Keine 50-Grad Sommer!

Die immer intensiveren und häufigeren Hitzewellen sind ein weiteres Alarmsignal. Ohne eine echte Kehrtwende könnte die Schweiz bis 2050 im Sommer Temperaturen von 50 °C erleben. Wir weigern uns, diese Perspektive einer unbewohnbaren Welt hinzunehmen, und rufen zum Spätsommer 2026 zu breiten und gemeinsamen Mobilisierungen auf, um einen Notfallplan zu fordern, der Klimaanpassung und Klimaschutz miteinander verbindet.

Dieser Beginn des Sommers 2026 hat uns die Qual der immer intensiveren, längeren und häufigeren Hitzewellen vor Augen geführt, die durch den Klimawandel verursacht werden.

Schüler:innen, die im Unterricht ohnmächtig werden, Babys in Kitas bei über 30 °C, ältere Menschen, die in ihren eigenen vier Wänden oder in glühend heissen Pflegeheimen gefangen sind, unerträgliches Schwitzen im Büro, Wohnungen mit über 26 °C in der Nacht, brennender Asphalt, gestörter Schlaf, arbeitende Menschen im Freien oder in Küchen, die unter extremer Hitze leiden, Notaufnahmen in Krankenhäusern unter starkem Druck, leidende Tiere und Pflanzen, bedrohte Landwirtschaft usw.

Und wenn auf diese Hitzephasen Unwetter folgen, sind diese für Ernten und Infrastrukturen oft verheerend.

Die politischen Verantwortlichen haben es versäumt, uns zu schützen, und viel zu oft ist die Arbeitgeberschaft bereit, das Leben der Angestellten aufs Spiel zu setzen, um weiterhin Gewinne zu erzielen.

Wir rufen ab dem Spätsommer 2026 zu breiten, gemeinsamen Mobilisierungen auf!

Dieser Aufruf richtet sich an alle, die diese Situationen am eigenen Leib erfahren haben und sich nicht damit abfinden wollen, dass sich die Lage weiter verschlimmert.

Die Lage ist kritisch und erfordert Sofortmassnahmen. Ohne eine starke Mobilisierung wird sich nichts ändern.

Alle gewerkschaftlichen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte müssen zusammenkommen, um auf die Bedrohung unseres Lebens zu antworten.

Wir rufen alle Menschen, die sich der Perspektive von Sommern mit 50 °C verweigern, dazu auf, ihre Kräfte zu bündeln. Nur so verhindern wir, dass die Aufmerksamkeit für dieses Thema mit dem Sinkend der Temperaturen wieder nachlässt, und setzen einen Notfallplan durch, der Klimaanpassung und Klimaschutz miteinander verbindet.

Ersticken ist kein Schicksal!

Die Katastrophe ist da, aber die Lösungen existieren.

Wir müssen das Unvermeidbare bewältigen: Gebäude dämmen, unsere Städte massiv begrünen, kühle und kostenlose öffentliche Räume öffnen (Schwimmbäder, Frischeinseln usw.), Arbeit im Freien bei extremer Hitze verbieten, Arbeitszeiten anpassen, Oberflächen aufhellen … Jede unmittelbare und konkrete Massnahme kann den Unterschied zwischen Leben und Ersticken ausmachen.

… und das Unbeherrschbare verhindern: Die Schweiz ist nicht auf Kurs, ihre Klimaziele zu erreichen. Wir müssen tiefgreifende Veränderungen fordern, um die Emissionen in allen Sektoren zu senken und Klimaneutralität zu erreichen.

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Myriam Grosse

myriam.grosse@klima-allianz.ch

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