Eine Kampagne von
Schweizer Investitionen befeuern das Klimachaos
Die Schweiz gilt gerne als sauber, klimabewusst und klein. Der grosse Treibhausgasausstoss erfolgt ennet unserer Grenzen. Doch der Schein trügt, wenn man auf die Finanzströme blickt. Der Bericht Investing in Climate Chaos Switzerland von BreakFree Suisse, basierend auf den Daten der Datenbank Investing in Climate Chaos 2026 (von Urgewald und Profundo), offenbart folgende Zahlen:
- Platz 8 global mit 126,9 Milliarden USD: von SSchweizer Finanzinstituten in Kohle, Öl und Gas gehaltene Anlagen machen weltweit den achtgrössten nationalen Gesamtwert aus.
- Platz 1 global pro Kopf : gemessen an den Vermögenswerten in fossilen Energien pro Person (USD 14’000)
- 94 % in der fossilen Expansion: Der Grossteil des Schweizer Geldes steckt in Konzernen, die weiterhin neue Öl- und Gasreserven erschliessen oder fossile Infrastrukturen ausbauen.
- Die grössten fossilen Investoren in der Schweiz sind die UBS (71,7 Milliarden USD), Pictet (15,2 Milliarden USD) und die Schweizer Nationalbank SNB (9,3 Milliarden USD)
- Sämtliche analysierte Schweizer Investoren haben 1,2 Milliarden US-Dollar in fossile Anleihen mit Laufzeiten bis mindestens 2051 investiert.
Betroffen ist keineswegs nur der private Bankensektor (wo die Grossbank UBS allein 57 % hält). Ein erheblicher Teil des Geldes wird von öffentlich beauftragten Institutionen gehalten: Pensionskassen (die über 1’400 Milliarden CHF verwalten), öffentliche Versicherer wie die Suva und Kantonalbanken. Obwohl das Klima- und Innovationsgesetz den Bund seit Januar 2025 dazu verpflichtet, Finanzflüsse klimaverträglich auszurichten, nehmen die Beteiligungen an Unternehmen weiter zu, die neue fossile Infrastruktur erschliessen und ausbauen, Da es allerorts an Transparenz mangelt, bleibt uns Bürgerinnen und Bürgern meist verborgen, was mit unseren Ersparnissen passiert.
Aufruf zum Handeln
Da es sich bei Pensionskassen, Kantonalbanken und der Schweizerischen Nationalbank (SNB) um öffentliche Gelder und Institutionen handelt, hat die Bevölkerung das Recht, Informationen und Mitsprache einzufordern. Auf der Aktionsplattform von BreakFree Suisse kannst du aktiv werden und folgende Akteur:innen anschreiben:
- Pensionskassen, ihre Aufsichtsbehörde OAK BV und ihr Dachverband (ASIP): Viele Pensionskassen tragen im Klima-Rating der Klima-Allianz eine rote oder orange Bewertung. Fordere deine Pensionskasse auf, ihre Anlagen offenzulegen und einen Ausstiegsplan aus fossilen Energien bis spätestens 2040 festzulegen.
- Kantonalbanken und ihre Aufsichtsbehörde FINMA: Jede Kantonalbank taucht in der Investing in Climate Chaos 26-Datenbank als Halterin fossiler Anlagen auf. Da sie den Kantonen gehören und eine Staatsgarantie geniessen, sollten sie den kantonalen Klimazielen nicht zuwiderhandeln.
- Schweizerische Nationalbank: Die SNB hält über 9,3 Milliarden USD an fossilen Aktien in ihren Devisenreserven – echtes öffentliches Vermögen. Wende dich dazu an deinen Kanton als SNB-Aktionär sowie direkt an die SNB.
Unterstütze auch den Aufruf ”keine fossilen Investitionen mit unseren Rentengeldern” von Gesundheitsfachpersonen”: Dieser offene Brief fordert Pensionskassen dazu auf, keine Investitionen in fossile Energiekonzerne mehr zu tätigen.
Was dein Engagement bewirken kann
- Sicherung der Vorsorge: Der Ausstieg aus fossilen Energien schützt unsere Ersparnisse vor klimabedingten Entwertungen (Stranded Assets).
- Stopp der Exploration und dem Ausbau fossiler Infrastruktur: Diese zukunftsfeindlichen Aktivitäten enden erst, wenn die Finanzierung einbricht.
- Förderung von nachhaltigen Anlagelösungen: Werden Gelder aus fossilen Aktivitäten abgezogen, können sie stattdessen in eErneuerbare Energien und energieeffiziente Technologien fliessen (fossilfreie Alternativen gibt es sogar für passive Index-Strategien, z. B. die fossilfreien Anleiheindizes von Bloomberg-Cambridge)
- Einhaltung der Klimaziele: Ein nachhaltiger Finanzplatz ist der grösste golbale Hebel der Schweiz, um einen wirksamen Beitrag zum 1,5-Grad-Ziel zu leisten.
Es ist Zeit, dass unsere Finanzinstitutionen Verantwortung übernehmen, anstatt sie immer weiterzureichen. Werde jetzt aktiv und fordere eine klimagerechte Zukunft mit deinem Geld!
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