrer HörerInnen mitteilen, dass Klimagerechtigkeit unser aller Engagement erfordert. Ihre Doppel-Stimme muss klar sein, es gibt nicht ungefähr 10 Millionen Kombinationen! Wähle Lo & Leduc als Klimabotschafter 2023.

Marlen Reusser

Als Aushängeschild des schweizerischen Radsports und Ärztin erreicht Marlen Reusser viele Menschen. Sie lebt selber nachhaltig und pflegt einen klimaneutralen Lebensstil auf privater Ebene. Sie tut dadurch mehr als viele Schweizer:innen und spricht Herausforderungen offen an. Auch Marlen Reusser braucht politische Entscheidungen, um klimaneutral werden zu können. Wähle Marlen Reusser als Klimabotschafterin 2023.

Beat Feuz

Nach dem Olympiasieg sah man sie oft, die Videos vom Kleinkind Beat Feuz. Er hatte seine ersten Abfahrten am Skilift in Bumbach. Die Bergstation liegt 1355 Meter über Meer. Es sind diese Skilifte, die der Klimaerwärmung als erste zum Opfer fallen. Und Talente wie Beat Feuz werden nicht mehr entdeckt. Wir fordern Beat Feuz auf, mit seinem Einsatz für Klimagerechtigkeit auch zukünftigen Kugelblitz-Fahrer:innen noch einen Türspalt offen zu halten. Wähle Beat Feuz als Klimabotschafter 2023.

Lara Gut-Behrami

Ihr Lachen nach dem «Sturz ins Ziel» als 17 jährige in St. Moritz – niemand wird es vergessen. Tessiner Skistars gibt es einige in der schweizerischen Sportgeschichte – aber wird es weitere geben? Die noch offenen Skigebiete im Tessin sind je länger je weniger Skisicher. Junge Frauen wie Lara Gut-Behrami gehen Chancen verloren, ebenso wunderbar entdeckt zu werden wie Laras – und daraus ist ein Weltstar geworden. Ihre Stimme für mehr Klimagerechtigkeit wird überzeugen, deshalb wähle Lara Gut-Behrami als Klimabotschafterin 2023!

Claude Nicollier

Claude Nicollier hat etwas erlebt, was nur wenige teilen: er hat den Planeten Erde aus dem All gesehen. Er weiss, wie schön und gleichzeitig zerbrechlich die Erde ist. Diese Perspektive macht ihn zum glaubwürdigen Botschafter für mehr Klimagerechtigkeit: Wir haben nur eine Erde, nur eine Atmosphäre. Diese teilen wir mit allen Menschen. Und wir sollten uns um sie Sorgen, denn sie ist zerbrechlich. Dafür kann Claude Nicollier als Klimabotschafter 2023 einstehen – wähle Claude Nicollier.

Beiträge

Klima-un-gerechtigkeit: Alle können sie sehen – aber kaum eine:r schaut hin

An Klimaextreme werden wir uns langsam anpassen müssen. Schon längst müssen viele in Armut lebende Menschen mit Dürren und Überschwemmungen leben. Das ist ungerecht, weil sie das Problem nicht verursachen. ...

Kontakt

Arbeitsgruppe Klimagerechtigkeit

salzmann@fastenaktion.ch

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